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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Assistenzarztgehälter in den USA?



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Rico
12.11.2014, 07:25
Ich frage mich immer wo dieses Standesdünkel herkommt, dass alle anderen Berufsanfänger deutlich mehr verdienen sollen? a) haben BWL, Juristen etc. einen ganz anderen viel schwierigen Stellenmarkt (wenn man nicht gerade zu den wirklich besten gehört und dann einen der wenigen Jobs in den Knochmühlen ergattert) und verdienen in den Einstiegsgehältern meist deutlich weniger als Mediziner. Das ist ja eine eher junge Entwicklung, vor 15 Jahren sah das ja nich ganz anders aus: AiP, kein TV-Ä sondern BAT, kein Arbeitszeitgesetz für Mediziner, Ärzteschwemme mit angespannter Arbeitsmarktsituation... Das hat sich die Ärzteschaft ja mühselig erkämpft.

Christoph_A
12.11.2014, 09:09
Und das erkämpfte gilt es auch immer noch zu verteidigen. Mit den Gehältern find ich das heutzutage nicht mehr schlimm, wir sind mittlerweile da gut aufgestellt, zumal ja auch die Dienste zu einer deutlichen Erhöhung des Nettos führen, so daß man andere, vlt brutto höher bezahlte Berufsgruppen, da, aufgrund der unregelmäßigen Arbeitszeiten in meinen Augen auch verdient, wieder überholt.
Der weitere Focus sollte m. M. nach auf einer Verbesserung der Arbeitszeiten und -Bedingungen liegen, denn da liegt sicher noch vieles im Argen, wenn man das mit unseren Nachbarländern vergleicht.
Was die USA Debatte angeht, mir ist lieber, ich verdiene vlt weniger (was mir als niedergelassenem FA immer noch dicke für ein gutes Leben reicht) in einem halbwegs funktionierenden Gesundheitssystem, als mehr in einer Ruine wie dem US amerikanischen, das nur einem kleinen Prozentsatz der Bevölkerung wirklich gute Versorgungsbedingungen präsentiert.

ehemaliger User 20112014
12.11.2014, 09:57
Ich frage mich immer wo dieses Standesdünkel herkommt, dass alle anderen Berufsanfänger deutlich mehr verdienen sollen? a) haben BWL, Juristen etc. einen ganz anderen viel schwierigen Stellenmarkt (wenn man nicht gerade zu den wirklich besten gehört und dann einen der wenigen Jobs in den Knochmühlen ergattert) und verdienen in den Einstiegsgehältern meist deutlich weniger als Mediziner. Und haben eine deutliche größere Gehaltspanne, je nach dem wo sie arbeiten. Gerade Juristen in kleineren Kanzleien z.b. verdienen gerne mal nur 30 -40000 pro Jahr Brutto und das unter Teils noch schlimmeren Arbeitsbedingungen als bei uns. Das ist man als Mediziner (was den Einstieg an geht) aufgrund des Arbeitsmarktes noch auf Rosen gebettet...

fgjur

ehemaliger User 20112014
12.11.2014, 10:12
Mit den Gehältern find ich das heutzutage nicht mehr schlimm, wir sind mittlerweile da gut aufgestellt, zumal ja auch die Dienste zu einer deutlichen Erhöhung des Nettos führen, so daß man andere, vlt brutto höher bezahlte Berufsgruppen, da, aufgrund der unregelmäßigen Arbeitszeiten in meinen Augen auch verdient, wieder überholt.

dedfg

Christoph_A
12.11.2014, 10:12
Und wieviele BWLer kommen nun von der WHU oder HSG im Vergleich zur Gesamtabsolventenzahl?
Ist ungefähr genauso realistisch, als würde man das Gehalt von Juristen in ner Großkanzlei als Standard für die Allgemeinheit der Juristen ( insbesondere im Staatsdienst) hernehmen wollen.
Und, nur zur Beruhigung, gibt auch Ärzte, die unter 300k ihren Fuß nicht vom Golfplatz nehmen....Extreme gibt's überall.

ehemaliger User 20112014
12.11.2014, 10:30
Und wieviele BWLer kommen nun von der WHU oder HSG im Vergleich zur Gesamtabsolventenzahl?
Ist ungefähr genauso realistisch, als würde man das Gehalt von Juristen in ner Großkanzlei als Standard für die Allgemeinheit der Juristen ( insbesondere im Staatsdienst) hernehmen wollen.
Und, nur zur Beruhigung, gibt auch Ärzte, die unter 300k ihren Fuß nicht vom Golfplatz nehmen....Extreme gibt's überall.
fhknr

davo
12.11.2014, 10:32
Höheres Einstiegsgehalt ja. Höheres Lebensgehalt vermutlich nicht.

Peter_1
12.11.2014, 11:08
Wie kann man schon als Medizinstudent so unzufrieden sein und so viele Klischees raus hauen?
1. Medizinstudium ist zwar lang und ja ein bisschen fleissig muss man auch sein, ob es aber wirklich so wahnsinnig schwierig ist? Dagegen sprechen die doch sehr moderaten Abgänge ohne Abschluss im Vergleich zu anderen Studiengängen.
2. wenn man die Top BWLer/Juristen mit dem Assi im ersten Jahr vergleicht, so ist das recht unsinnig, oder? Wenn man dazu noch Zahlen aus einer Imagekampagne einer "Eliteuni" nimmt, dann wird es absurd. Wenn überhaupt, dann muss man hier Mittelwerte vergleichen und selbst da wird es trickreich, der Assi verdient nach Tarif plus Dienste, BWLer und Juristen haben mit Sicherheit eine erheblich größere Streuungsbreite/Standardabweichung. Diese Problematik findest Du zB hier: http://www.zukx.de/orientierung/geld/gehalt/einstiegsgehalter-fur-bwl-vwl-wirtschaftswissenschaften/
Die hier angegebenen BWL Einstiegsgehälter entsprechen im Schnitt noch nicht mal der Häfte Deiner Wolkenkuckuckszahlen. Für Juristen wird es eher schlechter aussehen (hast du Dich mal mit der Stellensituation von Juristen beschäftigt?)
3. haben wir diesen Neidquatsch mit diversen Berfusgruppen (gerne auch die Lehrer genommen, die fehlen bei Dir ganz als Neidobjekte) schon gefühlt tausendmal in epischer Breite durch diskutiert.

ehem-user-19-08-2021-1408
12.11.2014, 11:13
Ich verstehe auch nicht, warum jemand überhaupt sein Gehalt rechtfertigen muss, egal was und wo er/sie studiert hat...
Immer diese Diskussionen

Colourful
12.11.2014, 14:01
Höheres Einstiegsgehalt ja. Höheres Lebensgehalt vermutlich nicht.

Ja, das Argument finde ich auch ganz wichtig - wie viele Jahre verdient denn der durchschnittliche BWL-Gutverdiener 200K und mehr? Und wer steigt danach wirklich noch mal auf der Karriereleiter auf und wer setzt sich dann in einem ruhigerem Job mit weniger Einkommen eher "zur Ruhe"?
Ich bedenke da dann auch gern, dass wir vermutlich unser ganzes Leben lang gut, wenn auch nicht sehr gut, verdienen werden. Und ein viel geringeres Risiko haben den Job zu verlieren und schnell wieder etwas Neues finden, was dann ähnlich gut bezahlt wird. (Im BWL Bereich ist das jetzt vermutlich nicht so einfach wie als Facharzt/Oberarzt, und da muss man dann örtlich noch flexibler sein)

ehemaliger User 20112014
12.11.2014, 14:41
Wie kann man schon als Medizinstudent so unzufrieden sein und so viele Klischees raus hauen?
1. Medizinstudium ist zwar lang und ja ein bisschen fleissig muss man auch sein, ob es aber wirklich so wahnsinnig schwierig ist? Dagegen sprechen die doch sehr moderaten Abgänge ohne Abschluss im Vergleich zu anderen Studiengängen.
2. wenn man die Top BWLer/Juristen mit dem Assi im ersten Jahr vergleicht, so ist das recht unsinnig, oder? Wenn man dazu noch Zahlen aus einer Imagekampagne einer "Eliteuni" nimmt, dann wird es absurd. Wenn überhaupt, dann muss man hier Mittelwerte vergleichen und selbst da wird es trickreich, der Assi verdient nach Tarif plus Dienste, BWLer und Juristen haben mit Sicherheit eine erheblich größere Streuungsbreite/Standardabweichung. Diese Problematik findest Du zB hier: http://www.zukx.de/orientierung/geld/gehalt/einstiegsgehalter-fur-bwl-vwl-wirtschaftswissenschaften/
Die hier angegebenen BWL Einstiegsgehälter entsprechen im Schnitt noch nicht mal der Häfte Deiner Wolkenkuckuckszahlen. Für Juristen wird es eher schlechter aussehen (hast du Dich mal mit der Stellensituation von Juristen beschäftigt?)
3. haben wir diesen Neidquatsch mit diversen Berfusgruppen (gerne auch die Lehrer genommen, die fehlen bei Dir ganz als Neidobjekte) schon gefühlt tausendmal in epischer Breite durch diskutiert.

kergh

.Jordan.
12.11.2014, 14:47
Dein Leben scheint recht trist zu sein...

ehemaliger User 20112014
12.11.2014, 14:58
Dein Leben scheint recht trist zu sein...

gihfer

bremer
12.11.2014, 15:29
@Medizinstudent7

Es scheint vor allem eines deutlich zu werden. Du hast überhaupt keine Ahnung, wovon du da redest. Die wahnsinnigsten stereotypischen Klischees zusammen mit eklatanten Unwissen prägen anscheinend dein Weltbild. Allein der Beitrag #31 sagt schon alles. Hoffentlich habe ich einfach nur die Satire nicht erkannt ...

Lava
12.11.2014, 15:31
Zu 3.: Lehrer, die Du zufällig genannt hast, stehen neben BWLern und Zahnmedizinern auf der Liste meiner Neidobjekte ganz oben. Ich z.B. hatte in der Oberstufe (zwar nur G8, aber trotzdem) Chemie als Kurs, und im ersten Semester meines Medizinstudiums wieder Chemie als Fach, und da haben wir ca. das 3-4fache von dem gemacht, was wir in der Schule in Chemie gemacht haben, obwohl im ersten Semester Chemie nur eins von vier Fächern bei mir war. Daher würde ich sagen, als Medizinstudent lernt man in einem Semester alleine ungefähr das 12-16fache dessen, was ein Chemielehrämter im ganzen Studium lernt,

Was ist denn das für eine Milchmädchenrechnung? Ja, mir ist auch aufgefallen, dass wir den Stoff, den ich in meinem Leistungskurs Chemie im Verlauf von 3 Jahren hatte, im Studium in nur einem Semester durchgepaukt haben. Aber nicht mit dem Ziel, den Stoff auch zu verstehen! Man konnte sowohl das Praktikum als auch die Klausur sehr gut meistern ohne auch nur das Geringste von chemie wirklich zu verstehen. Du kannst eine Mediziner Multiple Choice Klausur jedenfalls nicht mit meiner Abiprüfung oder IRGENDEINER meiner Chemieklausuren in der Schule vergleichen.

Mano
12.11.2014, 17:05
Ein Chemielehrer hat im Studium hoffentlich deutlich mehr gelernt, als dass was er seinen Schülern dann in der Oberstufe vermittelt. Genauso wie ein Arzt hoffentlich mehr über die Krankheiten seiner Patienten weiß, als er ihnen darüber im Aufklärungsgespräch erzählt.
Und die Unterrichtsstunden ohne Berücksichtigung von Vor- und Nachbereitung mit Arbeitszeit gleichzusetzen ist so, als würde man beim Chirugen nur die Naht-Schnitt-Zeiten als Arbeitszeit rechnen und davon ausgehen, dass der Rest vom Patienten erledigt wird...

Peter_1
12.11.2014, 17:35
@Medzinstudent: noch ist es nicht zu spät, sattel doch um werde Lehrer, BWLer oder Jurist, mach Dir nen Lenz im lauen Studium und schwimm danach im Geld. Ich glaube in der Medizin sind die Bedingungen zu hart für Dich!
Mit "Leid und Seele" ist wohl passend ausgedrückt :)

smanpodg
12.11.2014, 18:09
Pax meine Herren, Pax.

Hier trifft Generation Y auf Generation X, sogar vllt. noch BabyBoom... Also, die Zler versuchen immer, das Niveau auf ihre Stufe runterzuziehen, weil die mit Ihrem G8 Hinterherwurfabi doch die große Lebenserfahrung haben! Ist doch klar! Wir kapieren das als alte Haudegen, die noch sinnfreierweise G9 (Dieses verflixte G gabs bei mir noch nichtmal ;)) und nen Dienst hatten, also rund drei Jahre an Lebenserfahrung mehr. Aber wir sind antiquiert! Aber lasst den Leib und Seele Medizinmann nur auf seinen BabyBoomer Oberarzt treffen :) dann merkt er, woher der Wind weht...

smanpodg
12.11.2014, 18:09
Ach, und falls die G8 Elite des Lateinischen nicht mächtig ist, Pax bedeutet Frieden ;)

Peter_1
12.11.2014, 18:20
Hier trifft Generation Z auf Generation Y, sogar vllt. noch BabyBoom...
X, bitte ;).
Ich glaube das ist keine Frage von Generationen, sondern eher von irgendeinem persönlichen Frustgefühl und fehlendem Blick über den Tellerrand (gepaart mit einem Schuss Realitätsverkennung).