Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie organisiert man sich gut als Assistenzarzt auf Station?
Ach ja: und möglichst wenig Aufgaben übernehmen. Da hab ich noch ein riesen Problem mit. Ich versuch immer nett zu sein und zu helfen und das kostet mich Zeit ohne Ende. Wenn jemand anruft und von irgendeinem Patienten einen alten Arztbrief haben will -> Sekretariat oder Pflege. Nicht du. Das kostet dich erstens um die 10 Minuten wenns gut geht mit Briefe raussuchen, ausdrucken, faxen usw. und wenn mal wieder der Drucker nicht geht, die Faxnummer die falsche war und du zurückrufen muss um die richtige Faxnummer rauszusuchen hast du ne halbe Stunde oder mehr verschenkt. Lass es jemand anders machen. Ebenso mit diesen Telefonkarten oder Anmeldung der Patienten in der Verwaltung -> jemand anders. Kostet Zeit und Mühe und bringt einen aus der Arbeit draus. Oder wenn Leute einen Termin haben wollen in der Sprechstunde und die Sekretärin istgrad nicht greifbar: dann sollen die Leute wannanders anrufen. Wenn du dich drum kümmerst und irgendwas passt nicht hast du Zeit verbraucht und alle sind sauer auf dich.
Das stimmt, das ist extrem wichtig und vermutlich der häufigstes Anfängerfehler, man will ja immer nett sein. Aber es stimmt. Vieles ist nicht klar definiert, was die Aufgabenverteilung betrifft. Befunden hinterherzutelefonieren ist anstrengend, häufig kann das aber auch die Sekretärin. Beliebt sind auch Konsile, bei denen dir dir andere Fachrichtung 10 Anordnungen aufschreibt, dann darf man ruhig auch mal nach Übernahme fragen.
Mit dem neuen Patientenrechtegesetz ist es Vorschrift, dass die Patienten ungefragt Kopien ihrer unterschriebenen Aufklärungsbögen bekommen - ich hab das dreimal gemacht und dann wurde eine Lösung gefunden, dass das die Pflege im Nachtdienst macht. Sicher auch nicht ideal, aber eine Überbrückung bis es neue Durchschläge gibt.
Challenger
07.04.2014, 18:36
Stationsarbeit ist kein Hexenwerk und hat häufig mit der Medizin gar nicht mehr
so viel zu tun. Ein Großteil des Tages ist man mit ödem case management be-
schäftigt (Untersuchungen anmelden, Termine planen/koordinieren, Konsilen
oder der Funktionsdiagnostik hinterhertelefonieren), das auch durchaus durch
eine medizinische Fachangestellte (früher: Arzthelferin) erledigt werden könnte.
Leider hat sich das unter den BWL-Hengsten in der Verwaltung noch nicht herum
gesprochen, dass durch solche banalen und letztendlich arztfernen Tätigkeiten
wertvolle und teure ärztliche Arbeitskraft vergeudet wird.
Sehr nervig auch die Blutabnehmerei (die wir leider auch komplett selbst machen
müssen). Auch Arztbriefe und Angehörigengespräche nehmen immer wieder viel
Zeit in Anspruch, bringen dich in der Fachweiterbildung aber nicht voran.
Häufig ist es leider so, dass man als Stationsassistent aufgrund ständiger Überbelegung
mit 20 zu versorgenden Patienten, schlechter oberärztlicher Betreuung und stupiden
Routineaufgaben ohne besonderen Anspruch (Blutentnahmen, Aufklärungen, Briefe...)
in seinem Hamsterrad verblödet. Daher ist es wirklich ein guter Tipp, alles delegierbare
auch zu delegieren, um Zeit für wichtigere Dinge zu haben: mal ins Fachbuch gucken (ja
auch das darf man m.E. während der Arbeitszeit machen...sollte nicht eine exklusive Aufgabe
für den Feierabend sein), in die Funktion gehen und z.B. nen paar Sonos oder Punktionen
machen, NEF mitfahren etc. Einschränkend sollte noch erwähnt werden, dass die anderen
Professsionen (Pflege, Sekretärinnen) sehr trainiert und kreativ im Abwimmeln von prinzipiell delegierbaren
Tätigkeiten sind ---> "Das ist Arztaufgabe!" Wie sehr ich diesen bekloppten Satz hasse, den man dann
zu hören kriegt.
Medicina1985
22.05.2014, 21:15
Ich muss den Thread nun noch einmal aufleben lassen....Ich bin nun. Schon ein paar Wochen dabei. Nach 3 Tagen Einführung hatte ich gleich meine 15 Patienten... Und damit war ich schon so manchen Abend bis 10 im Krankenhaus. Bin ich zu langsam oder ist das normal und ich muss mehr Geduld mit mir haben? Erschwerend ist, dass es auf meiner Station keinen Altassistenten gibt und der Oberarzt auch keine Visite mit mir macht, außer bei konkreten Fragestellungen. Mir fehlen einfach auch noch alle Basics ....was machen bei Durchfall, plötzlicher Luftnot, habe vor allen Medikamenten die man mal gelernt hat total die Hemmung, sichere mich immer nochmal ab, dauert dann alles natürlich doppelt so lange, schreibe mir auf, was ich geben möchte, frage es den OA bei Gelegenheit, laufe dann noch zur Kurve um es einzutragen usw.
Bin ich da nich normal, habt ihr auch so angefangen? PJ und jetzt alles selber machen sind echt ein großer Unterschied. Ich verbringe auch super viel Zeit am Tag damit allen Konsilen und Untersuchungen hinterher zu telefonieren, weil sonst nichts läuft...außerdem muss ich mir auch immer noch für jeden Patienten aufschreiben was ich anmelde, sonst vergesse ich das auch wieder.....
Überlege gerade auch ständig, aber ich mit Innere das richtige Fach gewählt habe.... Will aber auch nicht zu schnell aufgeben... Wie lange habt ihr euch Zeit gegeben?
Würde mich sehr über Ratschläge, Erfahrungsberichte freuen :-)
WackenDoc
22.05.2014, 21:52
Deine Vorgesetzten sind entweder Idioten oder Psychopathen.
So wie du das schilderst, ist es völlig normal, dass du mit der Situation überfordert bist. Aber regelmäßig bis 22:00 zu arbeiten ist nicht normal!
Mach das so noch ein halbes Jahr- entweder bist du richtig gut und hast es bis dahin gepackt, oder du kannst dich mit nem Burn-Out oder ner Depression bei den psychiatrischen Kollegen vorstellen.
Ja. Aber.
Die Lernkurve am Anfang ist steil, die ersten drei Wochen sind nicht verwertbar. Nach zwei Monaten weiß man, was man bei Durchfall Luftnot Schmerzen erstmal gibt und macht und wen man dann anruft. Diese Zeit wird durch gute Einarbeitung (und nicht gleich 15 Pat) erleichtert.
Danach kommt es aber neben der Organisation des Systems (Hausstandards, genügend Personal, etc.) schon auch auf die eigene Organisation an, wilde Zettelwirtschaft mit hundert Notizen und Fragezeichen oder strukturierte Visite- Kurveneintrag- mittags einmal Absprache mit dem OA über anstehende Diagnostik, Fragen, Probleme etc.
Und Chaos und Notfälle und Tage bis abends lange gibts auch später immer noch, aber sie müssen die Ausnahme werden. Dann macht Innere Spaß!
Der Pete
22.05.2014, 23:02
Hallo zusammen,
Das sind wirklich wertvolle Tipps!!! Vielen Dank.
Ich fange dieses Jahr zum 01.12. auch in der Inneren an (sofern ich das HEX bestehe ;). Habt ihr bezüglich "Fortbildungen" im ersten Assistenzarztjahr irgendwelche Tipps bzw. Anregungen? Ich starte in der Kardio ...
Beste Grüße und Danke für eure wertvollen Erfahrungen
Peter
Jule-Aline
23.05.2014, 05:01
[QUOTE=Medicina1985;1734400]Ich muss den Thread nun noch einmal aufleben lassen....Ich bin nun. Schon ein paar Wochen dabei. Nach 3 Tagen Einführung hatte ich gleich meine 15 Patienten... Und damit war ich schon so manchen Abend bis 10 im Krankenhaus. Bin ich zu langsam oder ist das normal und ich muss mehr Geduld mit mir haben? Erschwerend ist, dass es auf meiner Station keinen Altassistenten gibt und der Oberarzt auch keine Visite mit mir macht, außer bei konkreten Fragestellungen.
Gibt es die Möglichkeit,dass frühs alle Pat mit ihren Problemen,diagn.Ergebnissen durchgesprochen werden?Das war bei uns immer sehr hilfreich,der Chef sagte zu jedem Pat was er gern noch haben möchte.
Ansonsten finde ich das Verhalten deiner Vorgesetzten grob fahrlässig,noch dazu wo keine Altassistenten vorhanden sind.
WalterSobchak
23.05.2014, 10:10
@Pete:
Kann nur aus pädiatrischer Sicht berichten, dennoch:
ich persönlich fand das erste Jahr auch ohne zusätzliche Fortbildung aufregend genug ;-)
Im Ernst, ich glaube, dass man im ersten Jahr so viel neues sieht, hört und macht, dass es tatsächlich nicht nötig ist, zusätzlich noch FB zu besuchen. In der Kardio wäre höchstens ein Echo-Kurs denkbar, hängt bisschen davon ab, was der Chef so fordert. Aber m.M.n. ist ein Sonokurs auch wenig sinnvoll, wenn man noch nie nen Schallkopf in der Hand hatte. Hab meine im 2. bzw. 3. WB-Jahr gemacht und dadurch deutlich mehr mitgenommen.
Im ersten Jahr würd ich versuchen, auf Station klar zu kommen, Visiten suffizient hinzukriegen, Kranke von weniger Kranken zu unterscheiden zu lernen und die fachspezifischen interventionellen Dinge (differiert ja doch von Fach zu Fach) sicher zu beherrschen.
Damit man aus FB richtig etwas mitnimmt setzt m.M.n. auch voraus, dass man sich zu bestimmten Sachverhalten schon eine Meinung gebildet hat (geht nur im klinischen Alltag) - sonst ist das dort einfach nur unkritisches Aufnehmen von Infos ohne zu wissen, wie man es einordnen soll und wie relevant bestimmte Dinge sind - ähnlich vieler Vorlesungen im Studium.
Jule-Aline
23.05.2014, 10:56
Hallo zusammen,
Das sind wirklich wertvolle Tipps!!! Vielen Dank.
Ich fange dieses Jahr zum 01.12. auch in der Inneren an (sofern ich das HEX bestehe ;). Habt ihr bezüglich "Fortbildungen" im ersten Assistenzarztjahr irgendwelche Tipps bzw. Anregungen? Ich starte in der Kardio ...
Beste Grüße und Danke für eure wertvollen Erfahrungen
Peter
Was sicher nicht schlecht wäre, einen Kurs oder ein hausinternes Training zum Thema Reanimation und Umgang mit Notfällen.Denn in deinen ersten Diensten kann es sein,dass du damit konfrontiert wirst.
Müsst ihr die ITS oder IMC im Dienst mit abdecken oder gibt es dafür eigene Leute?Einführungsseminare
in die Intensivmedizin wären sicher auch nicht verkehrt,gerade wenn ihr im Dienst die ITS mitmacht.Das hängt aber vom Haus ab.
Jule-Aline
23.05.2014, 10:57
Ansonsten gilt,dass du lernen solltest das Stationschaos zu beherrschen und wichtiges von unwichtigem unterscheidest:)
Bei uns stehen im ersten Jahr die Kurse für die Fachkunde röntgen an. Im zweiten Jahr Intensiv- und Notarztkurs.
Relaxometrie
23.05.2014, 16:43
Bei uns stehen im ersten Jahr die Kurse für die Fachkunde röntgen an. Im zweiten Jahr Intensiv- und Notarztkurs.
Ist das echt so festgeschrieben? Wäre ja super, wenn man die Kurs einfach machen dürfte, ohne seine Ellenbogen für das Genehmigen von Fortbildungen so sehr ausfahren zu müssen.
Also den Röntgenkurs braucht man bei uns auch. Ist nicht vorgeschrieben wann man den macht, aber theoretisch darf man sonst im Dienst kein Röntgen etc anmelden ohne einen da zu haben, der es darf. Dafür hab ich meine Fortbildungstage im ersten Jahr auch genutzt, denke schon, dass das Sinn macht...
Ansonsten war auch ich am Anfang mit 14 Patienten schon echt lange beschäftigt, schon allein eben weil man sich immer absichern will und auch ewig braucht einen Brief zu diktieren. Aber das vergeht zum Glück wirklich schnell, man traut sich mehr, Dinge an die man vorher denken musste sind dann plötzlich selbstverständlich und alles geht schneller. Auch die Dienste führen dazu, dass man selbstbewusster wird und sich mehr traut, weil man da eben keine andere Wahl hat als eine Entscheidung zu treffen...
The Proteinkinase
24.05.2014, 08:47
Ich muss den Thread nun noch einmal aufleben lassen....Ich bin nun. Schon ein paar Wochen dabei. Nach 3 Tagen Einführung hatte ich gleich meine 15 Patienten... Und damit war ich schon so manchen Abend bis 10 im Krankenhaus. Bin ich zu langsam oder ist das normal und ich muss mehr Geduld mit mir haben? Erschwerend ist, dass es auf meiner Station keinen Altassistenten gibt und der Oberarzt auch keine Visite mit mir macht, außer bei konkreten Fragestellungen. Mir fehlen einfach auch noch alle Basics ....was machen bei Durchfall, plötzlicher Luftnot, habe vor allen Medikamenten die man mal gelernt hat total die Hemmung, sichere mich immer nochmal ab, dauert dann alles natürlich doppelt so lange, schreibe mir auf, was ich geben möchte, frage es den OA bei Gelegenheit, laufe dann noch zur Kurve um es einzutragen usw.
Bin ich da nich normal, habt ihr auch so angefangen? PJ und jetzt alles selber machen sind echt ein großer Unterschied. Ich verbringe auch super viel Zeit am Tag damit allen Konsilen und Untersuchungen hinterher zu telefonieren, weil sonst nichts läuft...außerdem muss ich mir auch immer noch für jeden Patienten aufschreiben was ich anmelde, sonst vergesse ich das auch wieder.....
Überlege gerade auch ständig, aber ich mit Innere das richtige Fach gewählt habe.... Will aber auch nicht zu schnell aufgeben... Wie lange habt ihr euch Zeit gegeben?
Würde mich sehr über Ratschläge, Erfahrungsberichte freuen :-)
Puuh, du arme! Das hört sich ja nicht so toll an! Ich glaube an deiner Stelle wäre ich auch verzweifelt.... Ich arbeite jetzt seit April. Habe im Schnitt 8-10 Patienten und ein mal die Woche Oberarztvisite.... und dazu eigentlich (mittlerweile) nette erfahrenere Kollegen, die ich ständig mit irgendwas nerven kann. War am Anfang auch nicht wirklich so, aber es hat sich eingependelt. Warum macht denn der OA keine Visite mit dir? Müsste doch auch in seinem Interesse liegen? Ich fühl mich nach der OA Visite den Rest der Woche gut, weil ich erstmal wieder abgesichert bin keinen so wahnsinnig großen Unfug gemacht zu haben :-)) Ich arbeite ja Teilzeit und bin auch recht häufig pünktlich raus, oder mal ne halbe Stunde oder Stunde länger.
Ansosten finde ich es auch schwer mich irgendwie zu organisieren. Also wenn nichts gross weiter ansteht und ich wirklich meine Visite abarbeiten kann dann gehts. Aber sobald was dazwischen kommt wie zb eine Neuaufnahme dann komm ich doch immer wieder ins straucheln.
Sprich doch noch mal mit deinem Chef/Oberarzt. Was ist denn dabei wenn er entweder einmal die Woche Visite mit dir macht oder ein mal am Tag dir 15 Minuten Zeit gibt die Fragen zu beantworten? Wobei ich schon finde,dass eine Visite besser ist. Ich merke immer wieder, dass mir der große Überblick fehlt und meine OÄ das einfach viel besser im Blick hat.
Ich mache mir noch Gedanken wie ich Dienste schaffen soll. Wir haben GsD keine Ambulanz, aber ich glaubeich wäre trotzdem völlig überfordert, sollte es mal akut einem Patienten schlechter gehen :-nix
Medicina1985
24.05.2014, 14:58
Ich kann den Oberarzt schon Dinge fragen, wenn ich ihn anrufe, er kommt auch manchmal kurz vorbei. Aber er geht nie mal komplett alle Kurven mit mir durch oder so. Alles was mir nicht selber auffällt und ich nicht frage geht quasi unter, passiert also nichts...Mir fehlt auch einfach noch totaldas Basishandwerk. Traue mich auch kaum neue Medikamente aufzuschreiben, bin halt noch sehr vorsichtig....wann wurde das denn alles besser bei euch? Vielleicht erwarte ich ja auch etwas viel für die kurze Zeit...Woche momentan schon morgens mit der Panik auf wie ich das alles schaffen soll....
Zum Glück ist heute Wochenende :-)
Ist man als Oberarzt denn nicht verpflichtet, eine Visite zu machen? Wenn dir Fehler unterlaufen, fällt es doch schließlich auf ihn zurück....Und haben aufgenommene Patienten nicht das Recht mind. 1x von einem Oberarzt gesehen worden zu sein? (Oder fällt sowas unter hausinterne Regelungen?)
Also ich hab am Anfang auch keine regelmäßige Oberarztvisite gehabt, weil meine Oberärztin stark gestresst war. Aber zum Glück ist sie ein herzensguter Mensch und ist dann nach ihrer getanen Arbeit, wenn auch teils erst gegen 18 Uhr zu mir raufgekommen um Fragen zu beantworten. Das war wirklich ganz am Anfang, wo ich noch meinte, dass man Fragen nicht am Telefon klären kann. ;)
Inzwischen habe ich einen Oberarzt, bei dem ich anfänglich meine Oberarztvisiste einfordern musste. Hab ihn dienstags morgens angerufen, ihn um Visite gebeten, meist hat er zugestimmt, selten abgelehnt. Inzwischen kommt er meist freiwillig dienstags hoch und ruft mich an. :) Zudem dann Chefvisite in der Regel donnerstags, wenn ihm nix dazwischen kommt.
Mmh, bei mir wird mit Sicherheit nicht jeder Patient vom Oberarzt gesehen, mag an meinem hohen Durchsatz liegen. Drei Entlassungen und dementsprechend drei Aufnahmen sind eigentlich normal. Viele Patienten bleiben nur zwei Nächte.
Zur Organisation: Ich habe mir auf dem PC eine Liste meiner Patienten angefertigt, da steht erstmal das wichtigste über ihn, dann die Untersuchungen, die angemeldet sind und die die gelaufen sind stehen mit dem Ergebnis auch drin. Danach noch Untersuchungen, die potentiell laufen sollten und wichtige Dinge, die ich besprechen muss. Die kann ich jeden Tag abarbeiten, gucken, welche Untersuchung gelaufen sein muss, so verpass ich kein Ergebnis und weiß auf einen Blick, was gelaufen ist. Konnte ich mir am Anfang alles nicht merken. Inzwischen, wahrscheinlich auch dank der Liste, geht das in Fleisch und Blut über und ich weiß das auch aus dem Kopf, bin in Stresssituationen aber trotzdem immer wieder dankbar für mein externes Gedächtnis.
Medicina1985
26.05.2014, 19:31
Schwierig finde ich es auch, dass man morgens Blut abnimmt, die Ergebnisse leider erst einiges später da sind, so mache ich quasi am Nachmittag noch einmal Visite und trage Laboranforderungen für den nächsten Tag nach, falls was auffällig war oder ordne Flüsfugkeit an, falls der Krea Wert schlecht ist. Das gleiche ist es mit den Befunden die nachmittags reinkommen und noch irgendwelche Konsequenzen erfordern. Davon sind dann die Schwestern genervt, wenn ich so spät was nachtrage....
The Proteinkinase
26.05.2014, 19:47
Ja Medicina so geht es mir auch mit den Blutabnahmen :-))
Aber das hat doch jetzt nix mit Eurer Organisation zu tun. Auf Laborwerte kann man halt erst reagieren wenn sie vorliegen. :-nix
Wobei sie am späten Vormittag ja schon da sein dürften wenn man sie morgens abnimmt, wir haben extra ein needleteam, das das Blut vor 8 abnimmt, sodaß wir die wichtigsten Werte bei der Visite um 9.30 oft schon haben. In den operativen Fächern lassen sich die Werte ja auch zur Not in einer OP-Pause von irgendeinem OP-Rechner sichten und die wichtigsten Anordungen telefonisch (oder via elektronische Kurve sofern vorhanden) machen.
Ansonsten können die Schwestern da nicht viel meckern... Sonst kriegt halt jeder um 8 Uhr prophylaktisch ne Flasche Wasser angehängt, dann sind die mit dem hohen Krea bestimmt dabei :-D - aber das wollen die Schwestern sicher auch nicht.... :-))
Ansonsten muss man halt nachmittags nochmal ne Kurvenvisite machen wo man eben schnell durchflippt und v.a. alle neuen Befunde würdigt.
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