Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ist ein "fachfremdes" Studium im Ausland in Zukunft wartezeitschädlich?



mtz93x
22.02.2015, 20:20
Hi Leute,

spiele zur Zeit mit dem Gedanken eventuell im kommenden Wintersemester ein Studium in Informatik in Wien anzufangen. Rein theoretisch sollte es ja für meine gesammelten Wartesemester in Deutschland nicht schädlich sein, da die Uni Wien ja bekanntlich keine deutsche Hochschule ist :-dance Ursprünglich war mein Plan, Informatik zu studieren falls ich Medizin nach der Wartezeit, aus welchen Gründen auch immer, nicht packen würde. Aber ich könnte das ja im Grunde vorziehen und so meine Wartezeit zumindest teilweise füllen.

Nur könnte es eventuell sein, dass hochschulstart in Zukunft herkommt und auch ein begonnenes Studium im Ausland als Wartezeitschädlich ansehen könnte? Wäre nämlich ziemlich ärgerlich wenn man dadurch länger warten müsste. Weiß da jemand etwas, ob es da irgendwelche Überlegungen gibt bzw. gab?

Ich freue mich auf eure Antwort.

][truba][
22.02.2015, 20:24
Selbst wenn, würde es "Bestandsschutz" geben. Sprich, erst mit Einführung der Regelung, wäre es "wartezeitschädlich".

Snowcake
22.02.2015, 22:42
Momentan wäre Deine Idee nicht schädlich in Bezug auf die Wartezeit und ich denke, selbst wenn eine Neuregelung eingeführt würde, so wären davon sicherlich vorrangig diejenigen betroffen, die nach in Kraft treten des neuen Gesetzes ein Studium in Ausland aufnehmen.

EVT
23.02.2015, 00:03
Wie beim Teilzeitstudium an der FernUni Hagen, das war ja auch nicht rückwirkend.
Aber beim Ausland kann ich mir das eher nicht vorstellen... Kostet den Staat ja nicht doppelt.

fMRI
23.02.2015, 02:37
Wie beim Teilzeitstudium an der FernUni Hagen, das war ja auch nicht rückwirkend.
Aber beim Ausland kann ich mir das eher nicht vorstellen... Kostet den Staat ja nicht doppelt.


Da aber europäische Abschlüsse in member states idR anerkannt werden, wird sicherlich auch "Ausland zählt nicht" bald keine Option mehr sein. Dann könnte ich mir vorstellen, dass Studienzeiten in einem EU member state bereits auch als Studienzeiten zählen (und man keine Wartesemester sammelt). Die Idee der Wartezeit war ja, dass Leute sich dann nicht "querbeet für irgendetwas anderes einschreiben" um so die Wartezeit zu überbrücken -- das "Problem" ins EU Ausland zu verlegen wäre nicht fair. Vor allem, wenn aus der "Wartezeit" möglicherweise noch Studienleistungen anerkannt werden sollen.

Dass Bildung, egal wo, ein Recht ist und ich die Wartezeitregelung nicht elegant finde ist ein anderes Thema. Warum nicht einfach Studienplätze nach Leistung und Eignung vergeben? Ich kenne kein Land, wo Wartezeit ein Faktor für eine Zulassung zum Medizinstudium ist. Und wenn man das anderen erzählt, können die meisten es nicht glauben, dass pauschal jeder Abiturient/in einen Studienplatz in Medizin irgendwann mal erhält.

:-kaffee