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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Asymptomatische Lipasämie oder auch die Laborkrankheit?



Sam Caracha
13.03.2014, 17:42
Hallo,
ich arbeite in der AC und in meinem Haus haben wir im vergangenen Jahr immer wieder Fälle von spontan ansteigenden Lipasewerten gehabt, die scheinbar in keinem Zusammenhang stehen.
Natürlich, als Versorgeabteilung der akuten Pankreatitis kann man den Wert akzeptieren, jedoch steht ja da vielmehr die entsprechende Klinik und die Entzündungskonstellation im Labor im Vordergrund.
Nein, diese Lipasämien traten bei allerlei Patienten auf, präop, postop, asymptomatisch, manchmal als isolierter Anstieg 10 Tage postoperativ, ohne Medikamentenänderung oder sichtbares Ereignis.
Ich hab mal ein bisschen rumgesucht und das meiste, das man findet hat mit Pankreatitis zu tun. Darauf will ich mich jedoch ausdrücklich nicht beziehen.

Ich fand diese Gründe:
- IgG/A-Makrolipasämie -> verringerte Ausscheidung im Harn, 5% aller asympt. Lipasämien
- familiäre idiopathische Hyperamylasämie/Hyperlipasämie, AD vererbt
- Niereninsuffizienz
- Benigne isolated Hyperlipasemia bei Kindern http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24527428
(http://www.springermedizin.at/artikel/6935-erhoehte-pankreasenzyme-was-tun)
(http://www.aerzteblatt.de/pdf/99/41/a2717.pdf)

Hat sonst jemand mal solche Werte (zw 200-3000U/l) erlebt?
Gibts da vielleicht eine labortechnische Erklärung dafür oder hat jemand ein klinisches Korrelat entdeckt?
Grüße