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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 2. Facharzt - nicht mehr möglich oder nur nicht mehr abrechenbar?



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WackenDoc
14.01.2013, 17:39
Hier in der Gegend hat kaum ein Allgemeinmediziner ein LZ-EKG-Gerät.
Zum Thema Aufwand: Im Krankenhaus hab ich für die meisten LZ-EKGs 1-2 Stunden zum Auswerten gebraucht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das soo viel Geld bringt.

Evil
14.01.2013, 19:25
2h zur Auswertung? Dann hattet Ihr aber keine besonders gute Software, das geht normalerweise ganz gut in 20 min, wenn nicht sehr außergewöhnliche Rhythmusstörungen auftreten.

WackenDoc
15.01.2013, 06:40
Ja,die Auwertesoftware war die Pest. Und da wir ja nen fachärztlichen Befund abgeben sollten,musste das dann auch ordentlich ausgewertet sein. Auch von wegen Anzahl der Extrasystolen und so. Und von demher mussten die Fehlinterpretationen manuell geändert werden.
Und zusätzlich hatten wir oft "Gebilde" im EKG wo ich dann mit Oberarzt und dem dicken EKG-rumgerätselt hab.

Christoph_A
15.01.2013, 08:32
Langzeit EKGs zu befunden sollte nicht mehr als 10 Minuten dauern, wenn man sie vorausgelesen von den Schwestern bekommt. Wir haben im Schnitt bis zu 20 solche am Tag hier, das wird neben der Schrittmacherambulanz vom EPU Assi gemacht. Wenn man da 1h benötigen würde, wäre das überstundenträchtig :-)

WackenDoc
15.01.2013, 10:14
Vorausgelesen von den Schwestern? Wir sprechen aber schon von den gleichen LZ-EKGs,oder? Also das Ding was der Patient aufgeklebt bekommt mit dem kleinen Kästchen damit er mobil bleibt und was er nach ca. 24 Stunden wieder abgibt?

Wo sich dann mindestens der Hälfte der Extrasystolen,Salven,Pausen etc. als Artefakt herrausstellt und ein Teil der Artefakte als was Reales?

Peter_1
15.01.2013, 10:42
Also 1-2h fürs Auswerten habe ich noch nie gehört, da hattet ihr aber echt irgendwie eine besch. Software, oder einen komischen Auswerter-OA, in meiner ehem. kardiologischen Abt. hätte man da die Stationen schliessen können, weil die Ärzte den ganzen Tag mit LZ EKG auswerten beschäftigt gewesen wären. Da können bei euch dann aber nicht so viele LZ EKGs angefallen sein.
Die Auswertung dauert normalerweise max.10-evtl. mal 20 min. Der Befund sollte immer sorgfältig sein...
Die Artefaktbeseitigung kann in der Tat von Schwestern übernommen werden (war bei uns auch so!), das ganze ist ja doch nun wirklich nicht so sonderlich schwierig!

Christoph_A
15.01.2013, 12:44
@Wacken: Ja, wir sprechen von den selben Kästen. Muß man nur das auslesende Personal entsprechend schulen.
Is übrigens auch in der Praxis, in der ich jetzt anfange so Standard. Was spricht auch dagegen?

WackenDoc
15.01.2013, 17:46
Unser Assistenzpersonal hat das nur überspielt. Im Leben hätten die da nix ausgewertet. Ich bezweifel auch, dass die das hinbekommen hätten.

dreamchaser
15.01.2013, 17:51
Ich musste an meinem alten Haus im Schnitt mind. 5 LZ-EKGs pro Tag auswerten, natürlich neben dem Stationsalltag und den anfallenden Ergometrien etc. Bei einem recht unauffälligen Befund geht das wirklich schnell (vorselektiert durch unsere Schwestern), nur bei schwierigeren Befunden braucht man mal mehr Zeit und Ausdrucke.

Christoph_A
15.01.2013, 19:35
die sollen ja nix genau befunden, nur die offensichtlichen Artefakte rausfiltern. Das kriegt, mit entsprechender Anleitung ne Schwester die das öfter macht, schon hin. Und die restlichen 5 Standardrhythmusstörungen schafft ein erfahrener Untersucher nu wirklich in 15 min. Nur die Kolibris dauern länger.

WackenDoc
15.01.2013, 19:58
Ich glaub, da ist bei uns irgendwas anders gelaufen, als es sollte.
Alleine schon beim normalen durchklicken nach groben Rhythmusstörungen, die das Programm nicht erkannt hat, war ich mal locker mit 20min dabei.

Wenigstens hatte ich Zeit das den Tag über zu machen. Manpower im Assistenzpersonal wäre erst recht nicht da gewesen.
Aber ich hab in dem einen Jahr Innere auch nur 60 zusammenbekommen. Und ich hab schon fast alle außer die von Chef-Patienten befundet die geschrieben wurden. Mein Chef da ist übrigens Kardiologe-aber die komplizierten Fragestellungen hab ich meist mit dem allgemeininternistischen Oberarzt ausgeknobelt.
Wir hatten allerdings auch die ein oder andere Begutachtungsfrage zu Tauglichkeiten und da ist die Frage, ob ein Gebilde ne kurze Salve oder nen Artefakt oder was anderes ist, nicht ganz unwichtig.

Christoph_A
15.01.2013, 21:14
und wo is jetzt die Gefahr in ner 5er Salve? Die kannst Du genauso haben wie ich oder der Patient. Die Relevanz liegt nur in ner größeren Rhythmusstörung, das andere reicht als Dokumentation.