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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Würdet ihr noch einmal die Wartezeit in Kauf nehmen?



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charmingbaer
25.07.2013, 09:03
Absolut!
Ich glaube, wenn ich zu Abizeiten gewusst hätte, dass ich erst mit 27 mein Studium beginnen kann, hätte ich wahrscheinlich was anderes studiert... Gab durchaus auch Studiengänge, die ich auch ganz interessant fand.
Als ich Abi gemacht habe war ich von 8 Wartesemestern ausgegangen, das wäre dann ein FSJ und 3 Jahre Ausbildung gewesen.
Nach dem FSJ habe ich mal 1 Semester tatsächlich was anderes studiert, weil mir das ganze so langwierig vorkam (Wartezeit und dann 6 Jahre Studium). Tja, nach wenigen Wochen war mir klar, dass das ein Fehler war ;-). Und trotzdem hätte ich letztes Wintersemester fast angefangem, Soziale Arbeit zu studieren, habe aber dann doch wieder einen Rückzieher gemacht, weil ich wusste, dass ich es irgendwann bereuen werde. Medizin ist einfach schon seit vielen Jahren mein Traum und so in meinen Kopf gebrannt, dass ich mich zwar kurzzeitig für andere Ideen begeistern konnte, nach wenigen Wochen aber wieder der Medizinwunsch im Vordergrund stand.
Von daher - wahrscheinlich hätte ich doch so lange gewartet :-D.

altalena
25.07.2013, 16:43
Also, ich finde, das ist schwer zu beantworten. Als ich mein Abi gemacht hab ('03), da war noch nicht so klar, wie lange ich warten werde. Ich glaube, die Zahl der WS stand damals so bei 3.... Insgesamt habe ich 10 WS sammeln müssen, hab in der Zeit mein FSJ und 'ne Ausbildung und n Praktikum gemacht und eigentlich nur 6 Monate irgendwie rumgeschimmelt. Deshalb kann ich meinen Vorrednern nur zustimmen: Die Zeit war cool, ich hatte Kohle (!!!!), hab mich nicht gelangweilt, hatte nette Menschen um mich rum, etc. Als es dann losging, hab ich mich natürlich auch gefreut wie 'n Schnitzel, aber ich habe die Wartezeit nicht wirklich als schlimme Zeit empfunden. Ich weiß aber nicht, wie ich heute drauf wäre, denn heute weiß man ja, dass man sich ab 'nem gewissen Abischnitt auf mindestens 6 Jahre Warten einstellen muss und hätte ich das vorher gewusst (auch, was meine 5 Jahre Wartezeit anging), weiß ich nicht, ob ich nicht mit 'nem anderen Studiengang begonnen hätte :-nix

labormyszka
31.07.2013, 13:19
Sehr schwierig zu beantworten... bei mir (Abi 2007) waren's damals 8 WS und so dachte ich: naja, nach Ausbildung und einem Jahr Tätigkeit kommste rein... Pustekuchen. Um mir nicht ewig vorzuwerfen ich hätte es nicht auch anders versucht habe ich auch den TMS gemacht (leider mit keinem gewinnbringendem Ergebnis) und mich 2x im Ausland beworben (1x EMS in Österreich und 1x hab ich's in Polen versucht und trotz zweiter Muttersprache war's nicht so einfach; ich hätt definitiv auch auf Polnisch studiert).

Zwischenzeitlich hatte ich mal überlegt Sprachen zu studieren, da mir Fremdsprachen bereits am Gymnasium sehr lagen.
Dann wär ich heut wahrscheinlich Dolmetscherin ;-)
Aber Medizin hat mich nie losgelassen...

Also wenn ich jetzt Abi machen würde und wüsste, ich muss mindestens 6 Jahre warten, dann würde ich wahrscheinlich etwas anderes studieren, was nicht wartezeitschädlich wär (Fernuni glaub ich oder halt eben im Ausland).

hangloooose
31.07.2013, 13:39
Ich könnte die Frage auch nicht konkret beantworten! (:

... mir kam die Zeit, abgesehn vom letzten Jahr nicht als Wartezeit im eigentlichen Sinne vor! Hatte zuerst ne Ausbildung als Immobilienkaufmann gemacht & anschließend eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Betriebswirt & Immobilienökonom. Der Wunsch Medizin zu studieren war bei mir in keiner Weise der große Kindheitstraum wie bei so vielen von Euch!

Habe dann während meiner Ausbildung und anschließenden Tätigkeit festgestellt, dass ich diese Tätigkeit aus diversen Gründen nicht lebtags ausführen möchte & mich dann mit alternativen beschäftigt, um festzustellen, dass ein Medistudium aufgrund meiner passiv angesammelten Wartesemester nicht mehr "so weit entfernt" ist...

Also um mal zum Punkt zu kommen, ich denke schon, dass ich den Weg noch einmal genauso gehen würde... nicht zuletzt, weil mir meine bereits abgeschlossenen Fort-/Aus-/Weiterbildungen eine gewisse Sicherheit bieten, selbst bei unerwartetem völligem Versagen nicht mit "nichts" dazustehen... (:

Auch wenn ich stark daran Zweifel, ob eine immobilienwirtschaftliche Qualifikation mit Schwerpunkt finance & controlling mich in einer medizinischen Disziplin großartig nach vorne bringen wird.. ;P

PrinzessinAmygdala
16.08.2013, 18:05
Wobei ich sagen muss, dass die Wartezeit rückblickend gesehen halb so schlimm war!

Nur immer zu den Bescheid-Terminen war ich etwas niedergestimmt, allerdings auch erst so ab dem zehnten Wartesemester. Davor hab ich das Thema einfach ignoriert.

Also wenn man - wie strodti ja auch sagte - einfach lebt, und nicht aktiv wartet und leidet, dann gehts schon.

Bei mir ist es exakt gebau so. Hatte auch zwischendurch meine Tiefpunkte. Hab an einer Uniklinik die Ausbildung gemacht und da hat man schonmal neidisch zu den ganzen Studenten rübergeschielt. Vor allen Dingen musste man auf dem Weg zur Pflegeschule immer an den YHörsälen vorbei. Aber mit den Jahten wird man gelassener und im Nachhibein geht die Zeit dann dich schnell um. Wenn ich nochmal alles erleben müsste, würde ich eher in der Schulzeit was verändern. Andere Schule, andere Abifächer etc.

Kas*
19.10.2013, 20:36
Wieso gehst du nicht nach Österreich? Da ist deine Abitur-Note egal und die Sprache ist auch gleich. Wenn ich könnte, würde ich sofort dorthin gehen, aber als Drittstaatsangehöriger bleibt mir diese Möglichkeit verwehrt, da ich eine Zulassung in Deutschland nachweisen und ich doppelte Studiengebühren bezahlen müsste. Ihr seid echt privilegiert diesbezüglich und ihr solltet diese Möglichkeit echt nutzen.

Natrissa
27.10.2013, 16:59
Ich stehe derzeit vor derselben Frage: Wartezeit in Kauf nehmen oder nicht.. Ich werde nächstes Jahr mein Abi haben, bin dann 28 (mache mein Abitur auf dem 2. Bildungsweg). Der Grund wieso ich überhaupt wieder zur Schule gegangen bin, war der starke Wunsch Medizin zu studieren. Mittlerweile frag ich mich allerdings, ob ich wirklich bis Mitte 30 auf einen Studienplatz warten will, um dann mit Anfang 40 fertig mit dem Studierne zu sein. Ich habe irgendwie das Gefühl so langsam mal vorankommen zu wollen mit meinem Leben. Werde mich jetzt auch intensiv mit der Frage auseinandersetzen. Die Meinungen sind ja anscheinend eher gemsicht, ob nochmal die Wartezeit in Kauf genommen werden würde.

Solara
27.10.2013, 17:26
Aktiv würde ich nicht warten, auch wenn mir mein Job gefällt.
Aber ich habe einen ähnlichen Verlauf wie relaxometrie hinter mir, aktives Warten gab es hier also nie.

EVT
28.10.2013, 14:31
natrissa, du hast doch noch ein jahr, um deinen schnitt zu pushen! u dann gibts noch tms, ham-nat etc.

milz
28.10.2013, 16:51
Ich habe auch "unbewußt" gewartet. Erst Zivi, dann KP-Ausbildung, und in den 4 bzw. 4,5 Jahren ist dann der Wunsch gereift noch Medizin studieren und es hat dann damals auch zum Glück trotz DN 2,3 gleich geklappt (vor 11 Jahren). Ich glaube bei 7 J. Wartezeit hätte ich eher Biologie studiert, aber dass war damals schon brotlose Kunst.

Natrissa
28.10.2013, 22:55
Danke, ich versuche auch nochmal alles zu geben, aber wenn ich dann bei der Tochter meines Chefs (arbeite nebenbei in einer Radiologie) mitbekomme, dass die mit einem Schnitt von 1,4 + TMS (kam somit auf 1,0) dieses Jahr keinen Platz bekommen hat, sehe ich schwarz :)

Muriel
29.10.2013, 08:50
Dann hat sie sich falsch beworben.

Colourful
29.10.2013, 11:27
Dann hat sie sich falsch beworben.

Ja, sonst macht das überhaupt gar keinen Sinn. Damit kriegt sie auf jeden Fall irgendwo in Deutschland einen Studienplatz.

Coxy-Baby
29.10.2013, 14:34
Es dürfte sich mal wieder um einen Bewerber Marke "Heidelberg only" handeln....

EVT
29.10.2013, 14:36
oder kaum informiert u daher an den falschen unis beworben, kenne ich auch einige, die dann jetzt rumheulen..

Cassy
29.10.2013, 15:01
Ich würde wieder warten; hab 2002 mein Abi gemacht und ging von zarten 6 Wartesemestern aus. Mit einer Ausbildung zur GuKP hätte das nahtlos funktionieren können. Hätte! Die Wartesemester stiegen nach oben und ich kraxelte ihnen mühevoll hinterher. Die Wartezeit bereue ich trotz allem nicht. Ich hatte in der Ausbildung Geld, Zeit für Freunde, musste nicht viel lernen und konnte mir im Krankenhaus zumindest anschauen, ob der Umgang mit Kranken überhaupt etwas für mich ist. Frustrierend waren wirklich nur wenige Momente, insgesamt war es trotz allem eine gute und lehrreiche Zeit. Und es war wirklich ein tolles Gefühl nach 5 Jahren Wartezeit endlich einen Studienplatz zu bekommen. Und dann kam der Dämpfer in der Vorklinik (zumindest für mich, Biochemie und ich waren uns nicht all zu sympathisch). Nebenbei Arbeiten um Geld zu verdienen war auch anstrengend, aber machbar.

Du musst dir überlegen: wenn Medizin dein wirklicher Traum ist, dann lohnt es sich auch noch mit 30 zu beginnen, denn die Jahre, die man dann noch bis zur Rente arbeiten muss sind doch recht viele; und solltest du deinen Traum nicht wenigstens versuchen zu erreichen, so kann eben dies die Frustration erhöhen und der tägliche Weg zur (Alternativ-) Arbeit und zur Rente wird unter Umständen ewig sein.

Also wie gesagt, ich würde es wieder machen :-)


Cassy, die in hoffentlich 48 Studen genau dieses Berufsziel erreicht hat

AySe88
29.10.2013, 22:15
Ich habe den Ausland-Weg genommen, nachdem ich 2 Jahre in De erstmal bisschen hin und her studiert und ne Ausbildung angefangen habe. Es war einfach alles nichts... Ich war immer frustriert, selbst die Ausbildung (als ATA) hat mich noch mehr runtergezogen, es war eine Qual, obwohl ich das Krankenhaus, die Patienten und alles drum und dran geliebt habe (ausser die Schwestern).
Ich habe mich dann in England beworben und habe dort ein Psychologie Studium angefangen. Ich bin jetzt mit dem Bachelor fertig und stehe wieder bei Null. Ich moechte nicht als Psychologin arbeiten und weiss genau das Med das einzige ist, was mich gluecklich machen wuerde.

Es ist natuerlich ganz nuetzlich etwas anderes zu studieren man ist halt akademiker aber es bringt nichts, wenn man nicht in diesem Beruf arbeiten moechte.
Ich finde eine medizinische Ausbildung viel nuetzlicher. Man verdient Geld, geniesst seine schoensten Jahre und das wichtigste man kann Erfahrungen sammeln, die man nicht an der Uni lernt. Man sollte sich nur geistlich etwas fit halten mit Chemie, Wissenschaftlichen Artikeln, etc...

charmingbaer
27.11.2013, 11:46
Nachdem nun 6 Wochen Studium rum sind, nachdem ich 7 Jahr auf meinen Platz gewartet habe, kann ich (bisher) sagen: JA, ich würde wieder warten!!! Ich bin immer noch extrem glücklich über meinen Platz, natürlich finde ich nciht alle Fächer toll und spannend, mein Enthusiasmus ist mir aber noch nciht verloren gegangen :-D

pieks
27.11.2013, 11:50
ich möchte Dich ja nicht frustrieren .. aber was aus unserem Beruf geworden ist, ist wenig spassig...

Aber vielleicht haben sich die Zustände - wenn Du den Beruf antrittst - zum Besseren gewandelt hoffend, aber nicht wirklich glaubend

pieks
Nachdem nun 6 Wochen Studium rum sind, nachdem ich 7 Jahr auf meinen Platz gewartet habe, kann ich (bisher) sagen: JA, ich würde wieder warten!!! Ich bin immer noch extrem glücklich über meinen Platz, natürlich finde ich nciht alle Fächer toll und spannend, mein Enthusiasmus ist mir aber noch nciht verloren gegangen :-D

charmingbaer
27.11.2013, 12:32
Natürlich sind die Zustände nicht besonders toll. Ich arbeite ja schon einige Jahre in der Pflege und erst vor ner Woche oder so hab ich mich mal intensiver mit den Ärzten genau darüber unterhalten und die waren eigentlich alle zufrieden und glücklich mit ihrem Job. Wahrscheinlich kommt es auch echt darauf an, wo man dann arbeitet. Ich habe eigenltich nicht vor, jeden Tag bis 19 Uhr in der Klinik zu bleiben oder so. Aber wie es in 6 Jahren ist, kann man kaum vorhersagen. HAbe schon das Gefühl, dass sich evtl noch was ändern könnte. Mal sehen.