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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Attest für den Nachtdienst



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Espressa
25.01.2015, 21:18
Ich hab während meiner ersten Schwangerschaft bis auf OP und Nadeln/ Spritzen ganz normal weitergemacht, einfach nur, weil der positive Test zwischen zwei Dienstplanbesprechungen fiel und eben das Dienstproblem damit nicht aufgetreten ist. Diesmal war schon vorgeplant und musste umverteilt werden.
Nicht seltsam?
Außerdem sitzen in der Ambulanz mindestens 2 bis 3 Assistenten, sodass man ja nicht jedes eitrige Auge oder blutendes Trauma sehen muss. Aber gut, wie gesagt, bin jetzt darüber weg. Nur noch wenige Wochen.

Noch eine Anekdote vielleicht, habe gebeten jede Woche einen Urlaubstag nehmen zu dürfen. Zwar blöd auf der Station, aber es wurde vom Planer (OA) erlaubt, weil ja gerade ein neuer Kollege eingelernt wird. Also er ist schon ein halbes Jahr da, und seit zwei Wochen weihe ich ihn in die Geheimnisse der Stationsarbeit ein, hab sogar ein Handbuch zum Nachschlagen geschrieben. Jedenfalls, ICH werde angeschissen, was mir einfiele mitten in der Woche weg zu sein (weil es wohl nicht so lief, da ist der Chef kurzfristig ausgeflippt), nicht jedoch die Flachpfeife von Kollege, der es nach einem halben Jahr im Haus und zwei Wochen Händchen halten auf der Station einfach nciht auf die Reihe bringt...

Colourful
26.01.2015, 09:42
@Espressa, das ist ja echt übel! So etwas finde ich total unkollegial und zum Kotzen. Du bist schwanger und hast ein Kleinkind , da wirst du doch wohl einen Urlaubstag in der Woche nehmen dürfen!

Bei uns umgekehrtes Bild, meine Kollegen und Oberärzte finden es ganz selbstverständlich, dass ich im dritten Trimenon einen Urlaubstag pro Woche nehme, auf die Idee hat mich sogar ein Kollege gebracht. Mehr so nach dem Motto: "Und mach da nicht soviel Krams, du sollst dich auch ausruhen!"
Aber wie gesagt, ich glaube Psychiatrie ist sowieso ziemlich familienfreundlich.

Mondschein
26.01.2015, 12:37
Es gibt aber auch Leute mit familären Umständen,die können sich eine Teilzeittätigkeit nicht leisten.Entweder sind sie alleinerziehend oder der Partner bringt sehr wenig Geld nach Hause oder es gibt andere Gründe.
Naja, das klingt jetzt hart, aber dann muss man sich den Job suchen, der passt und nicht eine Vollzeitstelle in einer Klinik und dann im Nachhinein die Dienste verweigern. Wenns bei Einstellung so abgesprochen ist, ok, aber wenn man einfach eine ganz normale Stelle annimmt und dann hinterher anfängt, warum man keine Dienste machen möchte etc., finde ich das (außer bei validen medizinischen Gründen) fragwürdig. Und ein Arztgehalt ist nicht so schlecht, da kann man auch in Teilzeit (z.B. 80% ohne Dienste oder ähnliches) noch davon leben.
Ich hab nichts dagegen, wenn man familienfreundliche Absprachen trifft im Sinne von "Dienste nur so, dass der Partner die Kinderbetreuung übernehmen kann", aber Vollzeitstellen ohne Dienste "nur" wegen Kindern finde ich den Kollegen gegenüber schwierig zu vertreten, weil es für alle anderen idR eine Mehrbelastung darstellen wird.
Meine Meinung. Die aber viele meiner Kinder-habenden Kolleginnen zu teilen scheinen :) Da klappt das nämlich gut.
@ Espressa: Deine Kollegen sind ja echt bescheuert. Schwangerschafen/ Mutterschutz sollte echt außerhalb jeder Diskussion stehen (um mal zu relativieren, dass ich wahrscheinlich mit meinen vorherigen Sätzen als famlienfeindliches Wesen abgestempelt werde...). Lass dich nicht ärgern!! Ich verstehe, dass du die Weiterbildungszeit noch fertig kriegen möchtest, aber ein Bein ausreißen würde ich mir da wahrscheinlich dann nicht mehr.