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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stress Resilienz im Stationsmanagement



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Skeletor
03.08.2013, 12:16
Ich seh das halt so. Dann bin ich eben ein Duckmäuschen. Der Chef und alle meine Kollegen wissen was ich von dem einen Oberarzt halte, nur der halt nicht. Finde ich auch gut so. Die meisten denken genauso wie ich. Er ist zwar das totale Arschloch, aber er scheint mich zu mögen und lässt nimmt mich gern mit in den OP und lässt mich operieren. Und natürlich muss ich mich dann bei meinen Kollegen und daheim über ihn ausk... weil er mir so auf den ... geht. Die anderen Kollegen haben immer mal wieder widersprochen, die nimmt er fast nimmer mit und wenn dann dürfen die nix und bekommen ständig nur Anschiss. Gut, sie sind damit auch überhaupt nicht scharf drauf mit ihm in den OP zu gehen insofern haben wir uns alle gut arrangiert.



das nervigste finde ich sind kollegen die sich immer beschweren aber wenn es darum geht auch mal was zu machen haben sie schiss und schleimen auch noch

anignu
03.08.2013, 13:58
das nervigste finde ich sind kollegen die sich immer beschweren aber wenn es darum geht auch mal was zu machen haben sie schiss und schleimen auch noch
Solche haben wir nicht in unserer Abteilung :-)
Aber das kenn ich auch: so Abteilungen wo jeder irgendwie der Meinung ist dass der andere zu wenig tut und wo sich alle in An- und Abwesenheit der anderen beschweren, dass die anderen so wenig tun... ja, schon nervig.
Dabei muss man doch zusammenhalten als "kleine Assistenzärzte". Ist ja schon genug was von oben kommt, braucht man nicht noch sich gegenseitig...

Skeletor
05.08.2013, 11:52
Solche haben wir nicht in unserer Abteilung :-)
Aber das kenn ich auch: so Abteilungen wo jeder irgendwie der Meinung ist dass der andere zu wenig tut und wo sich alle in An- und Abwesenheit der anderen beschweren, dass die anderen so wenig tun... ja, schon nervig.
Dabei muss man doch zusammenhalten als "kleine Assistenzärzte". Ist ja schon genug was von oben kommt, braucht man nicht noch sich gegenseitig...


ja so abteilungen kenn ich auch...

anignu wie motivierst du dich denn dazu mit einem bescheuerten vorgesetzten zusammenzuarbeiten?

firstdayofwinter
18.08.2013, 15:05
Hm, ich erwarte schon Anschiss, wenn ich was verbockt habe, und dazu zählen im Kleinen eben auch Fehler in Briefen, die den Brief möglicherweise vollkommen unlogisch erscheinen lassen, mein alter OA hat mir immer die ganzen Briefe zurückgeschickt mit der Begründung, dass die Epikrise nicht ausreichend/vollständig ist oder nicht in sich schlüssig, da bin ich nur froh drüber, dass er es gesehen hat und mir das richtig beibringt. Klar nervt es wenn man eh schon viele Briefe schreibenn muss und dann noch ein paar korrigieren, aber mein Fehler halt, kann ja nicht erwarten dass andere die ohne mein Wissen immer gerade bügeln.

Andererseits bin ich gegen den Spruch "nicht geschimpft ist genug gelobt", wenn der OA alles scheiße an einem findet, hat er viell. trotzdem keine Lust alles was er scheiße findet (eben alles) zu beanstanden, sondern regt sich eben über ein paar Dinge auf, die ihn gerade besonders nerven. Wenn er aber nicht alles scheiße findet, das so nicht sagt und sich auch nur gerade über die Dinge aufregen, die ihn besonders nerven, dann zeigt er ja genau das selbe Verhalten. Was ich damit sagen will ist, dass ab und zu ein kontruktiver Kommentar wie "Sie machen das schon ganz gut" gerade bei jungen Assis vielleicht schon ganz angebracht ist, damit die wissen, dass sie nicht alles verbocken und nur zwischendurch ein paar besonders blöde Fehler machen, sondern tatsächlich manchmal zum Wohne des Patienten und Entlastung der Kollegen beigetragen haben, so wie sie es tun sollen.

Von meiner jetzigen OÄ bekomme ich weder noch :-D sie mault rum jenachdem wie sie gelaunt ist (also warum Sie das macht haben kann ich ja nicht verstehen!) und gibt auch nie einen positiven Kommentar ab oder konstruktive Kritik, da merke ich schon wie wertvoll sowas ist. Wenn ein OA nicht vollkommen am Ende ist wär ich echt froh wenn er mal sowas machen würde, wär doch auch nciht sooooo einen schlimmen Stress für ihn oder?

anignu
19.08.2013, 12:23
anignu wie motivierst du dich denn dazu mit einem bescheuerten vorgesetzten zusammenzuarbeiten?

Mei, schwierig. Auf der einen Seite mit Durchhalteparolen, dann lern ich ja doch was, dann sind zumindest die Kollegen nett... Passt schon. Nicht für ewig aber passt schon.


Mir sind noch ein paar Dinge von wegen Arztbriefen eingefallen. Da war ich letztens auch mal wieder faul und hab einfach Copy-Paste gemacht. Hat mich fast eine Stunde Erklärungen und Diskussionen mit meinem Briefkontrolleur gekostet. Man sollte Sachen halt einfach genau reinschreiben. Nicht nur "Thrombozytose" sondern "Reaktive Thrombozytose nach totaler Splenektomie am..." damit jeder weiß dass es normal ist und abgeklärt und sich nach ein paar Wochen wieder von selbst gibt. Oder dieses "V.a. Pneumonie" sollte man auch mit "V.a. pneumonische Infiltrate rechter Oberlappen" umschreiben. Dann weiß jeder dass es zumindest irgendeine Bildgebung gibt, man eine Richtung vermutet und es nicht nur ein "Leukos stiegen und mir fiel nichts besseres ein". Wobei mit letzterem kann man sich auch schon wieder in die Nesseln setzen, denn pneumonische Infiltrate sind keine Diagnose und haben daher in der Diagnosenliste nichts zu suchen... Egal... Ich bin mal gespannt wie ich dann in 10-20 Jahren als Oberarzt dann bin ;-)