zahnfeeglas
12.02.2013, 14:10
Hallo!
Vielleicht könnt Ihr mir helfen!
Ich studiere Zahnmedizin. Und habe jetzt auch schon im Kurs meine "Patienten". Das übliche eben, wobei mir jetzt ein eher komplizierterer Fall zugeteilt wurde, mit einigen Endos. Der Patient war scheinbar länger nicht beim Zahnarzt, bzw. der letzte hat ziemlich gepfuscht, so besteht an mehreren Stellen dringender Handlungsbedarf. Natürlich war ich überhaupt nicht erbaut, so einen Fall zu bekommen, aber ich tue mein bestes! Dass dieser Patient mir über eine wissenschaftliche Mitarbeiterin (aka "Chefin") zugeteilt worden ist, die selbst ein schwieriger Mensch ist, machte es noch komplizierter! Es ist relativ unangenehm, dass ich von ihr während der Behandlung ziemlich heftig kritisiert werde, aber zwischen uns stimmt die Chemie sowieso nicht ganz, menschlich sehe ich sie eher als Problemfall, aber sie ist äußerst kompetent und natürlich sehe ich ein, dass ich Fehler mache und habe nichts gegen berechtigte Kritik. Also alles im normalen Spektrum.
Das Problem ist jetzt aber dieser Patient, schätzungsweise ein halbes Dutzend mal war er jetzt schon bei mir. Auf der einen Seite spielt er den schüchternen Menschen, dachte schon er sei Angstpatient, aber wie er da liegt, ist er zu sehr Profi! Ich habe noch nie jemanden erlebt, der so still zwei Stunden lang da liegen kann und wenn er seine Schüchternheitstour nicht gerade durchzieht, danach noch Witzchen macht. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass da was faul ist.
Aufgrund einer Kommunikationspanne lief in einer der ersten Behandungen was schief, was in der nächsten Sitzung korrigiert werden musste. Ich machte mich auf ein Donnerwetter gefasst (wurde von der Chefin Tage vorher deshalb ja runtergeputzt), er legte sich aber hin, aha, ja, dann machen Sie! Ich war mir zu 99% sicher, dass er über die Nachricht dieser Panne informiert war! Gleichsam erwartete er diese Nachbehandlung. Dabei hatte ich von der Chefin die unangenehme Aufgabe bekommen, das ihm mitzuteilen, er sollte nichts vorher wissen. Eine andere, eher kleine Panne gab es später mit einer Messaufnahme, die wiederholt werden musste. Er ließ es über sich ergehen, beim Röntgen aber (ich war dabei, brauche auch meine Unterschrift) war er wiederum extrem gut informiert, nicht nur zum Ablauf, sondern auch zu den technischen Fragen!
Später gab es nach einer Behandlung noch eine kurze Diskussion über den weiteren Verlauf, kurz, Chefin kam, erklärte ihm, welche Behandlungen wie dringlich seien, sie verschwand, er blieb da, starrte auf den Monitor mit dem Röntgenbild und mir blieb die Spucke weg! Er fragte mich über den weiteren Behandlungsverlauf, verwendete nicht nur die richtigen Nummern aus dem Zahnschema, sondern fragte explizit nach Details in der weiteren Behandlung! Dies aber nicht im Stil von Laien, sondern das Gespräch hätte eines zwischen zwei verschiedenen Zahnärzten sein können, als er exakt Probleme benannte, die sich ergeben könnten!
Langsam bin ich paranoid geworden! Ist er vielleicht am Ende jemand, der zur Qualitätssicherung der studentischen Arbeit geschickt wird? Oder jemand der von einer anderen Stelle (Uni? Ärztekammer? Patientenschutz?) eingeschleust wird, um die Arbeit unserer Zahnmedizin zu begutachten? Gibt es so etwas? Ich hatte Angst mich mit meiner Befürchtung lächerlich zu machen, traute mich aber dann einem Kollegen an, der mir mehrmals assistierte und der meinte ebenfalls, dass in seinem Fall nicht nur die Zähne faul sind!
Auf der anderen Seite, jemand der Ahnung vom Gesundheitswesen und explizit Zahnmedizin hat, lässt seine Zähne nicht so abwracken, es scheint, als sei er trotz Schmerzen lange Zeit nicht zur Behandlung gekommen! Was haltet Ihr davon? Gibt es so was? Oder bilde ich mir nur was ein?
Vielleicht könnt Ihr mir helfen!
Ich studiere Zahnmedizin. Und habe jetzt auch schon im Kurs meine "Patienten". Das übliche eben, wobei mir jetzt ein eher komplizierterer Fall zugeteilt wurde, mit einigen Endos. Der Patient war scheinbar länger nicht beim Zahnarzt, bzw. der letzte hat ziemlich gepfuscht, so besteht an mehreren Stellen dringender Handlungsbedarf. Natürlich war ich überhaupt nicht erbaut, so einen Fall zu bekommen, aber ich tue mein bestes! Dass dieser Patient mir über eine wissenschaftliche Mitarbeiterin (aka "Chefin") zugeteilt worden ist, die selbst ein schwieriger Mensch ist, machte es noch komplizierter! Es ist relativ unangenehm, dass ich von ihr während der Behandlung ziemlich heftig kritisiert werde, aber zwischen uns stimmt die Chemie sowieso nicht ganz, menschlich sehe ich sie eher als Problemfall, aber sie ist äußerst kompetent und natürlich sehe ich ein, dass ich Fehler mache und habe nichts gegen berechtigte Kritik. Also alles im normalen Spektrum.
Das Problem ist jetzt aber dieser Patient, schätzungsweise ein halbes Dutzend mal war er jetzt schon bei mir. Auf der einen Seite spielt er den schüchternen Menschen, dachte schon er sei Angstpatient, aber wie er da liegt, ist er zu sehr Profi! Ich habe noch nie jemanden erlebt, der so still zwei Stunden lang da liegen kann und wenn er seine Schüchternheitstour nicht gerade durchzieht, danach noch Witzchen macht. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass da was faul ist.
Aufgrund einer Kommunikationspanne lief in einer der ersten Behandungen was schief, was in der nächsten Sitzung korrigiert werden musste. Ich machte mich auf ein Donnerwetter gefasst (wurde von der Chefin Tage vorher deshalb ja runtergeputzt), er legte sich aber hin, aha, ja, dann machen Sie! Ich war mir zu 99% sicher, dass er über die Nachricht dieser Panne informiert war! Gleichsam erwartete er diese Nachbehandlung. Dabei hatte ich von der Chefin die unangenehme Aufgabe bekommen, das ihm mitzuteilen, er sollte nichts vorher wissen. Eine andere, eher kleine Panne gab es später mit einer Messaufnahme, die wiederholt werden musste. Er ließ es über sich ergehen, beim Röntgen aber (ich war dabei, brauche auch meine Unterschrift) war er wiederum extrem gut informiert, nicht nur zum Ablauf, sondern auch zu den technischen Fragen!
Später gab es nach einer Behandlung noch eine kurze Diskussion über den weiteren Verlauf, kurz, Chefin kam, erklärte ihm, welche Behandlungen wie dringlich seien, sie verschwand, er blieb da, starrte auf den Monitor mit dem Röntgenbild und mir blieb die Spucke weg! Er fragte mich über den weiteren Behandlungsverlauf, verwendete nicht nur die richtigen Nummern aus dem Zahnschema, sondern fragte explizit nach Details in der weiteren Behandlung! Dies aber nicht im Stil von Laien, sondern das Gespräch hätte eines zwischen zwei verschiedenen Zahnärzten sein können, als er exakt Probleme benannte, die sich ergeben könnten!
Langsam bin ich paranoid geworden! Ist er vielleicht am Ende jemand, der zur Qualitätssicherung der studentischen Arbeit geschickt wird? Oder jemand der von einer anderen Stelle (Uni? Ärztekammer? Patientenschutz?) eingeschleust wird, um die Arbeit unserer Zahnmedizin zu begutachten? Gibt es so etwas? Ich hatte Angst mich mit meiner Befürchtung lächerlich zu machen, traute mich aber dann einem Kollegen an, der mir mehrmals assistierte und der meinte ebenfalls, dass in seinem Fall nicht nur die Zähne faul sind!
Auf der anderen Seite, jemand der Ahnung vom Gesundheitswesen und explizit Zahnmedizin hat, lässt seine Zähne nicht so abwracken, es scheint, als sei er trotz Schmerzen lange Zeit nicht zur Behandlung gekommen! Was haltet Ihr davon? Gibt es so was? Oder bilde ich mir nur was ein?