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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nischen - wie den Zuständen in den Kliniken entgehen?



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PMR-Doc
19.12.2013, 18:55
An meiner Klinik gibt es außerdem inzwischen eine "Facharztebene" zwischen Assistenten (= Stations- und Notaufnahmedeppen) und Oberärzten (= viel Arbeit für nicht adäquat mehr Geld), die haben in meinen Augen alle mehr oder weniger gute Jobs.

Da gilt extreme Vorsicht...
Ich habs genau anders herum erlebt. Als Facharzt mal Assistenten-, mal Oberarztaufgaben gemacht, meistens aber beides zugleich. 2 Stationen zugleich betreut, weil die Assistenten schaffen ja nur 1 und die Oberärzte haben keine Zeit (Ok, war beides nicht gelogen, aber auch ein FA kann sich nicht halbieren), daneben stand quasi ständig ein Berufs- oder Spracheinsteiger in der Tür und wollte was wissen. Zusatzaufgaben wie Dienstpläne, Urlaubspläne und andere Leckereien, Sonografien, Wundversorgung waren natürlich auch zu machen. Dienste waren natürlich als Vordergrund zu machen und nach 4 Monaten standen wieder um die 100 Überstunden am Arbeitszeitkonto. Cash gabs nur wenig mehr als im letzten WB-Jahr, aber deutlich weniger als ein Oberarzt.
Das letzte WB-Jahr in diesem Zustand und 6 Monate als FA, in denen es nicht besser sondern eher noch schlimmer wurde, waren dann Grund genug zur Flucht...

Peter_1
19.12.2013, 19:47
Werdet Hausärzte: interessant und abwechslungsreich, wenn man nicht auf dem tiefsten Land arbeitet und eine günstige Notdienststruktur vorfindet, dann arbeitet man weniger als in der Klinik. Ok man wird nicht reich, aber für ein halbwegs komfortables Leben reicht es und es gibt keine Chefs mehr die einen striezen können. Finanzielles Risiko ist überschaubar, die Praxispreise sind im Keller. :-dafür

WackenDoc
19.12.2013, 19:53
Wenn ich dran denke, wie viel meine zivilen Chefs gearbeitet haben... nein danke. Das hat mich echt abgeschreckt.
Ich glaub, ich mach meinen Betriebsmediziner und fahr nebenher Notarzt.

Peter_1
19.12.2013, 19:58
@Wacken: kommt drauf an wo man sich niederlässt und wie man sich organisiert, ich bin in Einzelpraxis niedergelassen und arbeite deutlich weniger wie in der Klinik, nicht nur ich, sondern die Kollegen in der Umgebung auch. Es zwingt Dich auch niemand als Niedergelassener so viel zu arbeiten, wenn es zu viel wird, dann macht man halt einen Aufnahmestop für Neupatienten (muss man auch sonst wird die Medizin irgendwann schlecht). Viele Dinge kann man auch delegieren an fitte MFAs, so man die hat.