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stennadolny
27.07.2012, 22:31
In wie vielen psychosomatischen Kliniken hast du Berufserfahrung gesammelt??? Wenn man davon nix weiss, dann bitte hier raushalten - Danke!
Ich habe selbst nie in der Psychosomatik gearbeitet, jedoch habe ich im engen Familienkreis jemand, der in der Psychosomatik arbeitet und bekomme so einen kleinen Eindruck von der dortigen Arbeitsweise vermittelt - und da sind viele Therapien und Strategien dabei, die gut in den Alltag zu integrieren sind und die der Patient im Alltag umsetzen kann (genau darauf zielt die Therapie ja).

You made my day.....:-top

Da wirft wohl der Blinde dem Einäugigen einen gewissen optischen Minimalismus vor, nicht ?

Ich habe auch jemanden im engen Familienkreis, der auf der Rechtsmedizin arbeitet und bekomme so einen kleinen Eindruck von der Leichenarbeit da vermittelt - da sind viele gute Strategien dabei, mit denen die Leiche überlebt hätte. :-))

Psychosomatik, so, wie sie jetzt in D wohl weiltweit einzigartig betrieben wird, besteht darin, in einen Wasserstrahl einen Nagel einzuschlagen; gut, daß wir es probiert haben !

wjsl
27.07.2012, 22:56
Es geht doch nicht darum, ob man es selbst erlebt hat oder nur "jemanden kennt"; sondern darum, ob man Facharzt ist oder bisher immer NUR der Student war. Das Hörensagen von richtigen Ärzten zählt halt mehr.

Mit dem einen Auge habe ich zumindest noch Patienten kennengelernt, denen all die Psycho-Therapie nichts gebracht hat; die es aber gern immer wieder probiert haben. Scheinbar haben die einen Magneten, mit dem sie die Nägel immer wieder zurückholen können.

@maya: Warum nur habe ich im Gegenteil das Gefühl, dass dir nicht ganz klar ist, wie mein Betrag gemeint war?

Ich schlage aber vor: Back to topic.

Eigentlich ging es ja einmal um eine Patientin, die zum Ausdruck bringen wollte, dass sie sich missachtet fühlt durch die Mediziner, die sie behandelten, und hofft, dass alle, die hier sind, sich ihre Worte etwas mehr zu Herzen nehmen und es besser machen. Wenn ich mir die Reaktion hier jedoch so ansehe, muss ich allerdings vermuten, dass dieser Versuch vermutlich sehr desillusionierend war...

Blauer Engel
28.07.2012, 12:48
Ich schlage aber vor: Back to topic.

Eigentlich ging es ja einmal um eine Patientin, die zum Ausdruck bringen wollte, dass sie sich missachtet fühlt durch die Mediziner, die sie behandelten, und hofft, dass alle, die hier sind, sich ihre Worte etwas mehr zu Herzen nehmen und es besser machen. Wenn ich mir die Reaktion hier jedoch so ansehe, muss ich allerdings vermuten, dass dieser Versuch vermutlich sehr desillusionierend war...

... na ja, vielleicht fühle ich mich als Ärztin, die an der Behandlung dieser Patientin SICHER NIEMALS beteilgt war, durch den Beitrag genauso wie andere hier angegriffen.
Was kann ich dafür, daß die Threadstellerin glaubt falsch behandelt worden zu sein? Richtig, gar nichts!

Wer sagt denn, daß die Diagnose Psychosomatik nicht richtig ist? Nur weil die Threadstellerin das nicht glauben möchte.

Es gibt diese Verleugnungsstrategie ja in allen somatischen und psychosomatischen Gebieten. Es soll ja Patienten geben, die auch ihre Krebserkrankung abstreiten.
Ich lasse mich nicht einfach so in eine Geschichte hineinziehen, nur weil da jemand mal seinem Frust Luft gelassen hat. Massenverurteilung war noch nie der richtige Weg.

McDübel
28.07.2012, 14:29
Wer sagt denn, daß die Diagnose Psychosomatik nicht richtig ist? Nur weil die Threadstellerin das nicht glauben möchte.

Es gibt diese Verleugnungsstrategie ja in allen somatischen und psychosomatischen Gebieten. Es soll ja Patienten geben, die auch ihre Krebserkrankung abstreiten.
Ich lasse mich nicht einfach so in eine Geschichte hineinziehen, nur weil da jemand mal seinem Frust Luft gelassen hat. Massenverurteilung war noch nie der richtige Weg.

Sehe ich auch so! :-) Und wer weiß schon, wer dahinter steckt...!? Registrieren kann sich hier schließlich jeder... :-nix

psycho1899
28.07.2012, 15:45
Zumal die wenigen Indizien, die man aus dem Post ziehen kann (Registrierung in einem Forum für diesen einen Beitrag, so viele Ärzte haben nichts finden können und dann kommt die Verlegenheitsdiagnose Borrelienneurose, ehm, ich mein, (Neuro)Borreliose...) ja in der Tat dafür sprechen, dass die Kollegen mit der Verdachtsdiagnose Fxx.x ziemlich gut gelegen haben.

wjsl
28.07.2012, 17:16
Dann seid ihr aber empfindlich; man kann die organische Diagnose hier zwar nicht als bewiesen, aber auch nicht als falsch bezeichnen. Auch eine Unterstellung einer psychosomatischen Ursache anhand weniger Daten aus der Ferne ist unmöglich, und es auszuformulieren für den Betroffenen potentiell verletzend.

Mein Gedanke war einfach, was sich ein Patient denken muss, wenn er so was schreibt und das hier alles liest. Dies aber nur so nebenbei.

Rein aus Interesse: Gibt es eine psychosomatische Glomerulonephritis?

Miyu
28.07.2012, 17:31
Man koennte ja einwerfen, dass grenzwertig erhoehte Entzuendungswerte alleine die Diagnose einer Glomerulonephritis (welcher Natur auch immer) nicht wirklich begruenden. Gut, die Threaderstellerin gibt uns keine weiterfuehrende Informationen, aber zumindest ein nephrotisches oder nephritisches Syndrom wuerde ich mir dazu schon wuenschen.
Da die Verfasserin aber offenbar nur das Beduerfnis hatte, hier kurz mal ihren Frust loszuwerden, ist alles andere sowieso Kaffeesatz-Leserei mit haette waere koennte sollte. Ich persoenlich kann mir nicht vorstellen, dass eine GN 10 Jahre lang uebersehen wird, aber gut, man hat auch schon Pferde vor die Apotheke kotzen gesehen, wie meine Mutter zu sagen pflegt.

Aber nein, soweit ich weiss gibt es keine psychosomatische Glomerulonephritis.

WackenDoc
28.07.2012, 17:35
@wjsl: Mit jedem deiner Beiträge hier zeigst du, dass du von Psychosomatik rein gar keine Ahnung hast.

psycho1899
28.07.2012, 17:39
Brauch sie ja auch nicht, geht ja in die NCH ;-)

milz
28.07.2012, 18:01
Welche GN wurde denn diagnostiziert (Biopsie?)?

McDübel
28.07.2012, 18:20
Auch eine Unterstellung einer psychosomatischen Ursache anhand weniger Daten aus der Ferne ist unmöglich, und es auszuformulieren für den Betroffenen potentiell verletzend.

Ach ja...*seufz* Ich zitiere einfach mal die Leelaacoo... Sie hat es so schön auf den Punkt gebracht:


...also ist es eigentlich keine Schande, dass Ärzte "echte" Krankheiten nicht erkennen oder behandeln...sondern es ist eine Schande, dass Ärzte eine psychosomatische Erkrankung nicht für echt und behandlungsbedürftig halten...dass die Pat. den Unterschied zwischen "eingebildet/simuliert" und "psychosomatisch" nicht kennen ist ihnen ja nicht mal zum Vorwurf zu machen, da viele Kollegen es ebenso halten!

Eine Kollegin kennt ihr ja dann schon mal... :-nix

Meridion
30.07.2012, 13:14
Leute ihr macht euch echt zum Affen... hoffentlich liest die arme Frau die Folgebeiträge nicht. Ihr hackt euch die Augen zur "State of PSM" in Deutschland aus? In nem Assistenzarztforum? Hybris, anyone? Fragt doch mal eure (psychosomatischen) Oberärzte, aber die mit den grauen Schläfen, nicht die mit den schwarzen, da gibts eventuell ne substantielle Antwort. Und was ist eigentlich aus "Leidensgeschichte von Pat. wertfrei stehen lassen" geworden? Oh mann...

Meridion

Leelaacoo
30.07.2012, 20:49
Und was uns jetzt dein Beitrag sagen, Meridion? Wer in einem Forum schreibt, bekommt Antworten...solche und solche...und ich darf auch (trotz mangelnder grauen Schläfen) nach 6 Jahren Innere doch durchaus auch etwas zur Lage "Psychosomatik in D" sagen...welche substantielle Antwort erwartest du denn? Und da die TE ja nicht an der Diskussion teilnimmt müssen wir die Geschichte ja so stehen lassen, trotzdem ist die Psychosomatik ein wichtiges und unterschätzes Fachgebiet...das werden dir hier auch die (erfahreneren) Chirurgen so bestätigen...

LG Lee (steh jetzt auf dem Schlauch...)

Meridion
30.07.2012, 22:21
Und was uns jetzt dein Beitrag sagen, Meridion? Wer in einem Forum schreibt, bekommt Antworten...solche und solche...und ich darf auch (trotz mangelnder grauen Schläfen) nach 6 Jahren Innere doch durchaus auch etwas zur Lage "Psychosomatik in D" sagen...welche substantielle Antwort erwartest du denn? Und da die TE ja nicht an der Diskussion teilnimmt müssen wir die Geschichte ja so stehen lassen, trotzdem ist die Psychosomatik ein wichtiges und unterschätzes Fachgebiet...das werden dir hier auch die (erfahreneren) Chirurgen so bestätigen...

LG Lee (steh jetzt auf dem Schlauch...)

Ich hab, weil ich über den Thread die Augen gerollt habe, das heut abend mit meiner Schwiegermutter diskutiert (OÄ in der Psychosomatik, eigentlich Internistin, 25 Jahre Berufserfahrung). Weisst Du, was sie gesagt hat: "Darauf [auf das beschriebene Ausgangsposting] würde ich gar nicht antworten. Klingt nicht so als gäbe es dazu was zu sagen".

Also mein Beitrag soll sagen: Meine Augen rollen weil sich selbst bei den am offensichtlich rhetorisch gemeinten Äußerungen garantiert irgendwer genötigt fühlt seinen Senf dazuzugeben und irgendwelche grundlegenden Diskussionen anzuzetteln, und dazu noch meistens Leute die irgendwo zwischen 4. Studienjahr und 2. WBJ stecken.

M

Evil
31.07.2012, 11:26
weil sich selbst bei den am offensichtlich rhetorisch gemeinten Äußerungen garantiert irgendwer genötigt fühlt seinen Senf dazuzugeben und irgendwelche grundlegenden Diskussionen anzuzetteln
Willkommen in der Welt der Internet-Foren ;-)