Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Probleme in der Inneren: Weiterbildung, Dienste, Überstunden etc.
Same shit, different place.
Challenger
03.04.2014, 21:33
Hallo!
Ich bin Assistentin im dritten Jahr in der Inneren und in unserer Abteilung ist die Stimmung gerade ziemlich schlecht. Viele haben gekündigt oder wollen kündigen und deshalb wollen wir Assistenten uns demnächst mal zusammensetzen und Ideen sammeln, wie sich etwas verbessern lässt. Folgendes sind glaube ich die größten Probleme:
- keine Weiterbildung (Sono, Echo nur alleine ohne Supervision, Endoskopie gar nicht, keine Rotation in die Funktion)
- Rotation in die ZNA oder auf Intensiv, ohne dass man entsprechendes "Rüstzeug" dafür hat
- in den Diensten in ZNA und auf Intensiv auch als junger Assistent alleine, Oberarzt nur telefonisch zu erreichen, kommt nie rein um jemanden z.B. klinisch mit zu beurteilen, wenn man nicht weiter weiß
- teilweise sehr hohe Arbeitsbelastung in der ZNA, wird im Stellenplan nicht berücksichtigt
Gibt es bei euch ähnliche Probleme oder habt ihr vielleicht eine Lösung? Freue mich über Antworten,
chillkrötchen
Haha, ist bei uns genauso...
herrdoktor0815
06.04.2014, 07:39
Kündigen und bessere Stelle suchen. Es gibt auch noch ( immer seltener ) bessere Stellen !
Kündigen und bessere Stelle suchen. Es gibt auch noch ( immer seltener ) bessere Stellen !
Quellen? Oder Eminenzbasiert?
Natürlich gibt es gute und schlechte Stellen. Die Verteilung wird wohl niemand ausmachen können, weil es schlichtweg individuell gefühlt wird. Auch eine "schlechte" Stelle kann von einigen Kollegen als "gute" Stelle empfunden werden. Heißt ja nicht, dass sich nicht Andere dort max. unwohl fühlen. Man kann versuchen, sich mit der Stellensituation zu arrangieren und das Beste für sich herauszuholen. Wenn das nicht möglich ist, dann kann man kündigen. Aber eins sollte man immer berücksichtigen: "Woanders ist auch Schei$$e!" Den Laden, in dem ich gerade bin, kenne ich. Mit allen guten und schlechten Seiten. Die nächste Stelle kenne ich nur von außen. Ob die mir da nun nur Honig um den Bart schmieren, damit ich schnell dort anfange, um deren Situation zu verbessern, weiß ich nicht.
Wie gesagt: wenn man es so überhaupt nicht mehr ertragen kann, und auch keine Verbesserung der Situation zu erwarten ist, kündigen. Aber eben auch mit der Gewissheit auf Stellensuche gehen, dass es besser werden kann, man aber eben auch gewaltig in die Schei$$e packen kann!
BTW: Ich glaube, dass es gar nicht soooo wenige Stellen gibt, die gute Bedingungen bieten. Nicht aufgeben! :-))
Challenger
06.04.2014, 12:39
Quellen? Oder Eminenzbasiert?
Natürlich gibt es gute und schlechte Stellen. Die Verteilung wird wohl niemand ausmachen können, weil es schlichtweg individuell gefühlt wird. Auch eine "schlechte" Stelle kann von einigen Kollegen als "gute" Stelle empfunden werden. Heißt ja nicht, dass sich nicht Andere dort max. unwohl fühlen. Man kann versuchen, sich mit der Stellensituation zu arrangieren und das Beste für sich herauszuholen. Wenn das nicht möglich ist, dann kann man kündigen. Aber eins sollte man immer berücksichtigen: "Woanders ist auch Schei$$e!" Den Laden, in dem ich gerade bin, kenne ich. Mit allen guten und schlechten Seiten. Die nächste Stelle kenne ich nur von außen. Ob die mir da nun nur Honig um den Bart schmieren, damit ich schnell dort anfange, um deren Situation zu verbessern, weiß ich nicht.
Wie gesagt: wenn man es so überhaupt nicht mehr ertragen kann, und auch keine Verbesserung der Situation zu erwarten ist, kündigen. Aber eben auch mit der Gewissheit auf Stellensuche gehen, dass es besser werden kann, man aber eben auch gewaltig in die Schei$$e packen kann!
BTW: Ich glaube, dass es gar nicht soooo wenige Stellen gibt, die gute Bedingungen bieten. Nicht aufgeben! :-))
Kündigen und woanders anfagen ist imho die ultima ratio. Während der FA-Ausbildung kann man das vielleicht max. 2 mal machen, ohne dass man sich den Lebenslauf total versaut und vielleicht als notorischer Nörgler/Querulant dasteht, dem es keiner recht machen kann. Zudem muss man bedenken, dass man sich jedes Mal erst in die neuen Strukturen einarbeiten, die Kollegen kennenlernen muss etc. Und vor allem stellt man sich immer wieder hinten an, wenn es um die "Sahnstückchen" geht (z.B. Funktionsrotation, Intensivstaiton). Ich habe selbst schon einmal die Stelle gewechselt, weiß also wovon ich rede. Die Hospitation in der neuen Klinik war echt pure Schönfärberei. Wie der Hase wirklich läuft, weiß man erst, wenn man ein paar Wochen im neuen Laden gearbeitet hat.
Mich würde ja mal interessieren, wo chillkröte in der Geri angefangen hat :)
Ich will mal ein etwas positiveres Beispiel nennen (auch wenn bei uns sicher auch nicht alles gut läuft!).
Bin jetzt seit knapp 16 Monaten in einer geriatrischen Abteilung und trotz echt schlimmer personeller Engpässe, die unsere Abteilung zwischenzeitlich hatte, immernoch glücklich mit der Entscheidung.
Ich bin mittlerweile selbst Assistentensprecherin und wir Sprecher sagen regelmäßig unsere Meinung - auch dem Vorstand oder der PDL gegenüber. Und wir haben eigentlich immer die Oberärzte hinter uns, die wollen, dass wir eine gute Ausbildung bekommen. Das hat zB schon zur Sperrung von Betten aufgrund der Unterbesetzung geführt und dazu, dass wir dieses Jahr ein höheres Fortbildungsbudget bekommen.
Wir werden jetzt der Reihe nach alle in Sono eingearbeitet und in absehbarer Zeit soll es dann auch wieder eine mindestens 3monatige Funktionsrotation geben. Das war zuletzt aufgrund von massiven Personalengpässen nicht möglich gewesen :/ Aber ein Oberarzt kommt zu jedem Sono dazu und schallt nach/ erklärt was dazu.
In den Diensten ist bei uns schon viel los, auch wenn wir an einem großen Haus glücklicherweise nicht die ZNA mitbetreuen müssen. Den OA anrufen ist bei uns kein Problem, machen wir regelhaft bei jedem Konsil im Dienst (Facharztstandard und so ;) und bei allen Fragen. Bei einer Kollegin, die in der Nacht gefühlte 1000 Zugänge hatte und völlig fertig war, kam auch schonmal eine OÄ rein zum helfen (aber das ist die Ausnahme). Dafür kommen unsere Oberärzte am Wochenende rein um sich die Zugänge aus der Nacht nochmal anzuschauen.
Ende letzten Jahres habe ich wegen des Personalengpasses auch verhältnismäßig viele Überstunden aufgebaut - dafür grade erst einfach mal so 12 Tage frei bekommen :)
Jetzt kämpfen wir aktuell dagegen, dass der Vorstand unsere Patientenzahl erhöhen will ohne die Zahl der Stationsärzte zu erhöhen. Also drückt uns die Daumen - es sieht nicht so schlecht aus!
Was bei uns aber schlecht läuft ist die Rotation. Wir könnenplanmäßig in die Intensiv und in die Notaufnahme - um alles andere muss man sich selbst kümmern und kommt sich vor wie ein Bittsteller.
Wie ist das bei euch geregelt?
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.