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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arztberuf - wirklich so stressig?



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Solara
03.01.2015, 23:40
Warum willst du trotz der vielen Punkte, die jetzt schon bei dir gegen den Arztberuf sprechen, studieren?

Studium 6 Jahre
Arbeitsleben 40 Jahre

tiw28
04.01.2015, 00:40
;) Lasst sie doch jetzt einfach mal machen… Ich glaube der Ratschläge sind genug gegeben :-nix

EVT
04.01.2015, 01:52
Du solltest dich auf jeden Fall informieren, ob die Zahnischeine in Mainz oder Ulm äquivalent sind, sonst wird das mit dem Quereinstieg nichts.

ChemieFreund
04.01.2015, 22:41
Habe mein Wahlfach in der Rechtsmedizin gemacht, das härtet im Bezug auf Körperflüssigkeiten sowas von ab. :-oopss

Ansonsten würde ich der Threaderstellerin sowieso von von etwas Naturwissenschaftlichem und besonders Medizin abraten.
Wenn für einen die größte Maxime ist, dass man entspannt daher läuft, würde ich was Geisteswissenschaftliches empfehlen (oder vllt ist man mit BWL auch nicht schlecht beraten). Aus meinem bekanntenkreis gesehen machen die Leute einen sehr entspannten Eindruck, klar gibts wenig Geld, aber die eierlegende Wollmilchsau für wenig Arbeit gibts halt kaum zu finden.

Medizin verlangt einem viele Entbehrungen ab, aber man muss am Ende des Tages sich schon sagen können, dass man absolut das richtige gemacht hat und dass man das ganze gerne macht - und nicht schon vor dem Studium alles in Frage stellen.

lina6666
05.01.2015, 22:59
Habe mein Wahlfach in der Rechtsmedizin gemacht, das härtet im Bezug auf Körperflüssigkeiten sowas von ab. :-oopss

Ansonsten würde ich der Threaderstellerin sowieso von von etwas Naturwissenschaftlichem und besonders Medizin abraten.
Wenn für einen die größte Maxime ist, dass man entspannt daher läuft, würde ich was Geisteswissenschaftliches empfehlen (oder vllt ist man mit BWL auch nicht schlecht beraten). Aus meinem bekanntenkreis gesehen machen die Leute einen sehr entspannten Eindruck, klar gibts wenig Geld, aber die eierlegende Wollmilchsau für wenig Arbeit gibts halt kaum zu finden.

Medizin verlangt einem viele Entbehrungen ab, aber man muss am Ende des Tages sich schon sagen können, dass man absolut das richtige gemacht hat und dass man das ganze gerne macht - und nicht schon vor dem Studium alles in Frage stellen.

Also faul bin ich nicht, siehe meinen Mediziner Test, ich kann wenn ich will auch ziemlich ehrgeizig lernen.. auch wenn ich zurzeit keine große Motivation für BWL habe, gehöre ich immer noch zu den 10% besten..

Mir geht es eigentlich nur um den Arzt Beruf, ob es noch stressiger ist als in der Uni? - obwohl ich die Uni nicht so stressig empfinde.. Meine Tante (die selber ärztin ist) meinte, sie arbeitet in der Notaufnahme nicht mehr als anderer Berufler..
Nur manchmal liest man in den Foren halt diese horrorgeschichten wie 36h, einer 60 Stunden die woche, keine Zeit für Familie und Freunde (das ist definitiv etwas anders in anderen Berufen)..

und geisteswissenschaften intressieren mich nicht, meine interesse und stärken liegen eher im Naturwissenschaftlichen also Mathe, Bio und Chemie.

Ich stelle mir vor dem studium die große Frage, weil ich mir zu 100% sicher sein möchte, dass ich auch den Beruf unter diesen Bedingungen ausüben will (ich denke mal nicht alle hier machen das aus idealismus oder haben ein helfersyndrom)..
Wenn ich das Studium abgeschlossen habe und im Berufsleben dann stehe, ist es etwas zu spät um umzukehren :(

anignu
05.01.2015, 23:49
Stressiger als in der Uni? Ernsthaft? Natürlich!

Ich mein: Uni, wenn du keine Pflichtveranstaltungen hast, gehst einfach nicht hin, schreibst die Prüfung und hattest nebenbei ein schönes Leben. Oder sollte ich sagen "Uni, voll der Stress". Das ist eher die Variante für meine Eltern. Alle anderen kennen die Tatsachen. Stressig war für mich die Vorklinik. Sehr viel zu lernen, mit sehr vielen Prüfungen und sehr viel Anwesenheitspflicht. Aber dann: wenig Pflicht, viel Freiheit, wenig Prüfungen...

Zu den Horrorgeschichten: 36h-Tage sind nicht erlaubt. Basta. Und 60h arbeiten auch nicht alle. Google doch mal. z.B. der Marburger Bund hat da eine Befragung veröffentlicht http://www.marburger-bund.de/sites/default/files/artikel/downloads/2013/mb-monitor-2013/3.gesamtauswertung-mb-monitor-2013-1-08032013-pk.pdf bei der arbeiten "nur" 27% 60h oder mehr. Alle anderen arbeiten unter 60h. Aber wenn du dir das anschaust wirst du auch merken, dass es nicht sooo viele gibt die 38,5h arbeiten...

Was ist denn mit Lehramt? Mathe/Bio/Chemie? Ein Freund von mir macht das, ist auch viel Arbeit, hat aber den Vorteil dass die "Kernarbeitszeiten" sehr übersichtlich sind und er ansonsten "nur" noch korrigieren/vorbereiten etc. muss. Klar, er hat auch viel zu tun und braucht vor allem auch Selbstdisziplin, ist aber in seiner Freizeitgestaltung auf jeden Fall freier als ich.

ehemaliger User_25062015
06.01.2015, 00:05
Du kannst ja mal hier im Forum im Vorklinik-Bereich, im Klinik-Bereich, im Ärzte-Bereich lesen....in den Threads für diese jeweils gestressten Menschen wird ja recht viel ausgekotzt und aus dem Alltag geschrieben.

Skalpella
06.01.2015, 00:12
Warum willst du trotz der vielen Punkte, die jetzt schon bei dir gegen den Arztberuf sprechen, studieren?
Studium 6 Jahre
Arbeitsleben 40 Jahre

Gehalt ist wenn man sich anschaut eigentlich okay, aber im Vergleich zur Wochenstundenzahl, die ja meist bei 60/70 Stunden sind, nicht okay.. ich weiß natürlich nicht ob 60/70 Stunden die Regel sind, oder eher ausnahme? :)
Wird's später als Facharzt besser?. . .

Also, ich möchte eigentlich keine 60-70 Stundenwoche arbeiten, weil ich gerne auch Freizeit haben möchte. Klar, ist das Arztgehalt hoch, aber wenn man es auf den Stundenlohn umrechnet ist es nicht mehr so viel, da Ärzte doch sehr viel arbeiten müssen. Oder kann man sich eine Fachrichtung aussuchen, die nicht viel stress ist?
... jedoch möchte ich mich später zurücklehnen und mich nicht jeden Tag stressen lassen..
meine Eltern z.B. haben ein Restaraunt und wenn viel los ist muss ich auch aushelfen, was sehr viel stress für mich bedeutet, da alles unter Zeitdruck etc. gemacht wird.. so ein Leben möchte ich später einfach nicht permanent haben.. und ich habe das Gefühl, dass Ärzte ständig nur am rumlaufen sind und gestresst sind
meine Großtante macht gerade ihren Facharzt, sie meinte dass sie "nur" 4000 brutto verdient, jedoch muss sie öfters Dienst schieben und ist oft ermüdet. Und dafür dass sie so viel arbeitet, sei ihr Gehalt zu niedrig (also auf stundenlohn runtergerechnet)

I...
ich denke auch, dass der Arztberuf mir spaß macht, nur halt nicht unter solchen Bedingungen..
Vielleicht erhoffe ich mir, dass es eine Fachrichtung gibt, die nicht so stressig ist.. :S
Müsste man als Laborarzt auch Nachtdienst schieben?

Ich habe den TMS Test gemacht, Prozentrang 89% und Schnitt 1.2
mein Abischnitt war leider 2,0

. . .nur habe ich Angst, dass ich dem Druck einfach nicht gewachsen bin.. bei mir steht zurzeit nämlich Gesundheit, Familie und Freunde einfach an erster Stelle, das Geld ist mir nicht wichtig.. klar, der Beruf wird mir spaß machen, aber es ist nicht mein Hobby und es ist trotzdem noch Arbeit .. ich möchte einfach später keinen Beruf haben, wo ich 60h die Woche arbeite, und meine Familie nicht sehen kann.. Und ich wollte mich vorher einfach informieren, nicht dass ich nachher es bereue, und jeder dann sagt: du hättest es vorher wissen müssten, dass du als Arzt so gut wie keine Freizeit hast..


. . .es eigentlich nur um den Arzt Beruf, ob es noch stressiger ist als in der Uni? - obwohl ich die Uni nicht so stressig empfinde.. Meine Tante (die selber ärztin ist) meinte, sie arbeitet in der Notaufnahme nicht mehr als anderer Berufler..
Nur manchmal liest man in den Foren halt diese horrorgeschichten wie 36h, einer 60 Stunden die woche, keine Zeit für Familie und Freunde (das ist definitiv etwas anders in anderen Berufen)..

und geisteswissenschaften intressieren mich nicht, meine interesse und stärken liegen eher im Naturwissenschaftlichen also Mathe, Bio und Chemie.

Ich stelle mir vor dem studium die große Frage, weil ich mir zu 100% sicher sein möchte, dass ich auch den Beruf unter diesen Bedingungen ausüben will (ich denke mal nicht alle hier machen das aus idealismus oder haben ein helfersyndrom)..
Wenn ich das Studium abgeschlossen habe und im Berufsleben dann stehe, ist es etwas zu spät um umzukehren :(
Warum ziehst Du überhaupt noch in Erwägung, Medizin zu studieren? Nur, weil Du Dir Sachen gut merken kannst? Herzlichen Glückwunsch! Es soll auch noch andere Fächer geben, wo ein gutes Gedächtnis hilfreich ist.
Gerade Zeitdruck ist im Arztberuf relativ häufig anzutreffen.

EVT
06.01.2015, 00:39
Sie geht auch gar nicht darauf ein, wie sie sich das mit dem Quereinstieg vorstellt. :-nix
Das ist auch Stress, wenn man nicht weiß, ob und wo man im nächsten Semester vielleicht endlich einen Medizinplatz bekommt.. Wenn man dann nicht zu 100% weiß, warum man sich das antut, stelle ich mir das noch nervenaufreibender vor.

Miss_Verständnis
06.01.2015, 12:06
@lina, wenn dich Medizin so interessiert, dann mach es! Man bereut später eher das, was man nicht getan hat. Es gibt auch in der Medizin Fächer, in denen man keinen Patientenkontakt und auch wenig Stress hat, z.B. Anatomie, Physiologie, medizinische Forschung, Mikrobiologie, Pathologie, Labormedizin, Reha..usw.
Offenbar hast du ja auch keine wirkliche Alternative zu Medizin?

McDreamy
06.01.2015, 12:12
Ich finde es immer interessant, wenn sich Leute für ein bestimmtes Studium entscheiden, weil sie in der Schule gut in Bio waren.
Ja super. Das bringt was - gut in Bio. Interesse an bestimmten "Theorien" (=Studium) ist ja ganz toll, hat aber genau gar nichts mit der Realität eines Berufes zu tun. Dem zufolge schlagen die meisten Uni-Absolventen im "Real-Life after Springbreak" auf dem äußerst harten Boden der Realität des Arbeitsalltages auf...

Man sollte sich daher ganz genau mit dem angestrebten Beruf auseinandersetzen und nicht nur nach Interessen an Schulfächern wählen (welche mit der Lebens-Realität ebenso wenig zu tun haben). Ich betrachte daher die Fragen der TE und ihre eingehende Beschäftigung mit der Berufswahl daher durchaus als angemessen (ob die Antworten nun bereits geliefert wurden, bleibt dahingestellt)

.Jordan.
06.01.2015, 12:30
@TE: Das mit der sog. „work-life-balance“ ist schon nachvollziehbar. Wenn du in den erforderlichen Situationen dann auch mal die Ärmel hochkrempeln oder eben länger bleiben kannst, lässt sich das auch mit einem Medizinstudium realisieren. Hab auch schon Ärzte kennen gelernt, wo man das Gefühl hatte, dass sie quasi in der Klinik leben. Kann damit auch nicht so viel anfangen. Aber diese Haltung gibt es auch bei zig anderen Jobs ;-)

Es kommt wie schon geschrieben eben auf das Fach an, das du nachher wählst, auf den Arbeitsort, die Konditionen, die dir dein Arbeitgeber bietet, und vor allem die du bereit bist zu akzeptieren. Wie wohl bei den Arbeitnehmern insgesamt, ist das eben nicht einheitlich. Allein hier im Forum kannst du schon lesen, dass die persönliche Einstellung zur Arbeit und das Selbstverständnis als Arbeitnehmer eben sehr entscheidend- und eben auch sehr variabel, sind….Ausserdem bleibt man nach dem Abschluss ja nicht für Jahrzehnte an eine Stelle gebunden. Viele Varianten sind in den vielzitierten 40 Jahre Berufsleben möglich.
Nur wie schon erwähnt, erfordert das alles eben auch Flexibilität. Das wäre wohl eins deiner Hauptprobleme.

Doch liest sich kaum heraus, warum es ausgerechnet Medizin sein soll. Selbst bei all den verschiedenen Fachrichtungen und Institutionen, die nachher möglich wären…Bei dem, was du dir scheinbar von deinem späteren Berufsleben erhoffst, wäre ein Medizinstudium ein völlig unangemessener Aufwand. Wenn ich dich richtig verstanden habe, könntest du das alles schon in Jobs mit geringerer Qualifikation erreichen…Und da du ja jetzt vorausschauend planen möchtest, solltest du die Punkte von EVT nochmal genauer durchgehen. Du scheinst dir den switch später wirklich zu einfach vorzustellen.

ChemieFreund
06.01.2015, 15:07
Also faul bin ich nicht, siehe meinen Mediziner Test, ich kann wenn ich will auch ziemlich ehrgeizig lernen.. auch wenn ich zurzeit keine große Motivation für BWL habe, gehöre ich immer noch zu den 10% besten..
Ich wollte dir ja auch nichts anderslautendes andichten.

Ich finde nur, man an muss mit der Sache insgesamt im Reinen sein und nicht gleich zuerst daran denken, wie schwer die Arbeitsbedingungen sind. Im Übrigen, wie mein Name andeuten mag, habe ich bereits vorm Medizinstudium Chemie studiert und das war noch viel schlimmer als Medizin während des Studiums, regelmäßig 8-20h Tage (weil Vorlesung/Übungsgruppen morgens und dann Laborpraktika).

Also irgendwo muss man da einfach Kompromisse eingehen können.
Mir macht das auch kein Spaß und ich würde lieber mal ein halbes Jahr frei haben, aber wenn man mal an die Fleischtöpfe im Leben möchte, muss man auch die Zähne zusammenbeißen können bzw. wollen. Ist ja leider noch niemand Chefarzt oder Prof. geworden, weil er so gut aussieht.