Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : A18/B35 - Tag 1 - Tonsillenkarzinom
Jo, ich halte e) durchaus auch für plausibel. d) könnte ichnoch akzeptieren, wobei ich mich da auch frage, warum das unbedingt ein PET-CT sein muss, aber a)? Ganz ehrlich - falls das laut IMPP richtig sein sollte, fände ich das schon einigermaßen frech: wegen ein paar wenigen Prozent (wenn überhaupt) besserer Prognose ne HPV-Bestimmung, wobei sich therapeutisch ja doch keine Konsequenz ergibt, halte ich für ziemlich alltagsfern.
So long...allen viel Glück für den letzten Tag...lasst es krachen ;-)
Ich hab ja wirklich wenig Ahnung von HNO, aber: Wenn man HPV nachweisen würde, könnte man doch daraus schließen, dass man z.B. die Frau regelmäßig zum Gynäkologen schicken muss, damit man ein Zweitkarzinom im Sinne eines Cervix-CAs rechtzeitig entdeckt?
Nur so als Idee, was den Rest angeht halte ich mich raus. Ein PET-CT ist sicherlich alles andere als Standart-Diagnostik.
Frauen sollten sowieso regelmaeßig zur Vorsorge zum Gyni... ;)
mal ganz blöd gesagt - für mich ist jeder tumor, den ich NICHT mit radio/chemo kurativ angehen kann, ein tumor, der schlecht auf chemo anspricht. also eigentlich alles außer seminom, hochmalignem nhl und so..
oder was ist die definition von "schlechtem" ansprechen? wenn e) nicht richtig ist ist das hundertpro anfechtbar.
in den leitlinien zum oropharynx-ca steht übrigens in keinem wort, dass hpv getestet werden sollte..
kariusmaus
15.10.2012, 10:02
Ich bin nach wie vor für D und habe jetzt auch schlagkräftige Evidenz:
Laryngo-Rhino-Otol 2012; 91(S 01): S27-S47
DOI: 10.1055/s-0031-1297259
Im Abschnitt 3.1 wird eindeutig und unmissverständlich auf den Stellenwert der PET-CT zu Beurteilung von Lymphknotenmetastasen hingewiesen.
dann solltest du das melden! bis donnerstag ist ja wohl noch zeit
kariusmaus
15.10.2012, 10:22
Bin gerade dabei. Ich habe die Frage auch mal noch an die Autorin geschickt. Mal schauen, was sie zurückschreibt.
Raheleh1988
15.10.2012, 11:39
Ich habe auch gerade paar unklare Frage formlos geschrieben und gehe ich heute die per post zu schicken vielleicht hilft es paar Punkte mehr zu sammeln.
http://www.cio-koeln-bonn.de/index.php?id=378
Centrum für integrierte Onkologie
"Die IOP Oropharynxkarzinom koordiniert die interdisziplinäre Diagnostik und Therapie sowie die Nachsorge von Patienten mit einer Krebserkrankung im Rachenraum.
Dabei sind unter anderem folgende Einrichtungen beteiligt:
(...) •das Institut für Pathologie: Schnellschnittuntersuchung, Histologie, HPV-Typisierung
•die Klinik für Nuklearmedizin: PET, PET-CT
(...)
Bei inoperablen Oropharynxkarzinomen steht mit der kombinierten Radiochemotherapie eine effektive (!), nichtchirurgische Therapieoption zur Verfügung
(...)
Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass rund ein Drittel aller Oropharynxkarzinome mit einer Infektion mit onkogenen HPV-Viren verbunden sind. Erste klinische Forschungsergebnisse weisen nun darauf hin, dass diese spezielle Tumorentität besonders gut auf eine Radiochemotherapie anspricht."
Demnach spricht nichts gegen A. Gegen D spricht, dass es ungewöhnlich ist, vor der Sono die PET-CT zu machen.
A ist definitiv richtig. Da die Patientin Tabak- und Alkoholkonsum streng verneint, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit für ein HPV induziertes Karzinom. Und diese zeigen ein anderes tumorbiologisches Verhalten als HPV negative Karzinome. Die HPV Bestimmung hat somit eine unmittelbare prognostische und therapeutische Relevanz.
Ich habe diese Frage mit den gesammelten Argumenten beim IMPP angezweifelt.
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