Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nebenwirkung nicht auf der Packungsbeilage?
für die arzneimittelsicherheit ist ja auch in erster linie der apotheker verantwortlich. ich glaube, dass man sich bei uaw daher auch besser an ihn als an einen arzt wenden sollte.
letzendlich ist es doch auch egal, ob die uaw nun signifikant oder nur als einzelfall auftritt. eine meldung trägt so zur arzneimittelsicherheit bei und das bfarm oder die kommission ist für jede meldung dankbar.
Bonnerin
22.03.2015, 17:39
So, gestern kam ein Standardbrief vom BfArM an, dass die sich für meine Meldung bedanken und dem nachgehen werden. Ich bin gespannt, denke aber, dass jetzt wohl nie wieder was kommen wird ^^'
*Neuritis Ulcerosa*
22.03.2015, 17:51
Ich bin gespannt, denke aber, dass jetzt wohl nie wieder was kommen wird ^^'
Doch, die groß angelegte Rückrufaktion wegen Änderung der Packungsbeilage. :-))
Im Ernst: danke, dass du uns auf dem laufenden hälst. Man hat ja selber keine Ahnung, wie so was dann abläuft. :-)
Lissminder
24.03.2015, 19:34
So, gestern kam ein Standardbrief vom BfArM an, dass die sich für meine Meldung bedanken und dem nachgehen werden. Ich bin gespannt, denke aber, dass jetzt wohl nie wieder was kommen wird ^^'
Schön, so soll das laufen. Das BfArM ist meiner Einschätzung nach auch wirklich sehr bemüht solchen Meldungen nach zu gehen. Ich bin auch sehr gespannt, ob das weitere Schritte nach sich ziehen wird. Dieser Brief ist natürlich erstmal nur automatisiert.
Es ist normal, dass nicht alle Nebenwirkungen auf der Packung stehen.
Denn wie soll das gehen? Ihr müsste daran denken, dass vor der Zulassung das Medikament nur an einer zur späteren Anwendung verhältnismäßig kleinen Gruppe ( i.d.R. gesunde Männer) geprüft wird. Das kann keineswegs repräsentativ sein. Daher wird auch noch das Zuallassung noch jedes Arzneimittel überwacht und ggf im Laufe der Anwendung UWA's ergänzt,
hi, darüber habe ich mir auch schjon den kopf zerbrochen. wie sicher kann ein arneimittel überhaupt sein, wenn man es vorzugsweise nur an gesunden testet und dann auch noch an so einer geringen probandenzahl. aus dem grund gibt es sicherlich auchnur so wenig für kinder zugelassene wirkstoffe. welcche eltern wollen schon ihr kind zum versuchskaninchen machen.
damit ließe sich aucch der oft erhobene vorwurf gegenüber der pharmaindustrie zurück weisen, dass sie nicht ausreichend an wirkstoffen für seltene krankheiten forscht. wie sollen da denn auch bitte ausreichend studienteilnehmer für die klinische phase gefunden werden?
SuperSonic
11.04.2015, 20:42
Na ja, das ist weniger das Problem - Phase-III-Studien können auch mit nur wenigen hundert Patienten durchgeführt werden. Es lohnt sich finanziell unterhalb einer bestimmten Prävalenz für Pharmaunternehmen einfach nicht, Beträge bis zu Milliarden Euro in die Forschung und Entwicklung eines sog. Orphan Drugs zu investieren, wenn man es nach der Zulassung nur an z. B. 0,01% (1:10.000) der Bevölkerung bringen kann.
luckyluc
12.04.2015, 20:55
Es lohnt sich finanziell unterhalb einer bestimmten Prävalenz für Pharmaunternehmen einfach nicht, Beträge bis zu Milliarden Euro in die Forschung und Entwicklung eines sog. Orphan Drugs zu investieren, wenn man es nach der Zulassung nur an z. B. 0,01% (1:10.000) der Bevölkerung bringen kann.
Deswegen sollte in meinen Augen die Pharmaforschung strikter staatlich geregelt werden. Es kann doch nicht angehen, dass Menschen auf Medikamente verzichten müssen, nur weil ihre Behandlung ökonomisch gesehen nicht genügend Gewinn einbringt. Ist doch eine Schande:-meinung
FirebirdUSA
12.04.2015, 21:30
Deswegen sollte in meinen Augen die Pharmaforschung strikter staatlich geregelt werden. Es kann doch nicht angehen, dass Menschen auf Medikamente verzichten müssen, nur weil ihre Behandlung ökonomisch gesehen nicht genügend Gewinn einbringt. Ist doch eine Schande:-meinung
Wäre glaube ich staatlich gar nicht zu finanzieren, es sei du verstaatlichst die gesamte Pharmaindustrie :) Außerdem ist die Forschung alleine ja auch noch nicht alles, es muss dann ja auch noch jemand geben der das Medikament herstellt und vertreibt...
in spanien ist das doch auch verstaatlich. also muss es schon möglich sein.
es würde auch reichen, wenn bestimmte bereiche der forschung staatlich subventioniert werden, aber trotzdem durch pharm. unternehmen durchgeführt wird.
Lissminder
18.04.2015, 20:16
in spanien ist das doch auch verstaatlich..
Ja und Spanien ist auch pleite.
Wie stellst du dir das vor Hanno?
Arzneimittelforschung und Entwicklung ist einfach ein extrem kostspieliges Business. Von der Entdeckung einer Leitstruktur bis zur Marktreife vergehen gerne mal 10 Jahre, in denen nur Kosten und noch kein Cent Gewinn eingebracht wird. Welcher Staat kann das schon zahlen? Da muss es m.M. nach private Investoren geben.
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