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Colourful
10.08.2012, 09:16
Ach, ich glaube, ich würde das auch lassen mit dem Medizinstudium, ich würde das auch nicht studieren, wenn ich gar keine Lust darauf hätte wirklich auch als Arzt zu arbeiten. Dem sollte man schon nicht unbedingt abgeneigt sein, stimme meinen Vorrednern an.
(Und ja, mir ging es ähnlich wie dir, wollte auch erst Lehramt machen, wollte auch BWL machen, Politikwissenschaft, Jura, ich bin da auch eher vielseitig, aber ich arbeite auch gern im Krankenhaus/in der Praxis, das ist etwas für mich, merke ich immer wieder. Von daher war/ist das Medizinstudium schon das Richtige für mich.)

Giant0777
10.08.2012, 09:21
Bist du sicher, dass du 19 bist und über die Qualitäten verfügst, die du so angibst ( v.a. sehr gute Auffassungsgabe )?
Dann solltest du doch in der Lage sein, einen Entschluss zu deinem zukünftigem Leben selbst zu fällen?! Solche Dinge bespricht man außerdem nicht im einem anonymen Forum, sondern mit Freunden, Familie, Partnern.
Das du für 95% aller medizinrelevanten Tätigkeiten ausscheidest, wenn du keine Kh´s und Patienten magst, dürftest du doch auch selbst merken! Wie kann man denn da auf den Gedanken kommen, Medizin zu studieren????:-wand

Giant, der sich manchmal fragt, ob es nicht doch auch dumme Fragen gibt!

3Chirurg6
10.08.2012, 09:36
@GIANT:
Ich weiß was du meinst.
Der Punkt ist, ja ich habe recht viele Talente und Fähigkeiten - aber das bedeutet leider nicht, dass ich weiß was ich will. Ich bin total verkopft und habe im Rahmen einer psychischen Krankheit (ist jetzt egal welche) größtenteils den Zugang zu meinen Gefühlen verloren und kann nicht mehr wirklcih entscheiden, was mir Spaß macht und was nicht. Und ich denke manchmal, dass vielleicht die Mehrheit für mich entscheiden kann - weil ich es selbst nicht mehr kann - aber vielleicht sind Strategien zum Innehalten besser als Foren. Hat schon Rech.t

Lava
10.08.2012, 09:41
Was andere sagen, ist Blödsinn. DU studierst und DU musst mit dem Abschluss hinterher einen Job finden. Da ist es doch egal, ob deine Mutter meint, du wärst ein prima Lehrer und Papi sich einen Nachfolger wünscht. Meine Eltern wollten auch, dass ich Lehrerin werde und meinten, Medizin würde doch gar nicht zu mir passen. Ich wollte das aber und habs nie bereut.

Und was genau findest du an Chirurgie interessant, wenn du nicht Schnibbeln magst? Ich meine, genau DAS ist es, was Chirurgen lieben!!!

Aber bedenke, dass es unterschiedliche Fachrichtungen in der Chirurgie gibt. Ich würde Neurochirurgie schon als etwas "sauberer" bezeichnen, weil man da viel mit dem Mikroskop arbeitet und es deswegen zwangsläufig nicht viel bluten darf.
Vielleicht wäre Orthopädie etwas für dich? Da kann man sich auf konservative Orthopädie spezialisieren und muss nie wieder ein Messer in die Hand nehmen, wenn man nicht will. Allerdings muss man vorher die 6-jährige Facharztweiterbildung machen, und da wird es zwangsläufig blutig. Und man schnibbelt nicht nur, man hämmert und sägt auch sehr viel. ;-)

Herzkasperl
10.08.2012, 09:48
Forscher ist nix für Dich, vergiss es. Da musst Du nämlich im stillen Kämmerlein arbeiten können.

Politiker ist vielleicht nicht verkehrt, kann man auch mit Medizin machen (wenn auch mit schlechtem Ergebnis :-))). Aber Du erscheinst mir zu unsicher.

Letztendlich würde es in meinen Augen auf klassische Koordinationstätigkeiten hinauslaufen. Da ist es eigentlich gerade egal, was man studiert hat - BWL eignet sich vielleicht noch am besten. Und bei denen ist Mathe vollkommen harmlos. Dann kannst Du später Prozessberatung machen oder weiss der Geier was.

@Kackbratze: Bei Siemens als Mediziner sehe ich jetzt auch nicht so die Chancen. Bei BCG&Co. werden sie nem Mediziner aber sicher ne Chance geben, wenn die Noten stimmen. Red mal mit den Damen aus dem Recruiting dieser Firmen oder lass Dich mal auf so ne Anwerbe-Veranstaltung einladen.

Ich:1-Gott:0
10.08.2012, 09:52
Forscherstellen meinte ich auch nicht, vielleicht war ich etwas zu allgemein.
Es ging um Unternehmensberatung, Siemens, etc., es wird viel geschrieben, wie toll die Chancen da sein sollen, aber das sind sie nicht. Selbst mit 4 Fremdsprachen und Zusatzqualifikationen.
Ein eigenes Unternehmen zu Gründen kann jeder, dafür muss ich auch nicht zwingend Medizin studiert haben...

P.S. In die Politik kann auch Jeder. Das ist weder Lehrberuf noch sonstwie Qualifikations-gebunden.

Du musst ja net zwingend zu Siemens! Aber da ich gute Kontakte zu Siemens in paar Bereichen habe, kann ich da ganz gut Behauptungen aufstellen. Und eine ist, dass dort Ärzte, ich spreche von Fachärzten sehr strakt gesucht sind!
Ansonsten kann man auch in die Ernährungsberatung etc. gehen und nat. braucht man Zusatzqualis, ich habe nie behauptet man bräuchte keine!

Ich:1-Gott:0
10.08.2012, 09:58
Lehramt war die Idee meiner Mutter:
Du kannst viel Reden, kannst kreativ sein und Leuten was beibringen (was mir Spaß macht). Aber ich habe total vergessen, dass ich keine Lust habe ständig dasselbe zu erklären und erzählen und dass mir die Arbeit mit vielen pubertierenden Jugendlichen bzw. Kindern (Grundschule) überhaupt nicht liegt...

Mich hat schon immer dieses technisch - nano - biologische interessiert, allerdings habe ich überhaupt kein Faible für Mathematik und in diesen Ingenieursberufen muss man das haben, aber die Thematik, das Forschen interessiert mich sehr, ich lese sehr sehr gerne Bücher darüber und erweitere mein Wissen. Ich glaube Forschung und Wissenschaft wäre schon was, aber nur wenn man nicht die ganze Zeit im stillen Kämmerlein Versuche macht bzw. wenn man damit an die Öffentlichkeit gehen kann und wenn ich dafür kein Mathegenius sein muss... (3- in der Schule als Abschlussnote).



Das sagt mein Vater ja auch, der ist Arzt und meint Medizin wäre das Richtige für mich... wie so viele Ärzte Familien. Mich hat ein Praktikum bei einem Chirurgen interessiert, allerdings nicht sein Umgang mit den Patienten "geil was zum Schnibbeln!" und auch nicht dieses "Spritze hier, Spritze da, alles voller Pampe" irgendwie würde ich gerne "sauberer" arbeiten ... auch wenn das jetzt seltsam klingt.



Nein, so meinte ich das nicht. Welche konkreten Erfahrungen und Wissensstände kann man denn auch nach dem Abi mitbringen? Ich habe ein hohes Allgemeinwissen, kann gut schreiben, Vorträge halten, sehr gut Auffassungsgabe, lerne schnell und gerne, interessiere mich für Wissenschaft, Menschen, Forschung, Biologie, Meeresbiologie, Kommunikation, Werbung etc. Politik hat mich nie begeistert... die labern da ja nur... zumindest meine Auffassung. Also dieselbe die du von mir hast ;)
Bitch please....:-keks
Ganz klar in Deutschland dauerts länger bis etwas wirklich durchgesetzt wurde, aber nicht jeder labert nur! Ich hab mich selbst engagiert und weiß, dass man wirkliche etwas durchsetzen kann!

Mein Rat an dich wäre! Und das meine ich wirklich ernst! Nimm eine Kleine Auszeit! Reise vllt etwas und lies paar wirklich gute Bücher von paar Philosophen, Soziologen, Politikern etc. Das hilft mir gerade sehr und meine Weltanschauung hat sich ziemlich verändert und ich finde zum besseren!

Kackbratze
10.08.2012, 10:17
Fachärzte ist wieder was anderes al "studier Medizin, dann wirst Du gesucht".
Der Facharzt ist ja auch eine Zusatzqualifikation neben der Approbation, oder?
Und der Threadersteller will ja nicht noch mind. 5 Jahre KH-Arbeit machen, wenn ich das richtig verstanden habe.

Herzkasperl
10.08.2012, 13:01
Wenn man das alles so liest und nochmal durch den Kopf gehen lässt: Klarer Fall für BWL - führt am schnellsten zum Ziel.

WackenDoc
10.08.2012, 14:17
Ich frag mich, warum du nicht Biologie studierst evtl. noch mit nem zweiten Fach dazu, das deinen Neigungen entspricht und dann in die Forschung gehst.
Oder was in Richtung Molekularbiologie, Biochemie, Pharmakologie.

Von dem,was du schreibst, sehe ich auch nicht, dass Medizin das Richtige ist.

Ich:1-Gott:0
10.08.2012, 20:59
[QUOTE=Kackbratze;1553415]Fachärzte ist wieder was anderes al "studier Medizin, dann wirst Du gesucht".
Der Facharzt ist ja auch eine Zusatzqualifikation neben der Approbation, oder?
Und der Threadersteller will ja nicht noch mind. 5 Jahre KH-Arbeit machen, wenn ich das richtig verstanden habe.[/QUOTESag mir bitte nach welchem Studium du direkt gesucht wirst? Du brauchst ÜBERALL Zusatzqualis! Und es muss ja kein Facharzt sein, man kann auch mit anderen Zusatzqualis gut in unterschiedlichen Beraterfunktionen einsteigen und mit weiteren Zusatzqualis und Engagement auch in der Forschung was landen undundund

Feuerblick
10.08.2012, 21:17
Tja, aber wenn man erst als Facharzt gesucht wird, muss man in der Klinik arbeiten... Das ist der kleine Haken!

Kackbratze
10.08.2012, 21:25
Du hast meine Vorpostings nicht wirklich gelesen, oder?

Ich:1-Gott:0
10.08.2012, 21:32
Tja, aber wenn man erst als Facharzt gesucht wird, muss man in der Klinik arbeiten... Das ist der kleine Haken!

He? Klar muss man das, aber es gibt ja auch andere Wege, um genug Qualis zu sammeln und irgendwo in der Wirtschaft anzufangen. Hast du meinen Post gelesen? naja, ist ja auch egal

Feuerblick
10.08.2012, 21:37
Habe ich schon. Aber das pauschale "in der Wirtschaft" ist eben ohne zusätzliches Studium und Co nicht so einfach. Da stellt sich dann halt die Frage, ob man dafür nicht lieber gleich was anderes studiert statt sich mit Medizin aufzuhalten und nebenher noch BWL und Co zu studieren. Jetzt klar? Wenn man nicht in der Medizin arbeiten möchte und sich auch keine Forschung im stillen Kämmerlein vorstellen kann, dann ist Medizin vielleicht nicht der klügste Weg... Es sei denn, man steht darauf, über viele, viele Jahre Student zu sein :-nix

Ich:1-Gott:0
10.08.2012, 21:45
Habe ich schon. Aber das pauschale "in der Wirtschaft" ist eben ohne zusätzliches Studium und Co nicht so einfach. Da stellt sich dann halt die Frage, ob man dafür nicht lieber gleich was anderes studiert statt sich mit Medizin aufzuhalten und nebenher noch BWL und Co zu studieren. Jetzt klar? Wenn man nicht in der Medizin arbeiten möchte und sich auch keine Forschung im stillen Kämmerlein vorstellen kann, dann ist Medizin vielleicht nicht der klügste Weg... Es sei denn, man steht darauf, über viele, viele Jahre Student zu sein :-nix
du bist einfach vielen anderen voraus, wenn du auch Medizin studiert hast und dir nebenbei noch was anderes angeeignet hast. Und je nachdem, ich überlege immenroch ob ich mich in Beratung in der Ernährungs und Sportbranche selbstständig machen, neben der Arbeit in der Klink. Aslo es gibt viele Wege und Medzin bietet eine super Basis!

WackenDoc
10.08.2012, 21:57
Aber wer beschäftigt nen Arzt ohne Facharztqualifikation für Ernährungsberatung ein, wenn es dafür Diätassistenten gibt?
Und was meinst du mit "Beratung in der Sportbranche"? Dafür gibbet doch eh ne Zusatzbezeichnung und dafür braucht man wiederum Weiterbildungszeit.

Ich:1-Gott:0
10.08.2012, 22:14
Aber wer beschäftigt nen Arzt ohne Facharztqualifikation für Ernährungsberatung ein, wenn es dafür Diätassistenten gibt?
Und was meinst du mit "Beratung in der Sportbranche"? Dafür gibbet doch eh ne Zusatzbezeichnung und dafür braucht man wiederum Weiterbildungszeit.

Ich spreche nicht von der Klink! Ernährungsberater ist kein geschützter Begriff! Somit kann man das auch ohne zusatzqualis und da ich bereits jetzt sehr, sehr viel Erfahrung sammeln konnte, unterstützt das Med.Studium mein Wissen, was mir Klienten bringt!

Kackbratze
10.08.2012, 22:42
Im Fitness-Studio die Beratung bzw. eine "Praxis" zur Beratung direkt daneben.
Pecunia non olet.

Ich:1-Gott:0
10.08.2012, 22:49
Im Fitness-Studio die Beratung bzw. eine "Praxis" zur Beratung direkt daneben.
Pecunia non olet.

Nö Geld stinkt nicht! Aber mir gehts dabei weniger um Geld, als um persönliche Interessen! Und für mich wäre das nur etwas, wenn ich nebenher noch in der Klink arbeiten könnte! Ich habe ein ganz abgefahrenes Ziel vor Augen und Probleme den Weg klar zu definieren. Was mein Ziel genau ist, möchte nicht darlegen und es ist überhaupt nicht das Thema! Fakt ist, man hat viele Möglichkeiten nachm Med.Studium!