Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ohne Geruchssinn Arzt werden?
_Anosmia_
23.09.2013, 19:49
@epeline
Ich gebe Dir Recht, medizinisch wird man das vermutlich viel differenzierter betrachten können... :)
Was hat es denn mit den stechenden und ätzenden Sachen auf sich? Und was hat das mit dem Physikum zu tun?
Espressa
23.09.2013, 20:08
Also als Augenarzt kommst du auch ohne Geruchssinn klar.
(Ist ganz nebenbei sowieso das coolste Fach überhaupt...)
:-)
_Anosmia_
23.09.2013, 20:15
@Espressa
Danke Dir. :) Da ich aber ja noch nicht mal angefangen habe und die Medizin soooo ein weites Feld ist, mag ich mich darauf noch nicht festlegen.
Komme gerade wirklich ins Grübeln, da ja offensichtlich sogar bei Chirurgie der Geruchssinn eine Rolle spielt... :(
Absolute Arrhythmie
23.09.2013, 21:04
@Espressa
Danke Dir. :) Da ich aber ja noch nicht mal angefangen habe und die Medizin soooo ein weites Feld ist, mag ich mich darauf noch nicht festlegen.
Komme gerade wirklich ins Grübeln, da ja offensichtlich sogar bei Chirurgie der Geruchssinn eine Rolle spielt... :(
Hä? Es haben dir doch alle hier geschrieben, dass du keine Bedenken haben musst :)
Nessiemoo
23.09.2013, 22:44
@epeline
Ich gebe Dir Recht, medizinisch wird man das vermutlich viel differenzierter betrachten können... :)
Was hat es denn mit den stechenden und ätzenden Sachen auf sich? Und was hat das mit dem Physikum zu tun?
Stechende/ ätzende "gerüche" stellen eben einen Schmerzreiz dar und werden durch einen anderen Nerv übertragen als alle anderen echte Aromen. Ist so ne Sache das fast jedes Jahr im Physikum abgefragt wird ;).
Also: Es kann sein, dass es manchmal was bringt als Arzt was zu riechen - aber ehrlich - bei den Paar von Patienten in deiner Karriere bei denen was nützt, wo du auch jemanden anderen fragen kannst - immer! gegen alle Vorteile von nicht riechen - es ist echt kein Grund nicht Medizin zu studieren, wenn du es spannend findest!
MediJulia
24.09.2013, 07:16
Vorteile gibt es im Krankenhaus durchaus, wenn man nichts riechen kann :-))
Allerdings würde ich behaupten, daß die Nachteile sowohl im medizin-fernen Leben, als auch in der Medizin, diese Vorteile überwiegen. Der Geruchssinn als Gefahrenmelder (Rauch, Gas) fällt flach, und im medizinischen Bereich kommt noch die fehlende Möglichkeit der "Geruchsdiagnose" von Infektionen hinzu. Im OP fehlt einem die Möglichkeit, den übertriebenen Einsatz des Elektrokauters zu riechen, und die Geruchs-Diagnose am offenen Bauch bei diversen viszeralchirurgischen Notfällen ist auch nicht gegeben. Was sagen die hier anwesenden Viszeralchirurgen zu dem Thema?
Insgesamt behaupte ich jedoch, daß man auch ohne Geruchssinn Arzt werden kann.
Nachtrag: Das stimmt, die fehlende Möglichkeit, eine Ketoazidose und eine Alkoholfahne zu riechen, ist durchaus nachteilig. Aber letztlich ist man selten alleine an einem Patienten tätig. Wenn die ärztlichen Kollegen und das Pflegepersonal wissen, daß Du nichts riechst, können die Dich ja auf die Geruchsdiagnose hinweisen.
Ich vermute, Anosmie Bedenken beziehen sich auf diesen Beitrag. Obwohl auch hier steht, dass es am Ende egal ist und man trotzdem studieren kann.
Es haben hier so viele geschrieben, dass es geht und nur selten einen Unterschied macht und dann fragst du einfach deine Kollegen, die ebenfalls mit dem Patienten zu tun haben.
Mach dir nicht so viele Gedanken und studier einfach Medizin, wenn du dich dafür interessiert - egal welche Fachrichtung du später machen willst, deine Auswahl ist dadurch nicht eingeschränkt.
Nehmen wir mal an jemand hat schlimmes Schnupfen, der wird auch nicht für 1-2 Wochen zwangsbeurlaubt. Hygienische Aspekte mal außer Acht gelassen.
Das schreit doch quasi danach, dass du später mal Gerichtsmedizin machst ;)
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