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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ich habe bei Pflege geholfen ?!



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*milkakuh*
10.11.2014, 21:02
Die Schwestern kreativ werden lassen. In dem KH, in dem ich mein KPP absolviert habe, gab es auch nur eine Nachtschwester. Aber auf einer Etage sind mehrere Stationen, also musste eine Schwester zeitweilig zwei Stationen betreuen.

Weil die Schwester auch immer Zeit hat erst kreativ zu werden. Wenn der diensthabende Arzt eh gerade neben dem Patienten steht und nichts Wichtigeres zu tun hat finde ich es im Interesse des Patienten selbstverständlich, dass der Patient sofort vom diesthabenden Arzt ins CT gebracht wird....

MissGarfield83
10.11.2014, 21:22
Bei allem Respekt für die Pflege - aber ehrlichgesagt finde ich dass alles was über Handreichungen für den Patienten ( z.B. ein neues Glas Wasser, Fenster mal auf u.ä.) oder wenns mal schnell gehen muss ne selbstgerichtete Infusion, anhängen der Infusion im Zimmer u.ä. nicht meine Aufgabe ist, denn dafür ist meine Todoliste einfach zu voll. Ich hab mich daran gewöhnt dass nicht immer eine Schwester als Assistenz da ist wenn man sie braucht und ich weiss auch wie es auf der anderen Seite ausschaut ( hab ja selbst ne Pflegeausbildung gemacht ).

Ich mach meine Arbeit, die Pflege die ihre und wir nehmen uns gegenseitig ernst als Experten unserer Arbeitsbereiche - denn wenn das nicht funktioniert macht das einfach nur noch mehr Arbeit. Gute, fachlich fitte und engagierte Pflegekräfte sind leider nicht die Regel ...

ehem-user-19-08-2021-1408
10.11.2014, 22:58
Also manche Stories hier erschrecken mich doch sehr und lassen an der Menschlichkeit zweifeln.

Als ich mal auf der Gyn war im OP (es wurde gerade ausgeleitet), hat der Chef sich auf den Boden gekniet und angefangen zu wischen, weil etwas von diesem braunen Haut-Desinfektionszeug verschüttet worden ist.
Sein Spruch "Kinder, hab ich euch noch nicht erzählt wie ich früher in der DDR Fliesenleger war, bevor ich dort inhaftiert wurde" :D :D
Die Putzfrau hatte dann am Ende wenig zu tun...

MissGarfield83
10.11.2014, 23:26
Dass man den eigenen Dreck weg macht gehört doch zur guten Erziehung oder net? Menschlichkeit schön und gut - aber es ist nicht meine Aufgabe einem Patienten auf den Thron zu helfen oder sein Bett zu machen. Wie Wacken schon sagt hat das auch versicherungsrechtliche Konsequenzen wenn dabei was passiert, mal abgesehen davon dass ich durchaus genug zu tun habe.

@iceengine : Komm einfach mal ins PJ und wenn du bei ner vollen Todo-Liste noch Zeit für sowas findest, dann sehen wir weiter ob du dann noch so wunderbar hilfsbereit bist.

xenopus laevis
11.11.2014, 11:33
Ich habe unseren (neuen) Assistenzärzten die richtigen Nähte heimlich zugeschoben, OP-Prozedur nach OA xy erklärt, Lagerung/Desinfektion/Katheterisierung abgenommen und zum Dank wurde dann mal ein Patient mitgenommen, ein Bett reingeschoben usw.
Solange man nicht benutzt wird, halte ich es für eine Selbstverständlichkeit. :)

p.s. Es gab bei uns ein Prof. der sogar Geräte reingeschoben und angeschlossen hat. Im Notfall war er eine sehr große Hilfe.

Gallilei
20.11.2014, 18:54
Wenn ich sehe, dass eine Pflegekraft gerade akut Hilfe benötigt und ich njcht furchtbar eilig bin, dann packe ich kurz mit an. So häufig wie mir die Pflege schon unter die Arme gegriffen hat oder mir auch den A**** gerettet hat, wäre alles Andere eine Frechheit.

Arrhytmicin
22.11.2014, 15:12
Wir haben im OP auch eine Oberärztin, die mir mal Instrumentensiebe öffnet oder sterile verbrauchsmaterialien anreicht, wenn mein Springer gerade 30 andere Sachen gleichzeitig zu tun hat. Dafür lagere ich dann auch schon mal den Patienten für die OP, wenn die Ärzte noch auf Station beschäftigt sind oder wasche ab. Natürlich hat der Arzt dabei eine Kontrollpflicht, aber oft sind die Assistenten dankbar, wenn sie nicht noch Röntgenbilder aufhängen, blutsperre anlegen, lagern und abwaschen müssen, wenn sie in den Saal kommen und der Chef schon vorm Saal steht und sich einwäscht.
Denke, das ist ein Geben und Nehmen!