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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arbeitszeiten von Ärzten (offiziell und inoffiziell)



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Feuerblick
05.12.2012, 19:56
Fragt sich nur, an wem sich das rächt ;-)

Thomas24
05.12.2012, 20:05
Dem Eigentümer (Bundesland mit Bindestrich) kann es egal sein, das hat eh schon zu viele defizitäre Unikliniken.
Der Stadt auch. Der Chef kriegt angesichts des Überstundenbergs jedesmal die Krise und stimmt sein: "damals, als es das AZG noch nicht gegeben hat..." an und verlangt, dass alle zügiger arbeiten/ aber trotzdem alles notwendige gemacht wird (Laborbesprechungen/ Journal Clubs etc. nach 18:00 sind natürlich privatvergnügen). Der Assisprecher ist angenervt. Die Assis sowieso...

Desiderius
08.12.2012, 15:44
Problem ist ja das nach durch die Überstunden das System unterstützt. Man muss das System auflaufen lassen bis da etwas passiert. Ich mache nach dem Nachtdienst pünktlich Schluss und gehe. Keine Überstunden!! Und wenn der Laden unter geht... so be it! Es gibt ja OA und CA die sollen fuer Ihr Geld arbeiten. Mein Kollege bliebt dann schon mal bis 13 Uhr :-wand
Es fällt ihm nicht auf das er bei den OA der Depp vom Dient ist... mich fragt keiner ob ich Überstunden machen will/soll/muss.

Thomas24
08.12.2012, 18:10
Keine Überstunden!! Und wenn der Laden unter geht... so be it! Es gibt ja OA und CA die sollen fuer Ihr Geld arbeiten. Mein Kollege bliebt dann schon mal bis 13 Uhr :-wand

Ach ja, die OAs und CAs arbeiten ja nicht und lassen es sich gutgehen, während die Assis den Laden schmeissen- *kopschüttel* Und Überstunden machen die ja nie, bis der letzte Patient versorgt ist...:-???

LasseReinböng
09.12.2012, 15:53
Problem ist ja das nach durch die Überstunden das System unterstützt. Man muss das System auflaufen lassen bis da etwas passiert. Ich mache nach dem Nachtdienst pünktlich Schluss und gehe. Keine Überstunden!! Und wenn der Laden unter geht... so be it! Es gibt ja OA und CA die sollen fuer Ihr Geld arbeiten. Mein Kollege bliebt dann schon mal bis 13 Uhr :-wand
Es fällt ihm nicht auf das er bei den OA der Depp vom Dient ist... mich fragt keiner ob ich Überstunden machen will/soll/muss.


Du scheinst in einem Haus zu arbeiten, wo man sich soetwas erlauben kann, ohne daß man von oben Kontra kriegt - das ist aber nicht die Regel. An vielen Häusern kann man dann nämlich bald gehen oder wird gegangen, sofern der Chef genügend Bewerbungen reinbekommt.

MissGarfield83
09.12.2012, 18:00
@lasse : Wenn du mehr als deine maximalen 24h arbeitest und irgendwas passiert bist du der Dumme ... die Klinik wird sich dann auf den Standpunkt stellen - "wie der hat noch gearbeitet? Das durfte der aber nicht" und schon darfst du dich mal locker von deiner Appro verabschieden ...

Thomas24
09.12.2012, 19:49
Wieso darf man nicht länger als 24h arbeiten? Wo steht das denn?

Im Arbeitszeitgesetz steht ganz klar, dass unter Umständen auch vom Arbeitszeitgesetz abgewichen werden darf (Siehe §14 Abs. 2.) http://www.gesetze-im-internet.de/arbzg/__14.html

MissGarfield83
09.12.2012, 20:16
@thomas : Aussage meines Rechtsmedizin-Profs war : Bei Überschreiten der zulässigen Arbeitszeit kommt man ganz schnell in die Bereiche von grober Fahrlässigkeit bei Fehlern. Sicher darf von der Arbeitszeit abgewichen werden, aber wenn was passiert hängst du mit drin, finanziell, wie auch mit der Appro. Das Gesetz was du zitierst gilt zudem nur für außergewöhnliche Situationen in denen unaufschiebbare Arbeiten bzw Arbeiten die einen unverhältnismäßigen Schaden abwenden durchzuführen sind.Haftungsrechtlich ist das trotzdem eine andere Kiste ...

http://www.ziegler-marburg.de/fileadmin/Webseiten-Dateien/publikationen/html/Arbeitszeit_in_Krankenhaeusern.html

Du hängst zum einen wegen Übernahmeverschuldens mit drin und ein Fehler außerhalb der Regelarbeitszeit kann durchaus zu einer Beweiserleichterung für den Patienten führen ...

LasseReinböng
10.12.2012, 10:47
@lasse : Wenn du mehr als deine maximalen 24h arbeitest und irgendwas passiert bist du der Dumme ... die Klinik wird sich dann auf den Standpunkt stellen - "wie der hat noch gearbeitet? Das durfte der aber nicht" und schon darfst du dich mal locker von deiner Appro verabschieden ...

Ich bezog mich in Desiderius' Beitrag primär auf die Aussage, um 17 Uhr pünktlich den Hammer fallen zu lassen, egal ob noch Arbeit zu erledigen ist, Briefe zu schreiben sind.

epeline
10.12.2012, 15:41
in meinem aktuellen PJ-haus geht egt jeder pünktlich nach hause - was ich bisher so gesehen haben. maximales überziehen von 20 min bisher. 3-4 dienste im monat. konservatives fach. haus ist maximalversorger.

geht also auch :)

Sealwolf
10.12.2012, 17:54
gott sei dank ändert sich so langsam die einstellung der kollegen zu den arbeitszeiten. ich arbeite grundsätzlich erstmal so lange, wie ich dafür bezahlt werde. diese "man muss an die pat. denken"-keule wird doch ganz gezielt von irgendwelchen schlipsträgern eingesetzt, um damit geld zu sparen/zu verdienen. diesen leuten ist es wurscht, ob sie dvds verkaufen, brötchen backen oder patienten behandeln, die wollen/müssen vor allem erstmal cash verdienen. würde mich nicht wundern, wenn der wert dieses "ethischen rabattes" (d.h. man muss überstunden machen und mit wenig geld zufrieden sein, um damit auf irgendeine mystische art und weise den pat. gut zu behandeln) den managern als rechengröße genau bekannt ist. wenn das ärztliche personal sich geschlossen nicht mehr ausnehmen lässt, geht es sehr wohl auch anders (d.h., wenn wegen nicht-besetzter stellen kein geld mehr fliesst, gibt es plötzlich erstaunlich kulante und familienfreundliche arbeitszeitmodelle. und man darf sich darauf verlassen, dass dabei nicht ein cent mehr ausgegeben wird, als das unbedingt notwendig wäre).
meine meinung.

Desiderius
10.12.2012, 20:54
Ach ja, die OAs und CAs arbeiten ja nicht und lassen es sich gutgehen, während die Assis den Laden schmeissen- *kopschüttel* Und Überstunden machen die ja nie, bis der letzte Patient versorgt ist...:-???

Ja ich arbeite in einem Haus wo der Chef weiss das jeder Assistent nicht mehr arbeiten kann als das wir schon machen. Der eine OA ist in der Lage seine Blutabnahmen zu machen und E- Briefe u schreiben wenn der Schuh drückt, der andere macht nicht wenn seine Assis in die Nacht und aus der Nacht kommen. Wir haben z.T für 4 Stationen plus Ambulanz 1 Assistenten, wer so knapp plant hat selber Schuld. Der CA hat eine Sekretärin die die Briefe für Ihn schreibt, mein CA ist aber auch einer der auch Blut abnimmt und Patienten selber aufklärt. Der hat die Realität schon begriffen. Du kannst ja weiter träumen und keine Grenzen angeben ich kann meine 100 + Überstunden nicht abbauen und keinen Tag frei nehmen weil 1 Kollege auf unbegrenzte Zeit krank ist, wer da noch wegen eines " Helfersyndroms" unnötige Überstunden macht ist selber Schuld.
Aber das ist auch eine Einstellungssache, der eine lässt es mit sich machen der andere nicht, :-meinung

Das heisst nicht wenn ein echter Notfall da ist das ich den liegen lasse

Desiderius
10.12.2012, 20:59
Du scheinst in einem Haus zu arbeiten, wo man sich soetwas erlauben kann, ohne daß man von oben Kontra kriegt - das ist aber nicht die Regel. An vielen Häusern kann man dann nämlich bald gehen oder wird gegangen, sofern der Chef genügend Bewerbungen reinbekommt.

Ich arbeite in einem Haus wo mein Chef froh ist das er nicht nur Ja- Sager um sich herum hat. Ich arbeite maximal und oft auch ohne pause und mache viel. Aber das ist meine Grenze die ich mir gezogen habe. Wer wegen Dienstplanung nur noch 1-2 Assis übrig hat hat für wie gesagt 4 Stationen, OP, und Ambulanz und die Realität begreift weiss auch das da Sachen liegen bleiben, ich habe es auch offen meinem Chef gesagt. Der hat Verständnis dafür, habe aber auch öfter auf meine OP verzichtet um zeitgerecht die Entlassungen zu organisieren. Also es ist nicht so das ich faul das sitze, nur ich mache keine Überstunden wegen Planungsfehler, da bin ich jedoch nicht die einzige in meiner Abteilung.

novembergirl
12.12.2012, 12:35
kann es eigentlich auch sein, dass man als arzt z.B.
7 tage am stück arbeitet und dann zwei tage frei hat, oder 12 tage arbeitet und dann 4 tage frei hat (wie bei den krankenschwestern) oder hat man insgesamt immer nur 5 tage am stück und dann 2 tage pause?
soviel ich weiß, kann es ja vorkommen, dass man spätdienst bis 9 hat und am nächsten tag dann wieder um 8 anfangen muss...

Maja85
12.12.2012, 13:36
Kommt drauf an, wie die Arbeit geregelt ist. Im Schichtdienst (bei uns auf Stroke + Intensiv) kann es vorkommen, dass man 12 Tage arbeitet und vier frei hat, ja. Schichtdienst eben wie bei der Pflege. Zwischen zwei Schichten müssen immer 11h Ruhezeit liegen, Spätdienst bis 21 Uhr und am nächsten Morgen um 8 beginnen geht also so gerade.
Auf Normalstation arbeite ich übrigens eher mal lang am Stück als beim Schichtdienst. Mo-Fr Station, Sa + So Bereitschafts-Dienst (8h, keine 24h bei uns), und dann weiter Mo-Fr Station.


Kommt aber eben immer darauf an, wie die Arbeitszeit in deinem Haus geregelt ist. Ein nine-to-Five 5-Tagewoche-Job ist Medizin mit akuter Patientenversorgung aber nie.

dreamchaser
12.12.2012, 17:36
Natürlich kann es ein 12-Tages-Intervall geben, wenn man unter der Woche normal arbeitet und dann am Wochenende Tagdienst hat (der je nach Modell auch 12-13 h gehen kann). Kommt eben wie immer auf das Dienstmodell an.
Ich arbeite in der Regel von 7:30 Uhr bis 16:30 Uhr (bei uns ist komischerweise eine halbe Überstunde in der "Arbeitszeit" mit drin, aber solange es bezahlt wird...), dann geh ich zumeist auch nach Hause.

Feuerblick
12.12.2012, 18:58
gott sei dank ändert sich so langsam die einstellung der kollegen zu den arbeitszeiten. ich arbeite grundsätzlich erstmal so lange, wie ich dafür bezahlt werde. diese "man muss an die pat. denken"-keule wird doch ganz gezielt von irgendwelchen schlipsträgern eingesetzt, um damit geld zu sparen/zu verdienen. diesen leuten ist es wurscht, ob sie dvds verkaufen, brötchen backen oder patienten behandeln, die wollen/müssen vor allem erstmal cash verdienen. würde mich nicht wundern, wenn der wert dieses "ethischen rabattes" (d.h. man muss überstunden machen und mit wenig geld zufrieden sein, um damit auf irgendeine mystische art und weise den pat. gut zu behandeln) den managern als rechengröße genau bekannt ist. wenn das ärztliche personal sich geschlossen nicht mehr ausnehmen lässt, geht es sehr wohl auch anders (d.h., wenn wegen nicht-besetzter stellen kein geld mehr fliesst, gibt es plötzlich erstaunlich kulante und familienfreundliche arbeitszeitmodelle. und man darf sich darauf verlassen, dass dabei nicht ein cent mehr ausgegeben wird, als das unbedingt notwendig wäre).
meine meinung.
*unterschreib*