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Nessiemoo
26.08.2014, 18:35
Hallo zusammen :-)
Ab Oktober darf ich mich auch zu euch gesellen. Nachdem es hier gerade um Famulaturen geht wollte ich fragen, ob ihr da Tips bezüglich Zeit und Fach habt.
Macht die erste Famulatur nach dem 5. Semester Sinn? Meint ihr, man könnte da schon die Hausarztfamulatur machen? Oder hat man da eher wenig davon.
In den alten Fäden, die ich gefunden habe, wird geraten, mit Innere oder Chirurgie anzufangen. Das sind aber genau die Fächer, die mich im Moment so gar nicht reizen. Ich würde gerne mal in die Nuklearmedizin, Radiologie, Pathologie (wobei ich nicht weiß, ob das überhaupt noch angerechnet wird), Pädiatrie oder Augenheilkunde.
Fragt sich nur, wann macht man das am besten. Habt ihr da Erfahrung?
Ich würde dir anraten so früh wie möglich anfangen. Innere und Chirurgie hat man auch sowieso im PJ, also ich finde man muss da jetzt nicht unbedingt noch eine Famulatur machen, wenn es einen nicht sonderlich interessiert. Nutze die Möglichkeit in spannende Fächer reinzugucken. Ich habe jetzt eigentlich Hälfte der Famulaturen ohne jegliche Vorkenntnise in dem Fach gemacht, und die andere Hälfte mit - ich kann deshalb sagen, dass der Lerneffekt hängt nicht davon ab, ob man schon eine vorlesung dazu hatte oder nicht. Theorie kann man auch mit so einem BASICS Lehrbuch sich an dem WE davor bisschen aneignen - ok bei Pädiatrie sollte man schon etwas Ahnung haben...
Mach doch zB Augenheilkunde - wenn du es auf Station machst, kriegst du auch die Basics von Stationsarbeit, Briefen, Aufnahmen, Blutabnahmen, Viggos usw mit, und gleichzeitig auch was von dem fach mit...da es doch etwas übersichtlicher ist als zB Pädiatrie, kann man da einfacher etwas nachlesen.
Hausarzt würde ich eher am Ende machen - da muss man schon viel Innere, Chirurgie, Neuro usw können, um etwas mitnehmen zu können. Bei Radio ist oft die Nachteil, das etwas praktisches selber machen eigentlich nicht möglich ist.
Aber wie schon gesagt - letztendlich ist egal, der Lerneffekt hängt v.a von Team und deinem Engagement ab.
Bei Radio ist oft die Nachteil, das etwas praktisches selber machen eigentlich nicht möglich ist.
"Unsere" Radiologen machen zB auch die chirurgischen Abdomen-Sonos und wenn man dort famuliert, rotiert man natürlich auch dort hin. Kommt also sehr aufs Haus an, kleinere sind hier wahrscheinlich besser :)
Nessiemoo
26.08.2014, 20:11
"Unsere" Radiologen machen zB auch die chirurgischen Abdomen-Sonos und wenn man dort famuliert, rotiert man natürlich auch dort hin. Kommt also sehr aufs Haus an, kleinere sind hier wahrscheinlich besser :)
Ja klar, und je nach Haus kann man ja durchaus selber befunden, und Viggos legen/Aufklären unter Aufsicht und evtl die KM-Prophylaxegabe wird auch drin sein, aber ich finde es ist immer noch viel zu wenig im Vergleich zu einer guten (!) Famulatur auf Station. :-nix Aber ok, es hängt ja auch stark von persönlichen Interessen ab und ist sehr individuell ^^ :scotty:
roxolana
26.08.2014, 20:16
Also ich hab in der Radio beim Befunde-Schreiben seeehr viel gelernt. Alleine das sich im CT orientieren können ist Gold wert. Es soll wohl einige Internisten geben, die mit nem CT nix anfangen können...
auroraborealis
27.08.2014, 11:23
Vielen Dank für eure Rückmeldungen! Dann fange ich vielleicht wirklich mit einem 'Exoten' an. Ich wollte eben so früh wie möglich die erste machen, weil ich nebenher arbeite und irgendwie Angst habe, dass ich sonst nicht hinkomme. Ich schaffe pro Semesterferien sicher nur eine Famulatur.
@Kandra
Aus genau dem Grund habe ich ein Pflegepraktikum in der Kinderklinik gemacht. Ergebnis: Mit kranken Kindern komme ich hervorragend aus. Aber die Eltern von kranken Kindern können echt die Pest sein :D
Nessiemoo
27.08.2014, 12:01
nur noch zwei Tage, nur noch zwei Tage. Habe jetzt eine Famulatur in einem eher patientenfernem Fach gemacht, das mich eigentlich vom Anfang an richtig viel interessiert hat... aber jetzt finde ich es nur noch langweilig. Also die Theorie ist schon faszinierend, aber der Alltag... Ne. Und Urlaubsmangel habe ich auch, das muss aber bis Weihnachten warten.
Also, ich muss nur noch zwei Tage aushalten.
Anatom90
27.08.2014, 15:48
nur noch zwei Tage, nur noch zwei Tage. Habe jetzt eine Famulatur in einem eher patientenfernem Fach gemacht, das mich eigentlich vom Anfang an richtig viel interessiert hat... aber jetzt finde ich es nur noch langweilig. Also die Theorie ist schon faszinierend, aber der Alltag... Ne. Und Urlaubsmangel habe ich auch, das muss aber bis Weihnachten warten.
Also, ich muss nur noch zwei Tage aushalten.
Durchhalten! Ist ja nicht mehr lange! :)
Aber wie schon gesagt - letztendlich ist egal, der Lerneffekt hängt v.a von Team und deinem Engagement ab.
Ich glaube das ist eine gute Zusammenfassung. Außerdem würde ich noch hinzufügen, dass es abhängig vom (Selbst-)Vertrauen ist. Ich bin eher zurück haltend, weil ich Respekt vor der Arbeit habe. Daher habe ich schon bei zwei Famulaturen nicht so viel selbstständig gemacht. Es lohnt sich aber einfach Dinge auszuprobieren. Gerade bei Aufnahme kann man nichts falsch machen und man bekommt so ein bisschen Routine.
Ich kann ja immer wieder die Famulatur in der Notaufnahme empfehlen. Da habe ich richtig viel gesehen.
Aktuell mache ich eine Famulatur auf der Intensivstation. Das finde ich auch ziemlich gut, auch wenn das Teaching leider nicht so umfangreich ist. Heute habe ich aber zwei Patienten betreut und meine Übergaben werden auch strukturierter. Ich durfte sogar heute ein Arterie legen.
Was sagt ihr so zu Hausarzt bzw. Kinderarzt. Ich weiß nicht für was ich mich entscheiden soll (leider kann ich sie nicht splitten und eine Gemeinschaftspraxis konnte ich in meiner Stadt nicht auftun.).
Pro Kinder: In vielen Fächern hat man Kontakt zu Kindern, sodass der Umgang etwas gewohnter ist. Vielleicht für einen persönlich nützlich (eigene Kinder irgendwann mal)?
Pro Hausarzt: Man sieht noch mehr Krankheitsbilder, die man auch in der Klinik gebrauchen kann. Man lernt praktische Sachen (Blutabnahme und vorallem Sono).
Nessiemoo
27.08.2014, 19:38
Hm, ich hätte auch nicht wählen können.
Pro Kinderarzt: Lernt Umfang mit Kindern, und Pädiatrie ist ja ein sehr spannendes Fach - und v.a ein sehr klinisches, da man bei Kindern eben nicht so einfach mal Blut abnimmt oder CT macht, sondern muss enorm auf KU und Anamnese vertrauen. Also wenn man nicht separat eine Kinderfamulatur macht, würde ich eher beim Kinderarzt machen. Auch sieht man da oft Krankheitsbilder, die bei Erwachsenen gar nicht so häufig vorkommen.
Contra Kinderarzt: zumindest hier richtig schwer eine Famulatur in Kinderarztpraxis zu finden, und da kann man eben nicht so viel selber machen.
Contra Hausarzt: Muss man sowieso für 2 Wochen hin während Blockpraktikum. Die große Mehrheit sind Zucker/INR Kontrollen, viel Psychosomatik, sehr viel Sozialmedizin (Pflegestufebeantragung usw)
Pro Hausarzt: man kann schon mehr machen - und wenn man gut auswählt, also zB eine von diesen Landfamulatur Programmen, ist es dann ein echter Allgemeinmediziner, der gleichzeitig auch Kinder betreut. Also eine Freundin von mir ist jetzt irgendwo beim richtigen Landarzt, und der macht auch kleinere OP's (Abszessspaltung zB) selber.
KirstenP
28.08.2014, 12:45
Ich werde wohl eine klassische Hausarztfamulatur machen. Auch wenn ich überhaupt nicht vorhabe, in den niedergelassenen Bereich zu gehen, kann es doch nicht schaden, mal die Seite der "richtigen" Medizin (sprich das, was tagtäglich passiert) zu erleben. Ich hoffe, dann später auch besser verstehen zu können, warum manches anders läuft, als man es sich in der Klinik gedacht hatte.
@coeur: magst du von deiner Famulatur in Schwaben berichten? Das könnte mich nämlich auch interessieren. War doch Kardio, oder?
KirstenP
28.08.2014, 12:47
Ich meinte natürlich Schwabing... Autokorrektur macht's möglich ;-) kann man hier nicht editieren?
Contra Hausarzt: Muss man sowieso für 2 Wochen hin während Blockpraktikum. Die große Mehrheit sind Zucker/INR Kontrollen, viel Psychosomatik, sehr viel Sozialmedizin (Pflegestufebeantragung usw)
Pro Hausarzt: man kann schon mehr machen - und wenn man gut auswählt, also zB eine von diesen Landfamulatur Programmen, ist es dann ein echter Allgemeinmediziner, der gleichzeitig auch Kinder betreut. Also eine Freundin von mir ist jetzt irgendwo beim richtigen Landarzt, und der macht auch kleinere OP's (Abszessspaltung zB) selber.
Das ist relativ.
Die inhaltliche und fachliche Schwankungsbreite bei Hausärzten ist enorm.
Hausarzt zu sein heißt ja, dass der entsprechende Arzt sich zu einer gegebenen Zeit in die Hausarztversorgung aufnehmen ließ. Das kann vor 5 oder 25 Jahren gewesen sein.
Dementsprechend gibt es Fachärzte für Innere Medizin, für Allgemeinmedizin, "praktische Ärzte" (approbierte Ärzte ohne für die Hausarztniederlassung entsprechende Facharztweiterbildung, Erwerb der Bezeichnung "praktischer Arzt" war möglich bis 2003) und in seltenen Fällen auch andere Fachärzte. So gibt es beispielsweise in Magdeburg einen praktischen Arzt, der Facharzt für Physiologie ist und in die Hausarztversorgung ging.
Zudem unterscheiden sich die Facharztweiterbildungen in den unterschiedlichen Bundesländern durchaus erheblich.
Welchen Schwerpunkt man beim Hausarzt hat und welche Tätigkeiten man ausübt bzw. ausüben darf, hängt von all diesen Faktoren ab.
Ich selbst habe unter anderem in einer Hausarztpraxis mit deutlichem kardiologischem Schwerpunkt famuliert. Meine Haupttätigkeiten bestanden aus Gesundheitsuntersuchungen (die ab 35), EKGs auswerten und sehr viele Patienten selbst aufnehmen / Verdachtsdiagnose formulieren / Arzt rübergucken lassen. Bei letzterem waren etwa 30% der Fälle orthopädisch bzw. neurologisch, etwa 30% gastroenterologisch und der Rest gemischt.
Ein Bekannter famulierte bei einem Hausarzt einen Bezirk weiter. Dort hatte er fast den gesamten Tag und fast die gesamte Zeit über nur mit Diabetes und allem was dazu gehört zu tun: Blut abnehmen, Kurven auswerten und solcherlei. Er sah dort hingegen beispielsweise nicht ein einziges EKG.
Was man beim Hausarzt macht hängt daher m.E. sehr stark von der Klientel, dem gesundheitlichen "Schwerpunkt" des Einzugesbereiches der Praxis und natürlich dem fachlichen Schwerpunkt des Arztes ab.
Es gibt zudem viele Zusatzweiterbildungen, die man machen kann und die sich gehäuft bei Hausärzten finden und sicherlich auch die Behandlungsbilder mitprägen: Naturheilverfahren, Chiropraktik und so weiter und so fort.
Sicherlich kann man vor einer Famulatur auch höflich erfragen, was der Schwerpunkt der Praxis ist.
Ich hatte Glück: beim Vorgespräch hatte mir die Ärztin gesagt, dass es einen kardiologischen Schwerpunkt gibt und ob ich mich das (überhaupt) interessiere.
alle meine neuen post-physikum-Klinik-studenten: GEBT MIR EIN WUUHH :D
Herzlich willkommen in unserem netten Kreis! (wuuuuuuh!) ;) Genieß deine freie Zeit bis die Klinik startet und vor allem das Ende der Vorklinik :)
Herzlich willkommen in unserem netten Kreis! (wuuuuuuh!) ;) Genieß deine freie Zeit bis die Klinik startet und vor allem das Ende der Vorklinik :)
so toll :) vor allem hatte ich heute und hab bis zum 20.10. frei, mehr als 1,5 monate :)
Nessiemoo
02.09.2014, 15:15
Hier ist schon am Montag der 9. Semester wieder losgegangen (der fängt immer ganz früh an wegen StEx). ich habe die Ehre mit dem spannendsten Fach im ganzen Studium anzufangen- Arbeitsmedizin -.-
Anatom90
02.09.2014, 16:21
So seit Montag hat auch mein Blockpraktikum Innere angefangen und ich finde es bis jetzt ganz ok.
Die Ärztin ist total nett, hat aber mega viel zu tun, weshalb ich hauptsächlich Blut abnehmen soll.. welch eine Überraschung ^^
Viel mehr als das und Patienten aufnehmen hab ich nicht gemacht..außer noch bei zwei Aszitespunktionen zugeschaut, aber mein Gott was soll man auch noch großartig machen?!
Ich hoffe nur, dass ich mal noch die Gelegenheit bekomme bei einer Endoskopie zuzuschauen :)
Ach und eines ist mir ebenfalls aufgefallen: Es ist einfach unglaublich verblüffend wie stark sich das Verhalten (und sogar die Mimik) der Schwestern schlagartig verändert wenn man sich offiziell mit aller Höflichkeit vorstellt :D
So seit Montag hat auch mein Blockpraktikum Innere angefangen und ich finde es bis jetzt ganz ok.
Die Ärztin ist total nett, hat aber mega viel zu tun, weshalb ich hauptsächlich Blut abnehmen soll.. welch eine Überraschung ^^
Viel mehr als das und Patienten aufnehmen hab ich nicht gemacht..außer noch bei zwei Aszitespunktionen zugeschaut, aber mein Gott was soll man auch noch großartig machen?!
Ich hoffe nur, dass ich mal noch die Gelegenheit bekomme bei einer Endoskopie zuzuschauen :)
Ach und eines ist mir ebenfalls aufgefallen: Es ist einfach unglaublich verblüffend wie stark sich das Verhalten (und sogar die Mimik) der Schwestern schlagartig verändert wenn man sich offiziell mit aller Höflichkeit vorstellt :D
Wo bist du? Unsere Aufgaben in der Inneren waren tatsächlich auch hauptsächlich Blutabnahmen und Aufnahmen. Aber zusätzlich wurde uns jede Frage erklärt und wir durften auch die Patienten zu Untersuchungen begleiten. Alles in allem wars für eine Woche schon ok, für eine Famulatur wärs mir zu wenig gewesen.
Anatom90
03.09.2014, 17:15
Wo bist du? Unsere Aufgaben in der Inneren waren tatsächlich auch hauptsächlich Blutabnahmen und Aufnahmen. Aber zusätzlich wurde uns jede Frage erklärt und wir durften auch die Patienten zu Untersuchungen begleiten. Alles in allem wars für eine Woche schon ok, für eine Famulatur wärs mir zu wenig gewesen.
in GH auf der Privatstation :) Ja, das ist auf jeden Fall auch so bei uns. Die Ärzte sind sehr nett nur leider haben sie echt viel zu tun und daher wenig Zeit für uns!
Also ne Famu würde ich da auch nicht machen :D Naja mal abwarten wie das Chirurgie BP ab Montag wird!
Hast du schon beides hinter dir Kandra?
roxolana
05.09.2014, 15:20
So, letzter Famulaturtag :) Ich muss zugeben, dass ich trotz der anfänglichen Frustration heute fast schon ein bisschen traurig war, dass es schon vorbei ist. Es waren doch einige sehr nette Kollegen da und in der letzten Woche hatte ich auch viele Erfolgserlebnisse mit Blutabnahmen und Viggos. Insofern bin ich wirklich froh, dass ich die Famulatur nicht abgebrochen habe (um ein Haar hätte ich es tatsächlich gemacht). Vielleicht ist das ja ne Aufmunterung für andere, die sich in den ersten Wochen auch schwer tun.
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