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Kackbratze
31.08.2014, 07:42
Nicht, wenn es im emotionale Themen wie Impfen geht. Da ist England die Speerspitze der modernen und effizienten Medizin. Wie ist eigentlich die Quote der Autisten und Homosexuellen in England? Es MÜSSEN weniger sein, wenn da ja auch so wenig geimpft wird!

Evil
31.08.2014, 11:06
Man findet immer Experten, die eine bestimmte Meinung haben. Stiftung Warentest rät zum Beispiel von der Windpocken-Impfung ab. Das finde ich schon bedenklich, dass man sich aufgrund von Meinungen in eine rechtliche Grauzone begibt.
Aber dann wird halt abgesichert. Wenn man impft, sollte man das ja auch, sonst wird man aufgrund von Impfschäden verklagt ...
Solang Du sauber dokumentierst und Dich an die landesüblichen Empfehlungen hältst, liegt die Beweislast für einen sogenannten Impfschaden erstmal beim Kläger, und dann geht's aus wie beim Hornberger Schießen, soviel dazu...

Ansonsten ist es eine einfache Schaden-Nutzen-Abwägung, also Impfreaktion vs verhinderter Tetanusinfektion, und damit wär für mich die Diskussion erledigt.

Rico
31.08.2014, 12:08
Und bei tatsächlichen Impfschäden entschädigt der Staat bei empfohlenen Impfungen gemäß Infektionsschutzgesetz. Da braucht man nichtmal die eigene Haftpflicht bemühen.

runningMan18
04.01.2019, 09:38
Jedenfalls ist es auffällig, dass in anderen europäischen Ländern anders verfahren wird. In England wird nicht einmal die 10-jährige Auffrischimpfung empfohlen, sondern propagiert einen lebenslangen Impfschutz nach der Grundimmunisierung. In der Schweiz gilt die 10-jährige Auffrischempfehlung erst ab >=65. Ist das RKI und das STIKO schlauer als alle anderen? Oder Deutschland ein Land, in dem zu viel geimpft wird?

Das sollte aber nicht in eine Grunddiskussion ausarten, ich wollte ja nur wissen, ob ihr impfen würdet oder nicht und die Frage hast du ja nun beantwortet.

Das ist interessiert mich mega! Habe sogar nachgeschaut und gesehen, dass es sogar dieselben Hersteller und Impfungen sind. Warum ist das so?

davo
04.01.2019, 14:14
Warum wohl? Weil unterschiedliche Leute halt zu unterschiedlichen Schlüssen gelangen. Selbst wenn sie dieselben Daten haben. Es gibt ja etliche Unterschiede in der Therapie vieler Erkrankungen je nach Land, und in der Prävention erst recht.

Espressa
09.01.2019, 09:25
Ich hab es immer noch nicht kapiert; warum muss man tetanus auffrischen, wenn doch die Intervalle von 10 Jahren eingehalten wurden? Ich meine, dann kann man sich das ganze prophylaktische impfen auch sparen, und eben im Bedarfsfall einer Verletzung impfen? Wenn man das doch sowieso tut und plötzlich doch an keinen Schutz durch die Impfung von vor 7 Jahren glaubt?

WackenDoc
09.01.2019, 16:13
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2018/Ausgaben/34_18.pdf?__blob=publicationFile

S.367
Abhängig von der Art der Wunde: Saubere, geringfügige Wunden- keine Nachimpfung bei Impfung innerhalb der letzten 10 Jahre (und natürlich Abschluss der Grundimmunisierung).
Andere Wunden (Tiefe und/oder verschmutzte (mit Staub, Erde, Speichel, Stuhl kontaminierte) Wunden, Verletzungen mit Gewebszertrümmerung und reduzierter Sauerstoffversorgung oder Eindringen von Fremdkörpern (z. B. Quetsch-, Riss-, Biss-, Stich-, Schusswunden), schwere Verbrennungen und Erfrierungen, Gewebsnekrosen, septische Aborte)
Nachimpfung nach 5 Jahren.

Espressa
09.01.2019, 19:47
Aber was sagt uns das? Wirkt die Impfung nun 5 oder 10 Jahre? Kriegen die Antikörper nach 10 Jahren nur noch ein paar clostridien abgewehrt, nach 5 Jahren noch richtig viele? Ich dachte drin ist drin, auch bei vermeintlich kleinen Verletzungen... naja. Und dass irgendwo auf laufendes boostern zu erwarten wäre durch eben kleinere Schrammen, die Kontakt erlauben, wenn auch nur aerob. Wieder was gelernt. :-)

WackenDoc
09.01.2019, 20:59
Ne, gegen die Clostridien wirkt die Impfung eh nicht. Nur gegen das Toxin. Und ja, man will verhindern, dass das Immunsystem 5 Jahre nach Impfung evtl. zu langsam gegen größere Toxinmengen ist.

Mit dem Boostern ist das auch so ne Sache- das Toxin ist viel tödlicher als dass es immunogen wäre.