Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bauchschmerzen



Seiten : 1 [2]

WackenDoc
17.02.2013, 19:08
Da wo ich fahr ist das zum Glück ziemlich einfach:
Der Arzt der drüber entscheidet, muss Erfahrung mit psychiatrischen Erkankungen haben- wie genau die auszusehen haben, ist aber nicht genau definiert und irgendwann wurde mal festgelegt, dass alle Notärzte, die für den Landkreis fahren, ausreichende Kenntnisse haben.
Außerdem haben viele RAs (und ich glaub sogar alle, die NEF fahren dürfen) ne Zusatzqualifikation, so dass die als Ordnungsbeamte fungieren können (weiss nicht mehr genau, wie das genau heisst).

Mit Transportverweigerung wäre ich in diesem speziellen Fall vorsichtig. Nach der Beschreibung ist sie ja nicht in der Lage, die Gefährdung richtig einzuschätzen.

Brutus
17.02.2013, 19:37
Außerdem haben viele RAs (und ich glaub sogar alle, die NEF fahren dürfen) ne Zusatzqualifikation, so dass die als Ordnungsbeamte fungieren können (weiss nicht mehr genau, wie das genau heisst).
Bei uns ist in vielen Städten das so geregelt, dass die Feuerwehr nach Dienstschluß des O-Amtes deren Funktionen übernehmen. Ist ganz praktisch, weil da muss ich nicht stundenlang hinter irgendwem hertelefonieren... 112 und gut ist. :-)


Mit Transportverweigerung wäre ich in diesem speziellen Fall vorsichtig. Nach der Beschreibung ist sie ja nicht in der Lage, die Gefährdung richtig einzuschätzen.
Deswegen ja die Absicherung über das O-Amt. Wenn DIE sich nicht zuständig fühlen, WER DANN?
Ich kann denen ja nur meine Einschätzung sagen, und das ich es für wichtig erachte, dass sie ins KH gehört, sie aber nicht einsichtig ist. Wenn der O-Amt Beamte dann sagt, dass sie das selbst entscheiden kann, dann bin ich raus! :-nix

Matti20
21.02.2013, 15:37
Sorry, ich war die letzten Tage etwas im Stress.
Die Freundin verständigt nach Rücksprache mit dem NA den Vater (Spanier mit viel Temperament;), der auch nach wenigen Minuten eintrifft. Der Vater redet auf die Patientin ein, bis sie sagt, dass sie mit ins KH fährt. Weiterhin gibt sie jetzt an, dass sich die Schmerzen kontinuierlich verschlimmern, sie jedoch unter keinen Umständen eine "Spritze" bekommen möchte. Wir sind jetzt schon eine ganze Weile da. Was macht ihr? Load and go?

Brutus
21.02.2013, 15:47
Jo, Load'n'Go. Machen kannste vor Ort eh nicht viel. Wenn dazu die Patientin noch unkooperativ ist, einpacken und abfahren. Alles weitere kann dann in der Klinik erledigt werden.
Anmeldung unkl. Abdomen, fortgeschrittene Schwangerschaft, Ausschluß HELLP-Syndrom.

wischmopp
22.02.2013, 08:37
Wäre nicht ein Zugang vorher schon noch schön? Es könnte ja gut sein, daß sie bald krampft, oder? Nachdem sie ja schon Augenflimmern hat... Vielleicht kann ja der Spanier diesbezüglich nochmal positiv auf sie einwirken?

Und könnte man da nicht prophylaktisch was geben? Diazepam oder so?

Hoffe, es ist ok, wenn ich (die Gyn bisher nur aus dem Lehrbuch kennt) hier mitrede...

Miss
22.02.2013, 09:43
Schön wäre das sicherlich, aber dann nochmal ne halbe Stunde rumdiskutieren - bringt vielleicht nichts und dann wären wir schon im KH. Im Hinterkopf hätte ich, daß man das Kind vielleicht doch eiliger holen müßte, das können wir vor Ort einfach nicht. Dann lieber im KH diskutieren, nebenbei schon mal CTG/ Sono (falls sie das akzeptiert, da piekt ja niemand) (und ne ITS hätte ich halt auch gern -jetzt ;-) )

Mit prophylaktischer Benzodiazepingabe wäre ich erstmal zurückhaltend. Falls verfügbar im RD Mg als Kurzinfusion.

Und ich würde persönlich auch gern die (Prä-)Eklampsie angemeldet haben, HELLP kann ja mit, muß aber nicht damit gekoppelt sein.

WackenDoc
22.02.2013, 11:29
Ich bin auch dafür, dass wir sie erstmal einpacken. Gegen den Willen eines Patienten nen Zugang zu legen ist auch nicht der große Spass. Immerhin hat sie ja eingewilligt mitzukommen.
Wir können ja alles für nen Zugang, Infusion, Medis schonmal vorbereiten.
Der Notarzt kann sie ja im RTW noch versuchen zu überzeugen, dass sie ne Viggo braucht.