Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gehalt angestellter Facharzt für Allgemeinmedizin
vanilleeis
13.08.2017, 18:16
Gehalt soll auf vka-Niveau angepasst werden. Damit bist du ab 4.WBjahr über den 4800€. Ob du die dienstvergütungen einfordern kannst, weiß ich nicht. Ist vermutlich etwa hoch gepokert
Praia-do-Forte
22.06.2018, 05:55
Hallo,
ich wollte mal nachfragen ob es noch weitere Berichte zum Gehalt als angestellter (neu-) Facharzt für Allgemeinmed. gibt?
Bei mir ist das Problem dass meine Chefin auch gleichzeitig (und schon viel länger) meine Freundin ist sodass ich mich extrem schwer damit tue einen angemessenen Vorschlag zu machen.....
Sie hatte berichtet die Kollegen in der Gegend würden angelehnt an die KH-Tarife zahlen, aber ob Oberarzt- oder FA-Tarif ist ja z.B. auch schon mal ein Unterschied. Genaueres wollte sie mir nicht verraten sondern wartet darauf dass ich angebe wie viel ich haben will.... :-peng
med_in_1
22.06.2018, 16:03
Sie hatte berichtet die Kollegen in der Gegend würden angelehnt an die KH-Tarife zahlen, aber ob Oberarzt- oder FA-Tarif ist ja z.B. auch schon mal ein Unterschied. Genaueres wollte sie mir nicht verraten sondern wartet darauf dass ich angebe wie viel ich haben will.... :-peng
Ich denke es ist wie immer die Frage Angebot und Nachfrage -> gibt es neben mir viele andere, die das tun könnten (attraktive Großstadt) wird es schwerer sein, als wenn man der einzige fließend deutsch sprechende der letzten Jahre ist.
Ich als Praxisinhaber hätte bei so einem Gespräch spontan folgendes im Hinterkopf:
- KV - Sitz: Ist es ein wie auch immer geartetes Modell, wo ich mir mit dem Kollegen 1,0 Sitze teile und ich will mir noch ein Gehalt nehmen - dann wirds deutlich eger, als wenn ich 2,0 Sitze habe
- bei einer Situation, wo es wenige Bewerber gibt würde ich verhandeln: Niveau Oberarzt VKA (Begründung: Berechnungsgrundelage wie oben erwähnt, für eine dysfunktionell geführte Praxis kann der künftige Arbeiternehmer nichts - ergo nicht sein Problem -> unternehmerische Risiko trägt Unternehmer). Dazu: Ankopplung an Marburger-Tarifentwicklung, Vergütung Überstunden analog diesem Tarifvertrag. Gerade in der Grippezeit mit mehr Hausbesuchen sollte unbedingt auch die Mehrarbeit vergütet werden.... Dazu würde ich ein paar Extras holen, die, weil stark steuervergünstigt/frei dem Arbeitgeber wenig wehtun: Diensthandy, ggf. Dienstwagen oder zumindest Übernahme Benzin, Übernahme Kitabeiträge, 40 Euro Gutschein für XYZ jeden Monat, vermögenswirksame Leistungen, Übernahme Weiterbildungskosten etc.
Offen gesagt würde ich aber in einer Gegend, wo sich sonst keiner hinverirrt auch deutlicher höher pokern - wenn ich mir sehe, was ich mir monatlich an Gehalt gönne, dann erscheint mit ein OA Gehalt aber sehr bescheiden.
- KV-Dienst: die meisten Inhaber dürften froh sein davon ihre Ruhe zu haben - meine Meinung: Vereinbarung einer Mindestvergütung (50 Euro/Stunde ist bspw. in Nordsachsen ab 2.07.18 das garantierte Mindesthonorar) - bei mehr Einsätzen dann entsprechend den zusätzlich verdienten Betrag on top.
- Regress: Mir würde es sauer aufstoßen, wenn ich unterschreiben sollte, dass ich einen Mitarbeiter so gänzlich von Regressen entbinde - da wäre er sicher wenig motiviert sich bspw. an den hier bei uns güötigen Medikationskatalog zu halten - oder - nicht schlimmer - Physiotherapie sehr sehr restriktiv zu verschreiben -> Kompromiss: Inhaberfinanzierte Regressversicherung (meine Kostet jährlich im unteren 3stelligen Bereich) - und beide Seiten leben ruhiger.
Praia-do-Forte
24.06.2018, 10:00
Hallo med_in_1, danke für die ausführliche Antwort!
Wir werden einen zusätzlichen Sitz beantragen, die Chance ist nicht schlecht dass wir einen bekommen.
Das mit der Regressversicherung hatte ich noch nie gehört, da muss ich mal nachhören....
Meine Überstunden würde ich -wie zuletzt in der Übergangszeit- aufschreiben und zu anderem Zeitpunkt wieder abfeiern.
Wie sieht es aus wenn man sich Zusatzkenntnisse aneignet und diese als IGEL laufen? Wie habt ihr das geregelt?
Im aktuellen Ärzteblatt: angestellter Internist/Allgemeinmediziner in norddeutscher Pampa (na ja, Hamburger Speckgürtel, aber gut). 28h-Woche, 90.000 brutto. :-notify
Praia-do-Forte
25.06.2018, 05:49
Im aktuellen Ärzteblatt: angestellter Internist/Allgemeinmediziner in norddeutscher Pampa (na ja, Hamburger Speckgürtel, aber gut). 28h-Woche, 90.000 brutto. :-notify
Jooah, nice :-D
Das ist bei mir leider etwas ausserhalb des Rahmens.....
Warum? Bei den neurologischen angestellten Fachärzten um mich herum liegen die Einstigsgehälter in die Praxis vergleichbar im Bereich eines Oberarztgehaltes in der Klinik um ca. 85000 bis 90000€ Brutto für ca. 40h pro Woche...
Freunde hin oder her. Man sollte sich aber nicht unter Wert verkaufen. Alternativ flexible Anteile verhandeln. Wie sieht es denn mit der Privatliquidation aus?
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