Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kunstoff Zahnfüllungen GEFAHR ? ANGST ! Bitte HILFE !!
expecting
11.05.2015, 20:42
Also ich kann nur für mich sprechen (und das auch nicht professionell, da kein Zahnmediziner ;-) ), aber ich hab eigentlich gute Erfahrungen mit Kunststofffüllungen gemacht. Hab eine sogar "seitlich", und die hat noch nie Probleme gemacht. An ner anderen Stelle hab ich sogar nur ein Provisorium drin. Das fällt alle paar Jahre mal raus, und dann kommt ein neues Provisorium rein :-wow da werden mich die Zahnis wahrscheinlich für schlagen. Mein Zahnarzt meint auch, da sollte eigentlich besser eine Krone hin. Aber Krone möchte ich ungern, lieber lass ich mir alle Jubeljahre mal wieder ein neues Provisorium reinstopfen. Ist eh ein blöder Zahn, ganz hinten oben ... :-nix
Zum Glück hatte ich seit über 10 Jahren kein "neues" Loch mehr. Die vorhandenen sind Kindheits-/ Jugendsünden, als ich noch keine elektrische Zahnbürste hatte :-nix
baugruen
14.05.2015, 09:18
sag mir, wenn ich falsch liege, aber ich habe von einem cerec-gerät der neuesten generation und fräseinheit eine zahl von 80000 im kopf? vielleicht habe ich das damals aber auch falsch aufgeschnappt.
Das kommt schon hin. Ich hatte bei meinen Ausführungen oben ca. 60.000€ und 72.000€ im Kopf (waren ältere Rechnungen). Und einen Restwert muss man sich, glaube ich, auch noch dazu denken...
Vielleicht verirrt sich ja noch jemand hierher, der/die so ein Teil in der Praxis stehen hat und darüber zu berichten weiß......wäre wohl interessant :-)
Malzkaffee
14.05.2015, 16:24
ach ja, evtl. bietet dein zahnarzt auch an, ein keramik-inlay per cad/cam-technik herstellen zu lassen. das heißt, das inlay wird am computer modelliert und aus einem rohling gefräst. in der theorie ist das eine sehr schnelle und ästhetisch nette lösung. (aber wie gesagt, das kann dein zahnarzt nur anbieten, wenn er ein paar zehntausend euro in das entsprechende gerät investiert hat; nimm es ihm nicht übel, wenn er es nicht tat ;-) )
Bei uns wird das im Kurs extrem forciert (z.B. müssen wir in der Kons schon mehr Kronen als in der Prothetik herstellen - auch im Examen und Cerec gibt mehr Punkte als andere arbeiten). Aber von dem was ich selbst an Arbeiten nach ein paar Semestern am Patienten gesehen habe, bin ich davon nicht überzeugt. Ich habe locker schon zehn Mal eine Füllung am Rand von so einem Ding, das nicht länger als zwei Jahre drin war legen müssen. Irgendwie passen die einfach nich.
Cerec als kursleistung?! Wo gibts denn des?
baugruen
15.05.2015, 16:29
Cerec als kursleistung?! Wo gibts denn des?
bei uns ist es auch pflicht, eines zu machen; aber nur eines während des gesamten kons-kurses. bei uns war das aber dann auch, dass wir studenten dann händeringend nach entsprechenden patienten gesucht haben, die so eine versorgung brauchten/wollten. mit dem ergebnis, dass man manchmal auch patienten versorgt hat, die nicht wirklich dafür geeignet waren und letztlich hatte man eine mittelmäßige versorgung, die man dann in den nächsten jahren ständig repariert.. so wie malzkaffee es beschreibt.
Malzkaffee
16.05.2015, 17:17
Wir müssen drei machen, im Kons II! Und sogar zwei im Examen.
baugruen
17.05.2015, 06:51
und ihr habt entsprechend viele patienten? problem bei uns war auch, dass die kronen/inlays meist um die 200 euro gekostet haben, was manchen patienten zu teuer war.
Malzkaffee
18.05.2015, 18:16
und ihr habt entsprechend viele patienten? problem bei uns war auch, dass die kronen/inlays meist um die 200 euro gekostet haben, was manchen patienten zu teuer war.
200 Euro ist bei uns eher niedrig gegriffen. Naja, viel läuft halt über Kulanz, wenn nach ner großen Füllung ein Zahn gebrochen iust... Aber nein, genug sind es nie, darum zieht sich das Examen ja bis in alle Ewigkeit.
jan_mediklin
19.05.2015, 07:21
Wie ist denn deine Meinung insgesamt von CAD/CAM, Malzkaffee, bei euch scheint das ja viel gemacht zu werden und du hast da sicherlich einen größeren Überblick.
Formt ihr alles digital ab oder scannt ihr eine konventionelle Abformung? Zementiert ihr adhäsiv oder "normal"?
Malzkaffee
20.05.2015, 20:08
Wie ist denn deine Meinung insgesamt von CAD/CAM, Malzkaffee, bei euch scheint das ja viel gemacht zu werden und du hast da sicherlich einen größeren Überblick.
Formt ihr alles digital ab oder scannt ihr eine konventionelle Abformung? Zementiert ihr adhäsiv oder "normal"?
Ganz ehrlich: Nichts. Ich hab schon einige Male da Füllungen gelegt, wo der Rand nach einem Jahr den Geist aufgegeben hat. Die passen einfach nicht wirklich gut und die Ärzte ignorieren das immer. Wo man bei Metall oder sogar Cercon zurück ins Labor geschickt worden wäre, solls da einfach in Ordnung sein.
Wir scannen normalerweise die konventionelle, aber wenn Zeitmangel ist auch mal direkt. Zementiert wird meistens adhäsiv.
jan_mediklin
21.05.2015, 07:04
Das hab ich jetzt schon von mehreren Seiten gehört... Ich frage mich, ob man als Behandler mit der Zeit bessere Ergebnisse hinbekommt, wenn man evtl. seine Präparation anpasst oder anderweitig Veränderungen vornimmt, damit die gefrästen Teile besser passen.
Malzkaffee
21.05.2015, 22:51
Das hab ich jetzt schon von mehreren Seiten gehört... Ich frage mich, ob man als Behandler mit der Zeit bessere Ergebnisse hinbekommt, wenn man evtl. seine Präparation anpasst oder anderweitig Veränderungen vornimmt, damit die gefrästen Teile besser passen.
Weiß nicht, bei uns scheint die Begründung zu sein: Es ist ein tolles, teures gerät und das ist schlau also muss der Rand passen. Ein Riesenspalt sagt gar nichts aus, das weiß das Gerät schon.
Hatte in der Klinik wegen Cerec mal ein längeres Gespräch mit einem der Zahntechniker an unserer Uni.
Es ist wohl so, dass Cerec ursprünglich für ein "schwimmendes" adhäsives Befestigen konzipiert wurde. Sprich Randspalte von 200Mikrometern und eventuell auch etwas mehr, waren bei den ersten Generationen des Cerec Geräts wohl einfach so vorgesehen. Hierbei haben böse Zungen zu Anfang, was wohl auch nicht ganz unzutreffend war, von einer Keramik-armierten Kunststofffüllung gesprochen. Dies alten Blöcke wurden ja glaube ich auch gar nicht mehr gebrannt nach dem Fräsen, sondern einfach nur zementiert?
Inzwischen hat sich das ganze natürlich viel weiter entwickelt. Man kann mit vielen unterschiedlichen Materialien arbeiten, die auch noch ganz unterschiedlich weiterverarbeitet werden können/müssen.
Genauso wie sich die Hardware weiter entwickelt hat, ist auch die Software besser geworden. Man hat auch hier mehr Einstellmöglichkeiten an denen man herum schrauben kann und es lässt sich beispielsweise die Toleranz oder auch die Klebefuge abweichend einstellen.
Es kommt dann eben nur vor, dass man das gefräßte Werkstück eher noch mal nachbearbeiten und Störstellen entfernen muss.
Das kostet den Behandler Zeit, Zeit ist Geld und daher werden leider eben häufiger auch suboptimale Ergebnisse toleriert.
Hab aber auch schon Kronen/Teilkronen gesehen, die aussahen, als ob sie jemand freihändig aus Provikunststoff geschnitzt hätte.
Umgekehrt selbst aber auch Inlays hergestellt, die selbst mit Lupenbrille kaum zu finden sind. Das war dann aber mit zusätzlichem Modell, Rohbrandeinprobe, doppelter Farbnahme und umfangreicher Charakterisierung und hatte vom Arbeitsaufwand her keine Vorteile mehr gegenüber einem gepressten Inlay.
Malzkaffee
23.05.2015, 09:19
Dies alten Blöcke wurden ja glaube ich auch gar nicht mehr gebrannt nach dem Fräsen, sondern einfach nur zementiert?
Das ist bei manchen Materialien auch heute noch so.
Meiner Meinung nach liegt die schlechte Passung aber an der Software. Die kommt mir mehr vor wie eine Handy-Zeichen-App als ein Präzisionsprogramm. Die Linie mit der man die Präpgrenze nachziehen soll ist so dick, dass man niemals genau drauf ist und das ist dann eben später das Problem. Vor allem halt, wenn man das von ungeübten Studenten unter extremem Zeitdruck machen lässt.
jan_mediklin
25.05.2015, 08:17
Das Fräsen aus dem Block und sofortige Eingliederung ist eigentlich der Hauptvorteil den ich beim Cerec gegenüber anderen Verfahren sehe. Also wenn man es konsequent anwendet, dass man präpt, digital abformt und eine viertelstunde später eine (teil)krone einsetzen kann, die den patienten viel billiger kommt, als eine laborgefertige versorgung - das klingt für mich ersteinmal ganz nett. Allerdings, wenn man die extremen Probleme hat, die ihr beschreibt (und von denen ich auch gehört habe, bzw. selbst erlebt habe), ist das natürlich Mist. Wenn der Aufwand wieder so groß ist (umfangreiche Nachbearbeitung, Glanzbrand usw.), dann würde ich wohl eher dem ganz im Labor gefertigen Teil den Vorzug geben.
baugruen
25.05.2015, 08:24
Meiner Meinung nach liegt die schlechte Passung aber an der Software. Die kommt mir mehr vor wie eine Handy-Zeichen-App als ein Präzisionsprogramm. Die Linie mit der man die Präpgrenze nachziehen soll ist so dick, dass man niemals genau drauf ist und das ist dann eben später das Problem. Vor allem halt, wenn man das von ungeübten Studenten unter extremem Zeitdruck machen lässt
das einfache, reduzierte an der software hat mir wiederum gefallen. wobei ich sagen muss, dass sie mich auch sehr an Sim City erinnert hat. Wenn man dort das Terrain und andere Sachen bearbeitet hat, ging das genauso, wie wenn man im cerec höcker hochzieht und fissuren einebnet...
aber an sich fand ich es nett
Malzkaffee
05.06.2015, 13:08
Das Fräsen aus dem Block und sofortige Eingliederung ist eigentlich der Hauptvorteil den ich beim Cerec gegenüber anderen Verfahren sehe. Also wenn man es konsequent anwendet, dass man präpt, digital abformt und eine viertelstunde später eine (teil)krone einsetzen kann, die den patienten viel billiger kommt, als eine laborgefertige versorgung - das klingt für mich ersteinmal ganz nett.
Naja, die meisten Dinger brauchen dann ja sowieso noch einen Glanzbrand oder sind gar nur vorgesintert... dann muss man noch in nen Ofen investieren, der Patient wartet eine Stunde auf das Ding... dann wird's schon unwirtschaftlich.
jan_mediklin
06.06.2015, 08:01
hoppla, falscher thread
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