PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : A31/B9 - Tag 2 - Calcium massiv erhöht



chillersanny
10.10.2012, 19:06
Ich habe es so gelernt, dass eine Lebensgefahr ab einem Calciumwert von 3,5 mmol/l besteht...die Dame hat 3,9 und die Niere macht nicht mehr mit...warum ist niemand für die Hämodialyse?

thorakotomie
10.10.2012, 19:09
erstmal schön furesis i.v. und schauen ob die niere wieder anspringt ;) (alter+serumkrea = lasix )

onkeldoc1987
10.10.2012, 19:13
aber die Dame hat eine Polyurie - zu wenig ausscheiden tut sie also eigentlich nicht, weshalb ich es fraglich finde, in wie weit da eine Diurese weiterhelfen soll - das Blut muss doch "gereinigt" werden!

georg.baer
10.10.2012, 19:16
Eine Polyurie ist für die Hyperkalzämie symptomatisch. Trotzdem soll (laut Herold, ich hab Mist gekreuzt) die Diurese mittels Schleifendiuretikum auf mindestens 5l/d angeschoben werden.

chillersanny
10.10.2012, 19:23
hypercalcämie ok, ABER > 3,5 Lebensgefahr!

tanjad13
10.10.2012, 19:44
Ich bin auch der Meinung das eine Hämodialyse angebracht wäre. Sie scheidet ja bereits sehr viel aus... Calcium ist hoch und Krea auch, eine einmalige Hämodialyse wäre doch sinvoller, oder nicht?

die Giraffe
10.10.2012, 19:46
Ich glaube, es war noch wichtig, dass die Patientin an den Monitor gelegt wird... darum habe ich die Aussage mit dem Furosemid genommen und nicht die Aussage mit der Dialyse....

thorakotomie
10.10.2012, 20:11
Ich bin auch der Meinung das eine Hämodialyse angebracht wäre. Sie scheidet ja bereits sehr viel aus... Calcium ist hoch und Krea auch, eine einmalige Hämodialyse wäre doch sinvoller, oder nicht?

polyurie ist ein leitsymptom der hypercalciämie
herold + wiki äußern sich wie folgt : forcierte diurese bis etwa 5l/d als therapiemöglichkeit

Cicero
11.10.2012, 12:57
Ich bin auch der Meinung das eine Hämodialyse angebracht wäre. Sie scheidet ja bereits sehr viel aus... Calcium ist hoch und Krea auch, eine einmalige Hämodialyse wäre doch sinvoller, oder nicht?

Abgesehen davon, dass der Herold auch in der Hyperkalzämischen Krise zunächst nur Flüssigkeitsgabe und Diurese empfiehlt: Zur Hyperkalzämischen Krise gehört Exsikkose, die sollte man erst ausgleichen (und durch die Flüssigkeitsgabe ggf. Unterstützt durch Diuretika die Diurese ankurbeln), bevor man jemanden an die Dialyse nimmt, zumal das auch dauert (Maschine aufbauen, Shaldon-Katheter legen etc.), VORRANGIG ist also die Aufnahme, forcierte Diurese und Monitoring.