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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hypothyreose, aber Symtome einer Hyperthyreose



Nurbanu
08.07.2012, 19:17
Hallo,

Diagnose: Hypothyreose mit Autoimmunthyreoditis

Medis eingestellt, über die Jahre erhöht, wenn wieder Müdigkeit u.a. Symptome eingetreten sind
zu Beginn medikamentöse Hyperthyreose, daher auch deren Symptome bekannt

ca. 2 Jahre gleiche Dosis L-Thyrox
dann erhöhter Puls (Ruhepuls teilweise 80-100), Gefühl von Herzrasen bei kleiner Anstrengung (wie bei der medikamentösen Hyperthyreose) statt Müdigkeit und Schlappheit
Blutprobe: T3 und T4 normal, TSH leicht erhöht
also L-Thyrox um 12 µg erhöht, nach ca. 6 Wochen Normalisierung, seit einem Vierteljahr stabil

Mich interessiert nun der Hintergrund. Wie kann es sein, dass bei einer Unterfunktion (geringere, schlechtere Funktion) das Herz widerprüchlich zu viel arbeitet? Ein Zusammenhang scheint zu bestehen, da es die Erhöhung das Problem gelöst hat.

Gruß von einem Noch-Nicht-Studenten

derrick87
08.07.2012, 20:10
Wurde das Blut nüchtern entnommen?
Man darf das L-Thyroxin noch nicht genommen haben wenn man die T3 und T4 Werte bestimmt.
Hast du die Werte mit Referenzbereich? Dann könnte man die vielleicht besser interpretieren.

Wie oft hast du deine Werte immer kontrollieren lassen? Es sollte bei guter Einstellung schon alle 6 Monate eine Blutuntersuchung und ein Ultraschall gemacht werden.
Wenn du zu Beginn eine medikamentöse Hyperthyreose hattest bedeutet das, dass du L-Thyroxin nicht langsam genug eingeschlichen hast. Sprichst du die Dosierung immer mit deinem Arzt ab?

Man sollte auch nicht symptombedingt erhöhen ohne die Werte zu überprüfen.
Müdigkeit/Herzrasen können auch andere Ursachen haben.
Wenn alle anderen Werte ok sind, kann es nicht von einer Unterfunktion kommen.
Ich weiß, man denkt alles hat mit der Schilddrüse zu tun, da sie wirklich viel Einfluss auf den Körper hat, es ist aber nicht immer so.

WackenDoc
08.07.2012, 20:15
Manche Patienten bemerkten die Entzündungsreaktion an sich.

Und wie Derrick schon schrieb: Andere Ursachen nicht aus den Augen lassen. Gibt bei persistierenden Beschwerden nichts blöderes als es auch eine bekannte mögliche Ursache zu schieben und dann andere Ursachen zu übersehen.

Nurbanu
08.07.2012, 20:46
@ derrick87
Das Blut wurde nüchtern entnommen, wobei es vorrangig um das TSH geht, welches sich, so wurde es mir erklärt, nicht kurzfristig verfälschen lässt und eine Einnahme demnach vertretbar wäre.

Die Werte müsste ich mir beim nächsten Arztbesuch notieren.

Eingestiegen bin ich auf Empfehlung des Nuklearmediziners zunächst mit 1/2 Tbl. 75 µg, dann eine ganze Tbl. und habe den Wert vielleicht ein halbes Jahr später vom Hausarzt prüfen lassen. Dieser meinte, den Werten nach zu urteilen läge eine Überfunktion vor. Meine Nervosität und meine Schlafstörungen hatte ich auf beruflichen Stress geschoben, nach der Blutanalyse war die tatsächliche Ursache gefunden. (Es war auch die Arbeit, der mich von regelmäßigen Kontrollen abgehalten hat.)

- Wir sind auf 50 µg runter, Kontrolle diesmal nach 3 Monaten -> Unterfunktion.
- Auf mein Drängen hin 62,5 µg (50 µg und 75 µg im Wechsel), perfekt, Werte i.O., Wohlbefinden
- nach Monaten setzte Müdigkeit ein, Kontrolle -> Unterfunktion
- 75 µg, perfekt, Werte i.O., Wohlbefinden
- nach Monaten setzte Müdigkeit ein, Kontrolle -> Unterfunktion
- 88 µg, perfekt, Werte i.O., Wohlbefinden
- 2 Jahre später dann Puls/Herzrasen, Kontrolle erhöhtes TSH
- 100 µg, perfekt, Werte i.O., Wohlbefinden

Da stehe ich momentan und versuche die Hintergründe zu verstehen.

@ WackenDoc

Meinst du, dass ich einen Schub gehabt haben könnte, die SD zu dem Zeitpunkt akut entzündet war, sich weiter zerstört und dadurch unkontrolliert Hormone freigesetzt hat? Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen. Wird Zeit für Szinti und Ultraschall.

WackenDoc
08.07.2012, 20:49
Ne, ich mein noch nichtmal wegen den Hormonen, sondern einfach die Entzündungsreaktion. Die kann bei manchen Menschen auch Symptome machen.

Aber wie gesagt- es kann ja auch andere Ursachen haben.

Miss_H
08.07.2012, 22:49
Es sollte bei guter Einstellung schon alle 6 Monate eine Blutuntersuchung und ein Ultraschall gemacht werden.

Blutuntersuchung ja. Ultraschall sieht mancher Radiologe nicht so. Bei mir Ultraschall nach 3 Jahren oder länger, keine Beschwerden, von der Hausärztin "angeordnet". Aussage des Radiologen: Was für Beschwerden haben sie? Keine? Also das ist ja dann nun wirklich Quatsch ein Ultraschall zu machen, aber ich mach es trotzdem.

Evil
09.07.2012, 13:15
Bei bekannten Knoten sollte ab und an die Größe überorüft werden, bei völlig normaler Morphologie und fehlenden Beschwerden reicht das alle 2 Jahre.

epeline
11.07.2012, 08:27
aber ich finde jetzt nicht, dass leicht außer atem kommen ein symptom der hyperthyreose ist....

lg epeline,

die mit ihrer hashimoto auch schon beides durch hat ;-)