Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stellensituation für verschiedene Facharztweiterbildungen
Colourful
04.03.2013, 16:54
Die Psychiatrie der Uniklinik FFM scheint sich gerade neu zu strukturieren - lt. der Assistentin in meinem Psych Praktikum lohnt es sich , sich zu bewerben ;-)
Ich dachte, das wäre so gruselig da. Wenn dem so ist, dann kommt das auf die Liste für potentielle Bewerbungen jetzt im Herbst...;-)
MissGarfield83
04.03.2013, 17:14
Ich dachte, das wäre so gruselig da. Wenn dem so ist, dann kommt das auf die Liste für potentielle Bewerbungen jetzt im Herbst...;-)
Der alte Chef wurde abgesägt - mittlerweile soll es ganz gut von der Stimmung sein :)
arbeiter79
25.03.2017, 21:46
Ich habe jetzt viele Stellenangebote durchforstet und folgendes ist mir aufgefallen. Stellen in der Inneren, v.a. die großen Fachgebiete, wie Kardiologie oder Gastro, gibt es wie Sand am Meer. Auch Geri hat riesen Bedarf, aber könnte man auch zur Inneren zählen. Psychiatrie sucht auch ohne Ende, wahrscheinlich wenn man bedenkt das es sicher nicht das größte Fachgebiet ist, besteht hier sogar wahrscheinlich der höchste Bedarf. Anästhesie steht auch ganz oben, gleiches gilt für die Neuro.
Bisschen anders sieht es in den operativen Fachrichtungen aus, Ortho/Trauma und mit abstrichen Gyn suchen noch relativ oft nach Bewerbern, aber Stellenangebote in anderen chirurgischen Fachrichtungen sind rar. Warum eigentlich, sind die so viel beliebter?
Ps. Hier geht's nur um die ausgeschriebenen Stellen, gibt sicher noch viel mehr, aber ich denke es genügt um sich einen Überblick zu verschaffen was beliebt ist und was nicht.
Die anderen Gebiete sind halt winzig. Es gab 2014 in ganz Deutschland 602 Gefäßchirurgen, 872 Herzchirurgen, 543 Kinderchirurgen, 1952 Neurochirurgen, 1052 plastische Chirurgen, 191 Thoraxchirurgen. Wenn man die Schwerpunktbezeichnung mitzählt, gibt es mehr Gefäßchirurgen und Thoraxchirurgen, aber viele sinds noch immer nicht. Logisch, dass es da nicht so viele Jobs gibt.
Ist ja bei den Internisten nicht anders - Angiologen, Endokrinologen und Rheumatologen gibt es auch nur recht wenige.
Welche Fachrichtungen sehen denn Eurer Erfahrung nach am besten aus bzgl. Stellensituation in beliebten Großstädten bei gleichzeitiger Familienfreundlichkeit (Teilzeit...)?
Überleg dir doch einfach, was du machen willst, und dann bewirb dich ;-) Manchmal hat man Glück, manchmal nicht.
Welche Fachrichtungen sehen denn Eurer Erfahrung nach am besten aus bzgl. Stellensituation in beliebten Großstädten bei gleichzeitiger Familienfreundlichkeit (Teilzeit...)?
Psychiatrie hat gute Arbeitsbedingungen, Teilzeitmodelle sind in vielen Häusern möglich und man bekommt auch in Großstädten ne Stelle :)
arbeiter79
26.03.2017, 09:52
So wenige, das hätte ich nicht gedacht, grade Gefäße. Aber auch für Allgemein und Visceralchirurgen gibt's auch kaum Stellenanzeigen, aber vllt ist das mittlerweile auch eher ein kleines Fachgebiet, bzw. am schrumpfen nachdem Trauma nicht mehr dabei ist und viele kleinere allgemeinchirurgische Eingriffe heute ambulant gemacht werden.
Vielleicht sind die Abteilungen auch so frustriert, dass sie es gar nciht mehr mit Stellenanzeigen in Deutschland versuchen sondern gleich Bewerber aus dem Ausland suchen...
Oder es schickt sich einfach nicht Stellenanzeigen zu veröffentlichen. Dann müsste man ja zugeben, dass man sich auf die Suche machen muss und der Stapel an Initiativbewerbungen doch nicht so groß ist... Ist in einer Großstadt (mit Herz ;-) ) im Süden der Republik tendentiell so.
PillePalli
26.03.2017, 22:24
Ich sehe die Ursache einfach darin, dass es weniger Abteilungen und Ärzte für Gefäßchirurgie als jetzt für Innere gibt. Nicht, weil es wenige sind, sondern weil es Innere einfach überall gibt und dann meist gleich mehrere Abteilungen. Aber ich finde das eigentlich auch nicht wichtig, ob jetzt Stellen ausgeschrieben sind oder nicht? In der Gefäßchirurgie ist es meines Wissens doch echt kein Problem eine Stelle zu finden. Ob man da jetzt iniativ hin schreibt oder nicht, who cares? :)
Ortho/Unfall sind immer auch viele Rehastellen mit ausgeschrieben. Denke wenn man die abzieht dürfte soviel Unterschied zu Ach/Vch nicht mehr sein.
Die anderen Gebiete sind halt winzig. Es gab 2014 in ganz Deutschland 602 Gefäßchirurgen, 872 Herzchirurgen, 543 Kinderchirurgen, 1952 Neurochirurgen, 1052 plastische Chirurgen, 191 Thoraxchirurgen. Wenn man die Schwerpunktbezeichnung mitzählt, gibt es mehr Gefäßchirurgen und Thoraxchirurgen, aber viele sinds noch immer nicht. Logisch, dass es da nicht so viele Jobs gibt.
Ist ja bei den Internisten nicht anders - Angiologen, Endokrinologen und Rheumatologen gibt es auch nur recht wenige.
Die Statistik ist nicht richtig interpretiert. Wir hatten heute in der Arbeit eine spannende Diskussion zu dem Thema und meine Oberärztin hat mir dann den Interpretationsfehler erklärt (den ich auch gemacht hab): (Statistik 2014)
Unfallchirurgen sind nicht nur "Orthopädie 6143" oder "Orthopädie und Unfallchirurgie 7341" sondern auch "SP Unfallchirurgie 2752" und "TG Unfallchirurgie 96". Das mag bei denen noch nicht soo ins Gewicht fallen. Aber bei den Gefäßchirurgen mit "Gefäßchirurgie 602" kommen mit "SP Gefäßchirurgie 951" und "TG Gefäßchirurgie 40" nochmal mehr als das eineinhalbfache auf die genannte Summe drauf. Und der Unterschied zwischen Faktor 1 und 2,5 ist nicht grad wenig. Bei den Viszeralchirurgen ist es ja ähnlich krass. Nimmt man da die Allgemeinchirurgie 343 und Allgemeine Chirurgie 722 und SP Viszeralchirurgie 1417 zu den Viszeral- (242) und Visceralchirurgen 988 dazu kommt man auch irgendwo Richtung Faktor 3...
Das hat mit der damaligen Weiterbildung zu tun als es den "Chirurgen" gab und dann die Spezialisierung. Wir (oder ich) machen das ja heutzutage nicht mehr. Wir haben ja keine breite Ausbildung mehr.
Diesen Fehler hab ich aber nicht gemacht :-p Siehe auch der zitierte Text.
Bei ACH, VCH, UCH macht das einen großen Unterschied, aber die von mir zitierten Fächer bleiben nach wie vor recht klein. Obwohl die Veränderung bei der Gefäßchirurgie sehr groß ist, wie du richtig schreibst.
Diesen Fehler hab ich aber nicht gemacht :-p
Ok, also nur ich hab den Interpretationsfehler gemacht ;-)
Was ich wiederum spannend find: Anzahl an Seiten für Weiterbildungsbefugnisse z.B. bei der BLÄK. 2 Seiten bei Herzchirurgie, 8 Seiten bei Gefäß, 12 Seiten bei Viszeralchirurgie und 54 Seiten bei Unfallchirurgie. Damit gibts offensichtlich ein bissl mehr Weiterbildungsstätten bei den Unfallern als bei z.B. den Herzchirurgen. Wobei halt viele auch nur 6 Monate Befugnis haben... doch wieder nicht ganz vergleichbar.
Andersrum: Herzchirurgie gibts nur wenige und auch nur in wenigen Kliniken. Gefäß schon mehr, und Unfaller zum Sau fuadan ;-)
Das hängt auch wieder an der Kombi Unfall mit Ortho zusammen. Es gibt fast keine Weiterbilder die die gesamten 6 Jahre aus einer Hand bieten können. Im Umkehrschluss gibt es aber auch viele z.B. Orthopraxen die eben nur 6 Monate haben. In der Vch gibt's die komplette Weiterbildung denke ich eher aus einer Hand.
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