Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hepatits-Impfungen zwingend erforderlich?
bin ich jetzt komisch, wenn ich >1000IU/l hatte?
WackenDoc
25.03.2013, 19:00
Kannst dich ja als AK-Spender zur Verfügung stellen ;-)
Absolute Arrhythmie
25.03.2013, 19:50
Hier, her damit! *hüpf*
bin ich jetzt komisch, wenn ich >1000IU/l hatte?
Nicht deshalb :-))
Die Titer sind von ihrer Aussagekraft her durchaus umstritten, auch wenn sie offiziell empfohlen werden.
Letztens hat ein Dozent auf einer Impf-Fortbildung erzählt, wie sie mal testweise eine Serumprobe eines Patienten an 20 verschiedene Labore zur Titerbestimmung geschickt haben, wohlgemerkt von ein & derselben Entnahme: die Ergebnisse reichten von > 100 bis "keine Titer nachweisbar".
Man sollte also die Titerbestimmung nicht überbewerten.
Wanderfreak
26.03.2013, 11:28
Den Impfstoff,den ich überhaupt nicht vertragen habe,hieß "Engerix-B" .Ich habe jetzt von dem Impfstoff "Fendrix" gelesen,hat der komplett andere Inhaltsstoffe (als Engerix)?
Vielleicht würde ich Fendrix besser vertragen,weiß jemand etwas über die Verträglichkeit?
Was heißt denn "nicht vertragen"? Allergische Reaktion oder nur die üblichen Postimpfungs-Wehwehchen?
Es gibt ja noch ein paar andere Möglichkeiten, z.B. Twinrix, da hätteste dann die "A" mit drin...
Ich habe Impfungen bislang immer ganz gut vertragen, bis auf ein bißchen Schmerz in dem betroffenen Muskel.
Zum Titer: Meiner war auch am Anfang >1000IU/l. Und nach 10 Jahren immer noch deutlich über 100IU/l, so dass der Betriebsarzt sich geweigert hat, nach 10 Jahren aufzufrischen. Selbst nach 15 Jahren waren es immer noch über 100IU/l, da ich mich aber lieber an die Empfehlungen der STIKO oder des schweizer Pendants halte, habe ich sie doch geholt...
Letztens hat ein Dozent auf einer Impf-Fortbildung erzählt, wie sie mal testweise eine Serumprobe eines Patienten an 20 verschiedene Labore zur Titerbestimmung geschickt haben, wohlgemerkt von ein & derselben Entnahme: die Ergebnisse reichten von > 100 bis "keine Titer nachweisbar".
Man sollte also die Titerbestimmung nicht überbewerten.
Hmmm. Sollten die Labore nicht auch diversen Qualitätszirkeln angehören und immer wieder evaluiert werden? Da sollten doch solche Diskrepanzen nicht wirklich auftreten? :-nix
Wanderfreak
27.03.2013, 11:23
Was heißt denn "nicht vertragen"? Allergische Reaktion oder nur die üblichen Postimpfungs-Wehwehchen?
Es gibt ja noch ein paar andere Möglichkeiten, z.B. Twinrix, da hätteste dann die "A" mit drin...
Ich habe Impfungen bislang immer ganz gut vertragen, bis auf ein bißchen Schmerz in dem betroffenen Muskel.
Zum Titer: Meiner war auch am Anfang >1000IU/l. Und nach 10 Jahren immer noch deutlich über 100IU/l, so dass der Betriebsarzt sich geweigert hat, nach 10 Jahren aufzufrischen. Selbst nach 15 Jahren waren es immer noch über 100IU/l, da ich mich aber lieber an die Empfehlungen der STIKO oder des schweizer Pendants halte, habe ich sie doch geholt...
Ich hatte 4 Monate eine sehr schwere Gelbsucht.Mir ging es wirklich dreckig,sodass ich die Schule auch nicht besuchen konnte.
Hmmm. Sollten die Labore nicht auch diversen Qualitätszirkeln angehören und immer wieder evaluiert werden? Da sollten doch solche Diskrepanzen nicht wirklich auftreten? :-nix
Sollte man meinen, ja. Die Frage ist aber, wie hoch Sensitivität und Spezifität der Titerbestimmung tatsächlich ist und inwieweit der Titer tatsächlich mit dem Impfschutz korreliert. Da habe ich keine verläßlichen Infos zu.
Fata Morgana kann sich ja mal dazu melden :-winky
FataMorgana
27.03.2013, 20:46
Hmmm. Sollten die Labore nicht auch diversen Qualitätszirkeln angehören und immer wieder evaluiert werden? Da sollten doch solche Diskrepanzen nicht wirklich auftreten? :-nix
Sollten nicht nur, müssen. Laut der (für alle Labore in Deutschland verbindlichen) Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen unterliegt die Anti-HBs-Bestimmung der internen und externen Qualitätskontrolle. Es muss zweimal pro Jahr an einem Ringversuch teilgenommen werden.
Bei der Bestimmung von Anti-HBs sollten derartige Diskrepanzen auch nicht vorkommen, da das Antigen klar definiert ist. Bei anderen infektionsserologischen Parametern ist die Vergleichbarkeit zum Teil dagegen gar nicht gegeben, da jeder Testhersteller ein anderes Antigen(gemisch) verwendet und teilweise nichtmal internationale Standardpräparationen existieren.
Man muss auch sagen, dass die Standardisierung von Antikörperbestimmungen teilweise eine ganz andere Komplexität hat als z. B. bei Messungen von Glukose, Elektrolyten oder Enzymen.
Hinsichtlich der Zielgröße Immunität ist die Messung von Anti-HBs spezifisch, aber nicht sensitiv. Soll heißen, dass Anti-HBs > 10 IU/l (vielleicht mit einem ganz kleinen Sicherheitspolster wegen vermehrter unspezifischer Reaktivität im unteren Messbereich) in der Regel mit derzeit bestehender Immunität gleichzusetzen ist (Werte > 100 IU/l ausnahmslos und in jedem Fall). Hingegen kann eine Person mit Anti-HBs < 10 IU/l trotzdem immun sein, v. a. da die zelluläre Komponente der Immunität bei diesem Test unberücksichtigt bleibt.
Nessiemoo
02.04.2013, 17:12
Ich habe die Antworten gelesen,danke der Nachfrage.
Ich habe mittlerweile auch bei 2 Kliniken wege einem KPP angerufen und beide bestehen auf einen gültigen Impfschutz gegen Hepatitis B.
An der Uni Bonn ist die Impfung Pflicht, bevor man in den klinischen Abschnitt kommt.
Des Weiteren liegt das Ansteckungsrisiko (bei Hep. B) bei einer Nadelstichverletzung bei 30 % ,wenn der Patient infiziert ist.
All das muss ich natürlich berücksichtigen,wenn ich mich trotzdem für das Studium entscheiden würde.
Ich würde auch auf keinem Fall anrufen und fragen "Hallo, kann ich ohne Impfung bei euch arbeiten?" Dann wird natürlich jeder dir NEIN sagen. Bis jetzt (2 KPP und 1 Famulatur) wollte keine Hep B nachweis sehen. Ok, bei Famulatur schon, aber ich glaube hier könnte man es auch ziemlich einfach ignorieren (jaja, ich reiche es nach, hab es grad noch nicht dabei".
Das nur so am Rande, hier ist ja die Frage eher Selbstschutz als rechtliche Bestimmungen. :)
Andi G. Schütze
12.04.2013, 21:26
Nochmal an den Threadersteller: Oben gemachter Rat, mal eine "Zweitmeinung" einzuholen, ist sicherlich sinnvoll. Über's Internet kann man keinen vernünftigen Rat geben. Empfehle dir das Aufsuchen einer virushepatologischen Sprechstunde oder einer spezialisierten Impfsprechstunde. Gerade bei solchen in der hausärztlichen Praxis relativ seltenen Fragestellungen ist es vollkommen legitim da einen "Fachidioten" zu Rate zu ziehen - dafür gibt es die!
Herzkasperl
12.04.2013, 23:02
Das sind ja nun zwei Themen: Das eine ist: Impfen oder nicht? Das musst Du nach Einholen von mindestens 3-4 Expertenmeinungen selbst entscheiden. Das zweite ist: Studium ja oder nein? Da wuerde ich doch mal sagen: ohne impfung wuerde ich trotzdem studieren. Wie gross ist das Risiko sich HepB zu holen, wenn man aufpasst und zusieht, dass man in den risikoarmen bereichen landet? Ich meine nahe Null.
und ob man den Nachweis wirklich braucht oder ob man auf die freie Berufswahl des GGs Bezug nimmt oder man da schummelt oder was weiss ich: das bekommt man schon hin, die Frage ist vielmehr: Willst du oder nicht.
Früher gab es keine Hep-Impfung und trotzdem haben einige verwegene Draufgaenger Medizin studiert....
Stephan0815
13.04.2013, 12:58
Naja, ich meine mal gelesen zu haben, daß sich nach Einführung der Impfung, die Zahl der Hep-B-Infektionen bei Chirurgen drastisch vermindert hätten.
Herzkasperl
25.04.2013, 16:28
Naja, ich meine mal gelesen zu haben, daß sich nach Einführung der Impfung, die Zahl der Hep-B-Infektionen bei Chirurgen drastisch vermindert hätten.
Naja, sicher. Die Frage ist nur: Wie hoch ist das Risiko? Ist das Risiko der Impfung oder das Risiko Nichtimpfung+Infektion größer. Die weitaus mehr Chirurgen-Lebern dürften ohnehin auf Grund des Alkohols draufgegangen sein.
king kola
13.07.2013, 12:44
Also studieren würde ich auf jeden Fall, weil wie bereits erwähnt kann man auch zB. Radiologe werden und gegen Strahlung hilft kein Titer sondern nur Blei und das Abstands-Quadrat-Gesetz. Während der Ausbildung musst du dich dann entsprechend schützen.
Allerdings halte ich die Ratschläge von wegen "ja mach halt und erzähl nicht, dass du keinen ausreichenden Impfschutz hast" für ziemlich fahrläsig, denn man kann einfach nie wissen wer im Krankenhaus was hat und du hast völlig Recht mit deiner Sorge, dass eine 30% Ansteckungsgefahr (Hep B) besteht und damit dann auch die ganze Latte an möglichen Komplikationen. Da würd ich das schon offen ansprechen um eine Lösung zu finden, die DICH schützt.
Dein Hausarzt in allen Ehren (er scheint sich ja wirklich zu kümmern und nimmt das nicht auf die leichte Schulter) schließe ich mich dem Vorschlag an mal eine hepatologische/virologische Zweitmeinung einzuholen. Deine Gelbsucht klingt jetzt für mich weniger nach einer allergischen Reaktion sondern eher nach sehr seltener Komplikation der Impfung über das normale Maß hinaus.
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