Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "suboptimaler" Lebenslauf
Präpmaus
18.05.2013, 08:35
Derzeit ist es ja so, daß für 08/15 Stellen auf dem Lande der Lebenslauf, Abinoten und Examensnoten völlig egal sind. Wichtig ist nur, daß man keinen Eintrag im polizeilichen Führungszeugnis hat, gerne auch am Wochenende arbeitet und einen unbefristeten Vertrag unterschreibt.
Ausnahmen gibt es immer. Vor Jahrzehnten hatte sich ein Verwandter aus dem damaligen West-Berlin in München um eine leitende Position in einem Sicherheitsbereich bei einem Elektrokonzern beworben. Und damals wurde sogar nachgeforscht was er in den 4 bis 6 Wochen Urlaub so gemacht hat.... So war es damals, die hatten Angst vor einem Stasi Spitzel. OK, heute werden solche Personalüberprüfungen wohl nur noch erfolgen, wenn man in einem der topp Biowaffenlabors arbeiten will. Und wer will das schon :-)
patricia2013
19.05.2013, 12:40
das wird sich aber wahrscheinlich bald ändern, wenn man sich die absolventenzahlen und damals die AiP Diskussion vors Auge führt: http://de.wikipedia.org/wiki/Schweinezyklus
Kackbratze
19.05.2013, 13:22
Was wird sich ändern?
Der Arztmangel?
Die Sicherheitskontrollen?
Der Landarztmangel wird sich, Schweinezyklus hin oder her, nicht ändern, da es neben der vergleichsweise schlechten Bezahlung für viel Arbeit zusätzlich nicht genug Absolventen gibt.
Im Schweinezyklus geht es um ein schwankendes Angebot, was entsprechend die Nachfrage moduliert.
Landarztpraxen sind und bleiben "im Angebot", weil es a) zu wenig Ärzte gibt und b) zu wenig Ärzte gibt, die Interesse daran haben.
Wo da jetzt der Schweinezyklus eintreten sollte (explodierende Absolventenzahlen bei gleichbleibenden Studienplätzen oder explodierende Allgemeinmedizinerzahlen bei gleichbleibenden Weiterbildner-Zahlen oder explodierende Entlohnung bei Sparzwang im Gesundheitssystem) erschließt sich mir nicht ganz.
patricia2013
19.05.2013, 15:51
das hast Du aber nicht so ganz verstanden, Freundchen. ;)
2013: 80 Mio Ew.
2060: 60 Mio. Ew.
Es wird nach mehr Studienplätzen geschrieen. In Zeiten von AiP wurden diese gekürzt. Die Nachfrage wird in Deutschland sinken - obwohl es relativ und mittelfristig auch absolut mehr Alte geben wird - , weil die Ew.-Zahl abnimmt und die Erkrankungen erst in höherem Alter eintreten (Menschen bleiben länger gesund).
Kackbratze
19.05.2013, 16:27
Achso. Und dann werden "die Alten" und "die Jungen" also Zwangsumgesiedelt damit sie in medizinischer Reichweite bleiben? Oder wie löst man das Versorgungsproblem? Deutschland wird flächenmäßig nicht kleiner und die verbliebene Bevölkerung medizinisch anspruchsvoller.
Und ich ziehe den Hut vor Dir und der Politik, die dieses langfristige Problem der Ärzteschwemme um ca. 2060 herum jetzt schon angeht und langfristige Lösungen, wie einen Ärztemangel zu Zeiten der Patientenschwemme als Basis für weitere Maßnahmen sieht.
patricia2013
19.05.2013, 16:38
Achso. Und dann werden "die Alten" und "die Jungen" also Zwangsumgesiedelt damit sie in medizinischer Reichweite bleiben? Oder wie löst man das Versorgungsproblem? Deutschland wird flächenmäßig nicht kleiner und die verbliebene Bevölkerung medizinisch anspruchsvoller.
Und ich ziehe den Hut vor Dir und der Politik, die dieses langfristige Problem der Ärzteschwemme um ca. 2060 herum jetzt schon angeht und langfristige Lösungen, wie einen Ärztemangel zu Zeiten der Patientenschwemme als Basis für weitere Maßnahmen sieht.
Menschliche Fortpflanzung ist die Lösung des Problems.
Coxy-Baby
19.05.2013, 16:42
Menschliche Fortpflanzung ist die Lösung des Problems.
Wie man an einigen Beispielen sieht, nicht in jedem Fall.
Einfach größere Bevölkerung löst gar nichts und wenn wir schon im Jahr 2060 können wir ja mal einen Blick auf die prognostizierte Weltbevölkerung werfen......
das hast Du aber nicht so ganz verstanden, Freundchen. ;)
2013: 80 Mio Ew.
2060: 60 Mio. Ew.
Es wird nach mehr Studienplätzen geschrieen. In Zeiten von AiP wurden diese gekürzt. Die Nachfrage wird in Deutschland sinken - obwohl es relativ und mittelfristig auch absolut mehr Alte geben wird - , weil die Ew.-Zahl abnimmt und die Erkrankungen erst in höherem Alter eintreten (Menschen bleiben länger gesund).
Wahnsinn, was du alles weißt. Bist du Wahrsagerin? Oder glaubst du einfach alles, was du irgendwo mal gelesen hast?
Ich empfehle z.b. mal das hier zu lesen:
http://www.tagesschau.de/inland/demografiegipfel102.html
Die Vergangenheit lehrt, dass es niemanden gibt, der die Zukunft vorhersagen kann, das funktioniert weder beim Wetter noch beim Ärztemangel noch bei der Bevölkerungsentwicklung.
2060... da werden ja schon die in Rente gehen, die jetzt mit dem Studium beginnen und ca. 2020 auf den Arbeitsmarkt strömen.
Ich habe einmal Werte vom WS 03/04 (8320)
http://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?t=22380&page=6&p=748586#post748586
und vom WS 12/13 (8989) gefunden.
Noch ältere Werte, die weiter in den AiP-Zeitraum (1988 - 2004) fallen, habe ich nicht gefunden. Vielleicht belegst du uns die Aussage, dass Plätze abgebaut worden sind, einmal?
Ca. 2/3 der Studenten sind weiblich, was auch bedeutet, dass ein Teil der Ärzte (Ärztinnen) für eine Zeit fehlt, sei es Schwangerschaft, Elternzeit/Erziehungsurlaub (durchaus auch mehr als einmal im Berufsleben), Teilzeitarbeit. Auch wenn die absolute Zahl der Ärzte steigen sollte, so arbeiten nicht alle gleichzeitig und gleich viel.
http://www.aerzteblatt.de/archiv/59406/Arztberuf-Die-Medizin-wird-weiblich
Was ich eigentlich sagen will: Ich verstehe bzw. sehe keinen Zusammenhang mit dem wirtschaftlichen Schweinezyklus. Es gibt keine rasante Zunahme von Studienplätzen aufgrund irgendeines (vorübergehenden) medizinischen Ereignisses (Notwendigkeit). Nur dann würde es aufgrund der Zunahme von Ärzten und dem Wegfallen des Bedarfs zu einem Überfluss kommen. Die Menschen werden jedoch älter, leiden unter multiplen Krankheiten. Die Forschung bringt die Medizin voran, Diagnostik nimmt zu und es entwickeln sich Subspezialisierungen bzw. werden Fächer aufgeteilt: siehe Chirurgie. Ich kenne Chirurgen 40+, die sind einfach nur FA f. Chirurgie. Mittlerweile gibt es aber 8 Spezialisierungen (http://www.chirurg-werden.de/de/chirurgie/saeulen.html).
Und hier eine 146 Seiten starke Studie zur Alterstruktur und Arztzahlentwicklung
http://www.bundesaerztekammer.de/downloads/Arztzahlstudie_03092010.pdf
patricia2013
19.05.2013, 18:49
ok, dann lag ich wohl falsch. Wie fandet Ihr eigentlich Cascada gestern?
ok, dann lag ich wohl falsch. Wie fandet Ihr eigentlich Cascada gestern?
*völlig fasziniert den Kopf schüttel ob dieser Gedankensprünge*
Anne1970
19.05.2013, 19:03
*völlig fasziniert den Kopf schüttel ob dieser Gedankensprünge*
:grins: und derart zum Thema passend...
Relaxometrie
19.05.2013, 19:13
ok, dann lag ich wohl falsch. Wie fandet Ihr eigentlich Cascada gestern?
Was durchgängig in allen Deinen Fragen und Antworten auffällt, ist dieses ultra-kurz-Angebundensein. Musst Du irgendjemandem Nutzungsgebühr pro gedrücktem Buchstaben auf der Tastatur zahlen :-))
Deine einsilbige Kommunikationsstruktur ist höchst anfällig für Mißverständnisse und für eine Diskussion in einem Internetforum, wo die geschriebenen Worte das einzige sind, was man als Information bekommt, äußerst ungeeignet :-nix
ok, dann lag ich wohl falsch. Wie fandet Ihr eigentlich Cascada gestern?
Du glaubst doch wohl nicht, dass du dich so einfach zurückziehen kannst, nachdem du deine felsenfeste Meinung als Wahrheit verkauft hast, ohne dass sie Hand und Fuß hatte?
Präpmaus
19.05.2013, 20:29
...sind schlicht weg unmöglich. Und zwar deshalb, weil nicht alle relevanten Faktoren berücksichtigt werden können.
Und hier Beispiele aus den letzten 100 Jahren:
- "Spanische Grippe", die insbesondere junge Erwachsene (also auch viele Soldaten) betraf. Und dies hatte niemand vorhergesehen.
- Völkermord an ganzen Ethien wie Armenier, Juden, Roma und Sinti, Mayas in Guatemala. Wenn ich hier einige Volksgruppen nicht politisch völlig korrekt bezeichnet habe, bitte ich schon mal um Nachsicht. Ich bin kein Historiker. Es geht vielmehr um die Tatsache, daß ein Völkermord an Juden am allerwenigsten von Deutschen und Östereichern damals für möglich gehalten worden ist. Wenn überhaupt, wurde ein "Judenprogram" in Russland für möglich gehalten.
- Vertreibung der Deutschen aus den "Ostgebieten". Rachemorde an unschuldigen deutschsprachigen Kindern und Frauen z.B. in Brünn und Prag.
- Flächenbombardements ganzer Städte. Köln hatte am Ende des zweiten Weltkriegs noch 5000 Einwohner. Kriminelle Banden herrschten über ganze Stadtteile.
- Wirtschaftlicher Zusammenbruch in Rußland sowie Nachbarstaaten in den frühen 90ern.
- Drogenkrieg in Mexiko. Hier geht es nicht um Kino. Sondern um die Realität dort. Ich habe eine Mexikanerin kennengelernt, die mir sagte, daß von ihrer ehemaligen Schulklasse NIEMAND mehr in Mexiko lebt. - Deutsche Lehrer die dort hin geschickt werden, kommen regelmäßig nicht mehr nach den Ferien an die Schule zurück und flüchten zurück nach Deutschland. Da gibt es kein Leben wie in rosaroten Hochglanzurlaubsprospekten. Weitere Einzelkeiten zu schildern, würde hier zu weit führen.
- SARS, Schweinegrippe, Coronavirus.... Neue Krankheiten die entweder durch Mutation oder Übertragung auf den Menschen Seuchen verursachen. Bisher sind diese Ausbrüche - global gesehen - glimpflich verlaufen.
- "Arabischer Frühling", was ein ziemlich unpassendes Wort ist. Und diesen Aufstand hatte niemand vorhergesehen. Und wir sehen doch gerade was in Syrien läuft: Da werden sich unschuldige Opfer gesucht, nur um den internationalen Machtzirkus (u.a. Waffenindustrie) am laufen zu halten. Und dabei ist ein völlig egal, ob es sich um Alawiten, Christen, Sunniten u.a. handelt, für Mord bzw. Völkermord gibt es keine Rechtfertigung.
Und wie können wir uns sicher sein, dass all diese Grausamkeiten immer nur woanders ablaufen und nicht bei uns???
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