Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : A159/B52(Verb. der Zahngesundheit)
Wir hatten über die Trinkwasser-Fluoridierung mal ein Biochemie-Seminar. (Ja, ich weiss. Ich fand es auch sinnlos und langweilig, deswegen kann ich mich überhaupt so gut dran erinnern.)
Der Prof meinte, es wird in diversen europäischen Ländern gemacht, und es wäre statistisch eindeutig nachgewiesen, dass es UNFASSBAR erfolgreich ist und die [italiener? franzosen? holländer?] deswegen praktisch NIE Karies haben. In Deutschland würde man es nicht machen wg. zu teuer.
Ich kann euch jetzt natürlich keine Seitenzahlen im Löffler dazu sagen, aber ich fand den Typen schon ganz vertrauenswürdig. :-D
katarinafliegenbein
21.08.2003, 08:22
Ich frag mich trotzdem, was es denn bringen soll Fluor-Wasser zu trinken, wenn mir danach immer noch die Gummibärchen- und Toffeereste zwischen den Zähnen kleben. Das hält der beste Zahn nicht aus!
Ich denke ohne regelmäßige Zahnpflege bringt das beste Fluor-Wasser nix. :-meinung
Naja und das lernen die Kleinen heute im Kindergarten, in der Schule (durch sehr aufwendige Projekte) und natürlich zuhause, bevor sie pubertär sind (Lernen am Modell und automatisiertes Verhalten).
Bin gespannt, was das IMPP dazu meint.
Florian0079
21.08.2003, 08:51
Da haben wir es, wenn ein Professor schon sagt, dass die Fluoridierung zu teuer ist. Das ist doch der eindeutige Beweis, dass die Fluoridierung uns keinen Nutzen bringen würde.
Denn, um das mal ganz klar zu sagen, wenn der Aufwand und die Kosten den Nutzen übersteigen, dann wird die Fluoridierung eben nicht eingeführt. Zwar sagt der Prof, die Fluoridierung se äusserst erfolgreich, dennoch ist sie eben nicht erfolgreich genug, denn sonst wäre sie längst eingeführt.....
In Deutschland werden Projekte nur dann eingeführt, wenn der Nutzen den Kostenaufwand übersteigt.
Ich finde, das ist eine Frage für Wirtschaft- und Rechtslehre-Studenten aber nicht für Medizin-Studenten. Ich hatte Wirtschaft in der Schule (Bayern) und weiss daher, dass die Nutzen-Kostenaufwand-Analyse darüber entschiedet, ob etwas eingeführt wird und nicht, ob es einfach zu teuer ist.
Wieso wird beispielsweise über den Transrapid diskutiert, obwohl doch eindeutig klar ist, dass der Kostenaufwand den Nutzen deutlich übersteigt? Weil es ein Prestigeobjekt ist. Nicht wegen seinem grossen Nutzen. Es hat deswegen keinen Nutzen, weil man sonst zur Amortisierung der Kosten sehr hohe Preise einführen müsste, die nur wenige bereit wären zu zahlen (von den reichen Bayern mal abgesehen, die eine Fahrt von München zum Flughafen zahlen würden).
Wenn man jetzt eine Fluoridierung einführen würde, dann würde der Bürger überall, in ganz Deutschland, auch im armen Nordrhein-Westfalen, den gleichen hohen Preis zahlen müssen und das würde vielen ein Loch in die Tasche reissen. daher übersteigt der Kostenaufwand den Nutzen. Ist eine Wirtschaftliche Tatsache.
Also ist Lösung E die einzige richtige, da so längerfristig die ganze Bevölkerung davon profitiert! Bei den anderen Lösungen profitiert keiner davon, weil zum Beispiel nicht jeder zum Arzt geht.
Huepftigger
21.08.2003, 10:05
Denkt bei der Frage aber auch dran daß die Sache mit dem Flour nur ein Beispiel ist! Es geht immer noch drum, daß Maßnahmen, bei denen ich selbst keinen Aufwand habe das meiste bringen.
Aber jegliche Diskussion bringt wohl nicht viel dabei. Das IMPP entscheidet mal wieder - sinnig oder unsinnig. Schreibt denn jemand von Euch ihnen wegen dieser Frage??
Da haben wir es, wenn ein Professor schon sagt, dass die Fluoridierung zu teuer ist. Das ist doch der eindeutige Beweis, dass die Fluoridierung uns keinen Nutzen bringen würde.
Nein, das ist ein Mißverständnis. Was der Professor gesagt hat, war eher: "In anderen Ländern haben Leute überhaupt nie Karies wegen der Fluoridierung, das ist statistisch hundert tausend prozentig nachweisbar, aber hier in Deutschland meinen sie, sie würden Geld sparen, wenn sie es nicht machen, dabei könnte das Gesundheitssystem MILLIARDEN von Euro einsparen, wenn die Leute alle kein Karies kriegen würden, aber Politiker sind natürlich alle kurzsichtige, dumme Idioten ohne Ahnung von Biochemie!"
Übrigens, Florian, in der Frage ging es ja nicht um den wirtschaftlichen Nutzen der Trinkwasser-Fluoridierung.
Jetzt geh doch mal einer hin und besorge Statistiken zu dem Thema. Das hier ist doch keine Frage von "ich finde" und "ich glaube", entweder die Leute in Ländern mit Fluor kriegen weniger Karies oder nicht.
Florian0079
21.08.2003, 10:50
es ging aber um den allgemeinen Nutzen und da ist eben der wirtschaftliche Nutzen auch mit drinnen....
hmm, würde die Frage als ungültig erklären
synosoph
21.08.2003, 11:33
In der Frage geht es ja einzig und allein um die Zahngesundheit.
Wenn nun gesagt wird, daß die Flouridierung nur ein Beispiel war, also sozusagen eines unter vielen, dann bin ich mal gespannt auf weitere Vorschläge, wie denn ohne Aufwand für die Zielgruppe die Zahngesundheit verbessert werden kann. Vielleicht ein generelles Verbot von Süssigkeiten?! Nein, ich denke, ohne eigenen Aufwand, ohne aktives Zutun gibt es auch keine Verbesserung der Gesundheit- auf jeden Fall nicht bei den Zähnen.
Ich denke, daß IMPP will, daß wir als Ärtze möglichst auf aktive Mitarbeit der Patienten setzen und diese fördern. Ich bin für Antwort B. Jeder muß regelmäßig zum Zahnarzt, wenn er nicht seinen Bonus verlieren will. Und jeder gute Zahnarzt wird vor allem dafür sorgen wollen, daß sich seine Patienten auch korrekt die Zähne putzen. (Es sei denn er will viel verdienen...)
Huepftigger
21.08.2003, 12:23
Das mit dem Bonus hat sich doch mit den neuen Gesetzen eh bald, oder seh ich das falsch??
synosoph
21.08.2003, 12:31
Hier war ein Text.
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.