Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Impfungen als Voraussetzung fürs Studium bzw. Klinikalltag
Und für den Mist jetzt die Leichenschändung?
Das ist bei Aluhutträgern en vogue.
expredator
07.09.2018, 11:02
Bin zufaellig ueber diesen Thread gestolpert und hatte eine Frage in dieser Richtung. Was ist eigentlich, wenn herauskommt (sei mal hingestellt wie), dass man keine Immunitaet gegen eine bestimmte Krankheit wie Masern, Mumps, Roeteln, HepB, Varizellen etc. hat (d.h. man wurde geimpft oder hatte die Krankheit als Kind, aber der Titer ist jetzt niedrig), kann man vom klinischen Studium oder PJ befreit werden, solange keine Auffrischimpfung gemacht ist bzw. ein guter Titer dann nachgewiesen wird? Vor allem interessiert es mich, wie es ist als Student in den klinischen Semestern, also vor dem PJ, wo man ja nur ab und an auf Station ist (Paed, Gyn etc.).
Gibt es eine offizielle Richtlinie dafuer oder waere das von Uni zu Uni unterschiedlich? Und wenn ja, wie kann man an diese Info herankommen?
LOL :-))
Ich lass mich auch vom PJ "befreien"... und dann auch noch vom M2 und M3... schickt mir doch einfach das Abschlusszeugnis zu, meine Adresse ist wie folgt... :-p
expredator
07.09.2018, 11:45
Du hast mich nicht verstanden. Befreien im Sinne von ausgeschlossen mit der Notwendigkeit den Unterricht später zu wiederholen, wenn Impfschutz besteht. Kann dies von Seiten der Uni so durchgesetzt werden ist meine Frage (bei Studenten vor dem PJ).
Bei uns bietet das Arbeitsmed. Institut, das für die Impfkontrollen der Pjler zuständig ist MMR und Varizellen Impfungen an, allerdings nur wenn man Päd im Wahlfach macht. Da die PJ Untersuchungen deutlich vor PJ Antritt sind, ist Zeit für Auffrischimpfungen bis dahin.
O-Ton einer Ärztin dort mit gegenüber (mein Varizelkentiter ist grenzwertig) ist eine Schande es auf das eine Wahlfach zu beschränken, aber sie kann da leider nicht dran rütteln. :-nix naja besser als nichts.
Dann habe ich dich tatsächlich falsch verstanden ;-)
Im klinischen Studienabschnitt hat sich erschreckenderweise nie jemand für unsere Impfungen interessiert. Unsere Uni ist da sehr lahm. Nur fürs Pflegepraktikum wollten sie einen Impfnachweis.
Absolute Arrhythmie
07.09.2018, 12:24
Bei uns wurden Impfpass und verschiedene Titer (HepB, Varizellen, Parvovirus, CMV) nach Bestehen des Physikums vor Beginn des klinischen Abschnitts kontrolliert. Bei Bedarf wurde dann auch geimpft. Ich weiß nicht was passiert wenn man da "Lücken" aufweist, aber ich kann mir schon vorstellen dass daraus ein Ausschluss von bestimmten praktischen Veranstaltungen resultieren kann.
Heerestorte
07.09.2018, 13:02
Wir mussten die Impfungen und eine Biostoffuntersuchung vor dem 3. Semester für den Präpkurs nachweisen, dann nochmal in der Klinik (6. Semester glaub) und im PJ wird es nochmal geprüft.
WackenDoc
07.09.2018, 14:32
Man muss vor allem die gem. STIKO empfohlenen Impfungen nachweisen, nicht die Immunität. Die Immunität wird erst bei Schwangerschaft so richtig interessant.
Normalerweise ist auch keine Titerbestimmung vorgesehen. Eine Ausnahme bietet die Hep B.
Ob eine med. Fakultät eine Impfung fordern kann, ist fraglich. Es gibt welche, die es machen. Einer Prüfung vor Gericht wird die Regelung kaum standhalten.
Die Frage ist ja auch wer gegenüber wem in welcher Form den Impfstatus nachweisen muss/kann/darf.
Hijadelaluna
07.09.2018, 16:19
Also für Pflegepraktikum/ Famulaturen/ Blockpraktika kann ich mich nicht erinnern, dass ich je Impfungen oder Titer nachweisen musste. Ist natürlich auch stark abhängig davon, wo man eingesetzt wird (in der Päd wollen sie in Tübingen auch für das Pflegepraktikum Nachweise der Impfungen).
Ich hab an der gleichen Uni studiert wie Krötinio. Dort gab es eben im 1. Semester eine Untersuchung beim Betriebsarzt mit Vorlage des Impfbuchs, der eine Bescheinigung ausgefüllt hat, die lautete: "Der/ die Studierende der Humanmedizin XY wurde .. untersucht... Der Umfang ... beinhaltet nach Paragraph 15 BiostoffV... eine serologische Diagnostik auf Hep B und C, das Angebot einer kostenlosen Hep B Impfung... Gegen die Ausübung der Tätigkeit bestehen a) keine gesundheitlichen Bedenken b) gesundheitliche Bedenken u. best. Voraussetzungen c) gesundheitliche Bedenken."
Dieser letzte Teil durfte dann bei der Untersuchung fürs PJ nicht mehr angekreuzt werden, sondern nur angegeben, dass die Untersuchung stattgefunden hat.
Diese war bei mir knapp vier Monate vor PJ-Beginn und so hätte man noch Zeit gehabt Auffrischimpfungen durchzuführen.
Da ich im PJ Päd gemacht habe, wurden auch Titer für MMR-V abgenommen und bei Bedarf eine Nachimpfung angeboten (nicht verpflichtend!). Ansonsten hätte das halt der Hausarzt noch machen können.
Inwiefern der Betriebsarzt eine nicht ausreichende Immunität dem Arbeitgeber melden muss, weiß ich nicht.
Hepatitis C und HIV- Untersuchung wurden immer freiwillig angeboten.
Gleiches Spiel dann nochmal bei Einstellung, mit zusätzlich CMV- und Parvovirus B19-Status. Auch hier wurde natürlich das Impfbuch angeschaut und Impfungen angeboten, falls nicht schon alles geimpft war.
Aber eben immer nur das Angebot/ ein Anraten der Impfung. Genauso die jährliche Influenza-Impfung. Auch wenn sehr viele Impfungen gerade für Leute, die in der Päd tätig sind unbedingt empfehlenswert sind, sind sie eben nicht verpflichtend)
WackenDoc
07.09.2018, 16:45
Also man muss echt unterscheiden was nach welcher Gesetzesgrundlage gemacht werden soll.
Arbeitsmedizinische Untersuchungen: Die ganzen ehem. G42 dienen ausschließlich dem Schutz des Arbeitnehmers. Auch die Impfungen (ist konkretisiert in einer AMR- Nummer weiss ich nicht auswendig). Da es eine Vorsorgeuntersuchung und keine Eignungsuntersuchung ist, umfasst die zugehörige Bescheinigung für den AG nur die Info "war da". Die Impfung kann ohne Konsequenzen abgelehnt werden. Der AG bekommt keine Info darüber.
Spannender ist die Änderung des Präventionsgesetzes, nach dem ist es möglich, dass bestimmte Einrichtungen einen Impfstatus von ihren Beschäftigten fordern können. "Medizinische Einrichtungen dürfen die Einstellung von Beschäftigten vom Bestehen eines erforderlichen Impf- und Immunschutzes abhängig machen. " Jetzt ist aber die Frage, ob das auch auf Studenten anwendbar ist und wenn ja, ob das so pauschal geht.
Und dann ist die Frage, in welcher Form das nachgewiesen werden muss- eine Möglichkeit wäre, dass der Betriebsarzt über eine gesonderte Bescheinigung bescheinigt "Impfstatus für Tätigkeit als Pflegepraktikant/Student im klinischen Abschnitt komplett". Ggf. kann das aber auch jeder Hausarzt- müsste dann aber den geforderten Status kennen.
Da geht es aber primär um den Schutz der Patienten, nicht des Mitarbeiters/Studenten.
Die Uni Düsseldorf fordert bei der Rückmeldung den Impfnachweis. Die haben es einfach gemacht, obwohl sie wissen, dass es juristisch nicht haltbar ist.
Die Biostoffverordnung gibt keine Impfpflciht her.
Dr.Bundy
30.09.2018, 17:23
Mich würde es nicht wundern, wenn in Deutschland das Volksvieh zum Impfzwang verdonnert wird. Die Politik hält nix von ihren Bürgern und tut, was sie will. Es ist sicherer, wenn man auswandert, wo die Menschen freier sind.
Und deswegen wolltest du nach deiner Zeit in der Schweiz die FA-Prüfung in D machen? :-)) :-p
Dr.Bundy
30.09.2018, 17:55
Ah ja, jetzt werden wir persönlich, ja wenn Argumente ausgehen...
Vortrag von Dr.med. Hartmann über Zusatzstoffe in Impfungen auf einem Impfsumposium. Er arbeitete 10 Jahre lang im Paul-Ehrlich-Institut.
https://www.youtube.com/watch?v=4v36Pr-Ao6A
Sicherlich nur ein Alu-Hut-Träger :D
Ich gucke es mir gerade an, ein paar Detail-Infos sind auch für mich neu.
Heerestorte
30.09.2018, 17:57
Vortrag von Dr.med. Hartmann über Zusatzstoffe in Impfungen auf einem Impfsumposium. Er arbeitete 10 Jahre lang im Paul-Ehrlich-Institut.
https://www.youtube.com/watch?v=4v36Pr-Ao6A
Sicherlich nur ein Alu-Hut-Träger :D
Ich gucke es mir gerade an, ein paar Detail-Infos sind auch für mich neu.
So what? Stefan Lanka ist Molekularbiologe und trotzdem hat er einen an der Waffel...
Zu Erinnerung, das ist der, der behauptet hat, es würde das Masern-Virus nicht geben:
https://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Lanka
WackenDoc
30.09.2018, 18:37
Hartmann ist der wohl erfolgloseste Gutachter aller Zeiten. Mit seinen Gutachten wurde kein einziger Impfschadensprozess gewonnen. Offenbar hat er immer wieder Angehörigen irgendwelche Impfschäden eingeredet um dann mit seinen "Gutachten" Kohle zu machen.
https://www.psiram.com/de/index.php/Klaus_Hartmann
Und ja, ich hoffe, dass wir endlich eine Impfpflicht bekommen.
Sicherlich nur ein Alu-Hut-Träger :D
Naja, Hartmann redet da einfach nur evidenten Blödsinn, so viel ist sicher. Ob er nun einen Aluhut auf dem Kopf trägt oder nur seine Unterhose, das sei mal dahingestellt. Dass er mal im PEI gearbeitet hat, ändert nicht wirklich etwas daran.
Ich habe diesen Vortrag nicht zuende gesehen, weil es eh nur die alte Leier ist. Konservierungsstoffe sind böse, Thiomersal macht Autismus, die Pharmamafia weiß das alles und vergiftet die Leute bewusst, die STIKO spielt da mit, weil wir ja schon aus den Simpsons wissen, dass Wissenschaftler nichts mehr lieben als Geld...
/bored
Jede einzelne dieser Behauptungen wurde x-mal widerlegt. Es hat bis zum heutigen Tage niemand ernsthafte Impfkritik publizieren können.
Immer nur eminenzbasierte gequirlte Scheixxe von Leuten, die im besten Fall keine medizinische Ausbildung haben und gar nicht wissen können, wovon sie da reden. Aber im schlimmsten Fall von geschulten Profis, die sogar wissen müssen, warum das, was sie da in der Öffentlichkeit behaupten, falsch ist.
Es ist ihnen nur egal, weil mit der Impfkritik gutes Geld verdient werden kann.
Wenn die Pharmamafia nur halb so geldgierig wäre wie man ihr immer vorwirft, sie würden sofort damit aufhören, Impfstoffe zu produzieren. Denn mit Impfstoffen verdient man kein Geld.
Es ist bei Impfungen tatsächlich ganz simpel.
Die STIKO hat alle seriösen, hochwertigen Studien zum Thema Impfen zusammengetragen und mit Leuten, die wirklich Ahnung von der Materie haben, Impfempfehlungen erstellt, die relativ präzise das Gesamtbild dessen abbilden, was man heutzutage über Impfungen wissen kann.
Und wenn relevante neue Erkenntnisse dazukommen, werden diese Empfehlungen aktualisiert. So wie aktuell bei HPV.
Nur die Impfgegner, diese ungebildeten Knallchargen, rennen noch heute Wakefields Autismus-Lüge hinterher.
Weil sie es entweder nicht wissen wollen, oder weil sie eben einfach Geld damit verdienen, diese Lüge weiterzuerzählen.
WackenDoc
30.09.2018, 19:40
https://www.youtube.com/watch?v=1iifBtfIMZU
Ihr ein illustrer Vertreter der Impfgegnerszene
Und ja, ich hoffe, dass wir endlich eine Impfpflicht bekommen.
Da sprechen sich aber viele dagegen aus. Auch Mikrobiologen usw, weil dann von wirklichen Skeptikern (keine Gegner) die anderen Impfungen wohl nicht mehr geimpft werden. Außer man verpflichtet jeden zu allen Impfungen, dies gibt?
Es ist ihnen nur egal, weil mit der Impfkritik gutes Geld verdient werden kann.
Krieg ich gerade wieder mit: "Kauf doch das Buch von diesem Typen mit der Mundharmonika" - kostet nur 18€ und drin steht viel non-evidenter Inhalt zu Impfungen. Oder man geht gleich zu ihm in die privatärztliche Sprechstunde - 80€/ 30 min. Das macht Spaß...
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