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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vergütung als ärztlicher Ersthelfer



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Kyutrexx
26.08.2013, 21:00
Na, das ist doch das Aller-Aller-Allerwichtigste!!!!!
Leider scheint das nicht nur im Cartoon vorzukommen ...

Eine Bekannte erlitt am Strand mal einen Unfall. Sie bekam mit voller Wucht ein Segel gegen den Schädel und fiel sofort um wie ein nasser Sack.
Als sie aufwachte, fragte sie der Sani vor Ort so ziemlich als erstes nach ihrer Krankenkassenkarte und - damals noch - nach den 10 Euro!

Nurbanu
26.08.2013, 21:11
@Bratze :-top

da gab es doch mal einen schönen Rippenpreizercartoon mit der Priorität des Einlesens der Krankenkassenkarte beim Notfall.

Dieser Cartoon ist das Septemberbild vom Wandkalender 2013 :-))

Sind wir doch nicht alle ein bisschen Juristen?

Ein Mann erkundigt sich beim Rechtsanwalt nach den Gebühren für eine Rechtsauskunft.

"1500 Euro für drei Fragen" antwortet der Rechtsanwalt.

"Ist das nicht verdammt teuer?" fragt der Mann.

"Ja" erwidert der Rechtsanwalt. "Und wie lautet Ihre dritte Frage?"

:D

John Silver
27.08.2013, 15:45
Die Empfehlung, sich einen anderen Beruf zu suchen, ist gar nicht so abwegig.

JJ*
27.08.2013, 16:03
Wie gesagt, Zugänge und Infusionen keine Frage. Untersuchung und grobe Diagnosestellung meinetwegen auch.Als medizinstudierender Rettungsdienstler muss ich mich da mal kurz einschalten, denn eine (orientierende) körperliche Untersuchung und grobe Diagnosestellung gehört selbstverständlich zum Alltagsgeschäft eines Rettungsassistenten - der überwiegende Anteil aller Einsätze findet ohne Notarzt statt und besteht trotzdem nicht nur aus einladen und abfahren. Zugänge und kristalloide Infusionslösungen gehören in vielen Rettungsdienstbereichen ebenfalls zum Standardgeschäft, für das man kein NEF bestellt, genau wie ausgewählte andere Maßnahmen (G40 beispielsweise). Das System ist an vielen Standorten ja so schon nah an der Grenze des machbaren was die Gestellung von Notärzten angeht.

Feuerblick
27.08.2013, 16:07
@JJ: Weiß ich, war selbst RettSan während des Studiums. Daher habe ich das auch weiter oben schon als eigentlicher "Job" des Rettungsteams beschrieben und einen Arzt dafür als nicht notwendig angesehen. Infusionen waren bei uns damals eher zwiespältig als "kann man machen, muss man nicht, wenn der Doc sowieso auf der Anfahrt ist" deklariert. Daher könnte man das noch als ärztliche Leistung stehenlassen, für den Rest hätte man den Arzt aber erst mal nicht gebraucht ;-)

JJ*
27.08.2013, 16:15
War auch nicht explizit auf dich bezogen, trotz des Zitats ;-)
Bezüglich invasiver Maßnahmen ist das nach meiner Erfahrung irgendwie auch eine Generationenfrage.

Feuerblick
27.08.2013, 16:16
Das kann gut sein. :-)

Pupskopf
27.08.2013, 16:42
Als medizinstudierender Rettungsdienstler muss ich mich da mal kurz einschalten, denn eine (orientierende) körperliche Untersuchung und grobe Diagnosestellung gehört selbstverständlich zum Alltagsgeschäft eines Rettungsassistenten - der überwiegende Anteil aller Einsätze findet ohne Notarzt statt und besteht trotzdem nicht nur aus einladen und abfahren. Zugänge und kristalloide Infusionslösungen gehören in vielen Rettungsdienstbereichen ebenfalls zum Standardgeschäft, für das man kein NEF bestellt, genau wie ausgewählte andere Maßnahmen (G40 beispielsweise). Das System ist an vielen Standorten ja so schon nah an der Grenze des machbaren was die Gestellung von Notärzten angeht.

Sorry, natürlich macht ihr das aber es gehört eigentlich nicht zu eurem Aufgabenfeld, die Diagnostik meine ich. Bei uns versuchen die Rettis auch immer mit ihrem wissen zu punkten, oft geht das aber ziemlich durcheinander. Z.b. Patientin micht verdacht auf eine mediale schenkelhalsfraktur "Steinmann II positiv"??? Sonst ist die standarddiagnose bei unseren rettis auch immer mediale schenkelhalsfraktur bei patienten die gefallen sind und immer sagen sie dann "bein verkürzt und nach außen rotiert" leider auch bei patienten wo eben das bein nicht verkürzt und nach außen rotiert ist. die gehen einfach schon von einer diagnose aus und nennen dann das passende symptom ohne den patienten untersucht zu haben.

Lava
27.08.2013, 16:46
Oder sie übergeben den Patienten als "Hüftprellung" obwohl das Bein sehr wohl verkürzt und außenrotiert ist. Auch immer wieder super finde ich die Diagnose "Schenkelhals" bei liegender Hüft-TEP :-oopss

Feuerblick
27.08.2013, 16:49
Letztlich ist der Job ja auch nicht, die korrekte Diagnose zu stellen sondern 1. festzustellen, ob akute vitale Gefährdung besteht, 2. festzustellen, ob man für den Transport einen Akademiker braucht und 3. festzustellen, wie man den Patienten lagert und transportiert. Dafür wird man ausgebildet. Der Rest ist die Kür, die halt nicht alle beherrschen...

anignu
27.08.2013, 16:56
Ich hätte mal gesagt was die Rettungsdienstler machen hängt vor allem vom Landkreis ab. Zumindest hab ich im Rettungsdienst die Erfahrung gemacht...
In einem Landkreis gibts Anschiss wenn der Notarzt eintrifft und die Viggo liegt noch nicht, im anderen gibts Anschiss wenn sie liegt. In darf man schonmal Novalgin geben, im anderen besteht die häufigste Notarztindikation in "Analgesie" und das bei so lala Schmerzen.

Erdbeermond
27.08.2013, 17:00
Im Rettungsdienst stellt man aber auch keine Diagnose, sondern eine Verdachts- oder Arbeitsdiagnose. Ein Patient wird bei uns immer mit V.a. Schenkelhalsfaktur oder z.A. Schenkelhalsfaktur im Krankenhaus abgegeben. Mehr kann man auch schlecht machen, hat ja keiner Röntgenaugen da draußen.

JJ*
27.08.2013, 17:22
Gesegnet sei die Arroganz unfehlbarer Ärzte. Weils da ja auch nicht solche und solche gibt. :-oopss

Peter_1
27.08.2013, 17:59
Unfehlbar sind nur Chirurgen, alles andere: Kroppzeuch.
Die Arroganz der Kliniker lässt erfahrungsgemäß schnell nach wenn die auch mal aus ihrer kuscheligen Geräte-Labor und konsiliarabgesicherten Höhle rausmüssen in eine Otto Normalwohnung und nur mit rudimentären Mitteln Medizin und Diagnose machen sollen. Leider machen viele diese Erfahrung gar nicht... Schade eigentlich...

JJ*
27.08.2013, 19:38
:-dafür

ehem-user-19-08-2021-1408
01.09.2013, 00:49
Kann mir auch vorstellen, dass die jeden Tag aufs neue angekotzt sind, wenn sie kommen müssen, weil mal wieder jemand zu viel gesoffen hat - während sie in dieser Zeit nicht für ernshafte Notfälle zur Verfügung stehen (Herzinfarkte, Schlaganfälle - das volle Programm eben).

Sorry offtopic aber:
- Einer der sich vollsäuft und umfällt, kotzt dich an?
- aber einer der jeden Tag 3 Packungen Kippen raucht und einen Herzinfarkt erleidet, den behandelst du mit Engelshänden?

Kyutrexx
01.09.2013, 08:33
Nein.

Mir gehen alle Leute gegen den Strich, die für ihren Zustand definitiv selbst verantwortlich sind.

Kackbratze
01.09.2013, 08:40
Also 90% der Patienten?

Feuerblick
01.09.2013, 08:43
...dann bist du falsch im Job... :-nix Die eine Hälfte ist selbst verantwortlich, die andere Hälfte konsultiert dich wegen Befindlichkeitsstörungen. Viel Spaß mit dem selbstgewählten Beruf :-))

Kyutrexx
01.09.2013, 08:46
Passt schon.
Wir Menschen gehören eben zu den minder intelligenten Spezies im Universum.

Vermutlich haben wir noch keinen Kontakt mit anderen Zivilisationen, weil DIE sich denken: oh man, was für ein Planet voller Vollpfosten.