Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Berufsalternativen für Mediziner nach dem Staatsexamen?
Krankenkassen/MDK suchen Fachärzte, gerne mit Promotion...
warum eigentlich immer mit promotion, dass frage ich mich schon, seit ich die stellenanzeigen von denen durchblättere...
Michael72
22.11.2012, 17:14
Ganz spontan, wessen Gutachten wirkt seriöser und fachlich fundierter: Hans Schmidt oder Dr. Hans Schmidt?
Relaxometrie
22.11.2012, 17:18
warum eigentlich immer mit promotion, dass frage ich mich schon, seit ich die stellenanzeigen von denen durchblättere...
Promotion bedeutet ist vielen Fällen, daß man sich viele Jahre durch zähen Mist gewühlt und trotz widriger Umstände nicht aufgegeben hat.
Das entspricht doch haargenau dem, was einen beim MDK erwartet :-nix
kann man nicht auch vollzeit bei pflegeschulen etc. unterrichten?
Promotion bedeutet ist vielen Fällen, daß man sich viele Jahre durch zähen Mist gewühlt und trotz widriger Umstände nicht aufgegeben hat.
Bei Naturwissenschaftlern würde ich das blind unterschreiben, aber bei den Mediziner haben sich wohl eher wenige viele Jahre damit rumgeplagt (auf jeden Fall nicht Vollzeit!).
Zitat blackcat.
"Dass scheinbar alle nichtklinischen Arbeitgeber Fachärzte wollen ist klar; nur kriegen die genug, um alle Stellen mit solchen besetzen zu können?"
--> Im Moment, z.B. für den MDK noch. Viele Fachärzte (ca. 40 - 50%) sind dort z.B. Allgemeinmediziner. Im Gegensatz zu heute war früher für dieses Fachgebiet die Weiterbildungszeit nur 3 Jahre, später dann 4 Jahre.
Auch 'Reaktivierungen' von Hausfrauen / Müttern sind für MDK- oder Versicherungstätigkeit (oder auch Betreiebs-/Arbeitsmedizin) möglich.
Zitat EVT:
"kann man nicht auch vollzeit bei pflegeschulen etc. unterrichten?"
--> Es gibt einzelne Dozenten, die aber v.a. aus der Pflege kommen, die Vollzeit oder annähernd Vollzeit (z.B. 80%)-Stellen haben.
Für Ärzte geht es meist nur um ca. 4 - 8 Stunden pro Woche.
Zum Thema Unterrichten:
Gibts da eigentlich eine spezielle Ausbildung bzw ein Zusatzstudium (a la Fern-Uni) den man machen muss, um an Berufsschulen zu unterrichten oder geht das einfach so mit dem Vorhandensein der Approbation?
Gibt es, bei Bedarf und je nach Bundesland kann man aber ohne Zweitstudium quereinsteigen. Meine Mutter hat z.B. als Ärztin, sonst nix, Kranken- und Altenpflegeazubis in medizinischem Zeugs unterrichtet.
blackcat86
23.11.2012, 22:56
Das Problem ist doch nicht die Promotion (hat die am Ende nicht doch so gut wie jeder Arzt irgendwann?), sondern der Facharzt. Dass man sich nach dem Examen Jahre durch was quälen soll, obwohl man von vornherein weiß dass es nicht das richtige ist. So wie ich das verstanden habe war das das Problem des Threadstarters.
WackenDoc
24.11.2012, 10:59
Sachmal Blackcat- was stimmt eigentlich mit deiner Wahrnehmung nicht?
Nein, die Promotion hatn icht so gut wie jeder Arzt irgendwann- es gibt immer mehr Ärzte, die keine haben. Im Gegensatz zum Facharzt- den hat nämlich fast jeder Arzt irgendwann. Ohne den kommt man nämlich früher oder später meist nicht mehr weiter (von Ausnahmen mal abgesehen).
Auszubilden ohne eigene praktische Erfahrung halte ich auch nur begrenzt zielführend. In theoretischen Bereichen mag das ja noch funktionieren, aber nicht bei Themen mit stärkerem Praxisbezug.
In meiner "Firma" ist das auch ein Problem und in der Regel für beide Seiten (Ausbilder und Teilnehmer) unerfreulich.
Ich bin trotzdem letztendlich nicht überzeugt von der Promotionsbedingung...
und ich stelle Medizinerarbeiten nicht immer in rage, man muss ja nur mal Fragen, was die Titelträger wirklich gemacht haben. Wenn mir jemand mit nem Kommentar i.S. von poppelige Arbeit kommt, dann kann er gleich mal abtanzen, denn ich habe knapp 1,5 jahre vollzeit im labor gestanden. ich finde eben titel ist nicht titel und wozu braucht man denn das in rentenversicherung oder beim mdk? berufserfahrung ist klar, aber wissenschaftliches arbeiten beim mdk? viele verstehen nicht viel davon...
Feuerblick
25.11.2012, 09:10
Es geht ja auch nicht um wissenschaftliches Arbeiten beim MDK... Lies dir den entsprechenden Beitrag nochmal durch. Da steht, was die Arbeitgeber glauben, was einen promovierten Mediziner auszeichnet. Und selbst der, der sich nicht jahrelang in ein Labor gehockt hat, hat eines bewiesen: Er kann sich längerfristig mit meist trockener (und oft langweiliger) Materie (=Papers) auseinandersetzen, diese in einen vernünftigen Kontext bringen und Schlüsse daraus ziehen. Genau das wird man beim MDK auch brauchen, denn das Erstellen von Gutachten ist oft auch nur langweiliges Lesen von Akten... Das ist der Grund, warum die Promotion erwünscht (kein Muss, aber durchaus entscheidend, wenn mehrere Bewerber vorhanden sind) ist. Und da ein Arbeitgeber ganz alleine festlegen darf, welche Eigenschaften sein Arbeitnehmer so haben sollte, nutzt auch das Gemecker über vermeintlich minderwertige Arbeiten nichts. Fakt ist, dass du in so ziemlich jeder Ausschreibung die Worte "Promotion erwünscht" lesen kannst und im Vorstellungsgespräch auch dahingehend gefragt wirst!
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