Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Versicherungen, Altersvorsorge und CO



Seiten : 1 2 [3] 4

DrSkywalker
21.05.2014, 18:25
Ich krame das mal raus, da ich versicherungstechnisch nicht so wirklich bewandert bin.:D

Heute war ich bei meinem Versicherungsberater zwecks Berufshaftpflicht und Rente.
Das einzige was m.E. sinnvoll erschien war die KlinikRente Plus, mit dem Nachteil, dass die bei einem AG Wechsel evtl. nicht weiterlaufen kann.

Macht es Sinn zusätzlich zum Versorgungswerk noch die KlinkRente zu nutzen oder ist es sinnvoller ggf. mehr ins Versorgungswerk einzubezahlen ?

Mein Plan sieht so aus:

- Sobald ich im Versorgungswerk bin, werde ich wohl die private BU kündigen (sehr teuer durch Risikozuschlag).In BaWü gibts da wohl keine Wartezeiten.
- Lasse mir vom Versorgungswerk mal meine Rente berechnen
- evtl. KlinkRente zusätzlich
- Rechtsschutzversicherung habe ich (bei Eintritt in einen Berufsverband ggf. kündigen)
- Haftpflichtversicherung (Privat + Beruf ) habe ich

Hab ich was vergessen ? Hat jemand Verbesserungsvorschläge ? :-)

LG
Lizard


Warum will eigentlich jeder zweite sein Hartverdientes den Versicherungskonzernen mit teuren "Berater"provisionen und Verwaltungskosten in den Rachen werfen? Wenn man zusätzlich vorsorgen möchte kann man doch freiwillig mehr in die Ärzteversorgung einbezahlen. Hier ist das Geld 100% besser aufgehoben als bei MLP und Co... Eine private Rentenversicherung hat noch jeder bereut, zumindest wenn er am Ende mal überschlagen hat und sich dann gefragt hat, wo 30 % seines Geldes hingekommen sind....

Lizard
21.05.2014, 18:42
Jo, des wegen frag ich doch nach, da hier offensichtlich einige Leute mehr davon verstehen als ich.:-keks

Miss_H
21.05.2014, 18:55
Aussage unseres Ökonomie Profs: "Wenn sie irgendwann mal irgendwas mit ihrem Geld machen wollen, dann gehen sie zur Verbraucherberatung. Dort müssen 100 Euro pro Stunde Beratung bezahlen, weden dafür aber auch unabhängig beraten. Kostenlos gibt es nichts im Leben."

test
23.05.2014, 21:13
Bei der Klinikrente Plus muss man abwägen, wie wahrscheinlich es ist, dass man möglichst lange in einem Betrieb arbeitet, bei dem diese fortgeführt werden kann. Je länger (am besten mind. 10 Jahre, besser deutlich länger) desto sinnvoller ist sie.

Ich wäre vorsichtig pauschal zu empfehlen mehr Geld ins Versorgungswerk zu stecken. Ich habe es mal durchgerechnet, wie hier die Rendite für mich ausfallen würde und habe davon Abstand genommen. Ich würde ehrlich gesagt keine Form einer zusätzlichen privaten "Rentenversicherung" empfehlen. Man hat ja schon Versorgungswerk und meist Zusatzversorgung (pflicht). Wenn man eine private BU will, kann man sich eine Kopplung überlegen, hat aber vor und nachteile. Die Rendite, die unterm Strich bei all diesen Rentenversicherung übrig bleibt, ist einfach erbärmlich, wenn man es mal von vorne bis hinten durchrechnet. Da mache ich lieber was produktives mit meinem Geld ;)
Meine persönlichen Favoriten für die private zusätzliche Vorsorge sind Fondsparpläne und/oder Immobilien. Aber auch hier natürlich nicht Risikolos ;)

Maggy22
19.10.2014, 16:18
Die meisten Versicherungen sind ohnehin überflüssig. Und in diesem Fall spreche ich nicht einmal von der Hochzeitsrücktrittsversicherung. Ich meine vielmehr solche wie eine Rechtsschutzversicherung (http://www.rechtsschutzversicherungen-testberichte.de/). Denn in der berufsbedingten Haftpflichtversicherung bietet sich der Rechtsschutz automatisch. Denn unberechtigte Forderungen werden ohnehin abgewehrt. Auch die Anderen Versicherungen im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung und der privaten Altersvorsorge sind nicht notwendig, da die Versorgung im berufsständischen Versorgungswerk grundsätzlich doch sehr gut ist.

Thunderstorm
29.10.2014, 16:16
Da ich jetzt keinen extra Thread im PJ-Forum eröffnen möchte, frage ich einfach mal hier:

Ich stehe gerade vor der Wahl, welche Privat- u. Berufshaftspflichtversicherung ich für das PJ wählen soll.

Möglichkeiten
- Personalisierung der bestehenden Hartmannbund-Versicherung -> Nachteil: man muss im 1. Assistenzarztjahr dort Mitglied bleiben
- MLP: bietet eine kostenlose Versicherung des HDI mit höherer Deckungssumme im Bereich der Berufshaftspflicht an -> Vorteil: läuft automatisch zu Beginn der Assistenzarztzeit aus (max. 12 Monate nach dem Examen) und man kann wählen, ob man dort weiter versichert sein möchte oder nicht.
- Marburger Bund? Da habe ich noch keine Infos dazu

Wer kann mir also die Vor- u. Nachteile der im PJ kostenlosen Privat- u. Berufshaftpflichtversicherungen nennen?
Mir fehlt hier entschieden der Überblick...

Ach ja: muss man als Assistenzarzt in einem der Berufsverbände sein oder ist das freiwillig und falls ja, gibt es da "Vergünstigungen" bzgl. der nötigen Versicherungen, wenn man im PJ dort schon versichert war? Was kosten die Berufsverbände (HB, Marburger Bund) eigentlich und was bringen sie für einen Vorteil, wenn man Mitglied ist?

Fragen über Fragen... - aber hier gibt es bestimmt "Wissende" - hoffe ich zumindest!

Elena1989
29.10.2014, 16:22
Da ich jetzt keinen extra Thread im PJ-Forum eröffnen möchte, frage ich einfach mal hier:

Ich stehe gerade vor der Wahl, welche Privat- u. Berufshaftspflichtversicherung ich für das PJ wählen soll.

Möglichkeiten
- Personalisierung der bestehenden Hartmannbund-Versicherung -> Nachteil: man muss im 1. Assistenzarztjahr dort Mitglied bleiben
- MLP: bietet eine kostenlose Versicherung des HDI mit höherer Deckungssumme im Bereich der Berufshaftspflicht an -> Vorteil: läuft automatisch zu Beginn der Assistenzarztzeit aus (max. 12 Monate nach dem Examen) und man kann wählen, ob man dort weiter versichert sein möchte oder nicht.
- Marburger Bund? Da habe ich noch keine Infos dazu

Wer kann mir also die Vor- u. Nachteile der im PJ kostenlosen Privat- u. Berufshaftpflichtversicherungen nennen?
Mir fehlt hier entschieden der Überblick...

Ach ja: muss man als Assistenzarzt in einem der Berufsverbände sein oder ist das freiwillig und falls ja, gibt es da "Vergünstigungen" bzgl. der nötigen Versicherungen, wenn man im PJ dort schon versichert war? Was kosten die Berufsverbände (HB, Marburger Bund) eigentlich und was bringen sie für einen Vorteil, wenn man Mitglied ist?

Fragen über Fragen... - aber hier gibt es bestimmt "Wissende" - hoffe ich zumindest!

Also, ich habe leider keine Ahnung, aber mir wurde damals im Beratungsgespräch zu der Hartmannbund Versicherung gesagt, dass ich die ganz normal nach dem PJ kündigen kann? Ich weiß also nix davon, dass man da noch ein Jahr bleiben muss. Kann jetzt leider auch nicht nachschauen, was in den Utnerlagen steht, die sind in meiner Unistadt, aber das wär mir echt neu...

Thunderstorm
30.10.2014, 12:28
Könnte mir jemand zeitnah meine o.g. Fragen beantworten? Ich muss mich in den nächsten Tagen entscheiden und da wären unabhängige Infos sehr gut :-)

Shizr
30.10.2014, 13:41
Ach ja: muss man als Assistenzarzt in einem der Berufsverbände sein oder ist das freiwillig und falls ja, gibt es da "Vergünstigungen" bzgl. der nötigen Versicherungen, wenn man im PJ dort schon versichert war? Was kosten die Berufsverbände (HB, Marburger Bund) eigentlich und was bringen sie für einen Vorteil, wenn man Mitglied ist?
Muss man selbstverständlich nicht. Du bist Pflichtmitglied der örtlich zuständigen Ärztekammer, wo du arbeitest.

MB, Hartmannbund und all die Fachgesellschaften sind vollkommen freiwillig.

Marburger Bund und Hartmannbund bieten diverse Serviceleistungen an, beim MB der Klassiker ist die kostenlose arbeitsrechtliche Beratung, z.B. prüfen die MB-Juristen deinen Arbeitsvertrag, ob da irgendwelche üblen Fallstricke drin sind.
Ansonsten gibt es etliche Gruppenverträge bei Versicherungen etc., eine relativ gute Sammlung findest du auf deren Webseiten.

http://www.hartmannbund.de/de/leistungen/service/
http://www.marburger-bund.de/mitgliederservice

Was die Beiträge angeht:
MB: 198€ / Jahr (zumindest in NRW/RLP)
Hartmannbund: http://www.hartmannbund.de/uploads/Downloads/2014_Beitragsordnung.pdf


Wichtig beim MB ist natürlich auch, dass jedes Mitglied die Verhandlungsposition bei Tarifabschlüssen stärkt. Und wenn man sich anschaut, wie viel der MB in den letzten Jahren da erreicht hat...
(btw, wenn ich's richtig im Kopf habe, kann man den MB-Mitgliedsbeitrag steuerlich geltend machen.)

][truba][
26.12.2016, 20:14
Ich hole den Thread hier mal aus der Versenkung.

Fragen über Fragen beim Berufsstart...

1. Ich habe vor dem Studium schon eine Ausbildung gemacht und 2 Jahre Vollzeit gearbeitet. Auch während des Studiums im Nebenjob einen geringen Anteil zur DRV gezahlt. Habe also mehr als 60 Monate dort eingezahlt. Zum Berufsstart lasse ich mich ja nun von der DRV befreien.
- Ich kann es mir nicht mehr auszahlen/übertragen lassen, richtig?
- lasse ich das jetzt einfach auf sich beruhen und bekomme dann im Rentenalter einfach den Betrag der mir im letzten Schreiben mitgeteilt wurde?
Was mach ich jetzt?

Ich habe bei (anscheinend fehlender Weitsicht oder schlechter Beratung) damals eine Riester Rente abgeschlossen. Während des Studiums habe ich die ruhen lassen. Aber Ärzte sind eigentlich nicht Riesterförderungsfähig sofern ich das jetzt richtig gelesen habe, oder? Die Fragen hier sind eigentlich die gleichen wie oben. Was mach ich jetzt am klügsten?

Sollte ich die Entgeldumwandlung, nach der im Personalfragebogen gefragt wird, abschließen? Sind diese auch bei Arbeitgeberwechsel "mitnehmbar"? Fand private Vordsorge in Form von Diversifizierungen am Aktienmarkt immer interessanter aber mein Vater meinte, es wäre auch ne Überlegung wert.

Joar, das war es erstmal. Vielen Dank!

Matzexc1
26.12.2016, 23:24
[truba][;1972518']

Ich habe bei (anscheinend fehlender Weitsicht oder schlechter Beratung) damals eine Riester Rente abgeschlossen. Während des Studiums habe ich die ruhen lassen. Aber Ärzte sind eigentlich nicht Riesterförderungsfähig sofern ich das jetzt richtig gelesen habe, oder? Die Fragen hier sind eigentlich die gleichen wie oben. Was mach ich jetzt am klügsten?


Riester kannst du vergessen, Ärzte sind nur im Ausnahmefall berechtigt.
Ich empfehle dir das ganze rückabwickeln zu lassen oder zu kündigen, das hab ich dieses Jahr mit meiner gemacht, hast du die nach Studiumsbeginn abgeschlossen?

Ist die Entgeltumwandlung sowas wie eine Betriebsrente? Ich hab sowas an einem BG Haus mal gehabt,wenn man weniger als 3 Jahre am Haus war konnte man sich die Beiträge auszahlen lassen. Aber von einer Mitnahmemöglichkeit hab ich nichts gehört. Erkundige dich mal bei der Personalabteilung

][truba][
26.12.2016, 23:30
Nein, schon während der Ausbildung/Arbeit abgeschlossen. Im Studium dann ruhen lassen.

FirebirdUSA
27.12.2016, 13:03
DRV gibt bei 60 Monaten einfach eine zusätzliche Minirente.
Riesterrente: war zu diesem Zeitpunkt klar, dass du evtl Medizin studiert? Wenn ja ist es aus meiner Sicht Fehlberatung, d.h. Rückabwicklung und ggf dir entstehende Verluste trägt derjenige der dir die Versicherung verkauft hat. Hier ggf Anwalt zur Rate ziehen.

Heerestorte
07.01.2018, 23:35
Ich grabe die Kiste hier mal aus:

Was haltet Ihr von Bausparverträgen? Ja? Nein?
Oder lieber in andere Sachen wie Index Fonds/ETF investieren?

Ich sehe mich in den nächsten 10-20 Jahren nicht bauen/Eigentumswohnung kaufen, vermutlich sogar nie,
sondern würde das Geld zur Renovierung des Elternhauses nutzen, welches ich irgendwann mal erben werde.
Außerdem werde ich auch sehr wahrscheinlich die nächsten 10-15 Jahre nur zur Miete wohnen.

Cliff100
08.01.2018, 05:57
Bausparverträge? Da kriegst du doch aktuell nix für. Gerade geguckt: Magere 0,1%. Da machst du eher pro Jahr 2% Verlust durch Inflation, Gebühren (Abschlussgebühr von ca 1% der Bausparsumme (!) und Kontoführungsgebühren, die über den Zinsen liegen dürften. Und die Zinsen fürs Darlehen liegen dann auch bei nicht allzu niedrigen 2,5-3% (effektiv). Nene, ich glaube da gibts momentan sinnvollere Anlageformen. In 5 Jahren mag das aber wieder ganz anders aussehen (Falls es höhere Zinsen geben sollte).
Bei risikobehafteten Anlagen an der Börse/ in Fonds: Geld aufteilen in viele verschiedene Anlagen, so verteilst du das Risiko.

Brutus
08.01.2018, 08:41
Aus Fehlern lernt man ja bekanntlich. Vorsicht, wenn der AG im Arbeitsvertrag eine Zusatzrente anbietet, die teil des Entgelts ist, jedoch nicht über den AG oder eine ZVK läuft. Bei war es ein privater Träger, die Zusatzrentenversicherung lief über die Condor als arbeitgeberfinanzierte Zusatzrente. Als mein Arbeitgeber nach knapp 2 Jahren pleite war, sollte ich erst die Beiträge privat weiterzahlen in der Insolvenz, was ich Gott sei Dank nicht getan habe. Und als der Laden dann wirklich dicht gemacht hat, kam das böse Erwachen. Anspruch hab ich nicht auf die Rente, da nicht 5 Jahre eingezahlt wurde. Das Geld bekomme ich aber auch nicht wieder, weil arbeitgeberfinanziert. Der Arbeitgeber kriegt es auch nicht, weil ja evtl. doch irgendwelche Ansprüche existieren. Die Versicherung kann es auch nicht nutzen. Es versinkt also im Nirvana des Versicherungskonzerns...
:-kotz

anignu
08.01.2018, 13:56
@Brutus: wow. Spannend wie dann letztlich doch immer die Konzerne gewinnen.
Aber hättest du die Zusatzrente auch ablehnen können? Also dass du das Geld dann direkt bekommen hättest? Ich bin immer Freund von "erstmal haben" und nicht diese komplizierten "erstmal weglegen, aktuell steuerlich irgendwie gut, später in 30 Jahren steuerlich unbekannt und Verzinsung auch unbekannt".

Ansonsten: Bausparer würde ich aktuell auch nicht machen. Meine Bausparer sind nun alle gekündigt (worden) weil sie noch im Bereich von 4-5% Guthaben-Verzinsung waren. Die Bausparkassen machen halt einfach auch was sie wollen. Rentiert es sich für sie nicht mehr kündigen sie die Verträge. Ich bin da inzwischen eher auf dem Trip: selber machen. Selbst anlegen, selbst wechseln, selbst kündigen. ETFs sind gefühlt irgendwie am Sichersten, Index Fonds je nach Auslegung auch nicht schlecht, gibt da sicherlich noch deutlich mehr Varianten. Kannst ja auch in Immobilien selbst investieren, wennst schon bissl Geld auf der Seite hast. Aber Bausparer würde ich grad nicht mehr abschließen.

OhDaeSu
08.01.2018, 20:01
ETFs sind gefühlt irgendwie am Sichersten, Index Fonds je nach Auslegung auch nicht schlecht

Denke er meinte das als Synonym.


Kannst ja auch in Immobilien selbst investieren, wennst schon bissl Geld auf der Seite hast.

Also am Ende hat er dann marginale Sichteinlagen und eine Immobilie. Klumpenrisiko anyone?

Brutus
08.01.2018, 21:28
@Brutus: wow. Spannend wie dann letztlich doch immer die Konzerne gewinnen.
Aber hättest du die Zusatzrente auch ablehnen können? Also dass du das Geld dann direkt bekommen hättest? Ich bin immer Freund von "erstmal haben" und nicht diese komplizierten "erstmal weglegen, aktuell steuerlich irgendwie gut, später in 30 Jahren steuerlich unbekannt und Verzinsung auch unbekannt".
Leider nicht. Das war im Arbeitsvertrag Teil meines Gehalts. Ähnlich wie die KZVK oder ähnliche Versicherungen. 4% des Entgelts werden als Zusatzrente gewährt. Anbieter kann ich frei auswählen.
Dumm ist halt nur, wenn der Schuppen eben nach 1,25 Jahren in die Insolvenz geht...

Rettungshase
14.01.2018, 11:58
Hat jemand "Finanzberatung? Nein Danke!" von Borkner-Delcarlo gelesen?