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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Krankenpflegepraktikum vorm Zahnmedizinstudium sinnvoll?



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EVT
29.05.2014, 21:22
In Muenster schon, also denke ich, dass es anderswo aehnlich ist. Man hat ja auch als Zahni Innere, Derma, HNO, Hygiene, Radio und so, natuerlich etwas abgespeckt.
Aber du musst auch mit Notfaellen in der Praxis umgehen koennen.

ehemaliger User_25062015
29.05.2014, 21:58
Achso also doch noch mehr als pures Zahni-Zeug. :-)) Dachte immer, dass die dann jahrelang "nur" was ueber Zähne lernen. Interessant. Beim Präpkurs isses so, dass nicht an allen Unis die Zahnis die komplette Anatomie lernen muessen, oder?

EVT
29.05.2014, 22:02
Ja nicht an allen Unis, daher muss man sich die Uni fuer den Quereinstieg ja auch geschickt aussuchen ;-)
Kopf/Hals ist dann meist intensiver, Situs gleich, akt. und pass. Bewegungsapparat weniger, Neuro keine Ahnung.

Es heisst ja auch offiziell Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und da gehoeren ja schon mehrere Krankheiten dazu, nicht nur Karies. Zahnaerzte verschreiben auch manchmal Antibiotika, machen OPs im Mund oder muessen wissen, was passiert, wenn der Patient Marcumar nimmt oder Diabetes hat.

smanpodg
30.05.2014, 15:58
Als jemand, der beide Studiengänge gemacht hat, kann ich dir folgende drei Empfehlungen geben:

1.) Mach ein Praktikum in "für nichts angemacht werden" Lass dich von Menschen deiner Wahl bloßstellen, veralbern auf den Arm nehmen und beleidigen. Das dicke Fell brauchst du in jedem Fall. Und es erhöht die Frustrationsresistenz ungemein. (Dozent: Soso, das soll also eine Kaufläche sein? Naja... schön ist die nicht... machen Sie das bitte nochmal...")

2.) Versuche möglichst viele Verwandte und Freunde mit schlechtem Gebiss und dicker Brieftasche jetzt schon zu sammeln. Es gibt und gab Leute, die das Stex schieben mussten, aus Patientenmangel.

Ungeachtet dieser beiden Dinge ist es, wie bei den Humanmedizinern, so, dass dich nur der Verlust mehrerer Liter Blut und einiger Gließmaßen vom Arzt-/Zahnarzt-werden abhalten kann... WENN du deine Zulassung ersteinmal hast..

PS: Zahntechniker PRaktikum bringt was, aber wirklich nur für die drei Vorklinischen Kurse. Die schafft man aber auch als Noob sehr gut

PPS: Es zeichnet sich ab, dass Zahnis dieselbe Vorklinik machen, wie Humanis und das in den nächsten ein bis zwei Jahren.

baugruen
01.06.2014, 09:04
Als jemand, der beide Studiengänge gemacht hat, kann ich dir folgende drei Empfehlungen geben:

1.) Mach ein Praktikum in "für nichts angemacht werden" Lass dich von Menschen deiner Wahl bloßstellen, veralbern auf den Arm nehmen und beleidigen. Das dicke Fell brauchst du in jedem Fall. Und es erhöht die Frustrationsresistenz ungemein. (Dozent: Soso, das soll also eine Kaufläche sein? Naja... schön ist die nicht... machen Sie das bitte nochmal...")

2.) Versuche möglichst viele Verwandte und Freunde mit schlechtem Gebiss und dicker Brieftasche jetzt schon zu sammeln. Es gibt und gab Leute, die das Stex schieben mussten, aus Patientenmangel.

Ungeachtet dieser beiden Dinge ist es, wie bei den Humanmedizinern, so, dass dich nur der Verlust mehrerer Liter Blut und einiger Gließmaßen vom Arzt-/Zahnarzt-werden abhalten kann... WENN du deine Zulassung ersteinmal hast..

PS: Zahntechniker PRaktikum bringt was, aber wirklich nur für die drei Vorklinischen Kurse. Die schafft man aber auch als Noob sehr gut

PPS: Es zeichnet sich ab, dass Zahnis dieselbe Vorklinik machen, wie Humanis und das in den nächsten ein bis zwei Jahren.

sehr gute zusammenfassung! :-meinung

zahnfee_to_be
04.06.2014, 15:36
Wow, Danke für die ganzen hilfreichen Antworten! :-)

Diese Idee, MKG-Chirurgie zu machen, hatte ich auch schon, aber ich glaube, das Studium dauert mir einfach zu lange. Möchte ja irgendwann auch mal Familie und Kinder haben und ich glaube, das wird schwer, wenn man den ganzen lieben langen Tag im OP steht, oder???

Und was hat es mit dieser neuen Approbationsordnung auf sich? Habe schon mal im Internet nachgeschaut, aber ich werde da nicht so richtig schlau draus? Soll das ganze Zahnmedizinstudium umgestellt werden oder studieren die zunkünftigen Zahnärzte dann auch einen Teil Humanmedizin?

Freue mich schon auf eure Antworten.
:-) :-)

Chris.
04.06.2014, 20:25
Das allerwichtigste für einen Arzt (evtl. weniger als Zahnarzt) ist neben der Fachkompentenz, die jeder mehr oder weniger mit abgeschlossenem Studium geregelt bekommt, gesunder Menschenverstand und Lebenserfahrung- mach doch was ganz anderes: Irgendein Job, der mit Medizin nichts zu tun hat, mithelfen bei nem Sozialprojekt, Work & Travel, Auszeit in nem Kloster.....

Ich studiere Humanmedizin und nicht Zahnmedizin. Aber ich sehe es wie WackenDoc: Wenn du dich schon für dieses Studium entschieden hast und sowieso die nächsten Jahre in diesem Bereich tätig sein wirst, dann versuch die viele freie Zeit, die du jetzt hast, intensiv zu nutzen...Zusatzerfahrungen kannst du ja durch Jobs/Extrakurse/Praktika etc. in deiner freien Zeit und den Semesterferien auch noch während des Studiums sammeln. Aber soviel freie Zeit aufeinmal ist günstig für so viele Dinge. Eine Sprachreise, ein Praktikum im Ausland ( wär ja auch kombinierbar mit Erfahrungen fürs Studium), nochmal in einen ganz anderen Bereich schnuppern, Geld mit nem Nebenjob ansparen, Kochen lernen, ins Kloster gehen ;-), was auch immer. Es gibt auch außerhalb der Uni eine Menge zu lernen. Ich find vor allem durch die vielen Praktika und Kurse merkt man, dass es ungemein wichtig ist, mit vielen verschiedenen Menschen und neuen Situationen umgehen zu können. Ist zumindest mein Eindruck.

Du kannst es sicher kaum erwarten, endlich mit dem Studium beginnen und dich mit dieser Materie auseinandersetzen zu können...aber lass dir das wirklich durch den Kopf gehen. Viel Spaß im Studium!