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daCosta
09.06.2013, 11:30
Mich würde da jetzt speziell interessieren warum du eher eine Uni empfehlen würdest an der es mehrere Fakultäten auf einem Haufen gibt? Gut, das ist ja bei genug Unis der fall, keine frage, mannheim ist da ja auch eher Ausnahme, aber was macht es für dich attraktiver?

München würde ich jetzt z.b. Nicht auf der Liste der Unis führen von denen man nur gutes gehört hat. Klar, nichts dramatisches so ich jetzt sagen würde "bloß nicht dahin" aber ich denke gerade bei einer so großen Uni ist es schon stark Geschmackssache :)

Bei uns hat man nur Kontakt und das auch sehr am Rande mit Biologen und Zahnis, finde es besser wenn man regelmäßig Studenten aus allen Fakultäten sieht. Erweitert den Blick über den Tellerrand.

elastic
09.06.2013, 11:47
Das ist Quark. WO man studiert hat, dürfte bei der Entscheidung zur Stellenbesetzung wirklich das allerletzte Kriterium sein. Viel wichtiger ist doch, ob du ins Team passt, ob du motiviert wirkst, vielleicht noch ob und was du geforscht hast (bei Unikliniken zumindest) und bei späteren Stellen dann, was du auf dem Kasten hast.

Du als Student hast absolut gar nichts davon, wenn deine Uni im Physikum auf Platz 2 statt Platz 5 steht...


So viel Quark ist das nicht. Eine Uni mit gutem Ruf hat nunmal einen guten Ruf. Das I-Tüpfchelchen sozusagen, und sicher kein Hauptkriterium, hab ich auch nie behauptet ;) Das Ansehen der Uni kommt ja nicht von irgendwoher.

Wie gut die Fakultät im Physikum abschneidet, sagt auch etwas über die Qualität der Lehre aus. Als Mannheimer Student hab ich weniger Schiss durchs Physikum zu fallen, als wäre ich an einer anderen Fakultät. Lernen muss man selber, aber die Qualität der Lehre spielt eine erhebliche Rolle dabei. Und die kann man u.a. auch an den Physikumsergebnissen messen, weil bei mehreren hundert Studenten nicht alle Überflieger sein können, da sind auch viele "Dummköpfe" dabei, um es überspitzt zu sagen.

daCosta
09.06.2013, 12:23
Ich kann nur Lava zustimmen.
Lediglich bei einer Vorauswahl, wenn es wirklich sehr viele Bewerber gibt könnte die Uni eine Rolle spielen.
Ansonsten zählt eher die Note des Hammerexamens und nicht des Physikums.
Und in Heidelberg ist auch nicht alles Gold was glänzt: Das letzte, was ich drüber gehört habe, ist dass es einige Fälle von Betrug bei Promotionen gibt.

elastic
09.06.2013, 13:03
ob selbst die Note des Hex was zählt!? Dann wohl noch eher Art, Thema und Note der Promotion.

Ich meinte eigentlich, anhand der Ergebnisse der Staatsex kann man abschätzen, wie die Lehre sein könnte.
An einer Fakultät, die sich mit hohen Durchfallraten brüstet so nach dem Motto "bei uns kommen nur die allerbesten weiter" wäre ich nicht gerne.

daCosta
09.06.2013, 13:12
Ja gibts das noch, dass man sich mit hohen Durchfallquoten brüsten kann?
Mir hat der Austausch mit Kommilitonen damals viel gebracht beim Einstieg für die Klausuren. Nach dem 2. Semester wusste man dann so ungefähr wie es läuft mit Lernen usw.

An unserer Fakultät wird seitens der Leitung immer sehr strikt nach
a) zyklischen Studenten (in der Regelstudienzeit)
b) azyklischen Studenten (haben ein Semester zuviel auf dem Buckel)

unterschieden. Azyklische Studenten sind tatsächlich weniger leistungsstark.

Das fließt auch grundsätzlich in die Statistiken mit ein (wie auch beim Hammerexamen).
Bei unserer Basisprüfung bestehen im Herbst 90% die Prüfung, wobei hauptsächlich zyklische Studenten teilnehmen.
Bei der Basisprüfung im Frühjahr bestehen ca. nur 50%, wobei nur azyklische Studenten teilnehmen.

Und mit dem Bestehen vom Hammerexamen ist es ja eh so eine Sache: 99-99,5% kommen durch.

elastic
09.06.2013, 13:15
das spricht doch für sich!

Muriel
09.06.2013, 13:22
Tolle Physikumsergebnisse kommen aber nicht selten dadurch zustande, dass absolut abartige Prüfungen in der VK gestellt werden, die ordentlich sieben, so dass nur sehr leistungsstarke Studenten weiterkommen, die dann auch ein gutes Physikum schreiben. Leute, die eher im Viererbereich im Physikum lägen, werden aussortiert. Aber ganz ehrlich, das ist für mich kein Gütekriterium, ganz im Gegenteil.

elastic
09.06.2013, 13:37
bei uns liegen die Durchfallquoten in den Hauptprüfungen i.d.R. immer unter 20%, oft auch unter 10%.

daCosta
09.06.2013, 13:50
Die Durchfallquoten sind bei uns sehr durchmischt.
Ziemlich hart sind die ersten beiden Semester (Zellbiologie, Biochemie etc): Teilweise bis 50%, aber man kann 2x wiederholen und dann bestehen vllt 70-80%. Die Durchfallquoten der Nachschreibeklausuren sind dementsprechend: 80-99%.
Da ist auch viel Umgewöhnen Schule auf Uni dabei.

Vom Semester 3-6 sind die Durchfallquoten so zwischen 10-30%. Wenn man die Nachschreibeklausuren dazurechnet bestehen bestimmt mehr als 90%. Ab hier gibts dann die Sonderrolle der azyklischen Studenten, die eben oft etwas leistungsschwacher sind.

Vom Semester 6-10 sind die Durchfallquoten sehr niedrig. In der Wiederholung schaffens dann eigentlich alle.

Bei uns kann man eine Klausur 2x im Semester wiederholen (1x ein paar Wochen direkt nach der Klausur, 1x am Ende der vorlesungsfreien Zeit). Insgesamt kann man die Klausuren 6x schreiben, dann wird man zur Verwaltung des Studiengangs zitiert woran es denn liegt. Bin in diese Situation aber nie gekommen. Hatte lediglich in den ersten beiden Semestern etwas zu wiederholen, und 1x nicht für eine (von 10) Blockpraktikumsklausuren gut gelernt, dann auch wiederholt.

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09.06.2013, 14:10
So viel Quark ist das nicht. Eine Uni mit gutem Ruf hat nunmal einen guten Ruf. Das I-Tüpfchelchen sozusagen, und sicher kein Hauptkriterium, hab ich auch nie behauptet ;) Das Ansehen der Uni kommt ja nicht von irgendwoher.

Wie gut die Fakultät im Physikum abschneidet, sagt auch etwas über die Qualität der Lehre aus. Als Mannheimer Student hab ich weniger Schiss durchs Physikum zu fallen, als wäre ich an einer anderen Fakultät. Lernen muss man selber, aber die Qualität der Lehre spielt eine erhebliche Rolle dabei. Und die kann man u.a. auch an den Physikumsergebnissen messen, weil bei mehreren hundert Studenten nicht alle Überflieger sein können, da sind auch viele "Dummköpfe" dabei, um es überspitzt zu sagen.

Bullshit.

Liliac
09.06.2013, 14:25
Warum ist das Bullshit, wenn man sich durch die Lehre an der eigenen Uni gut auf das Physikum vorbereitet fühlt?!
Ist schon klar, die Profs machen das nicht aus Gutherzigkeit sondern natürlich auch um einen gewissen nutzen aus dem Ranking zu ziehen, aber ist es so schwer zu Glauben, dass die Leute hier einfach versuchen uns so gut es geht auf as Physikum vorzubereiten, ohne dass irgendwer ausgesiebt wird?
Oder waren die Kommentare auf was anderes bezogen?

elastic
09.06.2013, 14:28
haha der Neid eines Kielers ;)

In Mannheim wird keiner mit Absicht ausgesiebt, die Dozenten sind motiviert und geben sich sehr viel Mühe uns gut vorzubereiten!

Liliac
09.06.2013, 14:41
Kann ich jetzt nach bald 2 Semestern auch nur so unterschreiben :)

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09.06.2013, 14:58
1) Das stete Wiederholen von Phrasen durch Student & Dozent, lässt sie nicht wahrer werden. - Soviel zu 'Elite/Reputation'.
2) Es gibt/gab Ortspräferenzen jenseits von Notendurchschnitt
3) Auch Kieler/Andere Unis können ihr Physikum/2. Ärztliche Prüfung in oberen/obersten Prozenträngen ablegen
4) Bei der Stellen-'Suche' hat sich niemand (!!) für Noten/Studienort-Reputation interessiert, eher für die Dissertation und
Teamfähigkeit/Privates ("Ach, Sie segeln auch?")
5) Der 'Reality-Check' kommt beim Arbeiten. NICHT vorher - wollte ich auch nicht wahrhaben, ist aber so.
6) Bis dahin habt ihr noch viel Zeit.

Gruß LOGO

Liliac
09.06.2013, 15:12
Ein einfaches "war nicht auf das Physikum sondern auf das Thema "Elite-Uni" und "Jobchancen" bezogen" hätte es auch getan :) ich würde mir nicht anmaßen aussagen über die Berufschancen zu treffen, deswegen hatte ich nachgefragt.

Dass man an anderen Unis auch sehr gute Examina schreiben kann steht doch außer Frage. Dass man sich an einer Uni mit guter Lehre freuen darf, dass man beim lernen von der guten Vorbereitung profitiert sollte doch aber auch akzeptierbar sein :)

Edit: ich hatte die Aussage von elastic zum Thema Elite-Uni auch eher mit einem Zwinkern verstanden. mag früher bestimmt anders gewesen sein und geht deswegen vllt auch vielen auf den Keks. Wollte allerdings nur mal festhalten, dass bei uns zumindest noch kein einziges Mal das Wort "Elite" seitens der Profs gefallen ist und wir Studenten uns eher mal darüber amüsieren. Wir werden auch nicht an Stühlen festgetaped und gezwungen alles auswendig zu kennen um die Elitären Physikumsergebnisse der Vorjahre halten zu können ;D Ums kurz zu machen kann man auch sagen, dass es hier einfach nicht Thema ist :D

][truba][
09.06.2013, 15:27
Jetzt mal ohne Mist, welchen Studenten interessiert eigentlich wie die (eigene) Uni im Physikum abschließt?

Mir war ziemlich egal ob Greifswald im letzten Sommer gut oder schlecht abschneidet.
Wichtig war mir, das ich es bestehe und dafür hab ich persönlich mich hingesetzt und gelernt.
Und ob da nun eine gute oder schlechte Lehre statt findet, war in dem Moment egal weil ich es ehh selber gelernt habe.

Ich weiß nicht wie gut die Lehre in Greifswald ist oder woran man das misst aber ich glaube mein Ergebniss hab ich zu den größten Teilen schon selber fabriziert.

LG Thomas

Logo
09.06.2013, 15:38
Ja Liliac, dass es Offtopic-Käse ist stand aber auch schon mehrfach im Subtext - wenn man aufmerksam las.
Außerdem hat sich mein heißgeliebter Kaffeevollautomat gerade verabschiedet - ich DARF angefressen sein :-)

Liliac
09.06.2013, 15:42
Na gut *tasse Kaffee für logo rüber schieb* dann ist das schon nachvollziehbar :D

War auch gar nicht böse gemeint, ich finde es nur immer so irritierend wenn in einem Forum irgendwie 3 Leute über 5 Themen reden und man sich nie sicher sein kann, ob das beim anderen so ankommt wie es soll :D wollte mit meiner Frage also nur sichergehen, ob ich auch wirklich was dazu sagen will oder ob ihr grad wo anders seid :)


Bei uns scheint es ein paar Leute schon zu interessieren. Aber dazu müsste erstmal erwiesen werden ob das Ergebnis mit der guten Lehre zusammenhängt oder doch an der Lage des Klinikums an nem Fluss oder so :) da ich keine Studiendazu kenne und ehrlich gesagt auch kein Interesse daran habe beschränke ich mich bei meinen Aussagen eben darauf, dass ich die Lehre gut finde und ich mich dadurch gut vorbereitet fühle. Vieles lernt man eben dann doch aus den Skripten oder Vorlesungen der Profs. das Physikum schreiben die für uns trotzdem nicht, auswendig im Kopf behalten muss ich es trotzdem alleine.

elastic
09.06.2013, 16:06
[truba][;1633738']Jetzt mal ohne Mist, welchen Studenten interessiert eigentlich wie die (eigene) Uni im Physikum abschließt?

Und ob da nun eine gute oder schlechte Lehre statt findet, war in dem Moment egal weil ich es ehh selber gelernt habe.

aber ich glaube mein Ergebniss hab ich zu den größten Teilen schon selber fabriziert.


seh ich anders. Mich interessiert es z.B. wie gut unsere Fakultät abschneidet.
Dass ich alles selber lerne, stimmt auch nicht. Durch die ganzen Prüfungen und die Art, wie wir den Stoff beigebracht kriegen, hab ich "passiv" viel gelernt. Wie ich das merke? Hab neulich online ein Physikum gekreuzt und es hätte gelangt. Das schiebe ich auf die Fakultät, nicht auf mein aktives lernen. Das beginnt erst Mitte Juli...

Absolute Arrhythmie
09.06.2013, 16:42
Also mich hat ehrlich gesagt beim auswählen meiner "Wunsch"-Unis bei der diesjährigen Bewerbung nur interessiert, dass der zukünftige Studienort mir nicht mein mühevoll in der Wartezeit aufgebautes Privatleben zerschießt. Reputation, Fiesikums-Durchfallquoten oder Dozenten/Studenten-Verhältnisse haben mich bislang wenig bis gar nicht interessiert.
Viel interessanter fand ich die Erreichbarkeit der Uni und der Uniklinik mit öffentlichen Verkehrsmittel, die bestmögliche Nähe zum jetzigen Wohnort und vllt noch die Attraktivität der Universiätsstadt.
Aber ich studiere ja noch nicht... :D