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ASS1000
28.02.2014, 11:12
Ach so also ist es eigentlich besser für ihn wie für mich wenn ich ins BV gehe, er vermutlich eine Vertretung organisieren kann, damit die Kollegen entlastet sind und ich nicht jeden Tag mit einem schlechten Gefühl nach Hause gehen muss dass ich nun vielleicht meinem Kind geschadet habe bzw. mich iwo infiziert habe. Musste gestern z.B. trotzdem einige BEs machen, da einfach die anderen Kollegen ebenfalls vielzuviel zu tun hatten und das Blut musste ins Labor, noch länger warten wäre nicht gegangen, da man die Werte ja auch für die weitere Therapieplanung braucht.
Dann werde ich Rücksprache mit dem Betriebsarzt halten müssen. Hoffe das klappt dann mit dem BV.

Fr.Pelz
28.02.2014, 12:33
Ist sicher der richtige Weg. Auf eine andere Station/Ambulanz kannst du nicht erstmal?

Bei uns ist es beispielsweise so, dass die Betriebsärztin generell keine BVs ausspricht. Hab dann von einer ITS-Schwester gehört, die mehrere Gyns abgeklappert hat, bis sie einen gefunden hat, der ihr bei starker Emesis das BV gab. Hoffe dein Betriebsarzt ist da einsichtiger.

McBeal
28.02.2014, 12:36
Ist sicher der richtige Weg. Auf eine andere Station/Ambulanz kannst du nicht erstmal?

Bei uns ist es beispielsweise so, dass die Betriebsärztin generell keine BVs ausspricht. Hab dann von einer ITS-Schwester gehört, die mehrere Gyns abgeklappert hat, bis sie einen gefunden hat, der ihr bei starker Emesis das BV gab. Hoffe dein Betriebsarzt ist da einsichtiger.
Hat mein BA auch nicht gemacht, sondern der AG (Geschäftsführer), da es ja bei mir ein generelles BV war. Mein Gyn spricht auch nur individuelle aus, würde ich an seiner Stelle auch tun. Daher hat das beim ersten Kind etwas gedauert, beim zweiten Kind ging das Zackzack, da kannte unsere Verwaltung das ja schon besser.

LG
Ally

anignu
28.02.2014, 12:40
Musste gestern z.B. trotzdem einige BEs machen, da einfach die anderen Kollegen ebenfalls vielzuviel zu tun hatten und das Blut musste ins Labor, noch länger warten wäre nicht gegangen, da man die Werte ja auch für die weitere Therapieplanung braucht.

Und genau DAS ist das was ich gemeint hatte. Ist doch Blödsinn. Wenn du nicht dagewesen wärst wäre es auch gegangen. Und wenn nicht, dann habt ihr halt zu viele Patienten einbestellt. Aber es wär gegangen. Es geht immer irgendwie.

Das ist eine der spannendsten Erfahrungen die ich mal hatte. Wir wären eigentlich zu dritt auf Station gewesen + OP und es gab mal eine Woche in der ich allein war. Das ging auch. Nicht dass es viel Spaß gemacht hätte, aber es ging.

Moorhühnchen
28.02.2014, 13:41
Lustig wird es, wenn durch mehrere Schwangerschaften eine Abteilung fast platt gemacht wird.Jo - so wie bei uns... :-))
11x Schwangerschaft + Elternzeit in einem Jahr, da mußte der Chef erstmal schlucken. Mach Dir deswegen also mal keine Sorgen, ASS1000. ;-)

mainzer
28.02.2014, 14:07
Mach Dir deswegen also mal keine Sorgen, ASS1000. ;-)

...sischer is sicher...., gell?! :-)

Loreleye
28.02.2014, 14:21
Eine Kollegin von mir war ebenfalls auf der onkologischen Station schwanger. Man darf zusätzlich zu dem o. g. keinen Kontakt zu MRSA/ESBL-Patienten haben. Alleinarbeit, Versorgung von den Notfällen sind ebenfalls verboten. Genauso die Überstunden. Es ist an sich ganz gut gegangen. Sie waren aber zu viert/zu fünft auf der Station mit 20 Betten.

In unserer Abteilung (Radioonkologie) wäre es nicht gegangen, weil ich dann alleine auf Station eingesetzt wäre. Daher bin ich die ganze Schwangerschaft in der Ambulanz/Gerätebetreuung gewesen. BEs/Flexülen habe ich auch in Ausnahmefällen gemacht, Überstunden waren zum Glück eher selten.

Nachteil am Berufsverbot wäre, dass diese Zeit genau so wie Mutterschutz an die Weiterbildung nicht angerechnet wird. Aber das Kind geht in jedem Fall vor. Vor allem, wenn es organisatorisch nicht möglich ist, sich an die Vorschriften zu halten.

Kurz vor Mutterschutzbeginn hatte ich als CMV-negative einen ambulanten Patienten untersucht, der leider vergrößerte Lymphknoten hatte (unter Immunsuppression). Ich war diejenige, die an CMV gedacht und das entsprechende Labor veranlasst hat. Eine akute akute CMV-Infektion wurde danach leider bestätigt. An sich habe ich wie immer die Hände mit Virugard desinfiziert. Und nach zwei Monaten und bin ich weiterhin negativ geblieben. Dazwischen waren aber schon Wochen des Bangens. Absolute Sicherheit wird man aber wohl nie haben...

Moorhühnchen
28.02.2014, 15:20
...sischer is sicher...., gell?! :-)
Ich hab mir den Namen net ausgedacht... :-nix

smanpodg
28.02.2014, 15:28
Ich kann mir gut vorstellen, dass man gerade als Berufsanfänger bzw bei einer neuen Stelle Probleme damit hat, nach wenigen Wochen wegen einer Schwangerschaft auszufallen, aber das ist nunmal so, dafür wird man dir den Kopf nicht abreissen ;-)

Eben. Das kennen die Chefs. Wer junge Frauen einstellt, rechnet damit.
Mach dir mal keinen Kopf. Einer mehr oder weniger bringt es nicht zum Einstruz das System

ASS1000
28.02.2014, 17:13
danke dass ist so lieb von euch. Mal schauen was der Betriebsarzt ggf. meine Gyn dazusagen. Aktuell wäre es mir am liebsten nur die Anordnungen und Arztbriefe zu machen und einfach keine einzige mögliche Vire/Baktierie an mich heranzulassen ;)

WackenDoc
28.02.2014, 18:09
Das passt doch. Kann man seinem Chef ja auch so verklickern: Entweder administrative Tätigkeiten ohne Kontakt zu allem Spitzem, Patienten und Chemikalien oder Berufsverbot.

Schwangerschaft ist zwar keine Krankheit und man kann prinzipiell schwanger arbeiten, aber gerade im medizinischen Bereich ist das mit erheblichen Einschränkungen verbunden.

Letztendlich ist es so: Es gibt Tätigkeiten, die du als Schwangere nicht ausüben darfst- dafür ist der Arbeitgeber zuständig. Meist verlässt er sich dabei auf die Expertise des Betriebsarztes oder so wie bei uns den Krankenhausingenieur als Zuständiger für Arbeitsschutz.
Der nächste Schritt ist dann, dass der Arbeitgeber zusehen muss, wie er die Schwangere unter diesen Bedingungen sinnvoll beschäftigt. Oder er schickt sie nach Hause, wenn es keine sinnvolle Beschäftigung gibt.

Was anderes ist das vom Gyn ausgesprochene Berufsverbot- z.B. bei Risikoschwangerschaften oder bei Problemen mit der Schwangerschaft.
Dabei gibt es verschiedene Arten von Berufsverboten.

Ich weiss nicht, ob es z.B. die Möglichkeit gibt, nur eine bestimmte Anzahl von Stunden zu arbeiten. Bei uns ist das ganz und gäbe. Z.B. wenn die werdende Mutter sich morgens die Seele aus dem Leib kotzt, sie danach aber wieder arbeitsfähig und -willig ist (in dem Fall z.B. Arbeitszeit ab 9 Uhr statt ab 7)