PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Infektanfälligkeit durch das Arbeiten erhöht?



klingelpütz
11.12.2014, 19:36
Seit zweieinhalb Monaten nun bin ich Frisch-Assi in der Inneren. Auch wenn ich mich wie wohl alle erst einmal an dieses wirkliche Berufsleben in diesem Job gewöhnen muss und sicherlich keine 40h Woche habe durch Dienste und einige aber eher wenige Überstunden, mache ich das echt gerne. Ich habe das Gefühl, trotz meiner Unerfahrenheit ernst genommen und geschätzt zu werden und habe tolle Kollegen, die mir viel zeigen und erklären. Ja, ich bin kaputt, müde und öfters erschöpft, insgesamt aber sehr glücklich und zufrieden. Was mich aber massiv stört, ist, dass ich quasi seit Beginn Non stop irgendwelche Infekte anschleppe. Ständig ist der Kopf zu, trieft die Nase oder ich schleppe mich mit latenten Gliederschmerzen durch die Gegend. Nie so viel, dass ich mich krank melden müsste, aber so richtig gesund bin ich auch nicht. Kennt Ihr das von Euch auch zu Arbeitsbeginnzeiten? Meine letzte Erkältung davor hatte ich irgendwann in der Vorklinik.

tortet
11.12.2014, 19:45
Hier... :-nix Offenbar streikt das Immunsystem, bevor man selbst merkt, dass man sich zuviel zumutet....

Evil
11.12.2014, 21:13
Das erste halbe Jahr ist man ständig krank, noch ausgeprägter zeigt sich das in einer Allgemein- oder Kinderarztpraxis. Danach bist Du abgehärtet ;-)

psycho1899
11.12.2014, 21:40
Früher im 24h-Dienstmodell war ich ausser der alle 2 Jahre etwa auftretenden ZNA-assozierten Gastroenteritis eigentlich so gut wie nie krank; 1x pro Jahr noch ein gering ausgeprägter grippaler Infekt, den ich arbeitgeberfreundlich meist am Ende der Woche bekommen und über das Wochenende auskuriert habe.

Seit ich im Schichtsystem auf der Intensiv bin, war ich in knapp 2 J schon gut 2-3 Wochen krank gewesen mit meist im Nachtdienst exazerbierte grippale Infekte, die auch wesentlich zäher auszukurieren waren. Mögliche weitere Faktoren: Alter ;-) und weniger Sport. Aber prinzipiell halte ich Schichtdienst, vor allem Nachtdienste im Schichtsystem für grob unphysiologisch und immunschwächend.

Bei Arbeitsbeginn war ich zwar immer hundemüde, aber stets gesund...

Ist weniger Sport/ausgleichende Freizeitaktivität vielleicht bei Dir ein Faktor?

klingelpütz
12.12.2014, 19:03
Ich stehe also nicht alleine da, gut zu wissen ;-) heute haben mich subfebrile Temperaturen, Glieder- und Kopfschmerzen dann doch auch mal richtig rausgekegelt. Dass die Pädiater am meisten zu kämpfen haben, ist einleuchtend. Und Ausgleich... hm... nee, so richtig ist da gerade nix. Ich schaffe es aber auch echt nicht derzeit, mich zum Sport oder so aufzuraffen. Ein guter Vorsatz fürs nächste Jahr; -)

blaabc
12.12.2014, 19:47
Ich bin regelmäßig NACH Klausurphasen im klinischen Abschnitt krank geworden. Im PJ hatte ich 2 grippale Infekte, die mich nicht vom arbeiten abgehalten haben und eine Noro-Virus-Infektion, die mich für eine gesamte Woche lahm gelget hat. In meiner Familie gibts mehrere Mediziner und ich hab eher den Eindruck, dass die Arbeit am Patienten das Immunsystem stärkt.

DrSkywalker
12.12.2014, 21:29
Das erste halbe Jahr ist man ständig krank, noch ausgeprägter zeigt sich das in einer Allgemein- oder Kinderarztpraxis. Danach bist Du abgehärtet ;-)

Bin seit August in der HAusarztpraxis und habe jetzt die dritte Erkältung... hört das sicher irgendwann auf? Würde es so weiter gehen müsste ich den Job wechseln glaube ich.... :-dagegen