Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Medizinstudium und Pendeln
kartoffelbrei
21.10.2013, 21:34
Die Vorteile des Pendelns kennst ja du am allerbesten, deswegen geh ich mal nur auf die Nachteile ein... ;)
Ich bin zwar nur zwei Monate gependelt, bis ich eine Wohnung in meiner Uni-Stadt gefunden habe, aber da habe ich gemerkt, wie furchtbar schlecht das für meine Motivation ist... :D
Klar, Vorlesungen, die einem nichts bringen, lässt man sausen egal wo man wohnt. Aber ich hatte auch ab und an richtig sinnvolle Veranstaltungen, ich die auch eigentlich gehen wollte, aber wenn man sich dann durchrechnet, dass man insgesamt länger unterwegs ist, als dass die Vorlesung dauert, macht das das Aufraffen schon seeeehr schwierig... :-oopss
Und den Vorteil, in den Freistunden zwischen drin mal eben heim gehen zu können, solltest du auf keinen Fall unterschätzen! Man kann viel besser regenerieren, wenn zwischendrin mal eine Stunde daheim ist, als wenn man den Leerlauf halt irgendwie in der Stadt absitzt und dann erst irgendwann abends nach Hause kommt. Nicht zu vergessen, dass man sich auch mittags mal einfach was daheim kochen kann und nicht immer in die Ekel-Mensa gehen muss...
Auch Mittagsschlaf ist nicht zu verachten!
Auch Mittagsschlaf ist nicht zu verachten!
Mittagsschlaf. [-::-]
Mir gings ähnlich wie Kartoffelbrei beim 1. Studienversuch: Bei 1,5h Pendelei überlegt man sich schon sehr genau, ob man sich das antut, ewig früh aufzustehen, in die überfüllte S-Bahn zu quetschen, wo man meist nur Stehplatz hatte und nicht lernen konnte, nur um für 2h oder so zur Uni zu fahren. Anfangs waren es VL, die man ausfallen ließ, später auch mal die eine oder andere Pflichtveranstaltungen, Kontakt zur Seminargruppe oder Unileuten war sehr spärlich (tu ich mich eh schwer mit, bin auch kein Partymensch, aber wenn man so gar nix mitmacht, ist schon doof). Ich hab irgendwann Studium abgebrochen, wobei die Pendelei, meiner Meinung nach, schon einen nicht ganz unwichtigen Einfluss hatte, aber natürlich nicht der Hauptgrund war. Gibt sicher auch viele Gegenbeispiele, die sehr diszipliniert sind und das durchziehen. Ich war da leider richtig schlecht und hab den inneren Schweinehund viel zu oft gewinnen lassen.
Für den 2. Versuch bin ich in andere Stadt gezogen (mit Zug 2h weg) und hab mir Zimmer in der Nähe der Uni gesucht, was um Längen besser war/ist. Hab in Berlin gewohnt, wo ich auch während vorheriger Ausbildung und zwischendurch arbeiten ca. 1,5h Fahrtweg hatte, weils in Berlin irgendwie normal scheint. Da war es auch ok, weil man eben ganzen Tag dort war und nicht nur für 1-2 Pflichtveranstaltungen. Jetzt würde ich mir (möglichst) was suchen, wo ich max. halbe Stunde Fahrtweg (pro Strecke) hab, v.a. in Anbetracht der doch nicht so günstigen anstehenden Arbeitszeiten.
Warum möchtest Du denn unbedingt pendeln? Was stört Dich an Deinem jetzigen Zimmer?
Ich pendele seit Anfang des Studiums. Nervig waren immer die langen Wartezeiten bei den Nachmittagskursen - man mag ja auch nicht immer in die Bib gehen und fleissig sein. Den Luxus, bis zu drei Stunden Mittagspause zu hause zu verbringen, darf man wirklich nicht unterschätzen.
Im Chirurgie-PJ waren es dann etwa eine Stunde Fahrtzeit (pro Weg), war auf die Dauer extrem nervig wegen der Anfangszeiten (ca. 7.00-7.15 Uhr). Würde ich nicht nochmal machen im Rückblick.
Du wirst ja auch irgendwann mit Praktika starten - dann lohnt sich ein Zimmer vor Ort bestimmt.
Nessiemoo
21.10.2013, 22:46
Also ich würde vom pendeln abraten. Habe für mein Abi gependelt (abgeholt mit Auto mit etwas glück zwar etwa 20 min, selbständig 1,5 h mit Bus). Man ist danach wirklich sehr müde, das einbussen in Freizeit sind nicht zu unterschätzen und das soziale Leben sehr begrenzt.
Auch ist der Stundenplan in Medizinstudium eben auch nicht wie in der Schule, es ist oft etwas unregelmässig, mit sehr grossen Pausen... Und mal schnell nach Hause fahren und Kittel/Lehrbuch/Laptop/ Protokoll holen ist dann auch nicht drin, und das hat oft mich gerettet. (oder mal schnell zur Uni fahren, weil mans mal wieder verpennt hat)
Es ist auch normal sehr starken Heimweh zu haben. Studentenwohnheim ist auch nicht für jedem - kenne ich auch aus persönliche Erfahrung. Erst habe ich mich sehr gefreut, ein Zimmer überhaupt zu kriegen, und nach erste Woche dachte ich auch NE! Auf keinem Fall! Will hier raus.
Obwohl du es nicht hören wolltest: Der Semester geht erst ein paar Wochen. Lass dir Zeit daran zu gewöhnen. Und am besten, wenn der Studentenwohnheim nervt, fängst du schon mal an ein schnuckeliges 2/3 WG zu suchen, dass etwas leiser, persönlicher und ordentlicher ist :)
ehemaliger User_29072015
22.10.2013, 13:53
2 Std. einfach oder insgesamt?
insgesamt 2 Stunden von Tür zu Tür.
Pendeln mit Bus 2-3 Stunden
Pendeln mit Auto 17 Minuten
auf jeden Fall bleibe ich der Heimat treu, aber sicher fahre ich nicht mit dem Bus
diese mindestens 2 Stunden für eine Fahrt hätten mir in den ersten Beiden Semestern deutlich gefehlt, auch wenn ich vielleicht nur noch ein kurzes Schläfchen gemacht hätte um anschließend zu lernen, Protokolle zu schreiben…
Im Bus lernen könnte ich nicht und wäre mir auch zu umständlich
ehemaliger User_29072015
23.10.2013, 13:29
Pendeln mit Bus 2-3 Stunden
Pendeln mit Auto 17 Minuten
auf jeden Fall bleibe ich der Heimat treu, aber sicher fahre ich nicht mit dem Bus
diese mindestens 2 Stunden für eine Fahrt hätten mir in den ersten Beiden Semestern deutlich gefehlt, auch wenn ich vielleicht nur noch ein kurzes Schläfchen gemacht hätte um anschließend zu lernen, Protokolle zu schreiben…
Im Bus lernen könnte ich nicht und wäre mir auch zu umständlich
Wäre mir auch zu doof mit dem Bus, wenn man mit dem Auto so viel schneller ist.
Mein Zug war bisher noch keinen Tag pünktlich, KEINEN und es sind schon 2 Tage um :-p Warum haben Züge die auf Schienen fahren Verspätung?!?!
yoomii94
26.10.2013, 07:03
Also ich pendel ja auch momentan - und das schon seit 2 Wochen (Jaaaa darauf bin ich sehr stolz :P). Bahn hat immer Verspätung v.a diese Woche wegen dem "Unwetter", das NRW getroffen hat. und ja ich muss sagen dass es schon ziemlich nervenaufreibend ist. Ich bin auch gespannt wie das im Winter wird......Da sehe ich jetzt schon schwarz. Klar ist mir meine Familie wichtig aber momentan komm ich in der Woche überhaupt nicht dazu zu lernen, weil ich jeden Tag frühestens um halb 8 zu hause bin und muss deshalb alles am Wochenende schaffen. also ich überleg ernsthaft ob ich nicht umziehen soll! Überlegs dir nochmal ordentlich.
P.S ich wohne zwa zu haus, Zeit für Sport und Hobbies hab ich momentan trotzdem nicht
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