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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Im Kolloquium durchfallen?



Kluk
22.12.2013, 17:34
Hallo,

ich befinde mich gerade in der Endphase des Schreibens und mache mir etwas Sorgen wegen des Kolloquiums. Meine Ergebnisse sind insgesamt nicht soo super, vor allem nicht eindeutig. Das diskutiere ich natürlich in der Doktorarbeit.
Nun frage ich mich, ob und unter welchen Umständen man eigentlich im Kolloquium durchfallen kann? Ich kenne niemand, auch nicht über andere, der es nicht geschafft hat, aber mein Betreuer hat mir mal vor einer Weile von einer früheren Doktorandin erzählt, bei der es "sehr knapp war". Das Verhältnis zu meinem Betreuer ist aber gerade nicht das beste, gefühlt hat er aufgehört mich zu betreuen, deshalb möchte ich da gerade nicht nachhaken. Kennt ihr jemand, der durchgefallen ist, oder seid ihr sogar selbst durchgefallen? Woran lag es dann? Und was passiert dann, ist die ganze Arbeit umsonst?

Vielen Dank schon mal!

Schubbe
22.12.2013, 18:09
Wenn die schriftliche Fassung den Anforderungen genügt, kann man durch das Kolloqium nicht durchfallen - vorrausgesetzt man hat die Arbeit wirklich selbst geschrieben ;)

Es werden ja immerhin fachliche Fragen zur Arbeit gestellt. Wenn die Arbeit an sich Hieb- und Stichfest ist, wie kann man dir dann auf die Finger hauen? Du solltest vertreten können, warum du welche Schritte und wie genau ausgeführt hast (genau dafür gibts das Kolloqium) und dabei bleibt es dann auch (+ Ausblick).

HerrKaleun
22.12.2013, 18:51
Hallo, am UKE z.B. ist kein Fall einer nicht bestandenen Promotionsprüfung bekannt.

Ex-PJ
24.12.2013, 08:19
Also: ich kenne von meiner Promotion an der Uni Essen eine Doktorandin aus dem gleichen Institut, die beim 1.Mal im Kolloqium durchgefallen ist. Beim 2.Mal hat sie aber bestanden. Ist aber auch die einzige aus der Uni Essen,die das geschafft hat (wobei ich ca.10 Personen überblicken kann).

Im Kolloqium findet auch ein Gespräch über die Promotion, insbesondere die Ergebnisse und deren Deutung/ Einordnung in das Fachgebiet/ (mögliche) klinische Anwendung statt.
Zudem können andere Bereiche aus dem Fachgebiet abgefragt oder angerissen werden.

Bezüglich der Kollegin: Thema ihrer Promotion war ein Osteosynthese-Verfahren (Schanz-Schraube imTiermodell).
Im Kolloqium war das Gespräch auf Komplikationen der Frakturheilung (und hier anscheinend über M. Sudeck) auf Calcitonin (mögliche Behandlung des M. Sudeck) gekommen, wobei Doktorandin hier wohl (völliges) Unverständnis zeigte.
Erschwerend kam hinzu, dass die Kenntnisse der deutschen Sprache der Doktorandin (sie war gebürtige Chinesin und über ein Austauchprogramm an der Uni Essen) nicht so wirklich prickelnd waren.

Den 2. Anlauf ca. 3 oder 4 Monate später hat sie dsann bestanden (und ist kurz danach nach China zurückgekehrt)

McBeal
24.12.2013, 19:02
Mir ist niemand persönlich oder aus Erzählungen bekannt, der/die durchgefallen ist.

LG
Ally