Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Chancen auf attraktive Assistenzarztstelle als Zweitstudent?
Kyutrexx
05.09.2013, 16:51
Augen auf ...
wenn man sich auf ein Spezialgebiet fixiert hat
Das ist der wichtige Punkt.
Und auf dem Gebiet das ich beackert habe, war da nix neues mehr zu lernen. Nur noch neue Urteile.
Ich sags nochmal: welche Steigerung ist bei ner Erfolgsquote von 100% noch drin?
Wüsste jedenfalls nicht, dass man über 100% an Fällen gewinnen kann.
Daher wurde die Arbeit irgendwann gewissermaßen sinnlos.
Unsere Mandanten waren zwar hochzufrieden, aber dennoch.
Hab dann auch noch in etlichen anderen Rechtsgebieten Fälle bearbeitet, mit ebenso gutem Erfolg, aber es hat nicht wirklich Freude bereitet.
schlimm schlimm, bei dir kann man echt Aggressionen bekommen.
es ist immer wieder beeindruckend wie wenig man von deiner Lebenserfahrung wirklich zu lesen bekommt.
deine Haltung bietet mir jeder 18 jährige der mit seinem frisierten Golf und gerade frisch erworbenen führerschein dröhnend durch die Straßen fährt...:-kotz
Herzkasperl
05.09.2013, 16:58
Ich sags nochmal: welche Steigerung ist bei ner Erfolgsquote von 100% noch drin?
Was hat man Dir denn da auf den Tisch gelegt? Mahnverfahren? Verkehrsunfälle?
Kyutrexx
05.09.2013, 17:11
Was hat man Dir denn da auf den Tisch gelegt? Mahnverfahren? Verkehrsunfälle?
Mahnverfahren. Da muss ich schmunzeln.
Die haben sie bei uns die "Neuen" machen lassen, die erstmal in die Arbeit finden sollten.
Nein ...
Alles rund um Vertragsrecht: Arbeitsvertragsrecht, Kaufrecht, die Sparte Online- und Medienvertragsrecht sowie Versicherungsvertragsrecht.
Hab die Verträge entworfen und anschließend in Absprache mit den Mandanten fertiggestellt.
Die Vertretungsvollmachten unserer Kanzlei waren so aufgebaut, dass für alles, was nicht vor Gericht geht, prinzipiell gar nicht die Arbeit eines Anwaltes erforderlich ist.
Das haben wir irgendwann kurz nach meiner Ankunft dort geändert.
Das Haftungsrisiko mir die Arbeit zu übertragen lag dabei bei den Anwälten.
Naja und was natürlich noch die logische Folge des Vertragsrechtes ist: Zivilrechtsverfahren, die aus Vertragsverletzungen erwachsen.
Vieles lief dankenswerterweise über Urkundenprozesse, sodass die Chefs nur noch ihre Unterschrift druntergesetzt haben.
Die, wo man vor Ort bei Gericht sein musste, hab ich komplett fertig gemacht und dem vertretungsberechtigten Anwalt nur noch gesagt, was er vortragen muss.
Das hatte sich nach ner Weile ziemlich gut eingeschliffen.
Allerdings konnte ich ne Menge Verfahren auch gleich von Beginn an abwenden, indem ich mich mit der Gegenseite gütlich geinigt hab.
Naja, nachdem das dann über viele Jahre halt bei jedem Fall gut lief, wurde es alsbald langweilig und ich hab mir ein paar neue Themen gegriffen: (internationales) Steuerrecht, Bilanzrecht, Verwaltungsrecht (ironischerweise inklusive diverser Studienplatzklagen) und später dann noch Sozialversicherungsrecht.
Als ich mit letzterem anfing wusste ich dann schon, dass ich Medizin studiere und hab die ganzen Fälle ärztlichen Berufsrechtes, die Kunstfehlerfälle und dergleichen übernommen.
Hab dann später auch noch in andere Rechtsgebiete reingeschnuppert.
War halt ne riesige Kanzlei mit mehreren Niederlassungen. Gab dort halt Anwälte und ReFas.
Ich kam per purem Zufall dort rein und irgendwann lief es dann halt so, dass ich mir die Arbeit aussuchen konnte, indem in den wöchentlichen Sitzungen abgesprochen wurde, was an neuen Fällen da ist und ich die Möglichkeit hatte mir auszusuchen, was ich mir davon rausgreife.
Das ist mit Sicherheit NICHT normal in einer Anwaltskanzlei.
Normalerweise laufen da Anwälte und Nicht-Anwälte komplett ihre eigenen Wege.
Es war auch nie meine ABSICHT in die Juristerei zu gehen.
Bin da eigentlich als Praktikant hingekommen und es stellte sich sehr schnell raus, dass ich das ziemlich gut beherrsche.
Die Firma hat mir dann alsbald Stück um Stück etliche juristische Kurse bezahlt, die ich jeweils nebenbei von zu Hause oder abends absolviert hab und einige der Anwälte haben mich regelmäßig in 1:1 Sitzungen weitergebildet.
War schon ne coole Sache.
@Laelya: soso ... auf Erfolg steht also neuerdings eine Strafe?
Insbesondere auf solchen, den man sich selbst erarbeitet hat?
Gut zu wissen.
IrgendeinDoc
05.09.2013, 17:35
@irgendeinDoc: mit welcher Begründung hast du denn deinen Platz ergattert. Ich bin auch Juristin (36 Jahre) und leider mit (immerhin 6 Punkten) dieses Jahr gescheitert. Kannst mir ja mal ne PN schicken, wenn du die Sache hier nicht breit treten willst. Würde so gern dann wenigstens nächstes Jahr anfangen können.
Gruß advomed
@ advomed
Ich bin rein formal nicht als Zweitstudienbewerber, sondern als Wiedereinsteiger zugelassen worden, da ich schon einmal ein paar Semester Medizin studiert habe. Über die Zweitstudienquote ist es als Jurist - denke ich - sehr schwierig, eine Zulassung zu kriegen.
IrgendeinDoc
05.09.2013, 17:41
Tja, offenbar hast du noch nie in einer Kanzlei gearbeitet.
Dann wüsstest du, dass es da eine deutlich breitere Streuung gibt als nur Anwalt und Helfer.
Ich hab jedenfalls in meiner Arbeitszeit nie irgendwelche Helfertätigkeiten durchgeführt, sondern eigenständig gearbeitet - während die Anwälte meine Arbeit nur noch abgezeichnet haben. Das machen Anwälte übrigens nur dann, wenn sie wissen, dass die Arbeit gut ist. Also halt mal wieder die Luft an, bevor du dir bei dem Versuch den Mund aufzureißen das Kiefergelenk ausrenkst.
Das klingt alles nicht sehr glaubwürdig. Was willst Du eigenständig in einer Kanzlei für rechtliche Arbeit ausgeführt haben, wenn Du gar kein Jurist bist? Vor allen Dingen gibt es auch noch studentische Hilfskräfte, Praktikanten, Referendare und wissenschaftliche Mitarbeiter, die alle Jura studieren oder bereits das erste Examen haben. Bevor da eine angelernte Hilfskraft juristisch arbeiten darf, gibt es also noch reihenweise Personen unterhalb der Anwaltsebene, die über mehr juristischen Sachverstand verfügen. Die einzige Ausnahme wäre, wenn Du als BWLer im Steuerrecht tätig wärst.
IrgendeinDoc
05.09.2013, 17:45
Ich hab in dem Bereich in dem ich tätig war alles gelernt, was man lernen konnte.
Da kann man als Volljurist ja wirklich nur einen Lachanfall kriegen. Als Jurist hat man niemals alles gelernt. Das zeigt sich spätestens in den Staatsexamina. Da Du diese offenbar aber ja nicht abgelegt hast, kannst Du diesbezüglich wirklich nicht mitreden.
Da kann man als Volljurist ja wirklich nur einen Lachanfall kriegen. Als Jurist hat man niemals alles gelernt. Das zeigt sich spätestens in den Staatsexamina. Da Du diese offenbar aber ja nicht abgelegt hast, kannst Du diesbezüglich wirklich nicht mitreden.
Am Besten nimmst du das alles nicht so ernst, was er da schreibt...
Absolute Arrhythmie
05.09.2013, 21:11
Der ist doch eh ein Troll.
Double-Bubble
05.09.2013, 21:19
Denkst du, dass du mit diesen Geschichten deinen Beiträgen hier im Forum mehr Gewicht verleihst?...Dem ist nicht so!
Oder brauchst du wirklich diese Anerkennung von irgendwelchen usern in einem anonymen Internetforum? Sagen dir deine Freunde und Bekannte etwa nicht oft genug, was für ein toller Hecht du doch bist?
Denkst du, dass du mit diesen Geschichten deinen Beiträgen hier im Forum mehr Gewicht verleihst?...Dem ist nicht so!
Oder brauchst du wirklich diese Anerkennung von irgendwelchen usern in einem anonymen Internetforum? Sagen dir deine Freunde und Bekannte etwa nicht oft genug, was für ein toller Hecht du doch bist?
Auf diese weise wurde es schon versucht :-nix
Vergeblich
Double-Bubble
05.09.2013, 21:55
:-)...na dann!
Ich seh es schon vor mir wie Kyutrexx jeden zweiten Satz mit "Denny Crane" beendet :D
Akute Psychose? Oder habe ich einfach zu viel gelernt? :-wow
Nur komisch, dass man schon über 1000 Beiträge hat. Naja, zum Lachen vorm schlafen hat's gut gereicht :-))
ich bin mal gespannt, was er jetzt dazu schreibt :-)
Zurück zum Thema. Ich erinnere: "Chancen auf attraktive Assistenzarztstelle als Zweitstudent". Den Rest klärt per PN oder macht ein neues Thema auf.
Gruß, Strodti
Moderator Medi-Learn Foren
Dr. Cox M.D.
15.09.2013, 20:32
Warum reden wir hier über Juristen, und dürfen uns detailliert über ihren Arbeitsalltag (unfreiwillig) informieren lassen.
Zum Thema: Unabhängig vom Alter ist es jedem möglich innerhalb der PJs in seinem Bereich sich zu beweisen und Kontakte zu knüpfen.
Es ist doch wie überall die gleiche Sache... Haste deinen Fuß in der Tür.... (usw. ja ja.. es gibt 5 € ins Phrasenschwein). Ich für meinen Teil versuche gerade in der Schweiz Türen zu meinen Gunsten einzutreten. Es sieht ganz gut aus. Aber ob es klappt werde ich sehen. Ich bin sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss, aber die Hoffnung stirbt zu letzt. ;-) (Also drückt mir also die Daumen :-) )
Ob der Halbgott in Robe (Namen habe ich vergessen.. Ky irgendwas) in seiner mittlerweile nach eigener Aussage vollständigen Weisheit soweit kommt, bleibt abzuwarten bzw. aus meiner Sicht zu bezweifeln.
M. Cremaster
07.11.2013, 10:03
Zum Thema Chancen auf dem Arbeitsmarkt für "Ältere"
Bin auch Zweitstudent mittlerweile 36 und kurz vorm Abschluss.
1 Bewerbung 1 Zusage Wunschstelle Anästhesie in großer
Süddeutscher Stadt. PJ Kontakte sind natürlich immer gut,
Das wäre auch mein plan B gewesen.
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