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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Buddhismus als 'fake'-Konfession für kirchliches Haus?



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Roxanna
30.06.2014, 12:49
Es ist übrigens nicht meine erste Stelle.

Das Haus als solches ist recht 'un-katholisch' in dem Sinne, dass man es im Arbeitsalltag nicht wirklich merkt, dass es konfessionell ist.

Bewoben habe ich mich nach langer Überlegung. Das Haus hat einfach einen sehr guten Ruf und super Arbeitsbedingungen. Auch das Spektrum sagt mir zu. Für mich (eigentlich) der perfekte Job!

Die Sache mit der Religionszugehörigkeit hatte ich erst mal auf die lange Bank geschoben, da man ja auch immer wieder mal hört, dass sei nicht mehr wirklich ein Problem und man würde auch ohne Konfession angestellt werden...

Muriel
30.06.2014, 12:50
Lohnsteuerkarte heißt das Zauberwort.

Rico
30.06.2014, 13:35
Warum verschweigst du das mit dem "ausgetreten" nicht einfach? Oder sagst meinetwegen du bist katholisch. Wie sollen die das nachprüfen?"Zentralregister" heißt das zweite Zauberwort.
Das haben zwar nur die Katholiken in D, aber in diesem Fall reicht es auch schon.
Außerdem wäre es wohl ein fristloser Kündigungsgrund, wenn man falsche Angaben in dieser für das Haus sehr zentralen Angelegenheit macht.

Trianna
30.06.2014, 13:35
Ich kann nichts wirklich neues zum Thema beitragen, außer das Rico es perfekt beschrieben hat, doch muss ich sagen, bekomme ich jedesmal aufs Neue die Krise, wenn ich solche Geschichten hören. Was zur Hölle soll denn das? Ist ja ok, wenn der Krankenhausgeistliche eine Religionszugehörigkeit nachweisen soll, aber die Ärzte... ich werde es nie rallen und immer schrecklich finden. Meh, ich verziehe mich zurück in meine Wuthöhle...

Relaxometrie
30.06.2014, 13:48
Ich kann nichts wirklich neues zum Thema beitragen, außer das Rico es perfekt beschrieben hat, doch muss ich sagen, bekomme ich jedesmal aufs Neue die Krise, wenn ich solche Geschichten hören. Was zur Hölle soll denn das? Ist ja ok, wenn der Krankenhausgeistliche eine Religionszugehörigkeit nachweisen soll, aber die Ärzte... ich werde es nie rallen und immer schrecklich finden. Meh, ich verziehe mich zurück in meine Wuthöhle...
Geht mir genau so!
Und seitdem mir die Idiotie des Systems bewusst geworden ist, halte ich die Kindstaufe für eine Minimalvariante der Kindesmißhandlung. Denn kein Säugling, und auch kein Kind (sollte die Taufe im Kindesalter stattfinden) kann wissen, ob es gläubig ist/wird. Wenn es später feststellt, daß es nicht gläubig ist, entstehen ihm aber durch den Kirchenaustritt Nachteile. Die Ursache (nämlich die Taufe) für die entstehenden Nachteile hat der inzwischen Erwachsene aber nicht selbst zu verantworten, da er/sie sich weder bewusst für die Taufe, noch für die übergriffigen Regeln der Kirche (die der Staat sich gefallen lässt) entschieden hat.
Insofern stimme ich tatsächlich mit den Freikirchen überein, die -soweit ich weiß- die Kindstaufe ablehnen.

Peter_1
30.06.2014, 14:12
Vielleicht kann man als Arbeitgeber ja mal zur Bedingung machen, dass ein ärztlicher Arbeitnehmer eine atheistisch-humanistische Gesinnung habe solle und dafür den Nachweis erbringen muss aus der Kirche ausgetreten zu sein. Auf die arbeitsrechtliche Auseinandersetzung wäre ich ja mal gespannt. Argumetieren könnte man ja, dass die Geschichte der Kirche und die Kirchenmoral zutiefst dem humanistisch atheistischen Moralempfinden des Arbeitgebers entgegen steht.

@Roxanna: werde doch Pastafari (= Mitglied der Kirche des fliegenden Spaghettimonsters) http://www.pastafari.eu/

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30.06.2014, 14:13
Wir sollten den Schäferstündchen-Thread mit diesem zusammenführen...
In beiden dreht es sich um "Schäfchen" und beides ist irgendwie abstrus ;-)

Roxanna
30.06.2014, 14:18
Die mit dem Küchensieb auf dem Kopf sind (glaube ich) auch keine anerkannte Glaubensgemeinschaft. Schade eigentlich.

Mittwoch habe ich ein Gesprächstermin mit der Personalabteilung... Dann weiß ich mehr...

Peter_1
30.06.2014, 14:23
beides ist irgendwie abstrus ;-)
Abstrus ist dass die Kirche nach wie vor Sonderrechte als Arbeitgeber hat, aber die Diskussion darüber ist sicherlich müssig, da die Argumente pro und contra sattsam getauscht und bekannt sind :)

Roxanna
05.07.2014, 12:37
"Wir sind doch hier nicht in Süddeutschland!" Zitate der netten Dame aus der Personalabteilung. Alles gut soweit als Nichtmitglied...

Relaxometrie
05.07.2014, 12:46
So, ich habe jetzt tatsächlich mit der Personalabteilung gesprochen. Eine Religion ist tatsächlich Pflicht.

"Wir sind doch hier nicht in Süddeutschland!" Zitate der netten Dame aus der Personalabteilung. Alles gut soweit als Nichtmitglied...

:-nix

Roxanna
05.07.2014, 20:38
"Solange Sie an irgendetwas glauben..." Sogar die mit dem Nudelmonster werden akzeptiert.

Thomas24
05.07.2014, 21:29
Was wäre an der "First Church of Alfredo" oder den "Pastafaris" auch auszusetzen? :-oopss

Espressa
05.07.2014, 21:48
Ich denke ursprünglich ging es um eine Akzeptanz des christlichen Gottes, der Nächstenliebe und der Ehrfurcht vor dem Leben.
Dann fand eine Erweichung der Anforderungen statt, um andere Gottesbilder irgendwie zuzulassen (wobei sich mir der Sinn da schon nicht erschließt, das weicht bei manchen Religionen schon sehr drastisch ab), jedenfalls ist nachvollziehbar dass pseudoreligionen, die alles als großen Witz betrachten, nicht mehr dem Grundgedanken entsprechen.

LasseReinböng
05.07.2014, 23:30
"Wir sind doch hier nicht in Süddeutschland!" Zitate der netten Dame aus der Personalabteilung. Alles gut soweit als Nichtmitglied...

Sage ich ja, in Norddeutschland erwartet die Kirche nichts. Alles kann, nichts muß oder so.

Rico
06.07.2014, 11:53
Ich denke ursprünglich ging es um eine Akzeptanz des christlichen Gottes, der Nächstenliebe und der Ehrfurcht vor dem Leben.
Dann fand eine Erweichung der Anforderungen statt, um andere Gottesbilder irgendwie zuzulassen (wobei sich mir der Sinn da schon nicht erschließt, das weicht bei manchen Religionen schon sehr drastisch ab), jedenfalls ist nachvollziehbar dass pseudoreligionen, die alles als großen Witz betrachten, nicht mehr dem Grundgedanken entsprechen.Ist ja letztlich egal, welchem falschen Glauben man hinterherrennt, aus katholischer Sicht sind Buddhismus und Pastafari vermutlich ungefähr gleich weit vom wahren Glauben entfernt.

Aber paradox ist diese "Hautsache irgendwas, egal was, aber auf keinen Fall nix"-Mentalität schon. Ist ein bisserl so, als wenn es bei der Führerscheinkontrolle noch okay wäre, statt einem Führerschein einen Mitgliedsausweis der Anonymen Alkoholiker vorzuzeigen als gar kein Dokument. :-))

Chris.
06.07.2014, 13:15
Hauptsache du irrst nicht orientierungslos durchs Leben :-D

Evil
06.07.2014, 13:30
@Rico: Na, wenn ich bei der Führerscheinkontrolle die Urkunde von der Fahrradprüfung vorzeigen kann, habe ich mich ja zumindest schonmal mit den Verkehrsregeln beschäftigt :-))

BetterCallSaul
18.07.2014, 16:08
Werd einfach Buddhistin und gut is, what's the deal?