Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kenntnisprüfung Dezember 2013
Hallo zusammen,
ich bin ausländischer Arzt und arbeite in Baden-Württemberg.
Ich habe die Kenntnisprüfung gemacht aber leider nicht bestanden.
Sie war sehr schwierig und habe mehrere Fragen nicht geantwortet aber nicht alle und die Kommission hat nicht mich akzeptiert.
Kann jemand mir helfen und mir sagen wie man sich in der Prüfung verhalten muss.
Danke im Voraus
WackenDoc
08.12.2013, 12:45
Was meinst du damit, dass die Komission dich nicht akzeptiert hat? Dass du nicht bestanden hast oder dass die deine Person abgelehnt haben?
Was meinst du damit, wie man sich in so einer Prüfung verhalten soll?
Vielleicht hast du einfach zu wenig gelernt oder deine Sprachkenntnisse waren zu schlecht? An beidem kann man ja arbeiten.
Wackendoc danke für die Antwort,
die Kommission hat mich nicht akzeptiert d.h ich habe nicht bestanden und habe das Gefühl auch dass sie meine Person abgelehnt hat.
möchte fragen was man machen kann wenn man eine Frage nicht versteht oder die Antwort nicht kennt.
WackenDoc
08.12.2013, 16:20
Haben die dir denn irgendwelche Tips für die Wiederholungsprüfung gegeben?
Wenn man eine Frage nicht versteht, kann man das sagen oder nachfragen, wie die Frage gemeint ist.
Und wenn man die Antwort gar nicht kennt, dann muss man eben sagen, dass man es nicht weiss.
Nur in so einer Prüfung sollte das natürlich nicht zu oft passieren.
Ich weiss ja nicht, ob es bei dir an der deutschen Sprache oder am Wissen gescheitert ist oder ob es eine Kombination aus beidem war.
herrdoktor0815
10.12.2013, 05:51
Grundsätzlich rate ich davon ab, als ausländischer Arzt nach BW zu kommen. Die Verwaltungspraxis der zuständigen Behörde zielt offensichtlich darauf ab, die deutschen Kollegen vor ausländischen Kollegen zu schützen. Man bekommt nur eine eingeschränkte Berufserlaubnis für 6 Monate, die faktisch nur ein Praktikum ermöglicht. In BW müssen sie grundsätzlich eine Prüfung machen. Es ist äußerst schwierig sich neben der "Arbeit" auf die Prüfung vorzubereiten. In anderen Bundesländern ist dies häufig nicht erforderlich. Es hängt dann sehr von den Prüfern ab, ob sie die Prüfung bestehen. Eine mündliche Prüfung kann man nicht objektivieren. Es hängt dann von der inneren Haltung des Prüfers ab. Bereiten Sie sich wie die deutschen Kollegen vor. Ich kann Ihnen dazu gerne Ratschläge geben. Grundsätzlich brauchen die ausländischen Kollegen eine gute Beratung vor der Einreise !!! Dies gibt es in der BRD praktisch nicht. In dieser frühen Phase kann man viele Probleme vermeiden. BW ist immer eine sehr schlechte Wahl für ausländische Kollegen.
Coxy-Baby
10.12.2013, 07:27
Die Verwaltungspraxis könnte auch darauf abzielen Patienten vor schlecht ausgebildeten und/oder schlecht deutsch sprechenden Kollegen zu schützen, denn die sind das schwächste Glied in der Kette, naja und auch mündliche Prüfungen kann man objektivieren, man muss sich nur vorher mal Gedanken machen über den Erwartungshorizont.
Es ist ja auch schön wenn sie Tipps und Tricks parat haben, nur werden die immer nur nach PN mitgeteilt, Wieso eigentlich? Schreiben Sie doch einfach mal einen Beitrag in dem die Kollegen es gleich lesen können wie was am besten funktioniert....
Grundsätzlich rate ich davon ab, als ausländischer Arzt nach BW zu kommen. Die Verwaltungspraxis der zuständigen Behörde zielt offensichtlich darauf ab, die deutschen Kollegen vor ausländischen Kollegen zu schützen.
Diese Aussage ist gelinde gesagt eine Frechheit! Die deutschen Kollegen muss niemand von ausländischen Kollegen schützen! Die Patienten schon. Denn die sind auf Gedeih und Verderb den nicht deutsch sprechenden Kollegen ausgeliefert. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist zumindest in einigen Bezirken eine Aufklärung (z.B. für eine ÖGD) zu machen. Entschuldigung, aber wer da nicht besteht, hat in der deutschen Kliniklandschaft nix zu suchen! Und zwar unabhängig, ob er Ausländer ohne Sprachkenntnis oder Einheimischer ohne Sprachkenntnis und/oder Sachkenntnis ist!
Man bekommt nur eine eingeschränkte Berufserlaubnis für 6 Monate, die faktisch nur ein Praktikum ermöglicht. In BW müssen sie grundsätzlich eine Prüfung machen. Es ist äußerst schwierig sich neben der "Arbeit" auf die Prüfung vorzubereiten. In anderen Bundesländern ist dies häufig nicht erforderlich.
Das AiP war auch nur eine eingeschränkte Berufserlaubnis für 18 Monate. Wenn man sich nicht total blöd anstellte hat man im Anschluß die (endgültige) AO bekommen. Mir persönlich ist niemand bekannt, der diese damals nicht bekommen hat. Ich weiß zwar nicht, wie die Rechtsgrundlage in BW bei dieser Berufserlaubnis ist, aber damals hat ein "Empfehlungsschreiben" des CA ausgereicht, um die AO beantragen zu können. Wenn dies in BW ebenso ist, wo liegt dann das Problem? Das die CÄ eventuell in den 6 Monaten merken könnten, dass es mit der Sprachkenntnis doch nicht so weit her ist? Dass es vll. doch zu Patientengefährdung durch Nichtverstehen kommen kann? Fragen über Fragen...
Es hängt dann sehr von den Prüfern ab, ob sie die Prüfung bestehen. Eine mündliche Prüfung kann man nicht objektivieren. Es hängt dann von der inneren Haltung des Prüfers ab. Bereiten Sie sich wie die deutschen Kollegen vor.
Ähhhm ja! Geht das nicht ALLEN so? Die deutschen Prüflinge haben doch exakt die gleichen Probleme. Daher ist der Ratschlag, sich genauso vorzubereiten richtig! Aber alle Vorbereitung bringt eben nix, wenn einen die Prüfer / Patienten nicht verstehen. Und da habe ich mittlerweile auch kein Verständnis mehr für. Wenn es wirklich so ist, dass nur in BW wirklich eine Prüfung mit Konsequenzen durchgeführt wird, dann ist diese Praxis für den Rest Deutschlands wirklich überfällig! Und nochmal: nicht die Kollegen müssen geschützt werden, sondern die Patienten!
Ich kann Ihnen dazu gerne Ratschläge geben. Grundsätzlich brauchen die ausländischen Kollegen eine gute Beratung vor der Einreise !!! Dies gibt es in der BRD praktisch nicht. In dieser frühen Phase kann man viele Probleme vermeiden. BW ist immer eine sehr schlechte Wahl für ausländische Kollegen.
Zum ersten Punkt stimme ich völlig zu! Die Beratung sollte vor Einreise stattfinden! Damit könnte man viele Probleme vorher lösen und man wüsste vorher, was man mitbringen sollte um Probleme zu vermeiden!
Dass BW immer eine schlechte Wahl für Ausländer ist, musst Du mir nochmal erklären! Wenn es wegen der Prüfung ist und der eingeschränkten Berufserlaubnis, nun, dann dreh das doch bitte im Sinne der Patienten um und sieh es als Chance für beide Seiten, im Sinne der Patientensicherheit die bestmögliche Förderung zu erreichen!
Edit: Ach so, fast vergessen: genauso wie Coxy bin ich auch sehr gespannt auf die Tipps und Tricks.
Thomas24
10.12.2013, 15:11
100% Zustimmung!:-top
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