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leks
01.03.2014, 12:20
Es gibt auch durchaus genug Gelegenheiten, zu denen ein Lehrer während der Sommerferien verfügbar sein muss z.B. für Nachprüfungen. Und durch die in manchen Bundesländern vermehrt eingeführten Ganztagsschulen (teilweise mit verpflichtenden Langtagen) ist man auch nicht jeden Tag schon ab 13:30 zu Hause und kann die Füße hoch legen.

Um mal wieder die Brücke zur Medizin zu schlagen - der durchschnittliche Arzt geht ja auch nicht nach Hause wenn die gerne kolportierten 30-70% (je nach Haus/Fachrichtung) rein ärztlichen Aufgaben (OPs, Diagnostik, Visite etc.) des Tages erledigt sind. Er/Sie bleibt schön im KH und macht ein bisschen Verwaltung oder was auch immer.
Lehrer haben eben den "Vorteil", dass der Teil der nicht direkt vor der Klasse stattfindet am heimischen Schreibtisch erledigt werden kann - und wenn man dann z.B. Deutsch&Englisch unterrichtet kommt da alleine an Korrekturen einiges an Heimarbeit zusammen.

DrSkywalker
01.03.2014, 12:22
Dafür werden nicht alle Lehrer verbeamtet und es gibt genügend arbeitslose Lehrer. Es kommt auf das Fach oder die Kombination an. Ich weiß noch wie einige Lehrer gestreikt haben, da sie weniger (netto) verdienen als ihre verbeamteten Kollegen. Außerdem möchte sicher keiner von uns oder von Lehrern an einer Grund- oder Hauptschule im (Berliner) Ghetto arbeiten. Die Probleme dort sich bekannt und in den Medien vertreten.

JA, und keiner der Lehrer will in Berlin-Wedding in der ZNA Nachtdienste schieben.... So ein MAthe/Sportlehrer-job in einem Vorrort vor Stuttgart würde ich evtl. sogar machen wollen!

Das Problem bei den Lehrern ist doch, dass hier Leistung nicht belohnt bzw. Nichtleistung nicht bestraft wird. Ein sehr guter Lehrer soll ruhig sehr gut verdienen. Leider sind mind. die Hälfte tend. faule und wenig motivierte Zeitgenossen. Und die verdienen dann genau so viel wie die Guten.

Ich denke aber auch, dass Lehrer eher zu viel als zu wenig verdienen und sicherlich auch zu viel "Urlaub" haben.

Naja, dafür kann ich mich gut selbststädnig machen, mit Anfang 30 mein eigener Chef sein und dann auch das das Doppelte eines Lehrergehaltes verdienen. Das lässt den Vergleich mit den Lehrern (warum eigentlich immer Vergleichen!? :-(( ) für mich erträglich werden.

leks
01.03.2014, 12:55
Leider sind mind. die Hälfte tend. faule und wenig motivierte Zeitgenossen. Und die verdienen dann genau so viel wie die Guten.



Wow, mindestens die Hälfte - wahrscheinlich ist die Dunkelziffer viel höher. Und du begründest das womit? Persönliche Erfahrung? Aus dem Familien- oder Bekanntenkreis?
Leider sind mind. die Hälfte aller Zeitgenossen, die mal eine Schule besuchen durften, der Meinung, dass sie danach gaaaaanz genau wissen, wie es eigentlich laufen sollte.

Kackbratze
01.03.2014, 13:03
Alle Lehrer und Leute die mehr verdienen als Ärzte bei weniger Verantwortung sind scheixxe! Ist doch so!
Lasst Sie uns alle bashen!
Ausser Ingenieure, die werden ausgebeutet.

Es ist wieder einmal die gleiche Leier mit einer anderen Berufsgruppe. Das Murmeltier lässt grüssen, wobei es echt lange keine Gehaltsvergleich-Diskussion mehr gab...

anignu
01.03.2014, 14:51
Genau: das Gehalt sollte von der Verantwortung abhängen. Ausschließlich. Damit würden Busfahrer genausoviel verdienen wie Ärzte, Lehrer weniger, Piloten mehr usw.

Und innerhalb der Fachgruppen: Dermatologen weniger, Chirurgen mehr, Gynäkologen noch mehr und Neonatologen am Meisten...

Ach kommt. Da kommt doch Blödsinn raus.

Kackbratze
01.03.2014, 15:46
Die gefühlten Zahlen sprechend da eine ganz andere Sprache!

Kajsa
01.03.2014, 16:22
Ach, verbeamtete Lehrer haben doch traumhafte Arbeitsbedingungen:

- sämtliches Arbeitsmaterial aus eigener Tasche bezahlen
- sich einen Kopierer mit über 100 Kollegen teilen
- 700 Klassenarbeiten und Klausuren pro Jahr korrigieren
- unbezahlte Überstunden bei Elternsprechtagen, Klassenfahrten, Konferenzen, Nachprüfungen, Verwaltungsaufgaben, Unterrichtsbesuchen von Referendaren
- sich von allen anhören, man habe eh keine Lust, keine Ahnung und gönne dem kleinen Justin-Cedric das Abitur nicht
- sich von Arztkindern auslachen lassen, weil man nur Opel oder VW fährt
- jahrelanges Warten nach Versetzungsgesuchen, wenn man umziehen möchte sowie Willkür bei der Versetzung
- Massentierhaltungslehrerzimmer ohne ruhige Arbeitsmöglichkeit oder Platz
- kaum Funktionsstellen und damit Aufstiegsmöglichkeiten
- Baustellenartiger Lärm
- unwillige "Klientel"

Schon alleine mit der meist miesen Ausstattung würde in der freien Wirtschaft niemand arbeiten wollen. Einige würden große Augen machen, wenn sie den Job zu machen hätten. Schaut nach, was ein Schulleiter bekommt und vergleicht mit einem Chefarzt. Lächerlich. Was soll die Diskussion?

Kackbratze
01.03.2014, 16:36
Bis auf den aktiv Beteiligten und geneigten Gelegenheitslesern ist dem Rest hier diese Diskussion egal, weil man Äpfel nunmal nicht mit Birnen, Peperonis oder Katzenleckerlis vergleichen kann.

Kajsa
01.03.2014, 16:40
Aufgrund der Tatsache, dass die hier durchaus vertretenen Lehrer-Basher sich wahrscheinlich reproduzieren und ihrem Nachwuchs ihre Meinung über Lehrer mitgeben werden, ist nicht davon auszugehen, dass die Attraktivität dieses Berufs in den kommenden Jahren steigen wird.

Interessant, dass alle gute Schulen mit motiviertem Personal fordern, aber meinen, das "üppige" A13 für den Gymnasial-/Gesamtschullehrer wäre schon zu viel Schmerzensgeld. http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/beamte/nw?id=beamte-nrw-2013&matrix=1

Kajsa
01.03.2014, 16:43
Aufgrund der Tatsache, dass die hier durchaus vertretenen Lehrer-Basher sich wahrscheinlich reproduzieren und ihrem Nachwuchs ihre Meinung über Lehrer mitgeben werden, ist nicht davon auszugehen, dass die Attraktivität dieses Berufs in den kommenden Jahren steigen wird.

Interessant, dass alle gute Schulen mit motiviertem Personal fordern, aber meinen, das "üppige" A13 für den Gymnasial-/Gesamtschullehrer wäre schon zu viel Schmerzensgeld. http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/beamte/nw?id=beamte-nrw-2013&matrix=1

Gerade in den Naturwissenschaften gibt es Bedarf, da können sicher noch einige unzufriedene Ärzte in den Lehrerberuf einsteigen.

Kackbratze
01.03.2014, 16:46
...um dann bei weniger Arbeit mehr zu verdienen? Nein Danke!

Feuerblick
01.03.2014, 17:28
Ich habe unseren altbekannten Freund leider rauswerfen müssen. Beiträge, die sich nur auf seine geistigen "Ergüsse" bezogen, musste ich damit auch löschen. Sorry :-nix Falls euch irgendwas fehlt, bitte einfach nochmal posten, okay?

Lieben Gruß
Feuerblick
MediLearn-Moderatorin

gnuff
01.03.2014, 18:04
Ich kapiere das Ganze hier irgendwie nicht... beschwert sich hier ernsthaft jemand über unsere Bezahlung? Es gibt massenhaft Kritikpunkte an der Arbeitssituation von Ärzten, aber die Sache mit dem Hungertuch zieht ja wohl irgendwie nicht mehr. Ich will hier keinen Schwanzvergleich lostreten oder irgendwie rumprotzen, aber ich habe vergangenes Jahr €130.000,- verdient und meine Kinder wissen immernoch wer ich bin. Ich habe Hobbies und Freunde, kurzum ein Leben. Ich sehe durchaus Probleme rund um meinen Arbeitsplatz, aber die Kohle gehört da sicher nicht dazu. Nun mag irgendwer sagen, dass sich Schweden und Deutschland nicht vergleichen lassen, aber so richtig mag ich das nicht glauben...
Und jetzt stellt jemand fest, dass es auch Lehrer gibt, die viel verdienen, und? Ist doch toll, freut Euch für die... aber was soll denn der Vergleich bitte bringen? Neidisch auf Lehrer? Wieso? Ich wollte doch Arzt werden, nicht Lehrer... Äpfel und Birnen... aber sowas von...