Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Im höheren Semester erneut einsteigen
Naja, zwangsläufig vielleicht nicht, aber wenn ich mit Physikum von der selben Uni ankomme und mich bei der Zuständigen Zulassungsfrau nachfrage, wohl schon.
Gibt auch Unis (z.B. HH oder FFM) die grundsätzlich niemanden hochstufen. Egal, woher das Physikum ist.
warumnicht
20.09.2014, 08:42
@xyl15 War das an einer niedersächsischen Uni? So viel ich weiß stufen die dort direkt hoch,wenn man einen Platz im ersten Semester hat. Es gibt auch Unis, die bevorzugt ihre Studienunterbrecher wieder einstellen, glaube z.B Jena. Aber die Zulassungskriterien sind schwer zu durchschauen und erst einmal nach Ländern verschieden und dann hat auch noch jede Uni ihre eigenen Spezialfälle. Im Internet danach zu suchen ist auch sehr aufwendig, aber man findet immer mal wieder etwas.
Um konkret zu sein: in Freiburg. Über andere Unis kann ich nichts sagen, da habe ich es nicht versucht. Aber Studiensekretariat und Zulassungssbeauftragten nerven kann helfen.
hansmeyer3
20.09.2014, 20:13
Erstmal EVT, ich denke ich habe mich schon durchaus genügend informiert: mit sämtlichen Professoren gesprochen, mit Klinikärzten (vom Assi bis zum Chefarzt) als auch mit ca. 20 niedergelassenen Ärzten mich unterhalten. Über die Möglichkeit, wieder ins Studium einzusteigen, weiß ich wirklich zu wenig, aber nur, weil jeder Mitarbeiter in der Studierendenkanklei und jeder Prof dazu was anderes sagt...
Ich frag mich irgendwie immer, wo eigentlich all die frustrierten Ärzte stecken, die einem das Medizinstudium so madig reden.
Ich begegne irgendwie immer nur Ärzten, die mir alles gute wünschen und sich über Nachwuchs freuen. Keiner hat mir jemals vom Studium abgeraten. Niedergelassene genauso wie Klinikärzte, ältere Ärzte genauso wie Jungassis. :-nix
Aber vielleicht lebe ich auch einfach im ärztliche Garten Eden oder die flunkern mich alle an und denken insgeheim "hehe, wenn die wüsste in welche Hölle sie sich studiert...."
Zum Thema: ich hab dank Teilstudienplatz einige deutschlandweite Bewerbungsrunden auf höhere Fachsemester mitgemacht und im Endeffekt kann man zu den Auswahlkritrien nur eins sagen: nichts genaues weiß man nicht.
Jede Uni hat da anderen Kriterien und die meistens Unis behalten diese auch für sich. Es gibt zwar Abstufungen (Ortswechsler vor Quereinsteiger etc., auch teilweise Sozialkriterien) aber wie innerhalb der Kategorien entschieden wird, bekommt man nur selten mit.
Es sollte dir klar sein, dass du mit etlichen Quereinsteigern aus anderen Fächern, Leuten aus dem Ausland und Teilstudis konkurrierst und es keine fixen Kriterien gibt, auf die man sich verlassen kann. Und dass man sich an allen deutschen Unis bewerben muss/sollte und es trotzdem möglich ist, keinen Platz zu bekommen.
An manchen Unis ist es auch schlichtweg nicht möglich einen Platz fürs höhere Fachsemester zu bekommen, da wurden teilweise schon Jahre keine mehr frei. Man sollte also definitiv örtlich flexibel sein und nicht darauf hoffen, dass man an der Wunschuni genommen wird.
Bescheide gibt's in der Regel auch erst Ende September bis Mitte Oktober, also recht kurzfristig.
Auch fürs erste Semester bewerben und hochstufen lassen ist nicht an allen Unis möglich, da sollte man sich im Vorfeld gut informieren.
Ich würde es an deiner Stelle definitiv bis zum Physikum durchziehen, Plätze fürs erste klinische Semester bekommt man schonmal eher. Aber auch hier muss man flexibel sein und muss damit leben, dass man nicht wirklich freie ortswahl hat.
Ich denke allerdings, dass ich nach dem Physikum kaum mehr Motivation habe, ein anderes Studium zu beginnen, falls mir Medizin doch nicht zusagt (dazu verliere ich noch ein Jahr).
Auch wenn ich jetzt von allen Seiten Kritik bekomme, aber ich denke meine Bedenken sind ein bisschen berechtigt:
- einige Assis (keine Uniklinik) haben mir erzählt, dass sie nur noch 3 h täglich schlafen und das schon seit Wochen
- Oberärzte erzählen mir, dass jedes mal heimkommen von der Arbeit wie Urlaub ist, weil sie eig nur im KH sind und dass immer wieder Assis in Tränen ausbrechen...
- der niedergelassene Kollege erklärt, dass er jeden tag bis 3 Uhr nachts an der Bürokratie sitzt (war selber Oberarzt)
- der niedergelassene Augenarzt sagt, er musste auch mit 40° Fieber in die Praxis, weil er sonst die Fixkosten nicht deckeln könnte
Und das sind nur einige Beispiele. Wo bleibt denn da die Lebensqualität?
Mit den Schwierigkeiten zur Niederlassung habe ich zum Bsp Folgendes gemeint:
- Die Sitze für Augenärzte werden immer häufiger von großen Zentren, die sich auf Operationen spezialisieren, aufgekauft und die Ärzte angestellt (keine eigene Praxis)
- Nephrologen bekommen Konkurrenz von Industriebetrieben wie Fresenius
- Orthopäden landen zunehmend in MVZs
Die Privatisierung der Kliniken auf Kosten der Ärzte (mehr arbeit für weniger Ärzte, ganz oben steht nicht mehr der Chefarzt sondern der Betriebswirt) und die Kommerzialisierung des ambulanten Sektors nehmen immer mehr zu
Sorry vielleicht versteht ihr jetzt meine Bedenken. (ich weiß ich mach mir zu viele Gedanken :( )
Coxy-Baby
20.09.2014, 20:17
Du hast die wichtigste regel vergessen, nicht auf das geschwätz von anderen hören....3 h schlaf seit wochen....na klar....in der niederlassung jeden tag bis 3 uhr nachts.....sicher doch....
*popcorn*
ehemaliger User_25062015
20.09.2014, 20:25
V.a. frag ich mich was das dann für Ärzte sein müssen, die hier schreiben. Echt mal, opfert ihr die 3 Stunden, die ihr eigentlich schlafen könntet dann um hier im Medilearn abzuhängen? :-wow :-))
Das ist wirklich gequirlte Kinderkacke.
Feuerblick
20.09.2014, 20:46
Na, du hast dich ja ganz toll informiert... Sorry, aber... :-nix Ich könnte dir beispielsweise ad hoc drei Kassensitze für Augenärzte nennen, die hier in der Gegend (nein, kein grauenhaftes plattes Land irgendwo im nirgendwo) frei sind oder in absehbarer Zeit frei werden. Wenn niemand diese Praxen haben möchte (vermutlich weil viele Leute so gut informiert sind wie du), DANN werden sie zum gefundenen Fressen für größere MVZs und solche großen Zentren.
Ich kenne keinen einzigen Augenarzt, der am Hungertuch nagt. Zwar sind heute Gemeinschaftspraxen rentabler und ein zumindest teilweiser operativer Schwerpunkt sehr sinnvoll, aber hey, das sind wohl auch die einzigen ernsthaften Probleme.
Ich kenne KEINEN Assistenten in der Augenheilkunde, der jemals über Wochen nur drei Stunden am Tag (doch, wobei... drei Stunden am TAG würde man wohl hinbekommen, nachts wäre es etwas mehr :-)) ) oder besser in der Nacht geschlafen hätte oder täglich heulend aus der Klinik raus wäre. Und wenn man bis drei Uhr nachts an der Bürokratie sitzt und das täglich, dann hat man entweder einen extrem lahmarschigen Arbeitsstil oder das Prinzip irgendwie nicht verstanden. Ja, wenn du eine Praxis hast, musst du notfalls auch mal halbkrank arbeiten gehen... aber nicht wegen der furchtbaren Fixkosten sondern weil es schlichtweg besch***** ist, die 70 einbestellten Patienten für einen Tag allesamt anzurufen und neue Termine zu vergeben. Aber wenn es nicht geht, dann geht es nicht...
Kurz: Du solltest echt mal deine Quellen überprüfen. Lies dich hier durchs Forum und finde mir bitte die überwiegende Zahl an Assistenz- und Fachärzten, auf die deine Angaben zutreffen.
Ich kann durchaus verstehen, dass man das Medizinstudium abbricht, aber wenn man es so unfassbar schlecht informiert tut, wie du es offensichtlich bist, dann ist das einfach an Dummheit grenzende Gutgläubigkeit. Oder wie Muriel es so schön schrieb "gequirlte Kinderkacke"!
Auch wenn ich jetzt von allen Seiten Kritik bekomme, aber ich denke meine Bedenken sind ein bisschen berechtigt:
- einige Assis (keine Uniklinik) haben mir erzählt, dass sie nur noch 3 h täglich schlafen und das schon seit Wochen
- Oberärzte erzählen mir, dass jedes mal heimkommen von der Arbeit wie Urlaub ist, weil sie eig nur im KH sind und dass immer wieder Assis in Tränen ausbrechen...
- der niedergelassene Kollege erklärt, dass er jeden tag bis 3 Uhr nachts an der Bürokratie sitzt (war selber Oberarzt)
- der niedergelassene Augenarzt sagt, er musste auch mit 40° Fieber in die Praxis, weil er sonst die Fixkosten nicht deckeln könnte
Und das sind nur einige Beispiele. Wo bleibt denn da die Lebensqualität?
(ich weiß ich mach mir zu viele Gedanken :( )
also für mich klingt das nach himmel auf erden:-))
WackenDoc
20.09.2014, 21:31
Selbst wenn man bedenkt, dass der Auskotz-Thread der Assistenzärzte hier vor allem dazu dient mal etwas Frust abzulassen, wirst du sehen, dass die wenigstens solche Arbeitsbedingungen haben, wie du sie beschreibst.
Ich kenn genug Niedergelassene, die alles andere als am Hungertuch nagen. Ok, die arbeiten auch hart,aber 1. sicher nicht regelmäßig bis 3 Uhr nachts und 2. ist das in der Selbständigkeit öfter mal so.
Ja, es gibt reichlich Möglichkeiten, als Arzt seine Nische zu finden. Hey- selbst wenn man sagen wir mal mit einer 70%-Stelle in nem MVZ angestellt wäre, würde man immernoch mehr verdienen als viele andere Menschen und wird sicher nicht am Hungertuch nagen.
Wenn sich jemand anders nicht vorstellen kann in der Pharmaindustrie zu arbeiten- so what, muss ja nicht auf dich zutreffen. Ich würde z.B. nicht in einer Drogenberatungsstelle arbeiten wollen. Dafür kenn ich genug Kollegen, die meinen Job nicht haben wollten-ich finde ihn klasse.
Genauso kann sich der gleiche Job je nach Region völlig unterschiedlich gestalten- frag mal nen Notarzt aus Hamburg, einen aus Bayern und einen aus der Land/Kleinstadtrettung da wo ich fahre- alle drei werden was anderes erzählen.
Hey- ich bekomme wahrscheinlich nächstes Jahr die Chance ein für Mediziner völlig exotisches Studium zu beginnen. Bis vor ein paar Monaten wusste ich gar nicht, dass es das überhaupt gibt.
Kretschmann
20.09.2014, 21:47
Hey- ich bekomme wahrscheinlich nächstes Jahr die Chance ein für Mediziner völlig exotisches Studium zu beginnen. Bis vor ein paar Monaten wusste ich gar nicht, dass es das überhaupt gibt.
Mach kein Geheimnis draus. BWL? :-lesen
V.a. frag ich mich was das dann für Ärzte sein müssen, die hier schreiben. Echt mal, opfert ihr die 3 Stunden, die ihr eigentlich schlafen könntet dann um hier im Medilearn abzuhängen? :-wow :-))Nee, ich häng den ganzen Tag während der Arbeitszeit hier ab (die wird ja eh bezahlt) und meine eigentliche Arbeit mach ich dann als Überstunden und lasse mir die ausbezahlen. Da kannst Du locker das doppelte verdienen. Das macht übrigens auch der Oberarzt, deshalb bricht die Kollegin, die noch glaubt, wir würden hier während der Arbeitszeit tatsächlich auch arbeiten immer wieder in Tränen aus.
Das mit den drei Stunden Schlaf stimmt schon, aber was will ich machen? Ich bin halt sparsamer Schwabe und das Sky Premium Paket und der Plasma-TV sind bezahlt, da wäre es doch Blödsinn die nicht zu nutzen und sich stattdessen ins Bett zu legen. Mit Sky to go übrigens auch bei der "Arbeit" kein Problem. Klar, ewig kann man das nicht machen, aber solange man jung ist und nicht sein ganzes MVZ mit unterbezahlten Ärzten zur Arbeit antreiben muss....
Und noch eine Erkenntnis: Auch Ärzte neigen bisweilen dazu ihr Tun zu heroisieren. Ich kenne einen Oberarzt, der kann sehr eindrücklich von einem Fall berichten, wie er mal Lasix aus der Hand gespritzt hat. Für unbedarfte Zuhörer eine sehr packende und dramatische Geschichte voller Nahtoderfahrunhen und einsamen Entscheidungen - wer aber schonmal eine Ampulle Lasix selber in der Hand hatte oder gar verabreicht hat,.... naja... für den verliert sie etwas das mythische... :-nix
Deine Beispiele zu den Arbeitsbedingungen werden einem Realitätscheck in 99% der Häuser nicht bestehen.
Vorsicht insbesondere bei der Meinung von Vorklinikprofessoren, die das letzte Mal eine Klinik im letzten Jahrtausend betreten haben und sich an noch ganz ander Epochen (Medizinalassistent, AiP, BAT und dergleichen Medizinhistorisches) erinnern. Das hat nicht mehr viel mit der Gegenwart zu tun.
Manche Schlüsse sind auch schlicht falsch: Die Arbeitsbedingungen bei privaten Klinikbetreibern sind für die Ärzte oft besser, sprich mehr Geld, mehr Personal, weil die eben wissen, dass es letztlich die ärztliche Arbeit ist, die das Geld bringt. Bürokratiegedöns machen da (wie in vielen anderen Häusern übrigens auch) Codierer, Controller und dergleichen, weil die das nämlich viel besser können als Ärzte und viel mehr Geld aus dem Fall rauscodieren können. Dafür wirst Du da halt in Deiner therapeutischen Freiheit vom Haus eher eingeschränkt oder zu diskutablen Entscheidungen wie vorgezogene oder hinausgezögerte Entlassung gedrängt.
ehemaliger User_25062015
20.09.2014, 21:52
Deswegen studiere ich Medizin :-)
Absolute Arrhythmie
20.09.2014, 22:06
Trollolol?
WackenDoc
20.09.2014, 22:15
@Kretschmann: BWL wäre ja selbst für einen Mediziner nicht so wirklich exotisch. Evtl. muss ich aber noch nen BWL-Kurs in einem Fernstudiengang belegen.
Nein, in dem angestrebten Studiengang geht es um innere und äußere Sicherheit von Firmen und Veranstaltungen.
Trollolol?
Hoffentlich... Aber sowas kann man doch eigentlich nicht ernst meinen?? Man muss ja nur mal ein bisschen hier im Forum lesen. Geht auch schneller als "alle" Professoren zu fragen. :-))
Naja, soll er halt abbrechen, freut sich ein Quereinsteiger über den Platz.
Und was soll an einem Ingenieursberuf besser sein? Das ist auch keine Garantie eine ruihge Kugel zu schieben. Kommt natürlich auch auf den Arbeitsplatz darauf an aber in einem Kundenprojekt zu stecken, was unter Termindruck steht kann auch wenig Nachtschlaf und Isolation von der Familie bedeuten, wenn man sich dann wenn andere Ferien haben um dringend Projektprobleme kümmern muss.
Ne ja is klar, man kann es sich doch aussuchen wo man arbeitet und niemand ZWINGT einen dazu zu arbeiten. Mich wundert immer wieder diese Ergebenheit in das eigene Schicksal wo man angeblich keine Chance hat und an seinem Leben nichts ändern kann und leidend zur Arbeit gehen muss. Hey, es gibt die Möglichkeit zu KÜNDIGEN wenn es einem nicht passt und etwas anderes zu machen...
Im Arztberuf halte ich in Zukunft eine Arbeitslosigkeit für sehr unwahrscheinlich. Es ist vielleicht nicht, dass man sich luxuriös zurücklehnen kann und einem wie im Schlaraffenland hinterher geschmissen wird aber man wird sich doch ganz komfortabel zwischen verschiedenen Jobmöglichkeiten entscheiden können.
Ich habe den Eindruck es wird extrem viel auf höchstem Niveau gejammert in der Ärzteschaft... Wie gesagt eigentlich zwingt einen niemand in diesen Beruf... (außer vielleicht aber lassen wir pathologische Familiensituationen mal außen vor)
Vor allem gibt es selbst bei Top-Arbeitgebern in der Automobilbranche fast keinen Ingenieur der so viel verdient wie ein Oberarzt. Finanziell sind die sehr weit entfernt von Medizinern, auch wenn die Einstiegsgehälter teilweise ganz gut sind.
Kretschmann
22.09.2014, 15:35
Vor allem gibt es selbst bei Top-Arbeitgebern in der Automobilbranche fast keinen Ingenieur der so viel verdient wie ein Oberarzt. Finanziell sind die sehr weit entfernt von Medizinern, auch wenn die Einstiegsgehälter teilweise ganz gut sind.
Ingenieure mit Personalverantwortung verdienen locker das Gleiche wie ein Oberarzt.
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