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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Praktikum ohne Vergütung



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EVT
29.01.2014, 18:09
es gibt so eine praktikumsrichtlinie, -verordnung, was auch immer, da steht das mit den pflichtpraktika und kein gehalt drin. wenn man dann doch was kriegt, ist es aus kulanz der unternehmen, weil sie leute suchen oder bestimmte haben wollen.
du redest wahrscheinlich wieder von großen dax unternehmen, herzkasperl? bei denen und den ganzen unternehmensberatungen mag das so sein, aber das gilt längst nicht für alle unternehmen.

Granada
29.01.2014, 18:37
Bevor es sowas wie bezahlte Famulaturen geben kann ist die erste Baustelle wohl eher eine einheitliche Aufwandsentschädigung des PJ (http://bvmd.de/presse/positionspapiere/). Klar kann ich das verstehen wenn man aus einer anderen Fachrichtung kommt und man alle Praktika dort bezahlt bekommen hat. Eine Famulatur dauert in der Regel aber nur 1 Monat (wenn überhaupt) und man kann ja wirklich noch nicht viel. Da kann ich es schon verstehen, dass eine Bezahlung nicht unbedingt drin ist. Umgekehrt kann man in der Medizin relativ leicht ein Stipendium abgreifen wenn man sich dazu verpflichtet, nach dem Studium in ein bestimmtes Haus zu gehen. Das gibts bei anderen Studiengängen nicht so leicht.

EVT
29.01.2014, 18:53
bvmd :-love
ich hoffe, dass viele unikliniken, die noch nichts bezahlen, das langsam ändern werden, wenn ihre pjler in andere khs gehen. zum glück hat man jetzt die wahl.
wenn die lehre gut ist und sonst alles stimmt, kann ich mir schon vorstellen, dass man auch ohne bezahlung irgendwo hingeht.
das problem ist eben, dass man im pj nicht mehr so gut nebenbei arbeiten gehen kann.

Herzkasperl
31.01.2014, 15:55
Das ist auch Quatsch. Ich kenne Maschinenbauer die für 700 Euro und weniger pro Monat Praktika gemacht haben. Da komme ich nicht auf 10€/h. Das ist viel mehr als Mediziner, aber kein üppiges Einkommen...

700€? Ich nicht und meine Freunde auch nicht :-) Eher die kleinen Unternehmen zahlen ordentlich - es gibt leider immer wieder mal Leute, die meinen, sie müssten für wenig Geld bei großen Unternehmen Praktika für ihren Lebenslauf machen.

Ulle
31.01.2014, 16:16
Ok. Wenn man auf Antrag Geld bekommen kann, klingt das schon mal gut. Aber komisch ist das doch schon. Bei einem Vollzeit Praktikum nebenher arbeiten geht ja dann leider nicht...
Also bei der Aussage sollte man sich das Medizin-Studium nochmal überlegen. Wenn mit Vollzeit eine 40h-Woche gemeint ist (und das gilt bei Praktika eigentlich), bleiben noch mindestens 20 Stunden für den Nebenjob, eher 40. Und das Wochenende!

:-kaffee

TimoK
13.05.2014, 09:27
Was viele oft nicht wissen ist, dass beispielsweise die Allgemeinmedizin-Famulatur oft bezahlt wird. Hier gibt es unterschiedliche Programme, die von Bundesland zu Bundesland variieren. Diese Programme besorgen dem Famulanten aber ein Taschengeld, das die meisten während dem Studium doch gerne annehmen :)

Wir haben bei uns im Blog die Bundesländer und deren Taschengeld recherchiert und aufgeführt. *Link entfernt* Hier geht es um Beträge bis zu 500 Euro im Monat, was schon stattlich ist.

Ich:1-Gott:0
04.06.2014, 08:50
Also bei der Aussage sollte man sich das Medizin-Studium nochmal überlegen. Wenn mit Vollzeit eine 40h-Woche gemeint ist (und das gilt bei Praktika eigentlich), bleiben noch mindestens 20 Stunden für den Nebenjob, eher 40. Und das Wochenende!

:-kaffee

Und genau wegen solchen Menschen wie dir, wird sich nie was ändern.
Ich war in der Schweiz und wurde ordentlich bezahlt und habe ordentlich gerarbeitet. Ich finde nicht, dass man unbezahlt arbeiten muss. Klar lerne ich, aber ich nehme ich auch Arbeit ab. Der Azubi lernt auch und bekommt Geld. In jedem anderen Fach ist es so, in der Medizin immernoch nicht. Es wird Zeit, dass sich das ändert.

-wilhelmina-
04.06.2014, 19:32
Und genau wegen solchen Menschen wie dir, wird sich nie was ändern.
Ich war in der Schweiz und wurde ordentlich bezahlt und habe ordentlich gerarbeitet. Ich finde nicht, dass man unbezahlt arbeiten muss. Klar lerne ich, aber ich nehme ich auch Arbeit ab. Der Azubi lernt auch und bekommt Geld. In jedem anderen Fach ist es so, in der Medizin immernoch nicht. Es wird Zeit, dass sich das ändert.
:-dafür

Kandra
05.06.2014, 04:28
Hier gibt es jetzt übrigens eine laufend aktualisierte Aufstellung aller PJ-Häuser und ob und wieviel sie zahlen. Dank PJ-Mobilität kann man ab jetzt ja mit den Füßen abstimmen :)

http://www.hartmannbund.de/pj-liste/

tortet
05.06.2014, 08:34
Wenn alle Häuser von PJlern konsequent ignoriert werden würden, welche keine Vergütung zahlen (siehe Liste vom Hartmannbund), hätte sich das auch vermutlich schon geändert.:-meinung

Und nein, ich glaube nicht, dass in diesen Häusern die Lehre besser ist, das ist immer das reflexartig präsentierte Gegenargument. Wem die PJler-Ausbildung wichtig ist, der zahlt auch einen für den Gesamtetat relativ verschwindenden Kleckerbetrag.

Ich hatte eine 40-42h-Woche, allerdings bei 4 Tagen :-). Bei der Überstundenzahl im PJ wäre es mit dem nebenbei arbeiten extrem schwierig geworden.

Rafaelj
14.07.2014, 00:20
Und genau wegen solchen Menschen wie dir, wird sich nie was ändern.
Ich war in der Schweiz und wurde ordentlich bezahlt und habe ordentlich gerarbeitet. Ich finde nicht, dass man unbezahlt arbeiten muss. Klar lerne ich, aber ich nehme ich auch Arbeit ab. Der Azubi lernt auch und bekommt Geld. In jedem anderen Fach ist es so, in der Medizin immernoch nicht. Es wird Zeit, dass sich das ändert.

Bin deiner Meinung.