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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage an die Assis in der Gyn



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altalena
08.08.2014, 06:14
Wenn Du als Arzt quasi gezwungen wirst, diese durchzuführen, finde ich nicht, dass man dann auch noch auf "alles ist gut" machen muss.... zumal Du ja anscheinend noch keine erlebt hast.... Auch ein Arzt hat das Recht auf eine persönliche Einstellung!

Wie schon hier gesagt, keiner wird gezwungen. Ich habe auch schon an nem Haus famuliert, wo Abbrüche durchgeführt wurden, stell dir vor :-keks und war auch mal bei einem dabei.... in besagtem Haus war es auch so Usus, dass man als Assistenzärztin/-arzt die Eingriffe nicht machen musste und damit war's dann auch gut.
Und keiner hat gesagt, dass man auf "alles ist gut" machen muss. Es gibt ja immer noch ein gesundes Mittelmaß, indem man einfach Distanz hält und nicht seine Meinung kundtut. Ist doch in anderen Fachrichtungen auch so. Oder pöbelt man nen Kettenraucher mit Bronchial-CA an, dass er sich das ja vorher mal hätte "überlegen" können, bevor er vor 40 Jahren mit dem Rauchen angefangen hat?!?! Wohl eher nicht :-meinung

wischmopp
08.08.2014, 13:18
Wie schon hier gesagt, keiner wird gezwungen. Ich habe auch schon an nem Haus famuliert, wo Abbrüche durchgeführt wurden, stell dir vor :-keks und war auch mal bei einem dabei.... in besagtem Haus war es auch so Usus, dass man als Assistenzärztin/-arzt die Eingriffe nicht machen musste und damit war's dann auch gut.
Und keiner hat gesagt, dass man auf "alles ist gut" machen muss. Es gibt ja immer noch ein gesundes Mittelmaß, indem man einfach Distanz hält und nicht seine Meinung kundtut.

Gut, dann gibt es wohl solche und solche Häuser. In meinem PJ-Haus "musste" man.
Und ich hab hier nie geschrieben, dass die persönliche Einstellung der Ärzte an der Patientin ausgelassen wurde. Und dennoch unterhält man sich mit den Kollegen. Die Vorstellung mit dem "Patient anpöbeln" kommt von Dir, nicht von mir.

Meine Grundaussage war einfach nur: Ich würde aufgrund meiner PJ-Erfahrungen nicht an die eigene Uni gehen...

Lakemond
08.08.2014, 19:27
Kann nur von meiner Freundin in der Gyn berichten, sie hat auch ein großes Problem mit Abtreibungen. Der AG kann einen zwar nicht formell dazu zwingen, aber es gibt nunmal OP-Kataloge und ohne diesen häufigen "kleinen" Eingriff dauert es halt länger, bis man den voll hat...

Dass man die Interruptiones für den Facharzt braucht ist ein quatsch.

Machen Unikliniken wirklich Abbrüche? In vielen Fällen machen das niedergelassene Gynäkologen in ihren Praxen. Da würde ich auch hin gehen. Würde mir auch wünschen, dass die OP nach Priming mit Cytotec und mit Saugkürettage durchgeführt wird.