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Rico
25.09.2014, 23:44
Manuelle ist genauer eigentlich. Elektronisch ist mittlerweile ganz gut, und da es oft schneller geht, benutzt man es in der Praxis.

Wenn es aber genau sein muss (zB bei Unterscheidung ob man jetzt Blutdrucksenker gibt oder nicht) messe ich auch mal manuell nach.Also bei uns wird standardmäßig nur mit der elektrischen Schwester gemessen und ich sehe kein Problem dabei, auf Basis dieser Messungen therapeutische Entscheidungen zu treffen.
Wenn die Messung versagt, dann ja allenfalls bei niedrigen Drücken und sehr flacher Amplitude, zum Beispiel hinter einer Stenose. Wenn die Messqualität schlecht ist, dann gibt das Gerät ja eine Fehlermeldung aus, dann kann man immer noch von Hand messen. Aber es gibt ja jetzt keinen Grund, anzunehmen, dass die einfach mal 40mmHg zu hoch misst und mir einen therapiebedürftigen Hypertonus vorgaukelt.
Im OP sind ja bei der Anästhesie nur diese Dinger im Einsatz, da misst ja auch keiner manuell nach bevor er zum Katecholamin greift.

Absolute Arrhythmie
26.09.2014, 04:07
Bei den mechanischen kommt es auch auf das Gerät an. Afaik sind die Geräte für das Handgelenk recht anfällig für Anwendungsfehler, vor allem für den Laien. Ein korrekt angelegtes elektronisches Oberarm-RR-Gerät, welches geeicht ist, sollte auch korrekte Werte anzeigen.
Messfehler können genauso (und das tun sie! ) bei der manuellen Methode auftreten (Manschette zu groß, zu klein, an der falschen Stelle, Arm nicht auf Herzhöhe, etc).

Nessiemoo
26.09.2014, 07:10
Ja, also da wo ich gearbeitet hab, wurde es auch eigentlich immer nur elektronisch. Manchmal (v.a bei Problemen), hat man dann aber dch gemerkt, dass die Streuung irgendwie groß ist - und wenn es um die genau Grenze (Oberhalb von 170 muss ich was geben zB) dann habe ich auch mal manuell nachgemessen.

Waren aber einzelne Fälle.

Overshoot
26.09.2014, 21:30
ich war neulich beim betriebsarzt, und das elektronische gerät zum messen war irgendwie schrott, es hat sich jedes mal aufgepumpt bis 200 und dann aber nicht gemessen, das hat die ärztin so oft gemacht bis mein arm taub wurde und irgendwann hat das gerät doch was gemacht und raus kam 170/95, oh wunder, sie erstmal total überrschat und fragte: gibt es fälle von bluthochdruck in ihrer familie ? (und ich erstmal wtf)- und v.a. ganze zeit war da ein manuelles blutdruckgerät auf dem tisch! anstatt fast 10 minuten das mit dem elektronischen zu versuchen hätte man jederzeit auf manuell umsteigen können.. will nicht wissen ob sie das nicht gemacht weil sies nicht gesehen hat oder nicht mehr konnte. hab mich fast schon dreist/arrogant gefühlt als ich sagte das kann so nicht stimmen, das liegt wohl daran dass das gerät mein arm 10 minuten zugepumpt hat, sonst misst mein hausarzt immer 120-130 systolisch, aber irgendwie musste ich verhindern dass sie den 170 wert einträgt bzw sie hat den wieder durchgestrichen danach (dass sie ihn in erster linie aufgeschrieben hat...)-- und jetzt kommts, am ende hat sie gar kein wert eingetragen! :D vielleicht ist das auch nicht so wichtig für die klinik, solange man geimpft ist^^ ich kann das bis heute nicht realisieren und verarbeiten, ob ihr mir das glaubt oder nicht, das war einfach nur strange :-nix

gnuff
28.09.2014, 15:07
Ich kann mich ehrlich nicht erinnern wann ich das letzte mal manuell gemessen habe...
Ich drücke zum Messen eine dieser Tasten... :-)) beide Geräte sind AFAIK voreingestellt auf 150 mmHg und erhöhen bei Misslingen um 30 mmHg
27808
27809

Absolute Arrhythmie
28.09.2014, 15:13
Unsere elektronischen Geräte messen während des aufpumpens und deshalb auch nicht höher als nötig.

gnuff
28.09.2014, 16:00
Unsere elektronischen Geräte messen während des aufpumpens und deshalb auch nicht höher als nötig.
Simmt, das macht der Zoll auch... heisst SmartCuff oder sowas ...

Jemine
30.09.2014, 14:19
Also *ich* habe mich schon (meiner Meinung nach mit Recht) beschwert (geht ja auch freundlich), wenn Schwester oder Arzt die Manschette auf 200 aufpumpt und dann so langsam ablässt, dass alles weh tut. Auch, wenn RR messen nix Schlimmes ist und ich davon auch mit Sicherheit keine bleibenden Schäden davon trage, finde ich das unmöglich. Das bisschen "Arbeit" kann man sich ja wohl machen und die Manschette nur soweit wie nötig aufpumpen, indem man halt den Puls misst oder seine Ohren aufsperrt. Nachpumpen kann man immernoch. :-meinung

altalena
30.09.2014, 14:31
@Jemine: Danke!! :-meinung

Muriel
30.09.2014, 20:03
Schlimmer fand ich den viiiiiiel zu fest gezogenen Stauschlauch und dann das Rumgestocher, um bei meinen Venen, die man eigentlich beim Kanülenweitwurf trifft, einen Treffer zu landen, was letztendlich dazu führte, dass ich zwei Wochen lang einen tiefdunkel lila Arm von Stauschlauchhöhe bis zu den Fingerkuppen hatte. Das war richtig fies.

Meuli
30.09.2014, 20:04
Schlimmer fand ich den viiiiiiel zu fest gezogenen Stauschlauch und dann das Rumgestocher, um bei meinen Venen, die man eigentlich beim Kanülenweitwurf trifft, einen Treffer zu landen, was letztendlich dazu führte, dass ich zwei Wochen lang einen tiefdunkel lila Arm von Stauschlauchhöhe bis zu den Fingerkuppen hatte. Das war richtig fies.

Betriebsarzt?? :-))

Muriel
30.09.2014, 20:10
Nee, Kommilitonin im Praktikum ;-)

][truba][
30.09.2014, 20:11
Kann bei Studenten doch mal passieren. :-)

Muriel
30.09.2014, 20:18
Aber klar. Aber ich war am Folgejahren doch etwas geschockt, wie Du Dir vielleicht vorstellen kannst. Es war wirklich der komplette Unterarm tiefsten blau, dick und Tat schweineweh und das zwei Wochen lang. Dass so was mal eben passiert... Hätte ich nicht gedacht.

][truba][
30.09.2014, 20:34
Ok, so schlimm ists schon heftig.

Meuli
30.09.2014, 20:46
und wer Muris Armvenen mal gesehen hat ... :-))