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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erst 1 Jahr Innere dann Strahlentherapie oder Nuklearmedizin?



mered
09.05.2013, 09:35
Hallo ihr lieben,

ich möchte sehr gerne meine FA in Strahlentherapie oder Nuklearmedizin machen, bin Berufseinsteiger. Ich hab 2 Monate in Neurologie gearbeitet und musste leider feststellen, dass die reine Patientenversorgung nichts für mich ist. Habe jetzt in beiden bereichen hospitiert und finde die Fächer sehr gut.
Meine Frage ist, ist das sinnvoll erst 1 Jahr Innere zu machen ( z.B. Onkologie/Hämatologie oder auch Gasrtro) und dann erst wechseln? 1 Jahr Patientenversorgung ist in beiden Fächer Pflicht, die Frage ist ob ich dann nach 1 Jahr internistischer Erfahrung bessere Chancen habe, um eine Stelle zu finden? Oder macht man das Pflicht Jahr erst später? Kann man eigentlich die beiden Fächer miteinander kombinieren?

Wäre sehr dankbar für eure Hilfe

Dr. Glucosidase
09.05.2013, 13:47
Ob Innere oder ein anderes Fach besser ist, können dir Strahlentherapeuten und NUKs besser beantworten als ich.

Es hat aber zumindest eine ganze Reihe von Vorteilen, das Klinik-Jahr vorweg zu machen:

1) Obwohl für viele FÄ ein Innere-Jahr Pflicht ist, tun sich (ja nach Gegend) viele Internisten schwer damit, jemanden nur für ein Jahr einzustellen. Willst du eine Stelle bei ihnen, musst du ihnen erzählen, dass du neuerdings Internist werden willst. Das ist glaubhafter, wenn du fast noch Berufsanfänger bist, als wenn du schon 4-5 Jahre in der Nuk warst.

2) Nach 4-5 Jahren z. B. Nuk ist es extrem schwer, wieder in Innere reinzukommen, da das Wissen, was du inzwischen noch nicht vergessen hast, zu einem recht großen Teil schon wieder veraltet ist.

3) Sich während eines Innere-Jahres nebenbei akut auf die FA-Prüfung z. B. Nuk vorzubereiten, ist viel schwerer als während eines Nuk-Jahres. Du bist in dem Moment aus der Arbeitspraxis raus, du hast keine Kollegen, mit denen du schnell mal Dinge bespechen könntest, die dir am Vorabend als unverständlich aufgefallen sind usw. Und in den ganzen Inneren-Diensten kannst du - ja nach Haus - oft auch vergessen, Zeit zum lernen zu finden.

mered
09.05.2013, 13:57
Vielen lieben Dank für deine Antwort :) das stimmt auf jeden Fall was du sagst, dann bewerbe ich mich erstmal in der Innere, glaube am Besten sind Hamato-Onko oder auch Gastro, oder auch Endo/Rheuma....dann hoffe ich, dass ich bald eine Stelle finde...Daumen gedruckt ;)

Deichschaf
09.05.2013, 16:12
Hallo!

In beiden Fächern muss man ein Jahr stationäre Patientenversorgung machen, soweit ich das sehe werden jedoch nur 6 Monate aus anderen Fächern angerechnet. Würde mich da mal im jeweiligen Bundesland anhand der Weiterbildungsordnung schlau machen.

LG, Deichschaf

John Silver
09.05.2013, 22:31
Soweit ich weiß, haben Strahlentherapieabteilungen, die ja so gut wie immer an mittelgroßen und großen Kliniken untergebracht sind, Rotationsvereinbarungen mit anderen Abteilungen im Haus. Informiere Dich da eingehender.

LasseReinböng
10.05.2013, 11:28
Ein Pflichtjahr in der Inneren gibt es nicht, weder für Radioonko noch für Nuk...wenn die Klinik nicht zu klein ist, gibts evtl. auch eine eigene Bettenstation und du hast den stationären Teil für den FA-Katalog abgedeckt.

Wenn du unbedingt ein klinisches Jahr durchziehen willst könntest du auch in der Neuro bleiben. Pneumonien, Harnwegsinfekte, Diabetes, zu befundende EKGs etc. pp. gibts da ja auch und den dollen Einblick in die Innere hat man auch nach einem Jahr nicht.

chondroklast
11.05.2013, 19:52
Ich bin seit ca. einem Jahr in einer Uniklinik -Strahlentherapie und kann von daher ein paar Infos beitragen.
- Für den FA Strahlentherapie kann man sich 1 Jahr Innere anrechnen lassen, man braucht ein Jahr Station im Ausbildungskatalog
-die meisten Strahlentherapien haben 1-2 eigene Stationen mit ca 15-40 Betten, hier wird jeder Anfänger eingesetzt werden...
- Strahlentherapie ist auf keinen Fall ein Patienten fernes Fach, ich muss täglich etwa in 70 Prozent der Arbeitszeit mit Patienten oder deren Angehörigen kommunizieren, d.h. ich bin momentan auf einer Station, aber in Ambulanzen bekommt man auch die meiste Zeit des Tages Patienten vorgestellt
- Routineaufgaben nimmt dir auch an einer Uniklinik keiner ab, d.h. ca. 3-10 BE im Durchschnitt (manchmal auch >15) sind nichts Außergewöhnliches, auch DKs legen, Flexülen(Viggos) oder gelegentlich Verbandswechsel usw. sind in der Strahlentherapie Alltag
- Man fängt als Neuling in der Regel auf einer Station an und kann ggf. nach ca. einem Jahr halbtags in die Ambulanz bzw. mit an die Geräte
-Überstunden sind auch in diesem Fach nicht vermeidbar, d.h mal 0,5-1,5 Stunden, oft kommt man auch vor 17 Uhr aus dem Haus...
- Wissen aus der Inneren Medizin, Neurologie und Chirurgie sind auch in unserem Fach von Vorteil, Blutdruck und Blutzuckereinstellungen, Transfusionen, Schmerztherapie und Ernährung muss man fast täglich anwenden
- Stellen kannst du bundesweit auch als Anfänger finden, ohne 1 Jahr Innere gemacht zu haben
- Falls du wirklich keinen direkten Patientenkontakt möchtest wäre Radiologie geeigneter
- man sollte mit dem Umgang mit schwerkranken/ todkranken Patienten in diesem Fach mental klar kommen, auch etwas Empathie sollte vorhanden sein...

Falls von Interesse, kann ich Dir Kontaktdaten für eine offene Anfängerstelle an einer Uniklinik in Mitteldeutschland zukommen lassen (eine nette Einarbeitung ist garantiert, d.h. mein Chef würde mich damit beauftragen...)!

SusiSorgenlos
12.05.2013, 15:34
Also,
ich habe erst 2,5 Jahre Innere gemacht und bin jetzt in der STrahlentherapie. Mir wurde aber gesagt, mir wird nur ein halbes Jahr von der Inneren anerkannt. Woher weisst du denn, dass es 1 Jahr ist. Wir haben auch eine Station, also wäre die Innere vorher nicht nötig gewesen. Ich finde es aber sehr hilfreich, da ich auch Hämato/Onko vorher gemacht habe, so dass ich mich mit Chemos und so auskenne....
An einer Stelle an eiener Uni in Mitteldeutschland wäre ich ggf auch nicht uninteressiert...:) Kannst du mir vielleicht nähre Infos schhicken?
Ach so...sonst gebe ich meinem Vorredner recht. Das Fach Strahlentherapie ist sehr patientennah....also wenn einem das nicht so liegt, dann würde ich mir überlegen, ob NUK nicht das bessere ist.

chondroklast
13.05.2013, 22:47
Das mit der Anerkennung von einem Jahr Innere war mir bisher so geläufig, zumindest wird ja auch 1 Jahr Strahlentherapie bei Wechsel in die Innere Medizin anerkannt. Nach 2,5 Jahren Innere bist du wahrscheinlich sehr begehrt in jeder Strahlentherapie... . Die paar Standard-RadiochemoTx und Erbitux- Gaben überblickt man jedoch schon innerhalb weniger Monate, es wiederholt sich ja ständig.
Ich sende Dir den Link auf die Stellenausschreibung mal als persönliche Nachricht.
VG

chondroklast
13.05.2013, 22:54
Hi,
hier der entsprechende Link...

http://www.med.uni-magdeburg.de/Stellenausschreibungen/Assistenz%C3%A4rztin__arzt+oder+Fach%C3%A4rztin__a rzt.html

Bei Bedarf kann ich Dir auch weitere Auskunft dazu geben.

VG

davemed
16.05.2013, 19:30
Hi,
ich arbeite seit gut 1,5 Jahren in der Strahlentherapie an einer größeren Uniklinik in Süddeutschland. Soweit ich weiß hat SusiSorglos Recht, 6 Monate Innere werden anerkannt (hingegen 12 Monate Radiologie oder Nuklearmedizin). Ich hatte auch länger mit dem Gedanken gespielt, ein Jahr Innere zu machen, habe das dann aber letztlich verworfen.
Die größeren Kliniken (nicht nur die Uniklinika) haben ja in der Regel eine Station, auf der man das Pflichtjahr absolvieren kann. Die Patientenversorgung ist dort im Prinzip internistisch-onkologisch mit der Ausnahme, dass die Patienten auch bestrahlt werden und z.T. spezifische Nebenwirkungen haben. Ansonsten ist da kein riesiger Unterschied. Und die Zytostatika/Biologicals, die eingesetzt werden, sind ja in der Strahlentherapie relativ begrenzt (Platin, Gemcitabine, Taxane, 5-FU/Capecitabine, Cetuximab, alles andere sind eher Raritäten). Dazu kommt noch, dass viele Strahlentherapien die Dienste auf der eigenen Station nicht selbst besetzen, d.h. die Internisten sind im Zweifelsfall nachts oder am Wochenende zuständig. Innere schadet im Sinne der "Allgemeinbildung" sicherlich nicht, aber zwingend nötig ist es nicht.

Ansonsten hat chondroklast absolut Recht, Strahlentherapie ist ein patientennahes Fach, sowohl auf Station, als auch in der Ambulanz. Der technische/apparative Teil ist zwar interessant und eine nette Abwechslung, aber im Verhältnis gesehen nimmt er wesentlich weniger Zeit ein als beispielsweise in der Radiologie.

Die Stellensituation sollte aktuell sehr gut sein.

Viele Grüße,
David

ralle
21.07.2013, 01:04
Ich greife den Thread jetzt einfach mal wieder auf:

Ich interessiere mich seit kurzem sehr für Radioonko/Strahlentherapie. Gerade WEGEN der Physik!

Hatte mich ziemlich auf Anästehsie oder Radiologie eingeschossen gehabt. Anästehsie war dann auch gerade das PJ-Wahlfach. War auch alles sehr nett, aber mich würde zZ die Strahlentherapie enorm interessieren. Daher ein paar Fragen/Gedanken:

- Umgang mit schwer kranken/palliativen Patienten (kann ich nicht ganz einschätzen wir gut ichs am ende vertragen. wird sich ggf zeigen)

- Stellenmarkt ist gut (?) Gibt es Dinge die es sich lohnt zu wissen? (Wo ists toll, wo weniger toll)

Komischerweise ist mir die Idee mit der Strahlentherapie erst im PJ gekommen, daher kann ich 0 Erfahrung (Famulatur/PJ) bei einem potentiellen Arbeitgeber vorweisen. Problematisch?

- Hat jmd mal etwas aus der Strahlentherapie in Basel gehört?

- Habt ihr den Eindruck, dass eure offiziellen Arbeitszeiten besser eingehalten werden als die anderen Fachrichtungen. (Wird ja häufig so angepriesen)

Und jetzt die wichtigste Frage für mich:

-Wieviel Physik ist's wirklich? Wir sehr wird euer Grips bei Bestrahlungsplanung oder ähnlichen Sachen gefordert? Machen das dann am Ende doch die MTRAs oder Medizinphysiker die in vielen Abteilungen sind?(also die phsyik-denkarbeit). Also mir ist natürlich vollkommen klar, dass man nicht zum Physiker wird, aber je mehr Physik desto besser (aus meiner Sicht). Wie realistisch ist das?


Viele Dank schonmal!

(Rechtschreibfehler dürfen behalten werden. Es ist 2 Uhr)

chondroklast
21.07.2013, 20:05
Ein paar Antworten/ Anregungen:
-Strahlentherapeuten behandeln hauptsächlich Krebspatienten, Ausnahmen sind Bestrahlungen gutartiger Erkrankungen z.b. eines Fersensporn mittels Orthovolt-Therapie oder die Bestrahlung nicht per DSA verschließbarer symptomatischer AVMs oder von Meningeomen. Unteschiedlich ist jedoch das Patientengut, d.h. Praxen bestrahlen Patienten in relativ gutem AZ (Mamma, Prostata, Rektum), welche ambulant zur Bestrahlung kommen können. Hingegen behandeln Kliniken für Strahlentherapie oft palliative Patienten, z.B. zerebrale Metastasen bei Bronchialkarzinom, Knochenmetastasen, Glioblastome usw. .

- Ob man mit Krebspatienten und Palliativ-Fällen umgehen kann muss man selbst entscheiden/ feststellen.

- Stellen gibt es in Deutschland bundesweit auch für Anfänger, dann beginnt man aber auf einer Station und kommt erst später an die Geräte in die Ambulanz. Das ganze Spektrum der Strahlentherapie findet man am besten an Unikliniken.

-Ich habe selbst mit dem Fach im Studium keinen Kontakt gehabt und bin erst nach dem Staatsexamen darauf gekommen. Wenn du ein wenig die Grundlagen der Stationsarbeit im PJ verinnerlicht hast und eine Einarbeitung gegeben ist, sollte der Einstieg nicht schwerer als in jedem anderen Fach sein.

- An Unikliniken gibt es schon mal Überstunden und einige Kliniken bestrahlen im Schichtsystem bis spät abends. An einigen Kliniken gibt es Präsenzdienste, an vielen nur Bereitschaftsdienste und Visitendienst am Wochenende. Personalschwache Kliniken haben diese Dienste teilweise an die Internisten abgetreten.

- In der Regel sind die Arbeitszeiten jedoch human im Vergleich zur Inneren/ Chirurgie usw....

- Der Arzt zeichnet in einem Planungsprogramm die Zielstruktur, z.B. den Primärtumor mit Lymphabflussgebiet sowie die strahlenempfindlichen Risikoorgane in ein Planungs-CT. Die Physik plant dann mit den Vorgaben wieviel Dosis im Bereich des Primärtumors ankommen muss/ soll z.b. 95-107 % und wieviel Dosis im Bereich der Risikoorgane ankommen darf. Ein Facharzt kontrolliert die Bestrahlungspläne der Physik und gibt wenn der Plan ok ist den Plan/ die Bestrahlserie frei.

- Angeblich gibt es Kliniken wo Ärzte diese Planung machen, was ich mir wenig vorstellen kann, da Fachärzte ein knappes Gut und Physiker mit Fachkunde eh besser spezialisiert sind.

- Von Bestrahlungstechniken, Strahlenwirkungen, Strahlenbiologie und notwendigen Dosen für die diversen Tumoren sollte der Strahlentherapeut jedoch Ahnung haben, spätestens zur Facharztprüfung...

- Als Anfänger brauchst du davon noch nicht viel zu wissen, das kommt mit der Zeit.

Beste Grüße

Schubbe
23.07.2013, 15:18
Wie chondroklast schon geschrieben hat wird die Bestrahlungsplanung (die technischen Aspekte werden von Medizinphysikern behandelt, die klinischen von den Ärzten) am Ende im Team abgesprochen und abgesegnet.

Zur Physik selber: Die ist nicht sonderlich schwer, wenn du nicht genau wissen willst, wie die Geräte funktionieren. Die Bestrahlungsplanung hat schon eher was von "Computer mach mal".

alex1
25.07.2013, 09:20
- Umgang mit schwer kranken/palliativen Patienten (kann ich nicht ganz einschätzen wir gut ichs am ende vertragen. wird sich ggf zeigen)

- Stellenmarkt ist gut (?) Gibt es Dinge die es sich lohnt zu wissen? (Wo ists toll, wo weniger toll)

Komischerweise ist mir die Idee mit der Strahlentherapie erst im PJ gekommen, daher kann ich 0 Erfahrung (Famulatur/PJ) bei einem potentiellen Arbeitgeber vorweisen. Problematisch?

- Habt ihr den Eindruck, dass eure offiziellen Arbeitszeiten besser eingehalten werden als die anderen Fachrichtungen. (Wird ja häufig so angepriesen)



Ich denke, die meisten dieser Fragen lassen sich gut klären in dem du einfach hospitieren gehst. Mit "Fr" ist vermutlich Freiburg gemeint, also gibt's sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz einige Kliniken in der Nähe, in denen du dich melden könntest. Versuch's mal einfach, dann kannst du sehen, ob du:
a) den Umgang mit den (oft) schwer kranken Patienten verträgst.
b) wie die Stellenlage ist
c) wie die Arbeitszeiten sind

Ich kann dir sagen, dass:
a) mehr als 50% der zu bestrahlenden Patienten "wenig" krank sind, weil sie relativ einfache Behandlungen bekommen, hauptsächlich trifft das für Mamma- & Prostata-Patienten zu. Und die Patienten mit gutartigen Erkrankungen sind in der Regel fit. Hinzu kommen auch andere relativ "einfache" Behandlungen, z.B. adjuvante/konsolidierende Therapien bei Sarkomen, Lymphomen, etc. Mühe hat man eher mit HNO, Bronchial, Ösophagus sowie die ganzen metastasierten Patienten. Und natürlich mit Kindern.
b) die Stellenlage sehr gut ist. Der Bedarf ist da und das Interesse seitens der Studiumabsolventen eher niedrig fürs Fach.
c) die Arbeitszeiten abhängig vom "Einsatzort" ist. In der Ambulanz ist es meistens entspannt (da sitze ich gerade um 10:00 ohne Patienten), in der Planung kann's oft stressig werden, auf Station auch. Nicht alle Kliniken betreuen allerdings stationäre Patienten, für den deutschen Facharzt ist jedoch Stationsarbeit Pflicht, da man auch unter anderem auch für Chemotherapiegaben verantwortlich ist. In der Schweiz ist es etwas anders. Die guten Arbeitszeiten sind auch der Grund, warum in den USA das Fach so beliebt ist. Lifestyle eben.




-Wieviel Physik ist's wirklich? Wir sehr wird euer Grips bei Bestrahlungsplanung oder ähnlichen Sachen gefordert? Machen das dann am Ende doch die MTRAs oder Medizinphysiker die in vielen Abteilungen sind?(also die phsyik-denkarbeit). Also mir ist natürlich vollkommen klar, dass man nicht zum Physiker wird, aber je mehr Physik desto besser (aus meiner Sicht). Wie realistisch ist das?
Wenig realistisch. Tut mir leid.
Physikarbeit ist zwar wichtig, aber du wirst nicht selbst den Plan rechnen. Du wirst auch nicht selbst die Qualitätssicherung machen. Das ist gar nicht deine Aufgabe. Falls du allerdings Physik-interessiert bist, ist es von grossem Vorteil für:
a) "Basteltherapien", z.B. Brachytherapie oder konventionelle Röntgentherapie. Dort arbeitet man oft etwas mehr "Freestyle" als bei der strengen 3D-Planung, wo alles am Computer berechnet wird. Physikalisches Denken ist hier wichtig.
b) Forschung. Ein Mediziner mit guten Physikkentnissen kann so manche technische Entwicklung vorantreiben.

ralle
12.09.2013, 13:11
Vielen Dank für die ganzen Antworten! Schön zu hören, dass der Stellenmarkt so gut ist!
Ich denke ich werde mir dann einfach mal diverse Kliniken per Hospitation anschauen. Dann kann ich hoffentlich bessre abschätzen wie sehr mir dieses FachgebSchön zu hören, dass der Stellenmarkt so gut ist!

Eine Frage noch: Ich kann mich nicht wirklich ausserhalb des Krankenhaus in der Praxis vorstellen. Habt ihr den Eindruck es ist realistisch in der Strahlentherapie längerfristig zb. als OA in der Klinik zu bleiben mit vertretbaren Arbeitszeiten? Auch an Forschung wäre ich sicherlich interessiert, sofern die work-life-balance erhalten bleibt.
Ich weiß, das ist sone dumme Standartfrage, aber der Kern der Frage ist wohl: Ist es wie in den anderen Fachrichtungen oder sind die Bedingungen hier vielleicht realistischer?
(Im Sinne von: ein OA muss vielleicht nicht so viele Nachdienste mit Anwesenheit machen wie z.B: in der Anästhesie wo es im Zweifelsfall im Sekunden geht)

Ich wollte mir dann in den nächsten Wochen einmal Göttingen und Mainz zum hospitieren anschauen. Meinungen, Anregungen und Tipps sind immer willkommen :)

(Ist Heidelberg mit seiner Gantry die deutsche Hochburg der Strahlenmedizin?)