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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wovon profitiert man bei späterer Niederlassung in Praxis (Gesundheitsökonomie, etc.)



monchichi87
29.03.2013, 10:46
Hey Leute,

ich kenne mittlerweile einige Leute die nebenher Gesundheitsökonomie, Public Health (MPH), Management im Gesundheitswesen usw. machen....

Meine Frage:
Wovon profitiert man wirklich bzgl. Praxismanagement, Wirtschaftlichkeit usw. wenn man plant sich später in eigener Praxis niederzulassen?

Finde das ganze sehr undurchsichtig... hab auch schon die Suchfunktion benutzt ;)

Vielen Dank! :)

test
29.03.2013, 11:14
Hallo,

ich würde behaupten, dass solche Studiengänge für eine Praxisgründung alle völlig überflüssig sind. Die allermeisten sehr gut laufenden Praxen werden von Ärzten geführt, die nie einen solchen Studiengang besucht haben.

Die Studiengänge richten sich eher an Ärzte, die im Klinikmanagement oder anderen Managementbereichen arbeiten wollen.

Für Chefärzte bzw. deren Stellen gab es mal einen gewisse Mode solche Studiengänge zu absolvieren- In der Zwischenzeit ist dieser Trend aber deutlich rückläufig und die meisten Chefärzte und Fachgesellschaften halten für den beschränkten Wirtschaftsteil der einen Chefarzt erreicht ein extra Studium für überflüssig. So kompliziert ist das bisschen BWL, was da einfließt nicht.

WackenDoc
29.03.2013, 11:19
Diese Studiengänge sind eher geeignet, wenn man mal im öffentlichen Gesundheitswesen (Gesundheitsamt und Co.) arbeiten will. Für die Praxisführung wird es so gut wie nichts bringen.

Da kommt man wahrscheinlich mit nem BWL-Kurs weiter.

monchichi87
29.03.2013, 13:17
Cool, danke für die Antworten! Dacht nur, dass man sich da viell. etwas sparen kann wenn man dann nicht alles vom Steuerberater etc. machen lässt bzw. die einen dann weniger über den Tisch ziehen können, wobei die sicherlich auch ihre Berechtigung haben ;)

anignu
29.03.2013, 14:17
Bei Steuerberatern gehts weniger drum dass die einen über den Tisch ziehen. Die machen halt ihre Arbeit und die ist nicht soooooo kompliziert, aber wenn man sie selbst machen will muss man sich halt gut einlesen, am Ball bleiben, alles selbst tun usw.
Aktuell mach ich meine Steuererklärung noch selber, aber wenn ich mal eine Praxis hab werd ich mir halt überlegen müssen ob ich meine wertvolle Zeit damit verbringen will.
Im Endeffekt isses doch mit vielen Sachen so: aktuell lege ich alle Elektroleitungen selber, baue meine PCs selber zusammen und installiere alles was ich brauch usw. In einer Praxis ein festes Netzwerk mit 5-10 PCs plus Server / Backup einzurichten und sicher zum laufen zu bringen kann man auch noch selber machen, muss man aber nicht. Die Zeit geht einfach irgendwann aus.

Für die Praxisgründung später gibts extra Seminare in denen man die wichtigsten Sachen lernt. Damit sollte man gut über die Runden kommen... die werden von MLP oder sonstigen Firmen angeboten. Oft macht man aber eh nicht alleine eine ganz neue Praxis auf sondern hat einen Partner (Gemeinschaftspraxis), ist erstmal Angestellter im MVZ oder ist selbst der Nachfolger einer schon etablierten Praxis. Da muss man dann weniger das Rad neu erfinden sondern Stolpersteine erkennen können und diese versuchen zu beseitigen.

Peter_1
30.03.2013, 11:22
Das notwendige wirtschaftliche Know How für eine Praxisführung ist sehr begrenzt. Sinnvoller wäre eher ein Zusatzstudium: "KV Wissenschaften", mit Schwerpunkt in "wie verstehe ich meine KV Abrechnung" :), das gibt es aber leider nicht...
Die genannten Studiengänge machen evtl. Sinn wenn man im Public Health Bereich arbeiten will, für eine Praxis wäre das wie mit Kanonen auf Spatzen zu schiessen.